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An- und Aufbaurichtlinien
Ausgabe 2002
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Inhaltszusammenfassung für Mercedes-Benz Unimog U90

  • Seite 1 An- und Aufbaurichtlinien Ausgabe 2002...
  • Seite 2 DaimlerChrysler AG Geschäftsbereich UNIMOG D - 76568 Gaggenau Printed in Germany Alle technischen Daten, Bilder, Maßangaben und sonstigen Informationen entsprechen dem Stand des angegebenen Redaktionsschlussdatums. Änderungen vorbehalten! Im Einzelfall evtl. Maße bzw. Daten von PBU/TES bestätigen lassen. Nachdruck, Übersetzung und Vervielfältigung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung nicht erlaubt.
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    1. ALLGEMEINES ................................... 13 Grundsätzliche Hinweise............................... 13 Fahrzeug- und Typbezeichnungen..........................15 Technische Beratung..............................17 Geräteabstimmung/Freigaben/Bestätigungen/Genehmigungen................18 1.4.1 Rechtsansprüche................................18 1.4.2 Abstimmungen - Bestätigungen ...........................18 Geräte (lof) am Dreipunktanbau (Code H60/Q45)....................21 Ausstellung eines Zertifikats............................21 1.6.1 Gerätefreigabe ................................21 1.6.2 Unbedenklichkeitserklärung............................22 1.6.3 Anbaubestätigung/Aufbaugenehmigung........................22 Gewährleistungsansprüche............................
  • Seite 4 2. GESETZLICHE HINWE ISE, PRODUKTHAFTUNG UND C E.................... 29 Gesetzliche Hinweise..............................29 Straßenverkehrsrecht ..............................29 2.2.1 Allgemeine Hinweise..............................29 2.2.2 Abnahme/Zulassung im Inland.............................29 2.2.3 Abnahme/Zulassung im Ausland (EG-Raum)......................32 2.2.4 Merkblatt für Anbaugeräte (siehe Kapitel 8).......................32 2.2.5 Merkblatt für Winterdienstgeräte (siehe Kapitel 8).....................33 Produkthaftung ................................
  • Seite 5 4. PLANUNG DER ANBAUGERÄTE UND AUFBAUTEN......................47 Allgemeine Hinweise ..............................47 Freigängigkeit Aggregate, Aufbauten zum Fahrgestell..................47 Fahrzeugabänderungen ..............................49 Abmessungen und Gewichtsangaben .......................... 50 Gewichtsverteilung................................. 51 Koordinatensysteme ............................... 51 4.6.1 Fahrzeugsystem................................51 4.6.2 Definition des Fahrgestellkoordinatensystems LBU (BM 408)..................54 4.6.3 Definition des Fahrgestellkoordinatensystems MBU (BM 418)................55 4.6.4 Definition des Fahrgestellkoordinatensystems SBU (BM 427/437)................56...
  • Seite 6 4.8.5 Motor-Luftansaugung..............................74 4.8.6 Geräuschdämmung...............................75 4.8.7 Auspuffanlage ................................76 4.8.8 Federn ..................................77 4.8.9 Bremsanlage .................................78 4.8.10 Seitenmarkierungsleuchten (§51a StVZO) ........................78 4.8.11 Wartung und Instandsetzung............................80 4.8.12 Lastwerte..................................80 4.8.12.1 Lastwerterhöhung..............................80 4.8.12.2 Lastwertstufen.................................81 Sichere Befestigung des Geräts/ Ballasts am Fahrzeug................... 81 4.10 Aufbauten mit veränderlicher Gesamtschwerpunktslage beim Arbeiten ............82 4.10.1 Statische Prüfung.................................82 4.10.2...
  • Seite 7 4.12.7 Auslegermähgerät auf der Pritsche aufgebaut......................117 4.12.8 Anbaubeispiele Mittenaufbau............................118 4.12.9 Anbaupunkte Mitte (Code D60)..........................121 4.12.10 Befestigungsteile für Fremdaufbauten (Code D65)....................145 4.12.11 Anbaubeispiele für die Anbindung Drehlager und Festlager am Rahmen (Code D65) ..........160 4.12.12 Bodengruppe für Sonderaufbauten Code P61, besonders geeignet für Kofferaufbauten o.ä.........163 4.12.13 Aufbauten beim U2450L/6x6, BM437.156......................164 4.12.14...
  • Seite 8 5. GERÄTEANTRIEB..................................177 Antriebsmöglichkeiten ..............................177 Mechanischer Geräteantrieb............................177 5.2.1 Hinweise zum Übersetzungsverhältnis........................177 5.2.2 Allgemeine Hinweise für mechanischen Antrieb......................178 5.2.3 Sicherheitshinweis zum mechanischen Geräteantrieb....................183 5.2.4 Zapfwellenantrieb..............................183 5.2.4.1 Allgemeines ................................183 5.2.4.2 Drehrichtungen und Drehzahlen des Zapfwellenantriebes ..................186 5.2.4.3 Drehrichtung und Drehzahl des sehr schnellen Motorzapfwellenantriebes ............187 5.2.4.4 Flanschausführung N03/N07/N11 bei BM 408/418, DB-Nr.
  • Seite 9 5.2.6.3 N20/N22 bei BM 408/418/427/437........................204 5.2.6.4 Lageschema Nebenabtrieb N71 beim BM 427/437....................205 5.2.6.5 Lageschema Nebenabtrieb N72 bei BM 408.216, U100L Turbo ................206 5.2.7 Maximal verfügbare Leistung an der Zapfwelle / an den Nebenabtrieben..............207 5.2.8 Maximal abnehmbare Leistung...........................207 5.2.8.1 Zapfwellenabtrieb..............................207 5.2.8.2 Nebenabtrieb................................208 5.2.9 Für den Geräteantrieb relevante Informationen über den Fahrzeugmotor ..............210...
  • Seite 10 5.3.5 Ölerwärmung................................225 5.3.6 Ölsorten ..................................226 5.3.7 Absperrhahn/Neutralstellung.............................229 5.3.8 Technische Daten...............................231 Stromversorgung und Signalübermittlung ......................232 5.4.1 Allgemeine Hinweise für elektrischen Antrieb......................232 5.4.2 Elektrische Leitungen..............................233 5.4.3 Stromabnahme - Zusatzverbraucher ..........................234 5.4.4 Anhängersteckdose..............................234 5.4.5 Steckdose vorn (Code E45)............................236 5.4.6 Stecker für Anhängersteckdosen..........................237 5.4.7 Direkter Anschluß..............................237 5.4.8 Fremdstart-Steckdose..............................238...
  • Seite 11 6. ÄNDERUNGEN AM FAHRGESTELLRAHMEN........................245 Werkstoffe der Fahrgestellrahmen..........................245 Bohren am Rahmen...............................245 Schraubverbindungen..............................246 Rahmenänderungen..............................247 6.4.1 Rahmenverlängerungen...............................247 6.4.2 Schweißen am Rahmen...............................248 6.4.3 Konstruktive Hinweise für eine Rahmenverlängerung....................249 6.4.3.1 Schweißnahtvorbereitung............................250 6.4.3.2 Vorschriften für Schweißnahtvorbereitung......................251 6.4.3.3 Schweißfolge ................................251 6.4.3.4 Schweißnahtnachbehandlung..........................252 6.4.3.5 Beispiele einer Verschweißung..........................252 Rahmeneinkürzungen..............................255 Radstandsänderungen ..............................255 Anbauteile und Zusatzaggregate ..........................256 6.7.1...
  • Seite 12 7. FAHRERHAUS ..................................260 Fahrerhaus kippen ...............................260 Bohren an der Rückwand ............................262 Befestigungen am Fahrerhaus............................264 7.3.1 Dachträger..................................264 7.3.2 Befestigung einer Antenne an der B-Säule .........................265 Lösungsvorschlag für eine Fensterdurchführung....................266 Steckverbindungen (elektrisch)..........................268 Fahrerhaus-Nullpunkt..............................268 Relativbewegung Fahrerhaus/Aufbau bei Verwindung ..................274 8. ANHANG....................................275 Allgemeine Sicherheits- und Unfallverhütungs-Vorschriften................275 Allgemeine Hinweise zur Bremsanlage........................285 Gesetzliche Vorschriften, Auszug aus §...
  • Seite 13 9. LEITFADEN ZUR ANBAUBESTÄTIGUNG.........................299 Gerätebeschreibung ..............................300 Zeichnungsunterlagen ..............................301 Bildblätter ..................................301 Weiteres Vorgehen ................................301 Datenblatt..................................301 Gerätebeschreibung ..............................302 9.1.1 Geräte-Identifikation..............................302 9.1.2 FirmenangabenBitte jeweils vollständige Postadresse mit zuständigem Ansprechpartner, Tel.-Nr. und Fax-Nr. angeben 303 9.1.3 Geräte-Funktion.................................304 9.1.4 Lieferumfang................................304 9.1.5 Technische Daten (hier am Beispiel: Randstreifen und Böschungsmähgerät)............305 9.1.6 Leistungsdaten bei mittleren Arbeitsbedingungen......................307 9.1.7...
  • Seite 14 9.4. Weiteres Vorgehen ................................313...
  • Seite 15: Allgemeines

    Hinweise auf Vorschriften, Normen, Richtlinien usw. sind zum Teil in Stichworten angegeben und dienen nur zur Information. Hinweise zur Fahrzeugsicherheit Wir empfehlen Ihnen: Nur Mercedes-Benz Originalteile und ausdrücklich von der DaimlerChrysler AG für den jeweiligen Fahrzeugtyp freigegebene Umbau- und Zubehörteile zu verwenden. In einer besonderen Prüfung wurden Sicherheit, Zuverlässigkeit und Eignung dieser Teile festgestellt.
  • Seite 16 Wenn Originalteile oder freigegebene Umbau- und Zubehörteile gegen andere Teile ausgetauscht oder sonstige Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden. Wenn Aufbauten nicht nach den gültigen Mercedes-Benz Aufbaurichtlinien gefertigt oder angebracht werden oder bei Abweichungen nicht die Zustimmung der DaimlerChrysler AG eingeholt wird.
  • Seite 17: Fahrzeug- Und Typbezeichnungen

    Fahrzeug- und Typbezeichnungen Die vorliegenden An- und Aufbaurichtlinien sind für folgende Fahrzeuge gültig: UNIMOG-Typ/Verkaufs- Baumuster (BM) Radstand Leistung Interne Typbez. [m m ] [kW/PS] bezeichnung Bezeichnung nach ABE UNIMOG-Triebköpfe (5) (6) U 130 T 418.000 103/140 418/00 U 1400 T 427.000 100/136 427/00...
  • Seite 18 UNIMOG-Typ/Verkaufs- Baumuster (BM) Radstand Leistung Interne Typbez. [m m ] [kW/PS] bezeichnung Bezeichnung nach ABE UNIMOG-Fahrgestelle U 100 L 408.215 3220 68/92 408/20 U 100 L Turbo 408.216 3220 85/115 408/20 U 140 L 418.117 3470 103/140 418/20 U 1450 L 427.111 3250 100/136...
  • Seite 19: Technische Beratung

    Sinngemäß können diese Richtlinien auch für Zugm./Ackerschlepper der o.g. Fahrzeuge und für ältere Fahrzeugbaumuster, die hier nicht aufgeführt sind, angewendet werden, wenn baulich keine Unterschiede in den Fahrzeug-/Geräteschnittstellen bestehen. Maßgebend sind hierbei die technischen Daten der tatsächlichen Fahrzeugausrüstung und die aktuellen Zulassungspapiere. Technische Beratung Die Abteilung PBU/TEN ist zuständig für Beantwortung technischer und konstruktiver Fragen Telefax:...
  • Seite 20: Geräteabstimmung/Freigaben/Bestätigungen/Genehmigungen

    Geräteabstimmung/Freigaben/Bestätigungen/Genehmigungen 1.4.1 Rechtsansprüche Ein Rechtsanspruch auf Geräteabstimmung oder auf Erteilung einer Anbaubestätigung bzw. Aufbaugenehmigung besteht grundsätzlich nicht. Aufgrund des technischen Fortschritts und Erkenntnissen, die auf Erfahrungen der DaimlerChrysler AG basieren, kann eine Anbaubestätigung bzw. Aufbaugenehmigung verweigert werden, auch wenn bereits früher eine vergleichbare Genehmigung erteilt wurde.
  • Seite 21 Ist eine Abstimmung bzw. Bestätigung erforderlich sind die folgenden Hinweise zu beachten: Für den Ablauf einer Abstimmung ist vor deren Beginn eine Vereinbarung über Art und Umfang der Abstimmung bzw. Bestätigung zwischen der DaimlerChrysler AG und dem Hersteller des An- bzw. Aufbaus zu treffen. Die DaimlerChrysler AG behält sich vor, die terminlichen Prioritäten festzusetzen.
  • Seite 22 Bei der Erstellung der aufgeführten Unterlagen sind, sofern es zu einer Abstimmung kommt, die folgenden Hinweise und Bedingungen für An- bzw. Aufbauten bereits zu beachten: • Erstellung eines für die DaimlerChrysler AG kostenlosen und unverbindlichen Musteraufbaus durch den Geräte- bzw. Aufbauhersteller. •...
  • Seite 23: Geräte (Lof) Am Dreipunktanbau (Code H60/Q45)

    Geräte (lof) am Dreipunktanbau (Code H60/Q45) Abstimmungen bzw. Anbauüberprüfungen von Geräten, die im nach ISO 730 genormten Dreipunktanbau am Fahrzeug befestigt sind, werden von der DaimlerChrysler AG nicht durchgeführt. Es wird vorausgesetzt, dass der Gerätehersteller/-anbieter die anerkannten Regeln der Technik anwendet und die im Betrieb auftretenden Belastungen unter Berücksichtigung von zulässigen Lastwerten und Hubkräften beurteilt und die Verantwortung für Anbau, Funktion, Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften (siehe auch Merkblatt lof-Anbau Kap.8) und der Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften der zuständigen Berufsgenossenschaften übernimmt.
  • Seite 24: Unbedenklichkeitserklärung

    • ist vom Geräte- bzw. Aufbauhersteller gegenzuzeichnen. Er erhält von PBU/TES eine kopierfähige Ausfertigung, • ist bei gerätespezifischen (Kunden-) Anfragen beim Gerätehersteller anzufordern. 1.6.2 Unbedenklichkeitserklärung Die Unbedenklichkeitserklärung • kann für ausschließlich außerhalb der Bundesrepublik Deutschland hergestellte und/oder vertriebene Geräte/Aufbauten nach positiver Beurteilung unter Berücksichtigung eventueller Vorbehalte oder Auflagen erteilt werden, •...
  • Seite 25: Gewährleistungsansprüche

    Gewährleistungsansprüche Gewährleistungsansprüche können nur im Rahmen des Kaufvertrags zwischen Käufer und Verkäufer geltend gemacht werden. Danach ist der jeweilige Verkäufer des Liefergegenstands dem Käufer gegenüber zur Gewährleistung verpflichtet. Gewährleistungsverpflichtungen übernimmt die DaimlerChrysler AG nicht, wenn • unsere An- und Aufbaurichtlinien nicht beachtet wurden , •...
  • Seite 26: Wartungsanweisungen

    • Nach der Fertigstellung eines An- bzw. Aufbaus muss der automatisch lastabhängige Bremskraftregler (ALB) in einer MERCEDES-BENZ Service-Station oder einer Fachwerkstatt überprüft und ggf. eingestellt werden. • Die Batterien müssen auf Leistung und Zustand geprüft und nach Herstellerangaben gewartet werden.
  • Seite 27: Korrosionsschutzmaßnahmen

    • Besonders wichtig sind Hinweise zu r Verkehrs- und Betriebssicherheit des Fahrzeugs in Verbindung mit An- und Aufbaugeräten. • Wurden Aggregate vom An- bzw. Aufbauhersteller aus- und eingebaut, muss die Befestigung auf Festsitz geprüft werden. Bei Aggregaten, die Flüssigkeiten enthalten (Kühlmittel, Schmiermittel etc.), sind die Füllmengen zu überprüfen und ggf.
  • Seite 28: Recycling - Wiederverwertung Von Bauteilen

    Der Aufbau und die an- oder eingebauten Geräte müssen den geltenden Gesetzen, Arbeitsschutz-oder Unfallverhütungsvorschriften sowie den Sicherheitsregeln der kommunalen Versicherungsträger entsprechen. Alle technischen Möglichkeiten zur Vermeidung von Betriebsunsicherheiten sind auszunutzen. In Deutschland erteilt für den gewerblichen Güterverkehr der Fachausschuss für Verkehr bei der Berufsgenossenschaft, in 22757 Hamburg (Tel.: 040/381091), Auskunft über die Fahrzeughaltung.
  • Seite 29 • Werkstoff und Fertigungsverfahren so wählen, dass bei der Produktion nur geringe, gut recyclierbare Abfallmengen entstehen. • Bei Kunststoffen, besonders bei Werkstoffverbunden, untereinander verträgliche Stoffe einer Werkstoff-Familie einsetzen. • Bei recyclingrelevanten Bauteilen die Anzahl der verwendeten Kunststoffsorten möglichst gering halten. •...
  • Seite 30: Empfehlung Qualitätsmanagement-System

    1.13 Empfehlung Qualitätsmanagement-System Der VDA (Verband Deutscher Automobilhersteller) hat in einer Arbeitsgruppe den „Leitfaden zur Qualitätssicherung bei Anhänger-, Aufbauten- und Containerherstellern“, erschienen als VDA Band 8, auf der Basis DIN EN ISO 9000ff entwickelt. Wegen gesteigerten Qualitätsanforderungen der Kunden an die Fahrzeug-/Geräte-Kombination, nationalen und internationalen Produkthaftungsgesetzen, zunehmendem Kostendruck und aus Gründen des Wettbewerbs empfiehlt die DaimlerChrysler AG den Geräteherstellern die Einrichtung eines Qualitätsmanagement-Systems mit folgenden Mindestanforderungen:...
  • Seite 31: Gesetzliche Hinweise, Produkthaftung Und C E

