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Helios KWL-Center 1200 Montage- Und Betriebsvorschrift

Montage- und Betriebsvorschrift Nr. 90 728
Zentral-Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung KWL-Center 1200
Zur Sicherstellung einer einwandfreien Funktion und zur eigenen Sicherheit
sind alle nachstehenden Vorschriften genau durchzulesen und zu beachten!
EMPFANG
Die Sendung ist sofort bei Anlieferung auf Beschädigungen und Typenrichtigkeit zu
überprüfen. Falls Schäden vorliegen, sind diese umgehend dem Transportunterneh-
men zu melden. Bei nicht fristgerechter Reklamation gehen evtl. Ansprüche verloren.
EINLAGERUNG
Bei Einlagerung über einen längeren Zeitraum sind zur Verhinderung schädlicher
Einwirkungen folgende Maßnahmen zu treffen: Schutz durch trockene, luft- und
staubdichte Verpackung (Kunststoffbeutel mit Trockenmittel und Feuchtigkeits-
indikatoren). Der Lagerort muß erschütterungsfrei, wassergeschützt und frei von
Temperaturschwankungen sein. Bei mehrjähriger Lagerung bzw. Motorstillstand
muß vor Inbetriebnahme eine Inspektion der Lager mit evtl. Erneuerung der Fett-
füllung und eine Isolationsprüfung gemäß VDE 0530 erfolgen.
Schäden, deren Ursprung in unsachgemäßem Transport, unsachgemäßer Einla-
gerung oder Inbetriebnahme liegen, sind nachweisbar und unterliegen nicht der
Gewährleistung.
EINSATZBEREICH – ANWENDUNG
Das Gerät ist für die zentrale Be- und Entlüftung von Wohn- und Gewerberaum-
Einheiten vorgesehen. Es ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Der
Anschluß von Dunstabzugshauben und Laborabsaugungen ist nicht statthaft. Die
serienmäßige Ausstattung erlaubt einen Einsatz im Temperaturbereich von -20 °C
bis +40 °C. Bei Betrieb unter erschwerten Bedingungen, wie z.B. hohe Feuchtig-
keit, längere Stillstandzeiten, starke Verschmutzung, übermäßige Beanspruchung
durch klimatische (z.B. Einsatztemperaturen > 40 °C) sowie außergewöhnliche
technische, elektronische Einflüsse, ist Rückfrage und Einsatzfreigabe erforderlich,
da die Serienausführung hierfür u. U. nicht geeignet ist. Ein bestimmungsfremder
Einsatz ist nicht zulässig!
WIRKUNGSWEISE
Im Kreuzstromwärmetauscher „kreuzen" sich der kalte Außenluftstrom und der
warme Abluftstrom ohne direkt miteinander in Kontakt zu kommen. Durch dieses
Verfahren werden bis zu 70 % der Wärme der Abluft auf die Außenluft übertragen.
Außerdem sorgt ein Heizregister dafür, daß bei extrem kalten Witterungsverhält-
nissen die Zuluft vorgewärmt wird. Die Zuluft wird durch Leitungen und Ventile zu
den Primär- (Zuluft benötigenden) Räumen geleitet. Die Abluft wird aus den sekun-
dären Räumen (z.B. Sozialräume, Toiletten, Duschen u.v.m.) abgesaugt. Sie strömt
durch das Kanalsystem zum Lüftungsgerät zurück, gibt Wärme ab und wird durch
die Fortluftleitung ins Freie geführt.
LEISTUNGSDATEN
Zum Erreichen der vorgesehenen Leistung sind ein ordnungsgemäßer Einbau und
korrekt ausgeführte Zu- und Abluftführung sicherzustellen. Abweichende Ausfüh-
rungen, ungünstige Einbau- und Betriebsbedingungen können zu einer Reduzie-
rung der Förderleistung führen. Die Angaben für luftseitiges Geräusch erfolgen als
A-bewerteter Schalleistungspegel L
A-bewertetem Schalldruck L
PA
Gegebenheiten beeinflußt. Dementsprechend ergeben sich Abweichungen zu den
Angaben.
MONTAGE – AUFSTELLUNG
Das KWLC 1200 ist stehend zu montieren. Als „Unterlage" empfiehlt sich eine Span-
platte auf einer festen Mineralwollplatte (ca. 70 x 190 cm). Die Platte muß waagrecht
ausgerichtet werden. Das KWLC besitzt unterschiedlich hohe Konsolen, damit bei
waagrechter Grundfläche ein Gefälle in Richtung des Kondenswasserablaufes
entsteht. Eine problemlose Verbindung des Kondenswasserablaufes mit dem Ab-
flußsystem des Hauses ist sicherzustellen (s. Kondensatableitung). Die Aufstellung
sollte so erfolgen, daß möglichst kurze Lüftungsleitungen sowie deren problemloser
Anschluß an das Gerät möglich sind. Enge Bögen führen zu erhöhten Druckver-
lusten und Strömungsgeräuschen. Die Lüftungsleitungen dürfen keinesfalls geknickt
werden. Auf feste und dichte Befestigung an den Anschlußstutzen ist zu achten.
