Betriebs- und Montageanleitung für 1- und 2-stufige Kompakt-Gaswarnanlagen
4.3 Kalibrierung/Justierung Halbleitermessfühler mit Spannungsausgang,
nicht linear
Zur Kalibrierung des Messfühlers die Prüfgasflasche (Gaskonzentration in Höhe der einzustellenden Alarmstufe) mit dem
Druckminderer, Feinregulierventil und entsprechender Prüfkappe verbinden und Volumenstrom einstellen. Nun die Prüfkappe auf
den Messfühler, bzw. je nach Ausführung, auch direkt auf den Sensor aufsetzen und fixieren. Am Digitalvoltmeter muss jetzt der
Anzeigewert gegen „0" sinken. Die Vorzeichenänderung (+/-) am Messgerät muss dabei nicht beachtet werden. Wenn sich der
Anzeigewert weitgehend stabilisiert hat, mit einem Schraubendreher die Potentiometer SW 1 bzw. SW 2 der einzustellenden
Messstelle, bei Prüfgasaufgabe, einen Spannungswert von 0,1 bis 0,15 V einstellen. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass
die zugehörige Alarm-LED Dauernd leuchtet, da sonst die Kalibrierung nicht korrekt ist. Nun die Prüfgaskappe vom Sensor
entfernen und das Feinregulierventil schließen. Nach erfolgter Kalibrierung optional Nullgas aufgeben. Nach kurzer Zeit muss die
Alarm-LED am Gaswarngerät in den Blinkmodus übergehen und manuell über den Reset-Taster zurückgesetzt werden, bzw. bei
selbstlöschenden Alarmen (Voralarm) automatisch ausgehen.
4.4 Kalibrierung/Justierung Messfühler mit 4-20mA Signalausgang, linear
Zur Kalibrierung dieser Messfühler mit 4-20 mA Signalausgang ist eine andere Vorgehensweise erforderlich.
Hier erfolgt die Kalibrierung direkt am Messfühler. Eine Justierung am Gaswarngerät ist nicht erforderlich!
Das Digitalmessgerät wird auf den Messbereich „mA DC" eingestellt und in Reihe zur Signalleitung geschaltet. Nun wird der
Nullpunkt (Messsignal ohne Spuren der zu überwachende Gasart) am Messfühler eingestellt. Dazu ist das „Nullgas" (z. B.
Stickstoff / Synthetische Luft) mit dem geeigneten Kalibrieradapter auf den Messfühler aufzugeben. Mit dem Nullpunkt-
Potentiometer (N) im Messfühler ist der Ausgangsstrom jetzt auf 4 mA einzustellen. Anschließend wird der Messfühler mit dem
zu überwachenden Gas beaufschlagt und der entsprechende Stromwert am Einstellpotentiometer (V) eingestellt. Die Berechnung
des einzustellenden Stroms erfolgt nach folgender Formel:
I = 4 mA + --------------------------------------------------- x Gaskonzentration (vorzugsweise 50% des Messbereichsendwerts)
Messbereich des Messfühlers
5 Fehlerursachen / Fehleranalyse
Nachfolgende Tabelle enthält mögliche Fehler oder Warnmeldungen sowie deren Ursachen und Abhilfe.
Fehlermöglichkeiten
Alle Anzeigen dunkel
Anzeigen dunkel trotz angeschlossener
Netzversorgung
Alle Anzeigen dunkel bei angeschlossener
Notstromversorgung
Gelbe LED „Error" leuchtet dauerhaft
Gelbe LED „Error" blinkt (ab v1.35)
Ständige Alarmmeldung ohne ersichtlichen
Grund
Alarmrelais schaltet nicht
16 mA
Ursache
Netzversorgung fehlt
Sicherung defekt
Elektronik defekt
Akku defekt/nicht angeschlossen
Akku entladen, da Netzausfall zu
lange
Drahtbruch oder Kurzschluss auf
der Sensorleitung
Sensor nicht aufgesteckt oder
defekt
Messfühler nicht angeschlossen
Interne Elektronik defekt
Messfühlerstörung wurde
erkannt, ist jedoch aktuell nicht
vorhanden
falsche Einstellwerte
Fehlalarme durch
Querempfindlichkeit auf andere
Stoffe
Wartungsintervall zu groß
Sensor(en) defekt
Alarmunterdrückung durch
Schlüsseltaster / -schalter aktiv
(OPTION)
Gerät befindet sich in der
Aufheizphase (grüne LED blinkt)
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Abhilfe
Netzversorgung zuschalten
Sicherung austauschen
Maile Kundendienst rufen
Akku austauschen
Akku laden (Netzversorgung
wiederherstellen)
Anschlüsse überprüfen
Sensor aufstecken oder
austauschen
Messfühler anschließen
Maile Kundendienst rufen
Mit „Reset"-Taster quittieren, bei
erneutem Auftreten Maile
Kundendienst rufen
Maile Kundendienst rufen
Anlage kurz spannungslos
schalten oder
Alarmunterdrückung mit dem
„Reset"-Taster bzw.
Schlüsselschalter zurücksetzen
Aufheizzeit abwarten, erneut
testen