    Gesetzliche Hinweise, Produkthaftung und C E Gesetzliche Hinweise Die aufgeführten Hinweise auf gesetzliche Vorschriften, insbesondere für den Straßenverkehr und die Sicherheitsgesetzgebung, erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität. Der Geräte- und Aufbauhersteller ist verpflichtet, die Einhaltung der aktuellen Gesetze, Vorschriften, Normen, Richtlinien usw. in eigener Verantwortung im vollen Umfang sicherzustellen.
  • Seite 32 • Einzelbetriebserlaubnis (EBE) Die Abnahme des Fahrzeuges nach §21StVZO (Einzelzulassung) wird von einem amtlich anerkannten Sachverständigen (a.a.S.) vom TÜV Technischer Überwachungsverein - oder DEKRA - Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungsverein vorgenommen. Nach erfolgter Begutachtung wird vom a.a.S. der Kraftfahrzeugbrief ausgestellt und unterschrieben. • Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) Für Kraftfahrzeuge, die in größerer Stückzahl gefertigt werden, ist durch den Fahrzeughersteller die Erlangung der ABE anzustreben.
  • Seite 33 Anmerkungen zur selbstfahrenden Arbeitsmaschine: Ein UNIMOG mit fest angebauten Arbeitsgeräten kann als “selbstfahrende Arbeitsmaschine” nach §18StVZO eingestuft und im Einzelverfahren zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen werden, wenn die Kombination im Katalog der vom Bundesminister für Verkehr (BMV) anerkannten selbstfahrenden Arbeitsmaschinen (Dienstanweisung zu §18StVZO, Abs.2) enthalten ist (Beispiele: Bagger, Bodenfräsen, Straßenkehrmaschinen).
  • Seite 34: Abnahme/Zulassung Im Ausland (Eg-Raum)

    2.2.3 Abnahme/Zulassung im Ausland (EG-Raum) Abweichend von den nationalen Fahrzeugarten werden in den EG-Ländern die UNIMOG-Baureihen in die Fahrzeugklasse “N” (Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung) wie folgt eingestuft: • Klasse N1, Kraftfahrzeuge mit zul. Gesamtgewicht ≤ 3.5t • Klasse N2, Kraftfahrzeuge mit zul. Gesamtgewicht > 3.5t bis 12.0t •...
  • Seite 35: Merkblatt Für Winterdienstgeräte (Siehe Kapitel 8)

    2.2.5 Merkblatt für Winterdienstgeräte (siehe Kapitel 8) In diesem Merkblatt sind die wesentlichen Forderungen, die der Gesetzgeber an Winterdienstfahrzeuge stellt, zusammengefasst: “Im Sinne des Merkblattes sind Winterdienstfahrzeuge alle Schneeräumfahrzeuge und Streufahrzeuge mit integrierter Räum- und Streueinrichtung, die speziell für diesen Zweck gebaut wurden und die nur für einen solchen Einsatz verwendet werden können, sowie Fahrzeuge, die durch den wahlweisen Anbau von Schneeräum- oder Streueinrichtungen für diesen Einsatz umgebaut werden können".
  • Seite 36 Der Aufbauhersteller trägt bei An- oder Aufbauten, die mit DaimlerChrysler AG abgestimmt sind, die Verantwortung für: • die festigkeits- und fachgerechte Ausführung und Montage des An- oder Aufbaus • die Betriebs- und Verkehrssicherheit des An- oder Aufbaus, • die Betriebs- und Verkehrssicherheit von Teilen und Umbauten, die aus den eingereichten Unterlagen nicht ersichtlich sind, •...
  • Seite 37 Der Aufbauhersteller hat die DaimlerChrysler AG von jeder Haftung für Schäden freizustellen, die darauf beruhen, dass • die Aufbaurichtlinien nicht eingehalten wurden, • das Fahrzeug oder die Fahrzeug-Geräte-Kombination nicht bestimmungsgemäß verwendet wurde, besonders im Hinblick auf den Geräteeinsatz, • mangelhafte Konstruktion, Herstellung oder Montage vorliegen, •...
  • Seite 38: Ce-Zeichen

    CE-Zeichen Maschinenrichtlinie 89/392/EWG einschließlich 93/68/EWG. Der UNIMOG fällt nur bei bestimmten Ausführungen (z. B. Kipper, Kraftheber) unter die EG-Maschinenrichtlinie. Wir weisen darauf hin, dass ab 01.01.1995 (u. a.) alle An- und Aufbaugeräte, die komplette Maschinen im Sinne der EG-Maschinenrichtlinie (siehe oben) darstellen, dieser entsprechen, über eine Konformitätsbescheinigung verfügen und mit CE-Zeichen versehen sein müssen.
  • Seite 39: Schadenverhütung Und Sicherheitsbestimmungen

    Schadenverhütung und Sicherheitsbestimmungen Allgemeine Hinweise Bei allen Arbeiten an oder mit dem Fahrzeug bzw. der Fahrzeug-Geräte-Kombination sind grundsätzlich die Unfallverhütungsvorschriften, besonders die in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs aufgeführten Bestimmungen, Anweisungen, Richtlinien etc. zu beachten. Siehe auch Kapitel 8.1 “Sicherheitshinweise”. Überführen von Fahrgestellen Fahrgestelle, bei denen die Hinterachslast weniger als 33 % des Gesamtgewichts beträgt, dürfen nicht auf eigener Achse überführt werden! Muss das Fahrzeug per Achse überführt werden, ist eine fachgerechte Ballastierung der Hinterachse auf die...
  • Seite 40: Unfallverhütung Am Fahrzeug

    Unfallverhütung am Fahrzeug Die Verantwortung für die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften liegt beim An- bzw. Aufbauhersteller. Dies gilt auch für Schnittstellen zwischen Fahrzeug und Gerät und für die Sicherheit bei der Montage und Demontage von Wechselgeräten. Ebenso muss beachtet werden, dass an Antriebswellen ein Berührungsschutz vorhanden ist, damit Scher- und Quetschstellen vermieden werden.
  • Seite 41: Druckluftleitungen, Kraftstoffleitungen Und Unterdruckleitungen Aus Kunststoff Sowie Bremsleitungen

    Druckluftleitungen, Kraftstoffleitungen und Unterdruckleitungen aus Kunststoff Vor dem Schweißen, Bohren, Schleifen und Arbeiten mit Trennscheiben • Kunststoffleitungen und Bremsschläuche abdecken, • wenn notwendig ausbauen. Nach Montage der Leitungen muss die Anlage auf Dichtigkeit geprüft werden. Müssen im Fahrzeug nachträglich Leitungen (z. B. Hydraulikleitungen von An- bzw. Aufbaugeräten) verlegt werden, so dürfen diese nicht an Leitungen des Fahrgestells (z.
  • Seite 42: Schweißarbeiten

    Rohr ∅ [mm] Wandstärke [mm] Biegeradius [mm] Bild 3.2 Tabelle Biegeradien für Bremsleitungen Es dürfen nur Originalleitungen bzw. Leitungen gleicher Qualität (z.B. PA11-PHLY, DIN 73378) verwendet werden. ACHTUNG! Bei Änderungen an den Brems- bzw. Vorratsleitungen wird wegen einer möglichen Veränderungen des Zeitverhaltens eine Neuabnahme durch eine anerkannte Prüfstelle erforderlich.
  • Seite 43: Federn

    Lagerungen können als Neuhärtezonen eindeutig nachgewiesen werden. Diese Vorschädigung führt zum vorzeitigen Ausfall des Getriebes. Federn Nur MERCEDES-BENZ Originalfedern, die für den jeweiligen Typ freigegeben sind, verwenden. Federverstärkungen und Stoßdämpferänderungen sind nicht erlaubt! Federunterlagen bzw. Federerhöhungen sind nur in Abstimmung und mit schriftlicher Genehmigung durch die Abteilung PBU/TEN erlaubt! Bei Montagearbeiten dürfen die Oberflächen und der Korrosionsschutz der Federn nicht beschädigt werden.
  • Seite 44: Lackierarbeiten

    Lackierarbeiten Um Farbabweichungen bei der Lackierung von Aufbauten zu vermeiden, können über die werksseitig verwendeten Grundierungen und Decklacke bei der DaimlerChrysler AG, Werk Gaggenau, Abteilung PBU/TES Informationen (MB-Farbnummern) angefordert werden. Vor dem Lackieren folgende Bereiche abdecken: • Anlageflächen zwischen Scheibenrad und Radnabe, bei Zwillingsbereifung (nur U 2400 TG) auch zwischen den Scheibenrädern.
  • Seite 45: Elektrische Anlage

    3.10 Elektrische Anlage • Motor nie ohne fest angeschlossene Batterien starten (Batteriepolschrauben angezogen). • Falsche Polung der Versorgungsspannung kann die Steuergeräte ze rstören. • Bei laufendem Motor die Anschlussklemmen der Batterien nicht lösen oder abnehmen. • Bei entladenen Batterien kann der Motor mit Starthilfekabeln und den Batterien eines anderen Fahrzeugs gleicher Batteriespannung fremdgestartet werden.
  • Seite 46: Mobile Kommunikationssysteme

    3.11 Mobile Kommunikationssysteme Beim nachträglichen Einbau “Mobiler Kommunikationssysteme” (z. B. Telefon, CB-Funk) müssen folgende Anforderungen erfüllt werden, um spätere Betriebsstörungen am Fahrzeug zu vermeiden: 3.11.1 Geräteanforderungen • Das Gerät muss eine FTZ-Nr. haben und DIN VDE 0879, Teil 2 entsprechen. •...
  • Seite 47: Elektromagnetische Verträglichkeit ( Emv )

    Betriebssicherheit der gesamten Fahrzeug-Geräte-Kombination gewährleistet ist. Ggf. ist eine erneute EMV-Prüfung erforderlich. Zur Prüfung elektrischer und elektronischer Systeme auf elektromagnetische Verträglichkeit können folgende Normen herangezogen werden: • DIN 40839 • DIN 57879, Teil 3 • VDE 0879, Teil 3 • Mercedes-Benz Norm 22100...
  • Seite 48: Geräteantriebe

    3.13 Geräteantriebe Für den Antrieb der Geräte bzw. Sonderaufbauten, die über Nebenabtriebe vom Motor des UNIMOG aus angetrieben werden, stehen verschiedene Nebenabtriebs- und Zapfwellenantriebsausführungen mit unterschiedlichen Drehzahlen und abzunehmenden Leistungen zur Verfügung (siehe auch Kapitel 5 und Technisches Handbuch UNIMOG). Es ist darauf zu achten, dass die zulässigen Belastungen der Antriebe unter Berücksichtigung von Betriebsart (wechselnde Belastungen, Stoßfaktoren, Einsatzdauer, Einsatzprofil usw.) nicht überschritten werden.
  • Seite 49: Planung Der Anbaugeräte Und Aufbauten

    Planung der Anbaugeräte und Aufbauten Allgemeine Hinweise Vor Beginn der An- und Aufbauarbeiten ist zu prüfen, ob das ausgewählte Fahrgestell für den geplanten An- bzw. Aufbau geeignet ist und ob der Fahrgestelltyp und dessen Ausrüstung den Einsatzbedingungen entsprechen. Zur Projektierung von Aufbauten können Angebotszeichnungen und technische Daten bei der Abteilung PBU/TES angefordert werden (siehe Kap.4.14 Verfügbare Übersichtszeichnungen).
  • Seite 50 Bild 4.1 Fahrgestellverwindung (hier nur an der HA eingeleitet)
  • Seite 51: Fahrzeugabänderungen

    Fahrzeugabänderungen Ab Werk gelieferte Fahrzeuge entsprechen den EG-Richtlinien und den nationalen Vorschriften (teilweise ausgenommen sind Fahrzeuge für außereuropäische Länder). Die Fahrzeuge müssen auch nach den durchgeführten Änderungen die EG-Richtlinien und die jeweils gültigen nationalen Vorschriften erfüllen. Am Fahrzeuglieferumfang darf ohne unsere Zustimmung keine Änderung vorgenommen werden. Insbesondere muss grundsätzlich mit der DaimlerChrysler AG Rücksprache gehalten werden, wenn Änderungen geplant sind wie: •...
  • Seite 52: Abmessungen Und Gewichtsangaben

    Abmessungen und Gewichtsangaben Abmessungen und Gewichtsangaben können den Angebotszeichnungen und technischen Daten entnommen werden. Diese beziehen sich, wenn nichts anderes angegeben ist, auf die serienmäßige Fahrzeugausrüstung. Gewichtstoleranzen von + 5 % in der Fertigung sind nach DIN 70020 zulässig und müssen berücksichtigt werden. Achtung: Sonderausrüstungen sind zusätzlich zu berücksichtigen, ggf.
  • Seite 53: Gewichtsverteilung

    Gewichtsverteilung Eine einseitige (asymmetrische) Gewichtsverteilung ist zu vermeiden. Die Radlastdifferenz darf maximal 10 % der Achslast betragen! Beispiel: zulässige Achslast 10.000 kg zulässige Radlastverteilung 5.500 kg zu 4.500 kg (10% Radlastdifferenz) Die Scheibenrad- und Reifentragfähigkeit ist unbedingt zu berücksichtigen. Bei einer Radlastdifferenz von mehr als 10% muss eine Genehmigung bei PBU/TES beantragt werden. Radlastdifferenzen reduzieren die maximal zulässige Schwerpunktshöhe (siehe Kap.4.7.4) Koordinatensysteme Ein wesentlicher Vorteil der CAD-Technik ist die Vermassung des Fahrzeugs in Koordinatenschreibweise, wodurch...
  • Seite 54 Der Ursprung des Fahrzeugkoordinatensystems (x=0; y=0; z=0 / ohne Index) liegt beim Baumuster 427/437 : x = 0 Rahmenvorderkante y = 0 Fahrzeugmitte z = 0 Rahmenoberkante Der Fahrzeugkoordinatenursprung beim Baumuster 408 liegt x = 0 Mitte erster Rohrquerträger y = 0 Fahrzeugmitte z = 0 Mitte erster Rohrquerträger...
  • Seite 55 Definierte Abkürzungen VK, HK Vorderkante, Hinterkante UK, OK, IK Unter-, Ober-, Innenkante VA, HA Vorderachse, Hinterachse Gesamtgewicht Angaben „links“ / „rechts“ in Fahrtrichtung gesehen Fhs. Fahrerhaus Rechenbeispiele mit Koordinatenmaßen Anmerkung: Alle bei den folgenden Beispielen verwendeten Zahlenwerte sind Beispielwerte und dienen nur zur Erläuterung! 1.
  • Seite 56: Definition Des Fahrgestellkoordinatensystems Lbu (Bm 408)

    2. Beispiel: Horizontaler Abstand Mitte Lenkrad zur Koppelebene: Für dieses Maß ist nur die jeweilige x-Koordinate von Bedeutung. Die Koppelebene liegt bezogen auf VK / OK Fangtasche auf x = -234 mm. Durch Subtraktion ergibt sich das Abstandsmaß zu: 1354 - ( -234 ) = 1588 mm (Vorzeichenumkehr beachten) 4.6.2 Definition des Fahrgestellkoordinatensystems LBU (BM 408) Lage des Koordinatennullpunkts mit positiver x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung...
  • Seite 57: Definition Des Fahrgestellkoordinatensystems Mbu (Bm 418)

    4.6.3 Definition des Fahrgestellkoordinatensystems MBU (BM 418) Lage des Koordinatennullpunkts mit positiver x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung Bild 4.4 UNIMOG-Rahmen BM 418.102 (Seitenansicht von links und Draufsicht)
  • Seite 58: Definition Des Fahrgestellkoordinatensystems Sbu (Bm 427/437)

    4.6.4 Definition des Fahrgestellkoordinatensystems SBU (BM 427/437) Lage des Koordinatennullpunkts mit positiver x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung Bild 4.5 UNIMOG-Rahmen BM 427/437 (Seitenansicht von links und Draufsicht)
  • Seite 59: Schwerpunkt

    Schwerpunkt 4.7.1 Allgemeines zum Schwerpunkt: Die Gesamtschwerpunktshöhe (Fahrzeug mit An- bzw. Aufbau ohne Beladung) ist so niedrig wie möglich zu halten. Zur Beurteilung des Fahrverhaltens einer Fahrzeug-Geräte-Kombination ist nur die Lage des Gesamtschwerpunkts von Bedeutung, bei dem sich die An- bzw. Aufbaugeräte in Transportstellung befinden. Für die Standsicherheit des Fahrzeugs beim Gerätebetrieb bzw.
  • Seite 60: Bestimmung Der Schwerpunktslage

    4.7.2 Bestimmung der Schwerpunktslage 4.7.2.1 Schwerpunktskoordinate in x-Richtung (Achslastverteilung VA/HA) Vorgehensweise: Das Fahrzeug muss zum Wiegen waagrecht und eben stehen. Zuerst müssen die einzelnen Achslasten (Vorder- und Hinterachslast) und danach das Gesamtgewicht des Fahrzeugs gewogen werden. Mit den gemessenen Werten kann die Lage des Schwerpunkts in Fahrzeuglängsrichtung berechnet werden. Abstand Schwerpunkt - Mitte Vorderachse Abstand Schwerpunkt - Mitte Hinterachse Vorderachslast...
  • Seite 61: Schwerpunktskoordinate In Z-Richtung (Schwerpunktshöhe)

    Zur Berechnung der Lage des Schwerpunktes in x-Richtung dienen folgende Formeln: Abstand Schwerpunkt zu Mitte Vorderachse Abstand Schwerpunkt zu Mitte Hinterachse ⋅ ⋅ Formel 4.7.2.1.1 Formel 4.7.2.1.2 Beispiel: Radstand l = 3250 mm Vorderachslast G = 3900 daN Gesamtgewicht G = 8500 daN Rechnung: Lage des Schwerpunktes 3900...
  • Seite 62 um das Messergebnis zu bestätigen. Kann die Fahrzeugfederung nicht blockiert werden, müssen mehrere Messungen bei verschiedenen Anhebungen durchgeführt werden, z.B. h´ = 1/3 des Radstandes, h´ = h´ + 100mm. h´ = h´ + 100mm, h´ = h´ + 100mm, um den Messfehler durch Mittelwertbildung einzugrenzen.
  • Seite 63 Formel: für angehobene Vorderachse 4.7.2.2.1   −   −     ⋅ ⋅ α α stat   +   ⋅ ⋅ −   2 ´ stat Formel 4.7.2.2.1 ´   Formel: für angehobene Hinterachse 4.7.2.2.3 +4 Formel 4.7.2.2.2 ...
  • Seite 64 Die praktische Bestimmung der Schwerpunktshöhe darf nur von erfahrenen Personen unter Zuhilfenahme von geeigneten Hebevorrichtungen durchgeführt werden.
  • Seite 65: Bestimmung Der Gesamtschwerpunktslage Rein Rechnerisch