Für Wartungs- und Installationsarbeiten muß das Gerät gut zugänglich sein.
Vor der Installation ist zu überprüfen, ob das fertig montierte Gerät ein
Gefälle in Richtung des Kondenswasserablaufes hat.
– Feuerstätten
Die Zentrallüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung „KWLC 1200" dürfen nur dann
in Räumen mit anderen raumluftabhängigen Feuerstätten installiert und betrieben
werden, wenn deren Abgasabführung durch besondere Sicherheitseinrichtungen
überwacht wird, die im Auslösefall auch die Lüftungsanlage abschalten (z.B.
Temperaturpille mit elektrischer Aufschaltung auf das Zentrallüftungsgerät mit
Wärmerückgewinnung).
Dabei muss sichergestellt werden, dass durch den Betrieb der Wohnungslüftungs-
anlage kein größerer Unterdruck als 4 Pa in der Wohneinheit erzeugt wird.
Die Zentrallüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung „KWLC 1200" dürfen nicht
(entspricht DIN 45 635, T.1). Angaben in
WA
werden von raum- und installationsspezifischen
gleichzeitig mit Festbrennstoff-Feuerstätten und nicht in Wohneinheiten mit raumluft-
abhängigen Feuerstätten, die an mehrfach belegte Abgasanlagen angeschlossen
sind, betrieben werden.
Für den bestimmungsgemäßen Betrieb der mit den Zentrallüftungsgeräten mit
Wärmerückgewinnung „KWLC 1200" errichteten Lüftungsanlagen müssen eventuell
vorhandene Verbrennungsluftleitungen sowie Abgasanlagen von Festbrennstoff-
Feuerstätten absperrbar sein.
– Kondensatableitung
Der Kondensatablaufstutzen ist mittels eines flexiblen Schlauches (ø 15 mm) unter
Zwischenschaltung des Kondensatsyphons (Kupferrohrbogen) an das Abwasser-
system anzuschließen. Außerhalb beheizter Räume ist die Leitung zu isolieren. Ein
Geruchsverschluß ist vorzusehen. Der Geruchsverschluß muß eine Mindesthöhe
von 100 mm haben, da sonst durch den Ventilator das Wasser zurückgesaugt
werden kann.
Um Geruchsentwicklung zu vermeiden, muß vor Inbetriebnahme der
Geruchsverschluß mit Wasser gefüllt werden.Die Anforderungen der zustän-
digen Wasserbehörden sind zu beachten.
– Luftführung, Lüftungsleitung
Bei Planung und Ausführung sind möglichst kurze Leitungen anzustreben. Auf
dichte Verbindungen und Übergänge ist zu achten. Zur Vermeidung von Schmutz-
ablagerung, Druckverlust und Geräusch sind glattwandige Rohre (Kunststoff- oder
Spiralfalzrohr) zu verwenden. Für Hauptleitungen (Außen-, Fortluft, Zuluftverteiler,
Abluftsammler) ist DN 315 mm vorzusehen, für Stichleitungen wird der ø entspre-
chend reduziert.
Zur Vermeidung von Kondensat an den Außen- und Fortluftleitungen sind diese in
geeigneter Weise zu isolieren. Verlaufen Zu- und Abluftleitungen durch unbeheizte
Räume, so sind sie zur Vermeidung von Wärmeverlusten ebenfalls zu isolieren.
Die Zuluft ist den Primär-Räumen zuzuführen, die Abluft in den Sekundär-Räumen
abzuführen. Zur Einregulierung der Anlage sollten Zu- und Abluftöffnungen mit ein-
stellbaren Ventilen (Zubehör) versehen werden. Bei Absaugung von verschmutzter
Abluft ist ein Filter (Zubehör) vorzuschalten. Zur Sicherstellung der Luftführung
innerhalb der Raumeinheit sind ausreichende Überströmöffnungen (Türspalte, Tür-
lüftungsgitter) vorzusehen.
Evtl. bestehende Brandschutzvorschriften sind unbedingt zu beachten.
– Thermo-Feuchtigkeitswächter
Dieser Thermo-Feuchtigkeitswächter ist vollelektronisch und besitzt einen Fühler-
stab, der in den Kreuzstromwärmetauscher eingebaut ist, um den Feuchtigkeits-
gehalt der Luft zu ermitteln. Bei einem niedrigen Feuchtigkeitsgehalt sorgt der
Wächter dafür, daß die Frostschutzfunktion ausgeschaltet wird und das Aggregat
normal weiter arbeitet. Zusätzlich enthält der Thermo-Feuchtigkeitswächter ein
elektronisches Thermostat, das bei hohem Feuchtigkeitsgehalt die Frostschutz-
funktion steuert. Er ist in der „kalten Ecke" plaziert und fühlt somit an optimaler Stelle
die Temperatur. Die berührbaren Teile werden mit einer Spannung von 24 V versorgt.