    4.7.2.3 Bestimmung der Gesamtschwerpunktslage rein rechnerisch Hierzu muss die Lage der Schwerpunkte der einzelnen Komponenten • Fahrgestell, • An- bzw. Aufbau relativ zum Fahrgestell, • evtl. Lage der verbleibenden Nutzlast, • evtl. erforderlicher Ballast etc. bekannt sein. Zusätzlich muss der Einfederweg an Vorder- und Hinterachse, hervorgerufen durch den Aufbau bzw. die Beladung bekannt sein.
  • Seite 66: Bestimmung Der Schwerpunktshöhe Durch Kippversuch

    Um die Rechnung zu vereinfachen, bestimmen wir fahrzeugseitig (wie in Kap.4.7.2.2 beschrieben) den Schwerpunkt ∗ des Leerfahrzeuges im eingefederten Zustand , somit entfällt in o.g. Formel die Subtraktion des Einfederweges X Feder ∗ dazu wird das Fahrzeug auf das zul.Ges.Gew. beladen, die Federblockierung eingebaut und das Fahrzeug wieder entladen, somit wird beim leeren Fahrzeug bzgl.
  • Seite 67: Fahrgestellschwerpunkte

    Eine genauere Ermittlung des statischen Kippwinkels muss auf einer kippbaren Bühne erfolgen (Vermeidung der Reifensverformung durch Sturzseitenkraft, wie beim einseitigen Anheben). 4.7.3 Fahrgestellschwerpunkte Fahrzeug / Typbezeichnung Baumuster Fahrgestellschwerpunktshöh (über Radmitte) Leerfahrzeug im (bei zul.GG) eingefederten Zustand siehe 4.7.2.3 UNIMOG-Fahrgestelle L- Variante U 100 L BM 408.215 370 mm...
  • Seite 68 U 2400 / U 2450 BM 437.105 / BM 437.117 420 mm / 420 mm Bild 4.8 Tabelle „Fahrgestellschwerpunkte“...
  • Seite 69: Maximal Zulässige Schwerpunktshöhe

    4.7.4 Maximal zulässige Schwerpunktshöhe Bei der Planung und Konstruktion des An- bzw. Aufbaus ist darauf zu achten, dass die Gesamtschwerpunktshöhe (Fahrzeug mit allen An- und Aufbauten und Nutzlast) möglichst niedrig ist. Die maximal zulässige Schwerpunktshöhe h der Fahrzeug-Geräte-Kombination kann nach der Grundregel Rutschen vor Kippen berechnet werden, d.h.
  • Seite 70: Stabilisatoren

    Maximale Schwerpunktshöhe bei Radlastdifferenzen Ist eine asymmetrische Belastung durch die Art des Aufbaues vorgegeben (z.B. bei einseitig montiertem Ladekran, Generator, Mähgerät, etc.) muss eine Genehmigung bei GBU/TEN beantragt werden, wenn die Differenz der Radlasten mehr als 10% der jeweiligen Achslasten beträgt. Auf jeden Fall muss bei asymmetrischer Gesamtschwerpunktslage auch die zulässige Gesamtschwerpunktshöhe proportional zum Radlastunterschied = 0.9 ⋅...
  • Seite 71 µ > 0.7 Bei der Projektierung eines Aufbaues sollte daher immer gelten: Bei µ = 0.6 bis 0.7 ist eine Bewertung der Fahrzeug-Geräte-Kombination durch einen praktischen Fahrversuch erforderlich (Einfluss der Fahrdynamik). Bei µ < 0.6 ist in der Regel keine Freigabe ohne besondere Auflagen möglich. Mit dem Seitenreibungswert µ...
  • Seite 72: Wendekreise Bei Den Einzelnen Baumustern

    4.7.7 Wendekreise bei den einzelnen Baumustern Fahrzeug / Typbezeichnung Baumuster Wendekreisdurchmesser Zug- und Arbeitsmaschine kurzer und langer Radstand U 90Turbo BM 408.101 11,85 m U 130 BM 418.102 12,22 m U 1400 / U 1450 BM 427.102 / BM 427.112 12,22 m / 14,10 m U 1600 / U 1650...
  • Seite 73: Allgemeine Hinweise Zu Fahrzeugkomponenten

    Allgemeine Hinweise zu Fahrzeugkomponenten 4.8.1 Fahrzeugüberhang vorne/hinten Überhang vorne siehe Gerätevorbaumaße im Merkblatt für Anbaugeräte, Kap. 8.3.2 Überhang hinten: zulässige Achslast, Rahmenfestigkeit, gesetzliche Vorschriften beachten ! Hinterer Böschungswinkel muss dem Einsatzprofil entsprechen. Freiräume für die Anhängekupplung siehe Kap. 4.8.2 4.8.2 Anhängekupplung Bild 4.10 Freiräume...
  • Seite 74 • Der Anbau der Anhängekupplung muss den Vorschriften des jeweiligen Landes entsprechen, in dem das Fahrzeug zugelassen wird. In Deutschland nach DIN 74050 bzw. EG-Richtlinie 94/20/EG. • Freiraummaße berücksichtigen. In Deutschland nach DIN 74058 bzw. EG-Richtlinie 94/20/EG. • Bei Abweichungen von den Unfallverhütungsvorschriften (UVV), ist in Deutschland ggf. eine Rücksprache bei der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltung, 22757 Hamburg, Tel.040/381091 erforderlich.
  • Seite 75: Bereifung

    Lassen sich eine oder mehrere Vorschriften bezüglich der leichten und sicheren Betätigung nicht einhalten, muss eine Kupplung mit Fernbedienung verwendet werden. Die Fernbedienung muss folgende Bedingungen erfüllen: • Einwandfreie Funktion. • Die Betätigungseinrichtung muss fest am Fahrzeug angebaut werden und darf nicht abnehmbar sein. •...
  • Seite 76: Kühlung

    4.8.4 Kühlung Hinweise zu Temperaturgrenzwerten siehe Kap.5.2.9.3 Das Kühlsystem (Kühlmittelkühler, Ladeluftkühler, Lüfter, Viscokupplung, Kühlergrill, Luftkanäle, Kühlmittelkreis, usw.) darf nicht verändert werden. Ein ausreichender Kühlluftdurchsatz muss gewährleistet sein. • Lufteinlass des Kühlers freihalten. • Warntafeln, Plaketten oder andere Zierteile nicht im Bereich vor dem Kühler anbringen. •...
  • Seite 77: Geräuschdämmung

    • Ansaugöffnungen in staub- und spritzwasserarmen Zonen anordnen. • Ansaugöffnungen durch geeignete Maßnahmen gegen Eintritt von Regen- und Spritzwasser sowie gegen vom Fahrerhaus ablaufendes Wasser schützen, bei Feuerwehrfahrzeugen (Waldbrand) auch gegen Funkenflug schützen. • Bei Fahrzeugeinsatz in extremen Staubanfall Zusatzzyklon vorsehen, bei BM427/437: - Serienregenkappe DB-Nr.
  • Seite 78: Auspuffanlage

    Eine kurzfristige Änderung von EG-Zertifikaten ist in der Regel nicht möglich, dadurch ausgelöste Lieferzeitverzögerungen müssen vom Aufbauhersteller eingeplant werden.Wichtiger Hinweis: • Der Nachweis der Erfüllung oben genannter Vorschriften nach Geräuschkapseländerung obliegt dem Gerätehersteller. • Die oben genannten gesetzlichen Vorschriften gelten nicht für Geräuschemissionen, die aus dem Betrieb der An- bzw.
  • Seite 79: Federn

    Hinweise: • Bei Änderungen Mercedes-Benz AG Originalteile verwenden. • Der freie Querschnitt des Auspuffrohrs hinter dem Schalldämpfer darf nicht verringert werden. • Rohrbögen dürfen maximal 90° betragen. • Zusätzliche Rohrbögen sind zu vermeiden. • Biegeradien ≥ 2,5 mal Rohrdurchmesser, siehe Bild 4 .11.
  • Seite 80: Bremsanlage

    Ausrüstung zur Kontrolle die Hinterachslast zu ermitteln. Entsprechend diesen Werten die Einstellung der ALB (siehe Betriebsanleitung) nach dem im Fahrerhaus befestigten Schild überprüfen. Wenn notwendig, die ALB von einer UGV, einer MERCEDES-BENZ-Service-Station oder einem autorisierten Bremsendienst einstellen lassen. Änderungen an den Bremsleitungen, z.B. längere Leitungen, beeinflussen das Zeitverhalten der Bremse und müssen nach EG-Richtlinien geprüft werden.
  • Seite 81 Bei land- oder forstwirtschaftlichen Zug- oder Arbeitsmaschinen sind keine Seitenmarkierungsleuchten vorgeschrieben. Bild 4.12 Anordnung der Seitenmarkierungsleuchten...
  • Seite 82: Wartung Und Instandsetzung

    4.8.11 Wartung und Instandsetzung Wartung und Instandsetzung des Fahrzeuges dürfen durch den Aufbau nicht unnötig erschwert werden. Wartungsstellen und Aggregate müssen gut zugänglich sein. Bei einem Aufbau ist insbesondere die Zugänglichkeit der Bremsflüssigkeitsvorratsbehälter zu gewährleisten. Wir empfehlen: • Wartungsklappen oder lösbare Rückwände einbauen. •...
  • Seite 83: Lastwertstufen

    Nachträgliche Bestätigung erhöhter Lastwerte für bereits ausgelieferte Fahrzeuge ist nur bei Nachweis der entsprechenden Ausrüstung bzw. Nachrüstung möglich, ggf. sind betriebsbedingte Höchstgeschwindigkeiten bzw. Einschränkungen für den Betrieb mit Anhängern erforderlich. Anmerkung: Eine Lastwertstufe bedeutet, dass abhängig vom Baumuster • der Rahmen verstärkt ist (geschlossenes Profil, Beschlagbleche, etc.), •...
  • Seite 84: Aufbauten Mit Veränderlicher Gesamtschwerpunktslage Beim Arbeiten

    Das heißt jeder Aufbau ist gegen Verrutschen und Abheben zu sichern! Dies gilt auch für Ladungen, soweit es sich nicht um Schüttgüter handelt. Die erforderliche Erprobung obliegt dem Gerätehersteller! Gegengewichte oder Ballast sind unverrückbar anzubringen und gegen Abheben zu sichern. Die Transportstellung ist eindeutig festzulegen, z.
  • Seite 85: Dynamische Prüfung

    4.10.2 Dynamische Prüfung Die Standsicherheit ist ebenfalls durch plötzliches Abfangen der schnellstmöglichen Senkbewegung des gestreckten Auslegers zu prüfen: Das dem Ausleger gegenüberliegende Rad darf nicht abheben! 4.11. Frontanbau Allgemeine Hinweise für Frontanbau Der UNIMOG bietet mehrere Möglichkeiten um Geräte im Frontbereich anzubauen. Nachfolgend werden die Anbaupunkte von jedem UNIMOG-Baumuster beschrieben.
  • Seite 86 Folgende Frontanbauplatten sind lieferbar:. FAP Größe 1 für BM408 (LBU) (Code D01) FAP Größe 3 für BM418/427 (MBU/SBU) (Code D11) FAP Größe 5 für BM427/437 (SBU) (Code D12) Bei der Frontanbauplatte der Größe 5 kann der Gerätehersteller über eine (selbst angefertigte) Adapterplatte die Maße der Frontanbauplatte Größe 3 darstellen.
  • Seite 87 Frontanbauplatte (Geräte-) Größe 1 Bild 4.13 Frontanbauplatte Größe 1...
  • Seite 88 Frontanbauplatte Größe 3 nach DIN 76060-B Bild 4.14 Frontanbauplatte Größe 3...
  • Seite 89 Frontanbauplatte Größe 5 nach DIN 76060-A Bild 4.15 Frontanbauplatte Größe 5...
  • Seite 90: Anbaubock Vorne (Code D10)

    4.11.2 Anbaubock vorne (Code D10) Daimler-Benz AG Teilenummer UNIMOG-Baumuster rechte Ausführung linke Ausführung BM 408 A 408 317 01 42 A 408 317 00 42 BM 418 A 418 317 16 42 A 418 317 15 42 BM 427 A 424 552 02 18 A 424 552 01 18 BM 437 A 425 552 07 18...
  • Seite 91 Bild 4.18 Frontanbaubock BM 408 (linke Ausführung; am Rahmen angeschweißt) DB-Nr. 408 317 00 42...
  • Seite 92 Bild 4.19 Frontanbaubock BM 418 (rechte Ausführung) DB-Nr. A 418 317 16 42...
  • Seite 93 Bild 4.20 Frontanbaubock BM 418 (linke Ausführung) DB-Nr. A 418 317 15 42...
  • Seite 94 Bild 4.21Frontanbaubock BM 427 (rechte Ausführung) DB-Nr. A 424 552 02 18...
  • Seite 95 Bild 4.22 Frontanbaubock BM 427 (linke Ausführung) DB-Nr. A 424 552 01 18...
  • Seite 96 Bild 4.23 Frontanbaubock BM 437 (rechte Ausführung) DB-Nr. A 425 552 07 18...
  • Seite 97 Bild 4.24 Frontanbaubock BM 437 (linke Ausführung) DB-Nr. A 425 552 06 18...
  • Seite 98: Seilwindenhalter Für Frontseilwinde

    4.11.3 Seilwindenhalter für Frontseilwinde Für den Anbau von Frontseilwinden stehen spezielle, für den Seilwindeneinsatz entwickelte Anbaupunkte zur Verfügung (Code D35). Die aus dem Frontseilwindenbetrieb resultierenden Kräfte werden über diese Anbaupunkte in den Rahmen eingeleitet. Übersicht der Seilwindenhalter vorn (Code D35) Fahrzeug Seilwindenhalter-links Seilwindenhalter-rechts...
  • Seite 99 427.105 U1600 427.107 U1600(214) 427.115 U1650 427.116 U1650L 427 566 00 40 * 427 566 01 40 * 427.117 U1650(214) * wird auf Anbaubock vorn * wird auf Anbaubock vorn 427.118 U1650L(214) Code D10 geschraubt Code D10 geschraubt...
  • Seite 100: Frontkraftheber

    Fahrzeug Seilwindenhalter-links Seilwindenhalter-rechts 437.111 bei C 46 (Belgien) 435 566 02 04 ohne Rahmeneinlage 435 566 01 04 ohne Rahmeneinlage (185er Rahmen) (185er Rahmen) 437.111 U1550L 435 566 02 04 und 435 566 01 04 und 437.116 U1550L(214) 435 553 01 38 (Rahmeneinlage) 435 553 00 38 (Rahmeneinlage) 437.141 U1550L...
  • Seite 101 Bei der schweren Baureihe (SBU) ist der Frontkraftheber im Fahrzeug integriert und kann als Sonderausstattung bezogen werden (Code H60).
  • Seite 102 Tabelle Frontkraftheber Fahrzeug / Typbezeichnung Baumuster Frontkraftheber Zug- und Arbeitsmaschine Hubkraft in N Doppeltwirken- Anschlussmaße der Zylinder kurzer und langer Radstand U 90 Turbo BM 408.101 U 130 BM 418.102 U 1400 / U 1450 BM 427.102 / BM 427.112 18000 nach Kat.ΙΙ...
  • Seite 103: Frontlader

    4.11.5 Frontlader Bei einem Frontladeranbau sind zur Krafteinleitung in den Rahmen Frontladerbeschläge und Unterzüge erforderlich. Bei Bedarf ist auf freigegebene und erprobte Typen zurückzugreifen. Eine Neuadaption/ Abstimmung wird wegen der umfangreichen Erprobung (ca. 500 Std.) nicht mehr durchgeführt! 4.11.6 Vorbaumaße Nachfolgend sind Daten der Vorbaumaße angegeben.
  • Seite 104: Vorbaumaße Bei Den Verschiedenen Baumustern

    4.11.6.1 Vorbaumaße bei den verschiedenen Baumustern Baumuster Maß A Maß B Maß C 810±30* 900±60* 1080 900±60* 1110 980±60* FAP Gr. 3 FAP Gr. 5 * Das Maß „C“ ist abhängig von der Bereifung und von der vorhandenen Vorder- und Hinterachslast,.siehe Kap. 5.2.6.3 Position 1: Koppelebene, VK/OK Fangtasche Bild 4.26 Vorbaumaß...
  • Seite 105: Mittenaufbau

    4.12 Mittenaufbau 4.12.1 Allgemeine Hinweise für Mittenaufbau Verdrehsteife Aufbauten dürfen die Verwindungsfähigkeit des UNIMOG-Fahrgestellrahmens nicht beeinflussen. Sie sind verwindungsfähig gemäß den Bestimmungen der Aufbaurichtlinie mit dem Fahrgestell zu verbinden. Dazu werden Festlager und Drehlager verwendet. Mit Drehlager wird ein Lager bezeichnet, das in Fahrzeugquerrichtung (y-Richtung) und in vertikaler Richtung (z-Richtung) Kraft aufnimmt, aber in Fahrzeuglängsrichtung (um die x-Achse) beweglich (drehbar) ist.
  • Seite 106 Bei der Konstruktion eines Aufbaus muss schon in der Planungsphase darauf geachtet werden, dass ausreichende Freiräume zu Fahrzeugkomponenten gegeben sind und dass durch den An- bzw. Aufbau die Zugänglichkeit von Kontroll- und Wartungspunkten (z.B. Vorratsbehälter Bremsflüssigkeit) nicht beeinträchtigt wird. Die Erreichbarkeit dieser Stellen kann konstruktiv durch eine Aussparung am Aufbau/Gerät bzw.
  • Seite 107 Anmerkung: Momentanpol auf Höhe der Rahmenoberkante (Erfahrungswert; geometrisch ideale Lage des Mittenlagers).
  • Seite 108: 3-Punkt-Lagerung / Verwindungsfähige 4-Punkt-Lagerung (2 X 3-Punkt-Lagerung)

    4.12.3 3-Punkt-Lagerung / Verwindungsfähige 4-Punkt-Lagerung (2 x 3-Punkt-Lagerung) Je nach Fahrzeugtyp ist beim Mittenaufbau eine 3-Punkt-Lagerung oder eine ebenfalls verwindungsfähige 4-Punkt- Lagerung (2x3-Punkt-Lagerung) vorzusehen. Zwei Punkte müssen jeweils als Festlager ausgeführt werden, die weiteren Punkte sind drehbare Lager. Andere Lagerungen sind nicht zulässig. Die angegebenen Lagerkonzepte der folgenden Tabelle sind zwingend einzuhalten: Fahrzeug-Typ 3-Punkt-Lagerung...
  • Seite 109 Bei der einfachen 3-Punkt-Lagerung ist das Drehlager grundsätzlich hinten und die beiden Festlager vorn anzuordnen, damit die Krafteinleitung durch den Aufbau (z.B. Fliehkräfte bei Kurvenfahrt) in der Fahrzeugmitte erfolgt. Bei der 2x3-Punkt-Lagerung sind die Festlager immer mittig anzuordnen. Drehlager hinten Drehlager vorn Bild 4.29 Anordnung 2 x 3-Punkt-Lagerung Festlager auf...
  • Seite 110: Pritschenaufbau

    Drehlager hinten Festlager vorn Festlager vorn links rechts Bild 4.30 Anordnungsbeispiel einer einfachen 3-Punkt-Lagerung 4.12.4 Pritschenaufbau Die Befestigung des Aufbaus auf der Pritsche ist vom Aufbauhersteller so auszulegen, dass die dynamischen Beanspruchungen aus Betriebslast und aus Transport (Straße und Gelände) sicher übertragen werden können. Für den Aufbau auf der Pritsche stehen bei bestimmten Pritschen-BM Verzurrpunkte zur Verfügung (siehe Tabelle 4.33).
  • Seite 111 Bei einem Aufbau ist folgendes zu beachten: Der Aufbau ist spielfrei zu befestigen bzw. unverrückbar auf der Pritsche anzubringen sowie gegen Abheben zu sichern. Die Transportstellung ist eindeutig festzulegen, bewegliche Geräteteile sind spielfrei zu verspannen und möglichst mechanisch zu verriegeln. Bei der Konstruktion ist darauf zu achten, dass sich der Schwerpunkt des Aufbaus und somit der daraus resultierende Gesamtschwerpunkt der Fahrzeug-Geräte-Kombination so niedrig wie möglich über der Fahrbahn befindet.
  • Seite 112 Bild 4.31 Pritschenaufbau Bordwandlager Krafteinleitungsbereiche für Punktlasten...
  • Seite 113: Tabelle Pritschenmaße

    Tabelle Pritschenmaße 4.12.5 Bild 4.32 Pritschenabmessungen...
  • Seite 114 Fahrzeug Baumuster SA-Code Maß a Maß b Maß c Maß d Maß e Maß f Maß g Maß h U 90 408.100 P 09 1750 1700 1252 1630 P 10 1475 1700 1252 1630 Fahrzeug Baumuster SA-Code Maß a Maß b Maß...
  • Seite 115 Fahrzeug Baumuster SA-Code Maß a Maß b Maß c Maß d Maß e Maß f Maß g Maß h U 2150 / U 2450 437.117 P 13 1680 2140 1540 2160 P 21 2320 2140 1540 2160 P 26 2550 2200 1785 2160...
  • Seite 116 Kugel- Ø Verzurrösen Einlegeboden Fahrzeug Baumuster SA-Code Maß i Maß k Maß l Maß m Maß n Maß o Maß p Aufnahme U 90 408.100 P 09 1440 1036 P 10 1448 1036 Kugel- Ø Fahrzeug Baumuster SA-Code Maß i Maß...
  • Seite 117 Kugel- Ø Verzurrösen Einlegeboden Aufnahme Fahrzeug Baumuster SA-Code Maß i Maß k Maß l Maß m Maß n Maß o Maß p U 2150/ 2450 437.117 P 13 1495 P 21 1495 P 26 P 39 U 1450 L 427.111 P 11 1040 1640...
  • Seite 118: Aufbau Auf Dem Pritschenuntergestell

    4.12.6 Aufbau auf dem Pritschenuntergestell Zur Aufnahme der Pritsche auf dem Untergestell dienen Kugelpunkte und Kugelhalbschalen (Lage und Größe siehe Tabelle 4.33). Wird ein Gerät in gleicher Weise auf dem Fahrgestell aufgebaut - Kugelpunkte am Pritschenuntergestell bzw. Gerätehilfsrahmen, Kugelhalbschalen am Gerät - ist zu beachten, dass zwischen Kugelhalbschale und Kugelhals ausreichend Freiraum vorhanden ist (siehe Skizze).
  • Seite 119: Auslegermähgerät Auf Der Pritsche Aufgebaut

    Der Aufbau muss gegen Abheben (spielfrei) gesichert sein ! Der Geräterahmen muss entsprechend der Pritsche auf dem Pritschenuntergestell gelagert sein! Bild 4.35 Pritschenhilfsrahmen mit Polyamidplatten 4.12.7 Auslegermähgerät auf der Pritsche aufgebaut Bei Pritschenaufbau ist darauf zu achten, dass Gerät und Ballast etc. ausreichend gegen Verrutschen und Abheben gesichert sind.
  • Seite 120: Anbaubeispiele Mittenaufbau

    4.12.8 Anbaubeispiele Mittenaufbau * siehe Kap. 4.12.9 ** siehe Kap. 4.12.10 Bild 4.36 Anbauvorschlag für einen Mittenaufbau bei U 2150L, Verwindungsfähige 4-Punkt-Lagerung...
  • Seite 121 Bild 4.37 Schematische Anordnung bei einem Mittenanbau (schrittweise Teileanordnung)
  • Seite 122 Erklärung zum Bild Position 1 zeigt einen Rahmen mit vorbereiteter 2 x 3-Punkt-Lagerung und die Anordnung der 2 x 3-Punkt-Lagerung. Position 2 zeigt die Anordnung mit Hilfsrahmen. Position 3 zeigt das Beispiel eines mittig vor der Pritsche auf dem Hilfsrahmen aufgebauten Krans. Position 4 zeigt die Anordnung der Position 3 in der Seitenansicht von links.
  • Seite 123: Anbaupunkte Mitte (Code D60)

    4.12.9 Anbaupunkte Mitte (Code D60) Nachfolgend sind die „Anbaupunkte Mitte“ für die gängigen Baumuster aufgeführt. Diese Abbildungen und Schemazeichnungen dienen zur Erläuterung, an welcher Stelle sich die Anbaupunkte am Rahmen befinden. Die Ausführung und Anordnung der Anbaupunkte ist abhängig von der Lastwertstufe (Code X18 / X19 / X20) des Fahrzeugs.
  • Seite 124 Erläuterungen: 1) Buchsen sind im Rahmen eingeschweißt 2) nur bei U100L Turbo, BM 408.216, mit Code D61 3) nicht bei Code X18/19/20 bis Baujahr 12/95, bei diesen Typen sind Buchsen im Rahmen eingeschweißt. 4) ab Baujahr 01/96 auch bei Typen mit Code X18/19/20 5) vorne eingeschweißte Buchsen, hinten Anbaubock angeschraubt 6) nicht bei Code X18/19/20 und bei U2150L/38, U2450L/38 und U2450L/6x6,bei dies en Typen sind Buchsen im Rahmen eingeschweißt.
  • Seite 125 Anbaubock Mitte Bild 4.39 Anbaubock Mitte Teile-Nummer: A 424 551 07 21...
  • Seite 126 Anbaubock Mitte...
  • Seite 127 Bild 4.40 Anbaubock Mitte Teile-Nummer: A 427 551 03 21 Anbaubock Mitte Bild 4.41 Anbaubock Mitte Teile-Nummer: A 425 551 12 21...
  • Seite 128 Anbaubock Mitte Bild 4.42 Anbaubock Mitte Teile-Nummer: A 425 551 13 21...
  • Seite 129 Bild 4.43 Anbaupunkte Mitte Rahmen U 90 Turbo, BM 408.101 (Serie, eingeschweißte Buchsen)
  • Seite 130 Bild 4.44 Anbaupunkte Mitte Rahmen U100L Turbo, BM 408.216 (Code D61, 3 eingeschweißte Buchsen und 2 Anbauböcke 427 551 03 21)
  • Seite 131 Bild 4.45 Anbaupunkte Mitte Rahmen U130, BM 418.102 (Code D60, 4 Anbauböcke 427 551 03 21)
  • Seite 132 Bild 4.46 Anbaupunkte Mitte Rahmen U140L , BM 418.117...
  • Seite 133 Bild 4.47 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 1400/U 1600/U 1600 (214), BM 427.102/105/107, mit Code D60 (bei U 1400 mit Code X19 und bei U1600/1600(214), BM 427.105/107 erhält der Rahmen auf der Außenseite ein Verstärkungsblech, ohne Einfluss auf die Geräteanbaumaße)
  • Seite 134 Bild 4.48 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 1450/ U 1650/ U 1650 (214), BM 427.112/115/117 mit Code D60...
  • Seite 135 Bild 4.49 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 1450L/U 1650L/U 1650L (214), BM 427.111/116/118 mit Code D60...
  • Seite 136 Bild 4.50 Anbaupunkte Mitte Rahmen U 1550L (Code D60), BM 437.111/116, mit Code C01 Rahmen für Geräteanbau, nicht bei Code X18/19/20...
  • Seite 137 Bild 4.51 Anbaupunkte Mitte Rahmen U 1550L/ 37 (Code D60), BM 437.120/125...
  • Seite 138 Bild 4.52 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 1550L, 437.111/116, bei Code X18/ 19/ 20...
  • Seite 139 Bild 4.53 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 2100/ 2400, BM 437.105, mit Code D60...
  • Seite 140 Bild 4.54 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 2150/ 2450, BM 437.117, mit Code D60, nicht bei X19...
  • Seite 141 Bild 4.55 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 2150/ 2450, BM 435 311 12 01 mit Code X19...
  • Seite 142 Bild 4.56 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 2150L/ 2450L, BM 437.118, mit Code D60, nicht bei X19...
  • Seite 143 Bild 4.57 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 2150L/ 2450L, BM 437 311 01 01 mit Code X19...
  • Seite 144 Bild 4.58 Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 2150L/ 38 und U 2450L/ 38, BM 437.136 (Serie)
  • Seite 145 Bild 4.58a Anbaupunkte Mitte Rahmen bei U 2150L/ 38 und U 2450L/ 38, BM 437.136 mit Code X19...
  • Seite 146 Bild 4.59 Anbaupunkte Mitte Rahmen U 2450L/ 6x6, BM 437.156 (Serie)
  • Seite 147: Befestigungsteile Für Fremdaufbauten (Code D65)

    4.12.10 Befestigungsteile für Fremdaufbauten (Code D65) Für Aufbauten, wie z.B. Feuerwehrkofferaufbauten mit eigener Bodengruppe, bei denen nicht die ab Werk lieferbare Bodengruppe für Sonderaufbauten (Code P61) zum Einsatz kommt, sind die Befestigungsteile für Fremdaufbauten (Code D65) zu verwenden. Bei schweren Aufbauten (BM427/437), die vorne an den Anbaupunkten mitte (Code D60) befestigt werden, empfehlen wir für die mittleren Festlager die Lagerschalen gemäß...
  • Seite 148 Bild 4.60 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 100L Turbo BM 408.216(Code D65)
  • Seite 149 Bild 4.61 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 140L, BM 418.117 (Code D65)
  • Seite 150 Bild 4.62 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 1450/ U1650/U1650 (214), BM 427.112/115/117 (Code D 65)
  • Seite 151 Bild 4.63 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 1450L / U1650L / U1650L (214), BM 427.111/116/118 (Code D 65)
  • Seite 152 Bild 4.64 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 1550L, BM 437.111/116 (Code D65)
  • Seite 153 Bild 4.65 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 1550L BM 437.111/116 mit Code X18/19/20 (Code D65)
  • Seite 154 Bild 4.66 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 1550L/ 37 BM 437.120/125 (Code D65)
  • Seite 155 Bild 4.67 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 1550L / 37 mit Doppelkabine, BM 437.120/125 mit Code F07 (Code D65)
  • Seite 156 Bild 4.68 Befestigungsteile für Fremdbauten U 2100/ U2400, BM 437.105 (Code D65), (nur in Verbindung mit Pritsche lose beigestellt)
  • Seite 157 Bild 4.69 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 2150/ 2450, BM 437.117 (Code D65)
  • Seite 158 Bild 4.70 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 2150L/ U 2450L, BM 437.118 (Code D65)
  • Seite 159 Bild 4.71 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 2150L/ 38 und U 2450L/38, BM 437.136 (Code D65)
  • Seite 160 Bild 4.72 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U2150L/38 und U 2450L/38 mit Doppelkabine , BM 437.136 mit Code F 07 (Code D65)
  • Seite 161 Bild 4.73 Befestigungsteile für Fremdaufbauten U 2450L/ 6x6, BM 437.156 (Code D65)
  • Seite 162: Anbaubeispiele Für Die Anbindung Drehlager Und Festlager Am Rahmen (Code D65)

    4.12.11 Anbaubeispiele für die Anbindung Drehlager und Festlager am Rahmen (Code D65) Bild 4.74 Querträger-Mittenlager (Drehlager), Schnitt in Längsebene z.B. bei U2150L/38...
  • Seite 163 Die Anbindung des Querträgers am Rahmen muss Schraube M14x1,5x80, 10.9 zur Gewährleistung der Schraubenvorspannkraft mit einer Dehnbuchse ausgeführt werden. Buchse 435 612 76 38 Querträger 435 610 77 14 Mutter M 14x1,5-10 Anzugsmoment 240 Nm Bild 4.75 Anbindung des Querträgers am Rahmen z.B. beim U 2150L/38...
  • Seite 164 Mindestabstand 50 mm zur Kröpfung der Rahmen-Rohrquerträger Bild 4.76 Lagerung auf Rahmen-Rohrquerträger (Festlager), z.B. bei U 2150L/38...
  • Seite 165: Bodengruppe Für Sonderaufbauten Code P61, Besonders Geeignet Für Kofferaufbauten O.ä

    4.12.12 Bodengruppe für Sonderaufbauten Code P61, besonders geeignet für Kofferaufbauten o.ä. Zur Befestigung eines Aufbaus auf UNIMOG-Fahrgestellen ist ab Werk bzw. zur Nachrüstung als Ersatzteil eine Bodengruppe (Code P61) erhältlich. Die Bodengruppe ermöglicht eine verwindungsfreie Lagerung von Aufbauten. Sie ist von der DaimlerChrysler AG speziell entwickelt und sorgt für minimale Spannungen im Aufbau auch bei extremer Verwindung des Rahmens.
  • Seite 166: Aufbauten Beim U2450L/6X6, Bm437.156

    Anmerkungen zum Unterfahrschutz hinten und den seitlichen Schutzvorrichtungen: Die Unimog-Baureihen sind von der Ausrüstungspflicht mit Unterfahrschutz (Ausnahme: U2400TG, BM 437.182) befreit und benötigen auch keine seitliche Schutzvorrichtung, siehe Kapitel 6.7.5, 6.7.6 und Technisches Handbuch, Ausgabe 3/95, SeiteC62. 4.12.13 Aufbauten beim U2450L/6x6, BM437.156 Beim Fahrgestell U2450L/6x6, BM437.156 ist es vorgeschrieben, den Schwingungsdämpfer A006 323 41 00 gemäß...
  • Seite 167: Heckanbau

    4.13 Heckanbau 4.13.1 Anbauböcke hinten (Code D50) Nachfolgend sind die Anbauböcke hinten für die verschiedenen Unimog-Baureihen abgebildet. Die Zeichnungen enthalten alle wesentlichen Anschlussmaße. Mercedes-Benz AG Teilenummer UNIMOG-Baumuster rechte Ausführung linke Ausführung BM 408 A 408 552 02 18 A 408 552 01 18...
  • Seite 168 Anbaubock für Baumuster 408 (LBU) Bild 4.79 Anbaubock hinten Anmerkung: Anbaubock für Baumuster 408 (LBU) Abbildung zeigt linke Ausführung Nummer 408 552 0118...
  • Seite 169 Anbaubock für Baumuster 418 (MBU) Bild 4.80 Anbaubock hinten für Baumuster 418 Anmerkung: Anbaubock für Baumuster 418 (MBU) Abbildung zeigt rechte Ausführung DB-Nummer 418 552 00 18...
  • Seite 170 Anbaubock für Baumuster 427(SBU) Bild 4.81 Anbaubock hinten für Baumuster 427 (LBU) Anmerkung: Anbaubock für Baumuster 427 (SBU) Abbildung zeigt rechte und linke Ausführung DB-Nummer 406 551 3 3 38...
  • Seite 171 Anbaubock für Baumuster 437 (SBU) Bild 4.82 Anbaubock hinten für Baumuster 437 Anmerkung: Anbaubock für Baumuster 437 (SBU) Abbildung zeigt rechte und linke Ausführung DB-Nummer 425 552 05 18...
  • Seite 172: Anschlussmaße Anbauböcke Hinten

    4.13.2 Anschlussmaße Anbauböcke hinten Bild 4.83 Anordnung der Anbauböcke hinten Durch einfaches Umbauen der Anbauböcke hinten können die Anbaumaße geändert werden, es ergeben sich jeweils die Maße A oder B der untenstehenden Tabelle: • Beim BM408 gibt es nur eine Einbaulage. •...
  • Seite 173: Zulässige Gewichte An Den Anbauböcken Hinten (D50)

    4.13.3 Zulässige Gewichte an den Anbauböcken hinten (D50) Angebaute Geräte oder Ballastgewichte müssen so angebaut sein, dass bei Längs- und Vertikalbeschleunigungen beide Anbauböcke gleichermaßen belastet werden. Weiterhin müssen die geräteseitigen Halter jeweils zweischnittig und spielfrei an den Anbauböcken befestigt sein. Der Geräteschwerpunkt darf nicht weiter als 200 mm hinter der Bohrungsebene der Anbauböcke liegen.
  • Seite 174: 3-Punkt-Gestänge