– Elektrischer Anschluß
Bei der Installation ist eine allpolige Trennung vom Netz mit mindestens 3 mm
Kontaktöffnungsweite vorzusehen. Der elektrische Anschluß darf ausschließlich
von einer autorisierten Elektrofachkraft ausgeführt werden. Alle Arbeiten sind in
spannungslosem Zustand vorzunehmen. Die Steuerstromleitung ist gemäß dem
Schaltplan zur Steuereinheit zu verlegen. Der Anschluß erfolgt im auf der Oberseite
(Abb. 2)
befindlichen Anschlußkasten gemäß Schaltschema.
Die einschlägigen Normen, Sicherheitsbestimmungen (z.B. DIN VDE 0100)
sowie die TAB der EVU's sind unbedingt zu beachten.
TECHNISCHE DATEN
Spannung
Strom
Anschlußleitung
Maße (L x B x H)
Kondenswasserablauf
Motor
Heizleistung
BEDIENUNG – REGELUNG
Das KWLC wird über ein Bediengerät (Abb. 5) mit 2 Schaltern gesteuert. Der 3-
Stufenschalter (S1) steuert die Gebläsedrehzahl.
Stufe 1
Grundlüftung, wenn geringer Zuluftbedarf besteht
Stufe 2
Normalbetrieb
Stufe 3
Stoßlüftung, wenn hoher Zuluftbedarf besteht.
Der Schalter ist mit einer Kontrollampe versehen, die aufleuchtet, wenn das elek-
trische Nachheizregister über den Thermostat eingeschaltet wird. Die Lüftungs-
stufe 2 (bzw. deren Volumenstrom) kann im Gerät auf die Größe der zu lüftenden
Einheit angepaßt werden. Vor Arbeiten am Gerät ist dieses spannungsfrei zu
schalten. Hierzu muß der Elektroanschlußraum (10) des Geräts geöffnet werden.
Die mit Drehzahlstufe 2 gekennzeichnete Leitung kann am Trafo entsprechend
des Verdrahtungsplanes im Gerät umgesteckt werden (liegt bei).
3~, 400 V / 50 Hz
16 A
5 x 2,5 mm
2
1700 x 634 x 1055 mm
Außen-Ø 15 mm, Stutzen-Ø DN 315 mm
670 Watt
6 kW
(Abb. 5)
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Inhaltszusammenfassung für Helios KWL-Center 1200

  • Seite 1 Montage- und Betriebsvorschrift Nr. 90 728 Zentral-Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung KWL-Center 1200 Zur Sicherstellung einer einwandfreien Funktion und zur eigenen Sicherheit gleichzeitig mit Festbrennstoff-Feuerstätten und nicht in Wohneinheiten mit raumluft- sind alle nachstehenden Vorschriften genau durchzulesen und zu beachten! abhängigen Feuerstätten, die an mehrfach belegte Abgasanlagen angeschlossen sind, betrieben werden.
  • Seite 2 Bei Frostgefahr und trockener Luft im Wärmetauscher ZUBEHÖR, SCHALT- UND STEUERELEMENTE behält das KWLC seinen eingestellten Betriebszustand bei (keine Minderleistung). Der Gebrauch von Zubehörteilen, die nicht von Helios empfohlen oder angeboten werden, ist nicht statthaft. Eventuell auftretende Schäden unterliegen nicht der – Sommerbetrieb (Abb.
  • Seite 3 Montage- und Betriebsvorschrift Nr. 90 728 Zentral-Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung KWL-Center 1200 Abb. 2 Abb. 3 GARANTIEANSPRÜCHE – HAFTUNGSAUSSCHLUSS VORSCHRIFTEN – RICHTLINIEN Wenn die vorausgehenden Ausführungen nicht beachtet werden, entfällt unsere Bei ordnungsgemäßer Installation und bestimmungsgemäßem Betrieb entspricht Gewährleistung und Behandlung auf Kulanz. Gleiches gilt für abgeleitete Haf- das Gerät den zum Zeitpunkt seiner Herstellung gültigen Vorschriften, Richtlinien...
  • Seite 4 HELIOS Ventilatoren GmbH & Co · Lupfenstraße 8 · 78056 VS-Schwenningen HELIOS Ventilateurs · Z.I. La Fosse à la Barbière · 2, rue Louis Saillant · 93605 Aulnay sous Bois Cedex CH HELIOS Ventilatoren AG · Steinackerstraße 36 · 8902 Urdorf / Zürich GB HELIOS Ventilation Systems Ltd.

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