    4.13.4 3-Punkt-Gestänge Von der DaimlerChrysler AG ist ein 3-Punkt-Gestänge, abhängig vom Baumuster, der Kategorie 2 für LBU/ MBU (Code Q40) Kategorie 2/ 3 für SBU (Code Q45) lieferbar. Die 3-Punkt-Gestänge ermöglichen den Anbau von genormten Heck-Anbaugeräten nach DIN 9674. Eine Abstimmung von Geräten, die für den Betrieb am 3-Punkt-Gestänge konzipiert sind, wird fahrzeugseitig nicht mehr durchgeführt.
  • Seite 175: Tabelle Heckkraftheber

    4.13.5 Tabelle Heckkraftheber Fahrzeug / Baumuster Heckkraftheber Typbezeichnung Zug- und Hubkraft Zylinder-∅ Hubkraft Zylinder-∅ Doppelt- Anschluss- Arbeitsmaschinen in N in mm in N in mm wirkende Maße kurzer und langer Zylinder Radstand U 90 Turbo BM 408.101 24000 ---- ---- ---- ---- U 130...
  • Seite 176: Verfügbare Übersichtszeichnungen

    4.14 Verfügbare Übersichtszeichnungen Bezeichnung DB-Nummer Format Papierzeichnung CAD-Datensatz gültig für Fahrzg.-BM (dxf) Fz. m. Pr. U90 4080000000 408.100 (101) Fz. m. Pr. U90 RK999000C612 408.100 (101) Fz. m. Pr. U100L RK999000C673 Blatt1 A4 lang 408.215 (216) Fz. U100L RK999000C642 408.215 (216) Fz.
  • Seite 177 Mittenaufbau U2100 E507/74US 437.105 Fz. U2150 E927/79 437.117 Fz. m. Pr. U2150 E146/79US 437.117...
  • Seite 178 Bezeichnung DB-Nummer Format Papierzeichnung CAD-Datensatz gültig für Fahrzg.-BM (dxf) Fz. U2150L 4370002199 A4 lang 437.118 Fz. m. Pr. U2150L E382/78US/1 437.118 Fz. U2150L Doka E382/78US/2 437.118 mit F07 Achsverwindung E651/77US 437.118 U2150L Fz. U2150L/38 4370000799 A4 lang 437.136 Fz. U2150L/38 RK999000R788 437.136 Fz.
  • Seite 179: Geräteantrieb

    Geräteantrieb Antriebsmöglichkeiten An - und aufgebaute Geräte können vom Trägerfahrzeug UNIMOG • mechanisch angetrieben werden (Zapfwelle bzw. Nebenabtrieb) • ölhydraulisch angetrieben/angesteuert werden • an die Fahrzeugelektrik angeschlossen werden (Stromversorgung, Signalübermittlung) • von der Fahrzeugdruckluftanlage mit Druckluft versorgt werden Mechanischer Geräteantrieb 5.2.1 Hinweise zum Übersetzungsverhältnis Getriebe-)Eingangsdrehzahl...
  • Seite 180: Allgemeine Hinweise Für Mechanischen Antrieb

    5.2.2 Allgemeine Hinweise für mechanischen Antrieb Für alle mechanischen Geräteantriebe gilt: die mechanische Kraftübertragung hat im Vergleich zu anderen Übertragungssystemen den besten Wirkungsgrad! Die Motorleistung kann über Zapfwellen an Front, Heck und Fahrzeugmitte für den Geräteantrieb abgenommen werden. Übersicht der lieferbaren mechanischen Abtriebe beim UNIMOG: Bezeichnung Bemerkung lieferbar für...
  • Seite 181 Sonderabtrieb für Getriebezapfwelle Zapfwelle abhängig von Fahrkupplung, d.h. alle alle 540/1000min Kraftflussunterbrechung beim Schaltvorgang, außer nach vorn und hinten beim Treten der Fahrkupplung bleiben Fahrzeug und Zapfwelle stehen...
  • Seite 182 Code Bezeichnung Bemerkung lieferbar für Fahrzeugbaumuster 408. 418. 427. 437. Schneller Nebenabtrieb, i=1.0, (Anschluss an Getriebeeingangswelle) alle alle Profil DIN 5480, 30x2x14x9H für z.B. Direktantrieb einer Hydraulikpumpe Profil nach DIN 5480, N30x2x9H, 14 Zähne, nur bei stehendem Fahrzeug nutzbar, bzw. Fahren ohne Schaltvorgänge Schneller Nebenabtrieb, i=0.737, (über einstufiges Getriebe)
  • Seite 183 Zapfwellenstrang nach hinten für 102, N02/N07/N11 105, Keilwellenprofil 1 3/8 Zoll 107, 112, 115,...
  • Seite 184 Code Bezeichnung Bemerkung lieferbar für Fahrzeugbaumuster 408. 418. 427. 437. Zapfwellenstrang nach hinten für 102, N02/N07/N11 105, Keilwellenprofil 1 ¾ Zoll 107, 112, 115, Schneller Nebenabtrieb nach hinten nur bei Twin-Disc-Wandler Code G31 117, Flanschabtrieb, i=1.0 Verteilergetriebe mit Nebenabtrieb, Drehzahl abhängig vom eingelegten Gang des i=0.85 5-Gang-Schaltgetriebes, nur bei stehendem Antriebsflansch nach vorn und...
  • Seite 185: Sicherheitshinweis Zum Mechanischen Geräteantrieb

    die Ölpumpe des hydrostatischen Fahrantriebes des Bauraum des schnellen Nebenabtriebes am Getriebe belegt. • Die Motor- bzw. Getriebezapfwellen N02/N03/N06/N07/N11 sind nicht mit Drehmomentwandler (Wandler- Schaltkupplungen G30/31) zu kombinieren, da der Wandler den Bauraum des Zapfwellengetriebes belegt. • Bei der Kombination Wandler-Schaltkupplung G30 mit schnellen Nebenabtrieb N16/N17/N19 ist zu beachten, dass der schnelle Nebenabtrieb ebenfalls wandlerabhängig ist (siehe auch Kap.
  • Seite 186 Bei dem Zapfwellenantrieb mit Doppelkupplung („Motorzapfwelle“) kann die Zapfwelle unabhängig vom Fahrantrieb zu- und abgeschaltet werden. Bei Betätigung der Fahrkupplung wird der Kraftfluss zur Zapfwelle nicht unterbrochen. Zur Vermeidung von Anfahrstößen bzw. erhöhtem ZW-Kupplungsverschleiß ist die ZW-Kupplung nur bei niedrigen Motordrehzahlen zu betätigen.
  • Seite 187 • Vor jeder Arbeit an zapfwellenangetriebenen Geräten ist der Motor abzustellen und zu warten, bis das Gerät zum Stillstand gekommen ist. • Ab- und Ankuppeln der Gelenkwelle grundsätzlich nur an der Zapfwelle und nie durch Auseinanderziehen der Gelenkwellenrohre!
  • Seite 188: Drehrichtungen Und Drehzahlen Des Zapfwellenantriebes

    Zapfwellenschutz Die Zapfwelle darf nicht ohne Zapfwellenschutz in Betrieb genommen werden. Der serienmäßige Zapfwellenschutz darf nicht entfernt werden. Ein Betrieb ohne Zapfwellenschutz ist unzulässig! Nach der Unfallverhütungsvorschrift (UVV) sind rotierende Wellen mit einem Berührungsschutz zu versehen (siehe auch Bedienungsanleitung). Der Berührungsschutz umlaufender Teile ist vom Gerätehersteller darzustellen, auch im Bereich des Gelenkwellenanschlusses am Fahrzeug.
  • Seite 189: Drehrichtung Und Drehzahl Des Sehr Schnellen Motorzapfwellenantriebes

    5.2.4.3 Drehrichtung und Drehzahl des sehr schnellen Motorzapfwellenantriebes Fahrzeug-BM Code Übersetzung Drehrichtung (in Zapfwelle Fahrtrichtung) Motor- Nenndrehzahl [min 2400 2600 427/437 0.745 links 3220 3490 5.2.4.4 Flanschausführung N03/N07/N11 bei BM 408/418, DB-Nr. 406 264 27 44...
  • Seite 190: Flanschausführung N07/N11 Bei Bm 427Alt/437, Db-Nr. 443 262 00 45

    5.2.4.5 Flanschausführung N07/N11 bei BM 427alt/437, DB-Nr. 443 262 00 45...
  • Seite 191: Flanschausführung N06 Bei Bm 427/437, Db-Nr. 425 262 15 45

    Anmerkung: Ab Oktober 1996 entfällt beim BM 427 (ab Fahrzeug 427102-187029) der Flanschantrieb der Zapfwelle N07/N11 und wird durch einen „Stummel“ mit Evolventenprofil DIN5480, W45x2x30x21x8f, ersetzt, auf den die Zapfwelle direkt aufgesteckt wird. Hinweis: Bei direktem geräteseitigem Anschluss von Gelenkwellen an das Zapfwellengetriebe müssen die Evolventenverbindungen mit Gummibälgen zur Abdichtung gegen Schmutz und Wassereinwirkung (wie bei den fahrzeugseitigen Gelenkwellen N20/22/32/37) abgedichtet werden.
  • Seite 192: Zapfwellenprofil

    5.2.4.7 Zapfwellenprofil Bild 5.2 Abmessungen des Zapfwellenprofils...
  • Seite 193: Nebenabtrieb

    α Zapfwellen- Maß Maß Maß Maß Maß Maß Maß Maß Maß Maß genormt profil nach 34,79 R 6,7 28.91 29.5 8.69 30° DIN 9611/ISO 1 3/8“ Keilwelle +/-0.06 +/-0.25 +/-0.05 (6 Keile) 44,32 R 8,3 37.2 10.95 30° SAE J499a 1 3/4“...
  • Seite 194: N16 Mit Flanschabtrieb

    5.2.5.2 N16 mit Flanschabtrieb Beim BM418 besteht die Möglichkeit den Nebenabtrieb N16 (Anschlussprofil DIN 5480, N 30x2x14x9H) mit Flanschabtrieb auszurüsten (Code N78). Dieser einschraubbare Flansch (Teilenummer 418 264 06 44, 6-Loch M8, Teilkreis-∅ 84mm) passt baulich auch bei den BM427/437, kann dort aber nur bis max. 50kW Leistungsabnahme bzw.
  • Seite 195: Drehrichtung Und Drehzahlen Beim Nebenabtrieb N72 (U100L Turbo)

    Achtung (gilt nur für BM427/437): Bei Verwindung des Fahrgestelles folgt der Nebenabtrieb N16, N17, N19 der Verwindung des Getriebes und nicht wie zu erwarten der Rahmenverwindung! Der Grund ist die quer zur Fahrzeuglängsachse angeordnete 3-Punkt-Lagerung des Getriebes im Rahmen. Die Relativbewegungen zwischen Getriebe und Fahrzeugrahmen ergeben sich somit aus einer, dem Rahmenverwindungswinkel entsprechenden Drehung des Getriebes um die durch das rechte Getriebelager verlaufende Fahrzeugquerachse.
  • Seite 196: Hydraulikpumpen Für Den Nebenabtrieb N16 Bei Bm427/437

    Anmerkung: Der Nebenabtrieb N72 kann in allen drei Stufen (Straße/Gelände/Leerlauf) des Verteilergetriebes genutzt werden. Für alle drei Stufen gelten die Drehzahlen in der auf Seite 177 abgebildeten Tabelle. Sicherheitshinweis: Je nach angebautem Aggregat muss durch entsprechende Warnhinweise im Fahrerhaus auf die hohen Drehzahlen des Nebenabtriebes in den Gängen 3,4 und 5 aufmerksam gemacht werden.
  • Seite 197: Anschlußflansch/Profil Des Nebenabtriebs N16 Beim Bm 427/437, Db-Nr. 425 264 04 06 (Antriebsritzel)

    5.2.5.6 Anschlußflansch/Profil des Nebenabtriebs N16 beim BM 427/437, DB-Nr. 425 264 04 06 (Antriebsritzel) Anmerkung: Drehrichtung links Bei Code N76 hat das Anschlussprofil die Teilenummer 425 264 05 06 ( Profil ANSI B92.2 M-1980 (SAE) 30°PA,21 Zähne, 16/32 Pitch)
  • Seite 198: Anschlussflansch/Profil Des Nebenabtriebs N16 Bei Bm 418, Db-Nr. 417 264 00 32 (Antriebsritzel)

    5.2.5.7 Anschlussflansch/Profil des Nebenabtriebs N16 bei BM 418, DB-Nr. 417 264 00 32 (Antriebsritzel) Anmerkung: Drehrichtung rechts...
  • Seite 199: Flanschausführung Der Nebenabtriebe N17/N19 Bei Bm 427/437, Db-Nr. 385 264 02 45

    5.2.5.8 Flanschausführung der Nebenabtriebe N17/N19 bei BM 427/437, DB-Nr. 385 264 02 45...
  • Seite 200: Flanschausführung Des Nebenabtriebes N71 Bei Bm 427

    5.2.5.9 Flanschausführung des Nebenabtriebes N71 bei BM 427 Anmerkung: Flansch SAE J1496 Typ A 120x8x10 für Gelenkwelle GWB 587/15-120mm...
  • Seite 201: Flanschausführung Des Nebenabtriebs N72, Db-Nr. 425 262 11 45

    5.2.5.10 Flanschausführung des Nebenabtriebs N72, DB-Nr. 425 262 11 45...
  • Seite 202: Lageschema Der Abtriebe

    5.2.6 Lageschema der Abtriebe 5.2.6.1 N06/N07/N11/N16/N17/N19 bei BM 427/437...
  • Seite 203 UNIMOG-Typ/Verkaufs- Bau- Maß A Maß B Maß C Maß D Maß E Maß F Maß G Maß H Maß K Bezeichnung muster [mm] [mm] [mm] [mm] [mm] [mm] [mm] [mm] [mm] (BM) Zug- und Arbeitsmaschine kurzer und langer Radstand ∗ ∗∗...
  • Seite 204 N16 bei BM 427/437 N17/N19 bei BM 427/437...
  • Seite 205: N07/N11/N16 Beim Bm 408/418

    5.2.6.2 N07/N11/N16 beim BM 408/418 Erläuterungen der Positionen: Antrieb Vorderachse (Schubrohr) 2 Antrieb Hinterachse (Schubrohr) 3 Zapfwellenabtrieb (vorne) N07/N11 4 Zapfwellenabtrieb (hinten) N07/N11 5 Mitte Welle Nebenabtrieb N16 6 Getriebelager Am Getriebelager dürfen keine Geräte angebaut werden! 7 Fahrerhaus (Hinterkante) 8 Fahrerhauskoordinate x=0 (Mitte Vorderachse) Bild 5.7 Lageschema der Abtriebe beim Baumuster 418...
  • Seite 206: N20/N22 Bei Bm 408/418/427/437

    Baumuster 408.101 Code N07/N11 N07/N11 Punkt auf Bild 5.7 Koordinaten 1593 1800 1594 1802 2057 [mm] -171 -171 -161 -161 -115 -204 Bild 5.8 Tabelle Koordinaten Abtriebe bei BM 408/418 5.2.6.3 N20/N22 bei BM 408/418/427/437 Anbauposition Zapfwelle vorn in Bezug zur Frontanbauplatte (FAP)
  • Seite 207: Lageschema Nebenabtrieb N71 Beim Bm 427/437

    Maße [mm] Größe FAP Fzg.-BM (Fzg. leer) Nenn Nenn Nenn Soll 900+/-60 900+/-60 ∗ 900+/-60 ∗∗ 42.5 980+/-60 1040 ∗ Werte für U1550L (nur 165er Rahmenprofil, nicht bei X19): A=76, B=165, C=86.5, D =855, bei 185er Rahmenprofil: C=162, D =770 ∗∗...
  • Seite 208: Lageschema Nebenabtrieb N72 Bei Bm 408.216, U100L Turbo

    5.2.6.5 Lageschema Nebenabtrieb N72 bei BM 408.216, U100L Turbo...
  • Seite 209: Maximal Verfügbare Leistung An Der Zapfwelle / An Den Nebenabtrieben

    5.2.7 Maximal verfügbare Leistung an der Zapfwelle / an den Nebenabtrieben Die maximal verfügbare Leistung kann näherungsweise wie folgt ermittelt werden: 1. Ermittlung der Motordrehzahl, bei der die Leistung abgenommen werden soll (z.B. bei Zapfwellennormdrehzahl 1000min , Übersetzung Zapfwellengetriebe beim BM427/437 i=2.19, daraus folgt Motordrehzahl 2190min 2.
  • Seite 210: Nebenabtrieb

    Motorleistun Sondermaßnahmen Bemerkung (bezogen auf Einsatz mit voller Motorleistung, nur bei 1 3/4- Zoll-Stummel möglich) bis 100 kW BM408/418 keine Synthetiköl empfohlen bei Schaltstufe 540min max. Leistung 50kW BM427/437 keine Synthetiköl empfohlen bis 120 kW Synthetiköl, ggf. ZWG-Ölkühler ZWG-Öltemperatur im Einsatz messen bei Öltemperatur über 130°C ZWG-Ölkühler erforderlich bis 155 kW...
  • Seite 211 Max. Leistungsabnahme an N16 bei Wandler G30 nutzbarer Bereich. Schlupf < 10% Motordrehzahl n [min Motor Bild 5.9 Diagramm Leistungsabnahme...
  • Seite 212: Für Den Geräteantrieb Relevante Informationen Über Den Fahrzeugmotor

    Beim Nebenabtrieb N71 des Twin-Disc-Wandlers G31 handelt es sich um einen starren Durchtrieb, es findet die Drehzahl-/Momentenwandlung nur für den Fahrantrieb statt. Das maximal abnehmbare Moment bei Dauerbelastung am Flansch beträgt 150Nm, das heißt es können maximal 40kW/2600min abgenommen werden. Kurzzeitig sind maximal 370Nm zugelassen, das heißt 100kW/2600min Beim U100L/U100LTurbo kann der Nebenabtrieb (Code N72) mit bis zu 300Nm belastet werden.
  • Seite 213: Zwischendrehzahlanschlag

    Anmerkungen zur Alldrehzahlregelung: Alldrehzahlregelung heißt, dass die Motordrehzahl in allen Lastzuständen des Motors proportional zur Verstellhebelstellung (Gaspedal/Handgashebel) ist, d.h. dass der Einspritzpumpenregler selbsttätig die Einspritzmenge von null bis zur maximalen Einspritzmenge regelt, um die vorgegebene Drehzahl zu halten. Dabei kann bei vorgegebener Hebelstellung die Drehzahl des Motors bei Belastung bis zur Vollast maximal um den sogenannten p-Grad „gedrückt“...
  • Seite 214: Temperaturgrenzwerte

    Überschreiten der eingestellten Maximaldrehzahl verhindert. So können zum Beispiel am Nebenabtrieb angeschlossene Pumpen vor dem Antrieb mit zu hoher Drehzahl geschützt werden. Die komplette Schaltung und Druckluftversorgung (Leitung zum Zylinder) und die Drehzahleinstellung sind vom Gerätehersteller vorzunehmen. Bei den Motoren OM364LA des Baumusters 418 und OM602D29 des Baumusters 408 (nur U90, nicht Turbo) ist der Zwischendrehzahlanschlag durch einen im Reguliergestänge eingebauten Pneumatikzylinder dargestellt, der zur Drehzahlbegrenzung entlüftet wird.
  • Seite 215 Der Motor OM602D29 (Euro1, nicht mehr lieferbar) des U100L hat serienmäßig eine Einspritzpumpe mit dem BOSCH-RSF-Regler. Geräteantrieb ist mangels Drehzahlregelung nicht, bzw. nur bedingt möglich. Gleiches gilt für den U90 bei Ausrüstung mit Code M03 (RSF-Regler). Der Motor OM602DE29LA des U90Turbo/U100LTurbo verfügt über eine elektronische Motorregelung. Die Funktion der Alldrehzahlregelung ist serienmäßig in der Elektronik enthalten und immer aktiv.
  • Seite 216: Gelenkwellen Zum Geräteantrieb

    Bei der Montage auf Übereinstimmung der Markierungen an den A Betriebslänge Gelenkwellenhälften achten. B Zulässige Wellenlänge • Vor dem Einbau Gelenkwelle auswuchten. Bild 5.10 Gelenkwelle Die richtige Auslegung des Gelenkwellenstrangs verhindert Geräusch- und Schwingungsbildung. Wenn möglich original Mercedes-Benz Teile verwenden.
  • Seite 217: Räumliche Gelenkwellenanordnung

    5.2.10.1 Räumliche Gelenkwellenanordnung Eine räumliche Anordnung liegt dann vor, wenn die Beugung in zwei Ebenen erfolgt, d. h. die An- und Abtriebswelle sich räumlich versetzt kreuzen. Eine gemeinsame Ebene wie bei der W- oder Z-Beugung ist nicht vorhanden. Um die auftretenden Drehzahlschwankungen auszugleichen, muss ein Versatz der inneren Gelenkgabeln erfolgen.
  • Seite 218: Kräfte Im Gelenkwellensystem

    Bild 5.11 Räumliche Gelenkwellenanordnung 5.2.10.2 Kräfte im Gelenkwellensystem Durch die Beugewinkel im Gelenkwellenstrang werden Kräfte eingeleitet. Bei einer Längsverschiebung der Gelenkwelle unter gleichzeitiger Einwirkung von Kräften und Momenten entstehen weitere zusätzliche Kräfte. Art, Größe und Richtung der zusätzlichen Kräfte sind abhängig vom jeweiligen Betriebszustand und der Art der Gelenkwellenanordnung.
  • Seite 219: Beugewinkel

    5.2.10.3 Beugewinkel Der Gelenkwellenwinkel darf im Dauerbetrieb 15° nicht überschreiten. Kurzzeitig ist ein Beugewinkel von maximal 30° zulässig, jedoch nicht bei hohen zu übertragenden Leistungen. Beugewinkel größer 15° sowie Flanschwinkelfehler (ß ß ) führen zu kritischen Schwingungen am Antriebsstrang. Sie beeinträchtigen die Lebensdauer der Aggregate und können zu Schäden führen. Beugungsarten •...
  • Seite 220: Zusammenbau Der Gelenkwelle

    5.2.10.4 Zusammenbau der Gelenkwelle Gleichlaufoptimierung Alle fahrzeugseitigen Gelenkwellen sind statisch und dynamisch ausgewuchtet, um Vibrationen zu vermeiden. Sie sind entsprechend gekennzeichnet. Jeder Gelenkwellenstrang besteht aus mehreren Gelenken, d. h. jeder Gelenkwellenstrang unterliegt einer Gleichlaufoptimierung (Ausgleich der Drehbewegung zwischen Antriebs- und Abtriebsgelenken). Diese Gleichlaufoptimierung ist genau auf das Fahrzeug zur jeweiligen Einbaulage und Gesamtlänge des Wellenstrangs abgestimmt.
  • Seite 221: Hydraulischer Antrieb

    Hydraulischer Antrieb 5.3.1 Allgemeine Hinweise zur Verwendung der Fahrzeughydraulik Geräte, die in Verbindung mit der Fahrzeughydraulik bestimmungsgemäß betrieben werden sollen, sind abzustimmen auf: • Die maximale, dem Fahrzeug-System entnehmbare Ölmenge. • Die entsprechend der maximalen Fördermenge erforderlichen Durchflussquerschnitte (Leitungsnennweiten etc.) •...
  • Seite 222 mit den Bewegungen des Arbeitsgeräts sinngemäß ist (Heben: Hydraulik-Betätigungshebel ziehen, Senken: Hydraulik-Betätigungshebel drücken). Die Steckeranschlüsse sind sinngemäß bezüglich Funktion und Zuordnung zum jeweiligen Steuergerät mit Symbolen gekennzeichnet (siehe Fahrzeug-Betriebsanleitung). Ab Fahrgestellnummer 408.101-186567 bzw. 427.102-186662 erfolgt die Kennzeichnung durch Ziffern. Anordnung der Steckeranschlüsse am Fahrzeug siehe Fahrzeug-Betriebsanleitung und Kap.5.3.2.1 bis 5.3.2.4 Durch Anschluss der Senkleitung des Frontkrafthebers an den separaten Rücklauf wird er einfachwirkend und das Gerät kann mit dieser Anordnung nicht unbeabsichtigt in den Boden gedrückt werden.
  • Seite 223: Kupplungsgrößen

    5.3.2.1 Kupplungsgrößen Fahrzeugseitig sind alle Hydraulik-Steckkupplungen als Muffe (weibl./female) ausgeführt. Die Kupplungen der Druckleitungen im Kreis 1 haben die Nennweite BG3 und entsprechen der ISO 7241-1:1987 (E). Die Kupplungen des Kreises 2 und des separaten Rücklaufes haben die Nennweite BG4. Bezug von entsprechenden Kupplungssteckern z.B.
  • Seite 224 Tabelle Kupplungszuordnung Kreis Zelle Steckeranschluss Symbolfarbe Bedienhebel- Nr./Symbol betätigung (bei Linkslenker vom Fahrer aus) ziehen drücken grün ziehen grün drücken gelb ziehen gelb drücken blau ziehen blau drücken weiß (Schalter II) schwarz (Rücklaufleitung) Kreis I Steckeranordnung am Fahrzeug in Fahrtrichtung gesehen von links nach rechts in aufsteigender Reihenfolge Kreis II Druckleitung links, Rücklaufleitung rechts...
  • Seite 225: Anschluss Mitten

    5.3.2.3 Anschluss mitten nur Kreis II im Bereich rechts hinter Fahrerhaus 5.3.2.4 Anschluss hinten, Lage bezogen auf Schlussquerträger (SQT) Fzg.-BM Hydr.-Kreis Lage im Fahrzeug oberhalb SQT wie 5.3.2.2 bei Serien-SQT (rechts unterhalb SQT): II links, SRL rechts bei SQT für Geräteanbau (Q36): SRL oben, II unten oberhalb SQT wie 5.3.22 II links, SRL rechts im Serien-SQT bei SQT für Geräteanbau (Q36): wie bei BM408...
  • Seite 226: Einkreishydraulik

    5.3.3.1 Einkreishydraulik Für die Einkreishydraulik wird eine Innenzahnradpumpe mit 16cm Verdrängungsvolumen verwendet (BM 408: 001 553 03 01, BM 418: 001 553 05 01, BM 427/437: 001 553 18 01). Die daraus resultierenden Fördermengen liegen zwischen 45 und 55 l/min (siehe Tabelle 5.1.8, Seite 218). 5.3.3.2 Zweikreishydraulik Bei der Zweikreishydraulik versorgt eine Tandempumpe (zwei koaxial montierte Innenzahnradpumpen mit 16 und 6.3 Verdrängungsvolumen, BM 408: 001 553 06 01, BM 418: 001 553 08 01, BM 427/437: 001 553 08 01) zwei...
  • Seite 227: Hydrauliksteuergerät

    immer kleiner als die Eckleistung. 5.3.4 Hydrauliksteuergerät Zum Einsatz kommen mechanisch betätigte 4/4-Wegeventile mit Neutralstellung, zwei Druckstellungen und Schwimmstellung. Kreis I kann mit bis zu vier doppeltwirkenden Ventilzellen mit den jeweiligen Schaltstellungen für die Funktionen: • Heben • Senken • Neutral •...
  • Seite 228: Ölsorten

    5.3.6 Ölsorten Im Hydrauliksystem dürfen nur von der DaimlerChrysler AG freigegebene Mineralöle verwendet werden. Für Bioöle gibt es eine werksseitige Freigabe des Werkes Gaggenau. Bioöl für die Hydraulikanlage Bioöl ist biologisch abbaubar und eignet sich für den Einsatz in Wasserschutzgebieten (Wassergefährdungsklasse WGK 0).
  • Seite 229 Komponenten: AEROQUIP GmbH, Dr.Recke-Str.1, 76532 Baden-Baden, Fax 07221-682-277 BUCHHOLZ Hydraulik GmbH, Wasserwerkweg, 24147 Klausdorf-Schwentine, Fax 0431-7900740 VOSWINKEL GmbH, Neugrünenthal, 58540 Meinerzhagen, Fax 02354-705-145 Dichtungshersteller: FREUDENBERG Dichtungstechnik, 69465 Weinheim, Fax 06201-88-4489 PARKER Prädifa, Arnold-Jäger-Straße, 74321 Bietigheim-Bissingen, Fax 07142-351293 Hinweise: Beim Umölen soll das Gerät entleert und mit Bioöl einmal durchspült werden. Dieses Spülöl darf nicht wie unvermischtes Bioöl entsorgt werden! Mischungen von Bioölen mit Mineralölen sind möglich, aber nicht empfehlenswert! Synthetische Ester sind empfindlich gegenüber Wasser!
  • Seite 230 Vergleichsfaktoren Mineralöl – Bioöl Betriebsstoff Mineralöl Rapsöl Synthetische Ester (HE) Viskositätsindex SAE 10 W (HTG) Ölsäure / Carbonsäure Einsatzverhalten - mittel - leichter - mittel - schwerer - schwerer - dauer - dauer Temperaturverhalten -20 °C -10 °C -30 °C / -40 °C über +100 °C +70 °C über +100 °C...
  • Seite 231: Absperrhahn/Neutralstellung

    • 541 12 • 121 02 • 541 06 Reststoff- bzw. Abfallschlüssel Tabelle 5.15 „Vergleich Mineralöl - Bioöl“ 5.3.7 Absperrhahn/Neutralstellung Bei Fahrten auf öffentlichen Straßen müssen die Betätigungshebel gegen unbeabsichtigte Betätigung verriegelt werden! Hierzu Betätigungshebel in Neutralstellung schalten und den Verriegelungshebel in Stellung „Verriegelung“ drücken. Beim Transport von Front- und Heckanbaugeräten am hydraulischen Kraftheber auf öffentlichen Straßen, muss die Hydraulikleitung durch den Absperrhahn geschlossen werden, damit sich das Gerät nicht absenkt.
  • Seite 232 Unterschied zwischen Variante 2 und 3 „terramatic“ Merkmal Variante 2 Variante 3 Nutzen Automatische Höhere Sicherheit im Senksperrung; Geräteeinsatz Hubbegrenzung terramatic -Bedienpult und elektrische Höherer Bedienungskomfort Fernbedienung am Heck Automatisches Wiedereinstellen der Lageregelung Arbeitsstellung nach Hubvorgängen Außenanschluß für Bessere Tiefenführung Tastregelung Übernahme von Zylinderdruckregelung...
  • Seite 233: Technische Daten

    5.3.8 Technische Daten Hydraulikanlage 1-Kreis 2-Kreis mit Mengenumschaltung Fahrzeug / Typbezeichnung Baumuster hinten vorne hinten vorne hinten mittig vorne Zug- und Arbeitsmaschine kurzer und langer Radstand U 90 Turbo - - - - ---- 2 oder 4 bis 8 bis 8 BM 408.101 U 130 - - - -...
  • Seite 234: Stromversorgung Und Signalübermittlung

    Allgemeine Hinweise für elektrischen Antrieb Siehe auch Kapitel 3.10 „Schadenverhütung“ an der „elektrischen Anlage“. Scheinwerfer einstellen Nach Fertigstellung des Fahrzeugs muss die Scheinwerfereinstellung aus Gründen der Verkehrssicherheit überprüft werden (MERCEDES-BENZ Service-Station). Scheinwerfer-Einstellgerät verwenden. Scheinwerfer-Grundeinstellung beachten (sieheTypschild). Einstellen der Scheinwerfer siehe Betriebsanleitung.
  • Seite 235: Elektrische Leitungen

    • Die Leitungen müssen mit einem Isolierschlauch (bei GGVS-Fahrzeugen mit einem Wellschlauch) ummantelt werden (GGVS= Gefahrengutverordnug Straße). • An den Leitungsenden nur Original MERCEDES-BENZ-Stecker anbringen. • Die Verbindung von elektrischen Leitungen darf nur über Abzweigdosen erfolgen. • Serienmäßige Verbindungen, auch Masseverbindungen nicht ändern.
  • Seite 236: Stromabnahme - Zusatzverbraucher

    5.4.3 Stromabnahme - Zusatzverbraucher Werden zusätzlich elektrisch angetriebene Aggregate eingebaut sind gegebenenfalls Batterien bzw. Generatoren mit höheren Leistungen erforderlich. Ein nachträglicher Einbau von größeren Batterien durch den An- bzw. Aufbauhersteller ist möglich. Wenn trotz dieser Maßnahmen die Bordnetzleistung nicht ausreicht, ist eine fahrzeugunabhängige Stromversorgung einzubauen.
  • Seite 237 Die 15-polige Steckdose hat folgende Pin-Belegung: Kontakt Nr. Funktion Fahrtrichtungsanzeiger, links Fahrtrichtungsanzeiger, rechts Nebelschlußleuchte Masse Linke Schlussleuchte, linke Umrissleuchte und Kennzeichenbeleuchtung Rechte Schlussleuchte, rechte Umrissleuchte und Kennzeichenbeleuchtung Bremsleuchten Rückfahrscheinwerfer 24 V Nicht belegt Nicht belegt Nicht belegt Nicht belegt Nicht belegt Nicht belegt Die Kennzeichenbeleuchtung muss so angeschlossen werden, dass keine Lampe dieser Einrichtung mit beiden Kontakten 5 und 6 verbunden ist.
  • Seite 238: Steckdose Vorn (Code E45)

    Die 13-polige Steckdose hat folgende Pin-Belegung: Kontakt Nr. Funktion/Stromkreis Fahrtrichtungsanzeiger, links Nebelschlußleuchte Masse Fahrtrichtungsanzeiger, rechts Rechte Schlussleuchte, Umrissleuchte, Begrenzungsleuchte und Kennzeichenbeleuchtung Bremsleuchten Linke Schlussleuchte, Umrissleuchte, Begrenzungsleuchte und Kennzeichenbeleuchtung Rückfahrleuchte Nicht belegt Nicht belegt Nicht belegt Nicht belegt Nicht belegt Die Kennzeichenbeleuchtung muss so angeschlossen werden, dass keine Lampe dieser Einrichtung mit beiden Kontakten 5 und 7 verbunden ist.
  • Seite 239: Stecker Für Anhängersteckdosen

    5.4.6 Stecker für Anhängersteckdosen Folgende Anhänger-Stecker sind als Original-Ersatzteil in den Vertretungen und Niederlassungen lieferbar: Teilenummer Bezeichnung 025 545 14 28 7 pol. Stecker 12V 004 545 21 28 7 pol. Stecker 24V 601 540 11 81 Teilesatz 13 pol. Stecker 12V 650 540 28 81 Teilesatz 15 pol.
  • Seite 240: Fremdstart-Steckdose

    5.4.8 Fremdstart-Steckdose Die Fremdstartsteckose ist konzipiert für eine Starthilfe oder für eine Stromübernahme. Ist die Kapazität der Batterie zum Anlassen des Motors nicht mehr ausreichend, ist es möglich, den Motor über eine Fremdstromquelle, je nach Bordnetzspannung 12 Volt bzw. 24 Volt Gleichstrom, zu starten. Achtung: Fahrzeug nicht ohne Batterie in Betrieb setzen.
  • Seite 241: Geschwindigkeitssignal (C3) Und Wegabhängiges Signal (C4)

    5.4.9 Geschwindigkeitssignal (C3) und wegabhängiges Signal (C4) Das Verändern oder Abklemmen des Wegesignals (Eingangssignal Tachometer/Tachograph, Signal vom Drehzahlgeber im Getriebe) ist verboten. Sämtliche Manipulationen führen zum Erlöschen der Garantie und Kulanzansprüche! Bei Ausrüstung mit Tachograph (Kienzle 1318) stehen am Tachographen ein Geschwindigkeitssignal (C3-Signal, Klemme B7) und ein wegabhängiges Signal (C4-Signal, Klemme B8) zur Verfügung.
  • Seite 242: Technische Daten

    da einige Sicherheitsfunktionen (wie z.B. Anlasssperre, Motor starten nur bei getretener Kupplung) nicht einfach überbrückt werden dürfen. 5.4.13 Technische Daten Siehe auch Kapitel 3.10 „Schadenverhütung“ an der „elektrischen Anlage“. Elektrische Anlage 24 Volt-Anlage (BM418: Code E04) 12 Volt-Anlage (BM427/437: Code E02) Drehstromlichtmaschine Drehstromlichtmaschine Übersetzung...
  • Seite 243: Pneumatische Nebenverbraucher

    Pneumatische Nebenverbraucher 5.5.1 Allgemeine Hinweise für pneumatische Nebenverbraucher Die Verbraucher der Druckluftanlage (Lieferumfang bei den einzelnen Fahrzeug-Typen unterschiedlich) werden unterteilt in • Hauptverbraucher (Betriebsbremsunterstützung, Feststellbremse, Anhängerbremsanlage, usw.) • Nebenverbraucher (Allrad-Differentialsperrenschaltung, Zapfwellenkupplungsbetätigung, Getriebequerschaltung usw.) 5.5.2 Pneumatische Nebenverbraucher Beim Einbau von pneumatischen Nebenverbrauchern muss beachtet werden: •...
  • Seite 244: Vierkreisschutzventil

    5.5.3 Vierkreisschutzventil Anschluss Bezeichnung Druckleitung vom Luftpresser Vorratsdruck Bremskreis 1 Vorratsdruck Bremskreis 2 Anhänger Nebenverbraucher...
  • Seite 245: Technische Daten

    5.5.4 Technische Daten Förderleistung Fahrzeug / Baumuster [bar] [bar] [l/min] [l/min] [bar] [min Typbezeichnung Zug- und Arbeitsmaschine kurzer und langer Radstand U 90 Turbo BM 408.101 18.3 7.5 ---- 3000 20 (2 x 10) U 130 BM 418.102 18.3 7.5 ---- 2400 20 (2 x 10)
  • Seite 246 Förderleistung Fahrzeug / Typbezeichnung Baumuster [bar] [bar] [l/min] [l/min] [bar] [min U 1550 L / U 1550 L/37 BM 437.111 / BM 437.120 18.3 2400 20 (2 x 10) d.) U 1550 L (214) / U 1550 L/37 BM 437.116 / BM 437.125 18.3 2400 20 (2 x 10) d.)
  • Seite 247: Änderungen Am Fahrgestellrahmen

    Änderungen am Fahrgestellrahmen Werkstoffe der Fahrgestellrahmen Bei Radstandsänderung und Rahmenverlängerung muss der Werkstoff des Verlängerungsstücks in Güte und Abmessung mit dem serienmäßigen Fahrgestellrahmen übereinstimmen. Fahrzeug Baumuster Werkstoff E380TM ww. E460TM E380TM ww. E460TM 427/437 St 52-3 Bohren am Rahmen In Sonderfällen können Bohrungen im Steg des Fahrgestellrahmens vorgenommen werden.
  • Seite 248: Schraubverbindungen

    Nicht gebohrt werden darf: • Am Ober- und Untergurt des Fahrgestellrahmens (siehe Bild Nr. 6.2). Ausnahme nur nach Rücksprache mit der Abteilung PBU/TEN. • Im Bereich von Profiländerungen der Rahmenlängsträger, wie z. B. Rahmenkröpfung und Rahmeneinzug, Rohrtraversenanschlüsse, Verstärkungen und Rahmenflanschen. •...
  • Seite 249: Rahmenänderungen

    Rahmenänderungen Vor einer geplanten Änderung ist Rücksprache mit der Abteilung PBU/TES zu halten und eine Berechnung der erwarteten Lastwerte und Achslasten, sowie die Überprüfung anhand der zulässigen Mindest- und Maximalwerte durchzuführen. Der Schlußquerträger darf nicht entfernt werden, auch wenn kein Anhängerbetrieb vorgesehen ist. Nach der Änderung müssen die Anhängeranschlüsse (Druckluft-, Elektrik- und Hydraulikanschlüsse) auf Funktion geprüft werden.
  • Seite 250: Schweißen Am Rahmen

    6.4.2 Schweißen am Rahmen Schweißarbeiten am Rahmen dürfen nur von Fachpersonal mit Schweißprüfung nach DIN EN 287 ausgeführt werden. Vor Beginn einer Schweißarbeit muss sich der Rahmen in Normallage befinden und frei von Vorspannungen durch äußere Kräfte sein. Das heißt, dass alle angebauten Geräte auf den Boden abgelassen werden müssen und der Betätigungshebel der Hydraulikanlage in Schwimmstellung ist.
  • Seite 251: Konstruktive Hinweise Für Eine Rahmenverlängerung

    • Elektroden dürfen nur mit Gleichstrom über den Pluspol verschweißt werden. • Schutzgasschweißen ist dem Lichtbogenhandschweißen vorzuziehen, Schweißdraht SG 3 DIN 8559. • Um Kerbwirkungen durch Schweißeinbrände zu vermeiden Schweißnähte verschleifen mit Schleifrichtung in Zugrichtung und gegebenenfalls mit Winkelprofilen verstärken. Schweißnähte in Biegeradien (Radius ≤ 15 mm) sind nicht zulässig.
  • Seite 252: Schweißnahtvorbereitung

    Zu b.) Bei der direkten Verschweißung muss die Trennstelle schräg verlaufen. Der Schnitt muss der oben abgebildeten Darstellung (Bild Nr. 6. 4) entsprechen, wobei der Schnittwinkel zwischen 30° und 45° gemessen zur Senkrechten betragen muss. Es ist darauf zu achten, dass eventuelle Bohrungen am Rahmen nicht geschnitten werden.
  • Seite 253: Vorschriften Für Schweißnahtvorbereitung

    6.4.3.2 Vorschriften für Schweißnahtvorbereitung DIN 8551 Teil 1 und 4 (Schweißnahtvorbereitung, Fugenformen an Stahl, Gasschweißen, Lichtbogenhandschweißen und Schutzgasschweißen sowie Unterpulverschweißen) enthält Richtlinien für die Gestaltung der Fugenformen in Abhängigkeit vom Schweißverfahren. Nahtform und Abmessungen sind in der DIN 8551 Teil 1 nachzulesen. Bei der Wurzelnaht ist darauf zu achten, dass eine gleichmäßige Durchschweißung erfolgt.
  • Seite 254: Schweißnahtnachbehandlung

    6.4.3.4 Schweißnahtnachbehandlung Deck- und Wurzellage müssen blecheben verschliffen werden, wobei darauf zu achten ist, dass die Schleifriefen in Zugrichtung (d.h. parallel zur Längsachse) verlaufen. Die Rauhigkeit des Schliffes sollte die Rauhigkeit Rz 6,3 nicht überschreiten. Nach dem Schweißen muss ausreichender Korrosionsschutz aufgebracht werden. 6.4.3.5 Beispiele einer Verschweißung Im Folgenden sind Beispiele für Stegbleche und für Rahmeneinlagen abgebildet.
  • Seite 255 Bild 6.6 Stegblech Bild 6.6 a Rahmenaußenseite Bild 6.6 b Rahmeninnenseite...
  • Seite 256 Bild 6.7 Rahmeneinlage...
  • Seite 257: Rahmeneinkürzungen

    Rahmeneinkürzungen Bei der Einkürzung des Rahmenendes muss der Schlussquerträger in das verbleibende Rahmenende versetzt werden. Die Verbindung des Schlussquerträgers mit dem Fahrgestellrahmen muss wie im Originalzustand ausgeführt werden. Radstandsänderungen Radstandsänderungen sind nur in Sonderfällen zulässig. Eine Rücksprache mit der Abteilung PBU/TES ist in jedem Fall erforderlich.
  • Seite 258: Anbauteile Und Zusatzaggregate

    Anbauteile und Zusatzaggregate 6.7.1 Befestigungen am Fahrzeug • Paß-, Schaft- oder Flanschkopfschrauben (Materialgüte 10.9, Steigung 1,5 mm), selbstsichernde Muttern oder Flanschkopfmuttern verwenden (siehe Bild Nr. 6.8). Verwendung von Unterlegscheiben wenn möglich vermeiden (Setzerscheinungen). • Vorhandene Bohrungen benutzen. • Anzahl der Schrauben der Belastung anpassen. wenn erforderlich Lackierung bis zu Grundierung entfernen, um Setzerscheinungen zu minimieren.
  • Seite 259: Unterlegkeile

    6.7.2 Unterlegkeile Gesetzliche Vorschriften (§ 41 StVZO) und Richtlinien beachten Anbringung: • Spielfrei in geeigneter Halterung. • Gegen Verlieren gesichert. • Leicht zugänglich. • Ohne Verletzungsgefahr herausnehmbar. 6.7.3 Kotflügel und Radkästen Der Abstand vom Reifen zum Kotflügel oder Radkasten muss auch bei montierten Schnee- oder Gleitschutzketten und voller Einfederung (auch bei Verwindung) ausreichend sein.
  • Seite 260: Unterfahrschutz Hinten

    6.7.5 Unterfahrschutz hinten Unterfahrschutz hinten gemäß 70/221/EWG einschließlich 97/19/EG. Kraftfahrzeuge und Anhänger mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h müssen gemäß § 32 (b) StVZO mit einem Unterfahrschutz am Fahrzeugheck ausgerüstet sein, wenn der Abstand von der hinteren Fahrzeugbegrenzung bis zur letzten Achse mehr als 1,0 m beträgt und wenn gleichzeitig wesentliche Teile der Karosserie eine lichte Höhe von mehr als 0,7 m über der Fahrbahn haben.
  • Seite 261: Seitliche Schutzvorrichtungen (Ssv), Gemäß 89/297/Ewg

    6.7.6 Seitliche Schutzvorrichtungen (SSV), gemäß 89/297/EWG Der § 32 (c) StVZO regelt, dass Lastkraftwagen, Zugmaschinen und Anhänger mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h und mehr als 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht mit seitlichen Schutzvorrichtungen ausgerüstet sein müssen. Ebenfalls betroffen sind Kfz. die hinsichtlich der Baumerkmale ihres Fahrgestells den Lastkraftwagen oder Zugmaschinen gleichzusetzen sind.
  • Seite 262: Fahrerhaus

    Fahrerhaus Fahrerhaus kippen Durch einen An- bzw. Aufbau auf UNIMOG-Fahrgestelle darf die Kippbarkeit des Fahrerhauses nicht beeinträchtigt werden. Leitungen oder Steuerzüge, die vom An- bzw. Aufbau in das Innere des Fahrerhauses geführt oder bis dort hin fest verlegt werden, müssen Trennstellen aufweisen oder wie der Fahrzeugkabelsatz über den Drehpunkt des Fahrerhauses geführt werden.
  • Seite 263 gewährleistet sein. Eventuell vorhandene Dachlasten müssen vor dem Kippen des Fahrerhauses abgenommen werden. Entsprechende Hinweise müssen in die Gerätebetriebsanleitung aufgenommen werden. Bei der Projektierung eines An- bzw. Aufbaus muss darauf geachtet werden, dass das Kippen des Fahrerhauses nicht behindert wird. Bei einem bereits vorhandenen Aufbau muss die Freigängigkeit beim Kippen praktisch überprüft werden.
  • Seite 264: Bohren An Der Rückwand

    Die Freigängigkeit des Aufbaus muss auch bei m aximaler Verwindung gewährleistet sein. Der Abstand „A“, gemessen von der Rückwand des Fahrerhauses zum Mittenaufbau, darf bei den verschiedenen Baumustern nicht kleiner als 70mm sein. Bild 7.3 Fahrerhaus überbauen Bohren an der Rückwand Zur Verlegung von Leitungen ins Fahrerhaus sollten die serienmäßigen Durchführungen im Fahrerhausboden (Schaltplatte) genutzt werden.
  • Seite 265 Bild 7.4 BM 408/418-Rückwand Bild 7.5 BM 427/437-Rückwand Zulässiger Bereich für Bohrungen in der Fahrerhausrückwand...
  • Seite 266: Befestigungen Am Fahrerhaus

    Befestigungen am Fahrerhaus 7.3.1 Dachträger Um Schäden am Fahrerhaus infolge einer Dachlast zu jeweils max. 30 daN vermeiden, wird eine Last pro A- bzw. B-Säule von maximal 30 daN zugelassen, d.h. maximale Gesamtdachlast 120daN. Bei der Einleitung der Kräfte in das Fahrerhaus ist auf eine großflächige Auflage zu achten.
  • Seite 267: Befestigung Einer Antenne An Der B-Säule

    Der An- bzw. Aufbauhersteller ist verantwortlich für: • die Funktion und Befestigung des von ihm aufgebauten Dachträgers, • alle Änderungen und eingebauten Teile, die aus den eingereichten Unte rlagen nicht, oder nicht vollständig ersichtlich sind, • für die festigkeits- und fachgerechte Ausführung sowie die räumliche Freigängigkeit des An- bzw. Aufbaus zu allen Fahrzeugkomponenten (auch bei Verwindung).
  • Seite 268: Lösungsvorschlag Für Eine Fensterdurchführung

    Die länderspezifischen Richtlinien und Vorschriften sind zu beachten. Besondere Vorsicht ist beim Überqueren von Bahnübergängen geboten. Bei einer Berührung der Stromleitungen mit der Antenne besteht Lebensgefahr für die Insassen das Fahrzeugs. Lösungsvorschlag für eine Fensterdurchführung Um Leitungen bzw. Steuerzüge vom An- bzw. Aufbau in das Innere des Fahrerhauses zu führen, kann eine Modifizierung des Schiebefensters (Sonderausstattung Code S48/49) durchgeführt werden.
  • Seite 269 Die Bilder 7.10 und 7.11a zeigen die genaue Anordnung im Schnitt. Bild 7.10 Anordnung ohne Einbauteil (Draufsicht) Erläuterungen: U Feststehendes Fenster W Schiebefenster Z Einbauteil g Originalverschlussteil h Originalverschlussteil Y Aussparung R Rückwand Fhs. Bild 7.11a Anordnung mit Einbauteil (Draufsicht) Bild 7.11b Anordnung mit Einbauteil (Ansicht hinten)
  • Seite 270: Steckverbindungen (Elektrisch)

    Steckverbindungen (elektrisch) • Steckverbindungen müssen so ausgeführt werden, dass sie den Beanspruchungen im Straßen- und Geländeeinsatz dauerhaft standhalten. Hierbei sind besonders zu beachten: • gute Zugänglichkeit • Korrosionsbestä ndigkeit gegen Streusalz und Laugen (Winterdiensteinsatz) • unempfindlich gegen Schlamm und Steinschlag •...
  • Seite 271 Maße x und z Bild 7.13 Fahrerhaus BM 408/418 siehe Bild 7.16...
  • Seite 272 Maße x und z Siehe Bild 7.16 Maß y=0 Bild 7.14 Fahrerhaus BM 427/ 437...
  • Seite 273 Hochgesetztes Fahrerhaus Beim hochgesetzten Fahrerhaus (alle SBU ab 155kW Motorleistung - größere Kühlanlage) liegt der Fahrerhausnullpunkt um 100 mm h öher. Maß z siehe Bild 7.16 Bild 7.15 Fahrerhaus hochgesetzt BM 437...
  • Seite 274 Lage des Fahrerhaus-Nullpunktes UNIMOG-Typ/ Baumuster (BM) Maß X Maß Z Verkaufsbezeichnung [mm] [mm] UNIMOG-Fahrgestelle L- Variante U 100 L Turbo 408.216 U 140 L 418.117 U 1450 L 427.111 2160 U 1550 L 437.111 2140 U 1550 L mit Code X19 437.111 2165 157.5...
  • Seite 275 UNIMOG-Typ/ Baumuster (BM) Maß X Maß Z Verkaufsbezeichnung [mm] [mm] Zug- und Arbeitsmaschinen kurzer und langer Radstand U 90 turbo 408.101 U 130 418.102 U 1400 427.102 2160 U 1450 427.112 2160 U 1600 427.105 2160 U 1650 427.115 2160 U 1600 (214) 427.107 2160...
  • Seite 276: Relativbewegung Fahrerhaus/Aufbau Bei Verwindung

    Relativbewegung Fahrerhaus/Aufbau bei Verwindung Um die Verwindungsfähigkeit des Fahrzeugrahmens nicht einzuschränken, sind Bauteile wie Motor, Getriebe, Fahrerhaus und Pritsche jeweils über e ine Dreipunktlagerung mit dem Rahmen verbunden. Der Aufbau ist bei Fahrzeugen mit kurzem Radstand über eine einfache Dreipunktlagerung und bei Fahrzeugen mit langem Radstand über eine verwindungsfähige Vierpunktlagerung, genannt 2x3-Punkt-Lagerung, auf dem Fahrgestell zu befestigen.
  • Seite 277: Anhang

    Anhang Allgemeine Sicherheits- und Unfallverhütungs-Vorschriften Grundregeln: Vor jeder Inbetriebnahme das Fahrzeug auf Verkehrs- und Betriebssicherheit überprüfen! • Beachten Sie neben den Hinweisen in dieser Richtlinie die allgemein gültigen Sicherheits- und Unfallverhütungs- Vorschriften! • Bei Aufbauten und Anbaugeräten Herstellerangaben beachten. • Bei Benutzung öffentlicher Verkehrswege die jeweiligen Bestimmungen b eachten! •...
  • Seite 278 Personenbeförderung • Beifahrer dürfen nur befördert werden, wenn ein ordnungsgemäßer Beifa hrersitz vorhanden ist! • Darüber hinaus ist die Mitnahme von Personen nicht zulässig! Fahrbetrieb • Die Fahrgeschwindigkeit muss immer den Umgebungsverhältnissen und dem Beladungszustand angepasst werden. Bei Berg- oder Talfahrt und Querfahrten zum Hang plötzliches Kurvenfahren vermeiden. Bei Kurvenfahrt Differentialsperre ausschalten.
  • Seite 279 Motor • Motor nicht in geschlossenen Räumen laufen lassen - Vergiftungsgefahr - • Anlasser stets vom Fahrersitz aus betätigen, Anlasser nie kurzschließen! • Bei Abstellen des Motors grundsätzlich die Zündung ausschalten! • Motor nicht aus hohen Drehzahlen abstellen! Motorwartung • Keine Wartung bei laufendem Motor vornehmen! •...
  • Seite 280 Elektrische Anlage • Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage grundsätzlich Batterie (Minuspol) abklemmen! • Auf richtiges Anschließen der Batterie achten - zuerst Pluspol und dann den Minuspol! • Vorsicht, Batteriegase sind hochexplosiv! • Funkenbildung und offene Flammen in der Nähe der Batterie vermeiden! •...
  • Seite 281 • Wartungs- und Reparaturarbeiten nur von Fachkräften durchführen lassen! • An den Bauteilen des Kältemittelkreislaufs und in deren unmittelbarer Nähe darf nicht geschweißt werden! Vergiftungsgefahr • Maximale Umgebungstemperatur für Kältemittel ca. 80° C! Zapfwelle • Niemals Zapfwelle ohne Schutzschild in Betrieb nehmen! •...
  • Seite 282 • Im Bereich des Dreipunktgestänges besteht Verletzungsgefahr durch Quetsch- und Scherstellen! • Bei Betätigung der Außenbedienung für den Dreipunktanbau nicht zwischen Fahrzeug und Gerät treten! • Fahrzeug nur in Betrieb nehmen, wenn an Anbaugeräten und Anhänger alle Schutzvorrichtungen angebracht und in Schutzstellung sind! •...
  • Seite 283 • Nach dem Öffnen der Bordwände die Bordwandverschlüs se wieder in Stellung "Geschlossen“ bringen, damit die geöffneten Bordwandverschlüsse nicht in den Verkehrsraum ragen! - Verletzungsgefahr - • Bei Arbeiten an der angehobenen Ladefläche diese gemäß Betriebsanleitung abstützen und Fahrzeug gegen Wegrollen sichern.
  • Seite 284 Hydraulikanlage • Hydraulikanlage steht unter hohem Druck! • Ein möglicherweise kaum sichtbarer Ölstrahl aus einer Leckagestelle kann schwere Verletzungen verurschen (Öl kann unter die Haut gelangen) • Bei der Suche nach Leckagestellen wegen Verletzungsgefahr geeignete Hilfsmittel verwenden! • Vor Arbeiten an der Hydraulikanlage unbedingt Motor abstellen und Fahrzeug gegen Wegrollen sichern. - Feststellbremse - Unterlegkeil •...
  • Seite 285 • Gewichte immer vorschriftsmäßig an den dafür vorgesehenen Befestigungspunkten anbringen! • Bei der Auswahl der Front- und Heckgewichte darauf achten, dass die zulässigen Achslasten sowie das zulässige Gesamtgewicht einschließlich angebautem Gerät nicht überschritten werden! • Bei Ballastierung erforderlichen Reifendruck beachten! Schraubenverbindungen, Räder und Reifen •...
  • Seite 286 • Unter Druck stehende Leitungen nicht öffnen! • Als Ersatzschläuche dürfen nur vorgeschriebene Schläuche verwendet werden, die den chemischen, mechanischen und thermischen Beanspruchungen standhalten. Bei der Montage sind grundsätzlich vorgeschriebene Schlauchklemmen zu verwenden (Vorschriften für die Kennzeichnung und das Einbinden von Schläuchen, siehe „Richtlinien für Flüssigkeitsstrahler").
  • Seite 287: Allgemeine Hinweise Zur Bremsanlage

    Allgemeine Hinweise zur Bremsanlage Bremsanlagen müssen den jeweils gültigen gesetzlichen Bauvorschriften (StVZO/EG) entsprechen. Gesetzliche Vorschriften, Auszug aus § 30 StVZO 8.3.1 Merkblatt für Winterdienstgeräte, Originaltext auf den Seiten 272-273 8.3.2 Merkblatt für Anbaugeräte, Originaltext auf den Seiten 273-275 8.3.3 Merkblatt für lof-Anbaugeräte, Originaltext auf den Seiten 275-279...
  • Seite 296: Ausgestaltung Und Anbringung Der Amtlichen Kennzeichen § 60 Stvzo

    Ausgestaltung und Anbringung der amtlichen Kennzeichen § 60 StVZO Auszug aus den Bau- und Betriebsvorschriften Das Kennzeichen ist an der Vorderseite und an der Rückseite des Kraftfahrzeugs fest anzubringen. An Fahrzeugen, an denen nach § 49a Abs.9 Leuchtenträger zulässig sind, darf das hintere Kennzeichen - gegebenfalls zusätzlich - auf dem Leuchtenträger angebracht sein.
  • Seite 297: Verwendete Formelzeichen Und Abkürzungen

    Verwendete Formelzeichen und Abkürzungen Abkürzungen: Anti-Blockier-System Aktiengesellschaft Automatisch lastabhängige Bremskraftregulierung Angaben „links“ / „rechts“ in Fahrtrichtung gesehen automatisch lastabhängige Lageregelung (bei terramatic) Aufbaurichtlinie Bürgerliches Gesetzbuch Baumuster Bundesminister für Verkehr Computer Aided Design CATIA Computer-Graphics Aided Three Dimensional Interactive System (CAD-System) DaimlerChrysler Liefervorschrift DaimlerChrysler Norm DEKRA...
  • Seite 298 Leichte Baureihe UNIMOG Lastkraftwagen land- oder forstwirtschaftlich max. maximal Mittlere Baureihe UNIMOG min. minimal Produktbereich UNIMOG Sonderausrüstung Schwere Baureihe UNIMOG Separate Rücklaufleitung StVO Straßenverkehrsordnung StVZO Straßenverkehrszulassungsordnung Technik Entwicklung Netzwerke TÜV Technischer Überwachungsverein UK, OK, IK Unter-, Ober-, Innenkante VA, HA Vorderachse, Hinterachse Verband Deutscher Elektrotechniker VK, HK...
  • Seite 299 Gesamtgewicht Hinterachslast Hinterachslast bei vorn angehobenem Fahrzeug Höhe, um die das Fzg. angehoben wurde Radstand Schwerpunktshöhe über Mitte Rad statischer Reifenhalbmesser stat Vorderachslast Vorderachslast bei hinten angehobenem Fahrzeug µ Reibungsbeiwert Reifen/ Fahrbahn µ Seitenreibungsbeiwert für Einleitung des Kippvorganges Kurvendurchmesser (kleinster durchfahrbarer Kurvendurchmesser beim UNIMOG) Kraft Schwerpunktshöhe des Gesamtfahrzeugs Spurweite...
  • Seite 300: Änderungen Und Korrekturen Der 1.Auflage

    Änderungen und Korrekturen der 1.Auflage In der hier vorliegenden 2. Auflage der Aufbaurichtlinie wurden folgende Änderungen und Korrekturen berücksichtigt: Kap. 1.2 Motorleistung U90Turbo/U100L Turbo aktualisiert Kap. 4.11.3 Seilwindenhalter U1400/U1450/U1450L/U1400T korrigiert Kap. 4.8.2 Bild 4.10 Maße korrigiert Kap. 5.2.8.2 N16/N17/N19/N76 Drehmomente zugefügt komplett überarbeitet Kap.
  • Seite 301: Leitfaden Zur Anbaubestätigung

    Leitfaden zur Anbaubestätigung UNIMOG – Anbaubestätigung Erforderliche Geräteangaben Die Prüfung einer Gerätekombination im Hinblick auf die Erteilung einer Anbaubestätigung erfolgt anhand genehmigungs- und prüffähiger technischer Unterlagen, deren Form und Inhalt im folgenden ausführlich beschrieben sind (Leitfaden). Durch vollständige Unterlagen werden Rückfragen vermieden und der Genehmigungsvorgang beschleunigt. Die Dokumentation ist in folgender Form einzureichen: schriftliche Gerätebeschreibung (DATENBLATT - Geräteherstellerangaben, siehe 9.5 ) technische Zeichnungen...
  • Seite 302: Gerätebeschreibung

    Gliederung der Geräteangaben Hinweis: Die vollständige Unterteilung und Numerierung der einzelnen Abschnitte ist aus den Detailblättern zu ersehen und in die geräteseitige Dokumentation zu übernehmen (siehe 9.5). Gerätebeschreibung 9.1.1 Geräteidentifikation 9.1.2 Firmenangaben 9.1.3 Gerätefunktion 9.1.4 Lieferumfang 9.1.5 Technische Daten 9.1.6 Leistungsdaten 9.1.7 Leistungsbedarf...
  • Seite 303: Zeichnungsunterlagen

    9.1.13 Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Geräten 9.1.14 Geräteherstellerbestätigung 9.1.15 Sonder-Bestätigungen 9.1.16 Änderung am Fahrzeug 9.1.17 Sonstige Angaben 9.1.18 Richtigkeitsbestätigung Zeichnungsunterlagen Fahrzeug mit Gerät in: - Transportstellung - Arbeitsstellung - Detaildarstellungen Bildblätter Fahrzeug mit Gerät in: - Transportstellung - Arbeitsstellung - Detailaufnahmen Weiteres Vorgehen Datenblatt Anmerkung zum Datenblatt: Das Formular ist bei PBU/TES als Word -Datei (Diskette oder per e-mail)
  • Seite 304: Gerätebeschreibung

    Gerätebeschreibung 9.1.1 Geräte-Identifikation (Anhand der Geräteidentifikation muss das Gerät eindeutig erkennbar sein) Geräte-Bezeichnung (Handelsname entsprechend der Verkaufsbezeichnung) Geräte-Typ/-Gruppen (Anhand der Typ-Bezeichnung soll die Geräteidentifikation bereits weitgehend möglich sein) Geräte-Gruppen- Bezeichnung Bodenbearbeitung Saat Pflege und Düngung Ernte Sonderkulturen Vorratsbehälter (Bunker,Fässer usw.) Gitterräder, Ketten Ladegeräte Grabgeräte...
  • Seite 305: Firmenangabenbitte Jeweils Vollständige Postadresse Mit Zuständigem Ansprechpartner, Tel.-Nr. Und Fax-Nr

    Geräte-Gruppen- Bezeichnung Schneepflüge Streugeräte Schneeräumgerät, zapfwellenangetr. Schneeräumgerät mit Aufbaumotor Straßenpflege Straßen- und Wegebau Kommunalgeräte Seilwinden Forstgeräte Generatoren, Kompressoren,Pumpen Triebkopfhinterwagen Feuerwehraufbauten Sonderaufbauten Zweiwegefahrzeuge Geräte-Seriennummer (Mit der die beschriebene Ausführung einsetzt) 9.1.2 FirmenangabenBitte jeweils vollständige Postadresse mit zuständigem Ansprechpartner, Tel.-Nr. und Fax- Nr.
  • Seite 306: Geräte-Funktion

    9.1.3 Geräte-Funktion • Kurzbeschreibung des Gerätes Nennung der Hauptgerätekomponenten • Anbindung ans Fahrzeug Z.B. Frontanbauplatte etc. • Antrieb Mit geräteseitigen Antriebskomponenten (Antriebsstrang) bis zur Wirkstelle (Arbeitswerkzeug) Hinweis: Gegebenenfalls sind auch Überlastsicherungen zu nennen. • Betätigung Angabe der Betätigungseinrichtung(en) z. B. Bedienpult, UNIMOG-Hydraulik etc. und aller Gerätefunktionen, z.
  • Seite 307: Technische Daten (Hier Am Beispiel: Randstreifen Und Böschungsmähgerät)

    9.1.5 Technische Daten (hier am Beispiel: Randstreifen und Böschungsmähgerät) Maße in Transportstellung (Fahrzeug + Gerät) • Gesamtlänge • Überhang in Fahrzeuglängsrichtung Vorn gemessen ab Koppelebene/Frontanbauplatte, hinten gemessen ab Fahrzeugschlussleuchte • Gesamtbreite • Überstand seitlich Gemessen vom äußeren Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs- oder Schlussleuchten des UNIMOG •...
  • Seite 308 Gewichte (in daN), alle Messungen ohne Fahrer (1 daN ≈ 1 kp) Abkürzungen: VA: Vorderachslast, VL: Radlast vorn links, VR: Radlast vorn rechts HA: Hinterachslast, HL: Radlast hinten links, HR: Radlast hinten rechts GG:Gesamtgewicht ∆: (Delta) Last-Änderung, Ermittlung rechnerisch • Fahrzeug leer;...
  • Seite 309: Leistungsdaten Bei Mittleren Arbeitsbedingungen

    Diese Grenzwerte müssen auch bei gleichzeitigem Betrieb von mehreren Geräten eingehalten werden. Sofern entsprechende Kombinationen freigegeben werden sollen (z. B. Randstreifenmähgerät iVm Heckauslegermähgerät) müssen die entsprechenden Radlastbedingungen erfüllt und durch Wiegung nachgewiesen werden. Dynamische Prüfung: Die Standsicherheit ist ebenfalls durch plötzliches Abfangen der schnellst-möglichen Senkbewegung des gestreckten Auslegers zu prüfen: Das dem Ausleger gegenüberliegende Rad darf nicht abheben Weiterhin muss in Arbeitsstellung eine Voll/Notbremsung aus einer Geschwindigkeit von 10 bis 15 km/h...
  • Seite 310: Leistungsbedarf

    9.1.7 Leistungsbedarf Mechanisch Für den Gerätebetrieb erforderliche maximale und mittlere Leistung, die an der Zapfwelle oder dem schnellen Nebenabtrieb abgenommen wird. Hydraulisch Für den Gerätebetrieb erforderliche maximale und mittlere Leistung der Fahrzeughydraulik - maximaler und mittlerer Arbeitsdruck - maximaler und mittlerer Volumenstrom (Fördermenge) - Anzahl der Hydraulikkreise - erforderliche Zellenzahl (Steuerventile) - im Anbaugerät entstehende Verlustleistung (Ölerwärmung)
  • Seite 311: Für Den Gerätebetrieb Erforderliche Fahrzeugmindestausrüstung

    9.1.9 Für den Gerätebetrieb erforderliche Fahrzeugmindestausrüstung Anzugeben sind alle für den Geräteeinsatz zwingend erforderlichen Fahrzeugsonderausrüstungen (SA'en). Die Auflistung soll entsprechend der jeweils gültigen UNIMOG-Preisliste in alphabetischer Reihenfolge der SA-Code erfolgen. Sofern der Geräteeinsatz für verschiedene UNIMOG-Baumuster konzipiert ist, muss die Fahrzeugausrüstung z.
  • Seite 312: Sonderbestätigung

    9.1.14 Sonderbestätigung Z. B. Sichtfeldprüfung gemäß StVZO, wenn Frontanbaugeräte bei Transportstellung in das Fahrersichtfeld (12 m Kreis) ragen. 9.1.15 Änderungen am Fahrzeug Sämtliche Änderungen am Fahrzeug, die für den Anbau und/oder Betrieb des Gerätes erforderlich sind, müssen genannt und ggf. entsprechend Punkt 9.2. und 9.3. dokumentiert werden. Hinweis: Genehmigungspflichtige Änderungen siehe Kap.
  • Seite 313: Zeichnungsunterlagen

    Hinweis: Die Fahrgeschwindigkeit ist den jeweiligen Straßen- und Verkehrsverhältnissen anzupassen, wobei die Geräteeinflüsse bei Bremsvorgängen, Kurvenfahrt, Fahrten bei glatter Fahrbahn usw. zu berücksichtigen sind. Die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften der zuständigen Berufsgenossenschaften sind bindend. Spezielle Betriebsvorschriften sind, soweit erforderlich, durch Vorlage entspr. Hinweisschilder (z. B. Aufkleber am Gerät oder im Fahrerhaus, Betriebsanleitung etc.) zu dokumentieren (Ergänzungen durch den Fahrzeughersteller vorbehalten).
  • Seite 314 Eventuell erforderliche Detailaufnahmen sind mit zusätzlichen Angaben wie Benennung, Blickrichtung (in Bezug zur Fahrtrichtung), Einbaulage etc. zu versehen.
  • Seite 315: Weiteres Vorgehen

    9.4. Weiteres Vorgehen Nach Prüfung der o. g. Unterlagen wird bei positivem Ergebnis eine An- bzw. Aufbaubestätigung* für die entsprechende Kombination ausgestellt. * Je nachdem, ob es sich um ein An- oder Aufbaugerät handelt. Die An- bzw. Aufbaubestätigung kann nur für Gerätean- oder aufbauten erteilt werden, wenn durch Zeichnungen und Beschreibung des Geräteherstellers nachgewiesen ist, dass die Prinzipien der Aufbaubedingungen eingehalten werden.
  • Seite 316 PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 1 DATENBLATT - Geräteherstellerangaben Geräte-Identifikation Gerätebezeichnung Gerätetyp/ Gruppe Seriennummer Gerät Firmenangaben Adresse Ansprechpartner Tel / Fax Lieferfirma Hersteller Betriebsanleitung Kundendienst Ersatzteil- beschaffung Anmerkung: Sofern der Schriftfeldraum nicht ausreicht bitte Kopie des jeweiligen Datenblattes mit dem Hinweis Erweiterungsblatt (Seite ..a, ..b, ..c) verwenden.
  • Seite 317: Anbindung Am Fahrzeug

    PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 2 Geräte-Funktion Kurzbeschreibung des Gerätes Anbindung am Fahrzeug Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
  • Seite 318: Betätigung

    PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 3 Antrieb Betätigung Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
  • Seite 319: Grundausstattung (Gerät In Einsatzbereiter Ausstattung)

    PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 4 Lieferumfang Grundausstattung (Gerät in einsatzbereiter Ausstattung) Sonderausrüstung(en) des Gerätes mit Angabe von: Funktion Abmessung/Arbeitsbreite Antrieb Gewicht Bildblatt Nr. Hinweis: Sofern sich bei Gerätebetrieb mit Sonderausrüstung die Einsatzbedingungen oder Fahrzeugbelastungen gravierend ändern, müssen techn. Daten entsprechend dem Punkt „Technische Daten“ erfaßt werden. Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ...
  • Seite 320: Maße In Transportstellung

    PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 5 Technische Daten 5.1 Maße in Transportstellung Maße [mm] Bemerkungen Gesamtlänge Gesamtbreite Gesamthöhe Überstand vorn Überstand seitlich links Überstand seitlich rechts Überstand hinten Bodenfreiheit Weitere erforderliche Maße Maße [mm] Bemerkungen 5.2 Maße in Arbeitsstellung Größte Auslegerweite Teleskopierweg Seitenverschiebung...
  • Seite 321 PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 6 Gewichte, alle Messungen ohne Fahrer Abkürzungen: VA: Vorderachslast, VL: Radlast vorn links, VR: Radlast vorn rechts, HA: Hinterachslast, HL: Radlast hinten links, HR: Radlast hinten rechts, GG: Gesamtgewicht, ∆: (Delta) Last-Änderung Fahrzeugdaten; Tankanzeige ¾...
  • Seite 322 PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 7 Fahrzeug mit Gerät + Ballast in Transportstellung: [daN] [daN] [daN] Gerät solo, in Transportstellung [daN] [daN] [daN] ∆VL ∆VR ∆VA ∆HL ∆HR ∆HA ∆GG Ballast solo [daN] [daN] [daN] ∆VL ∆VR ∆VA ∆HL ∆HR ∆HA...
  • Seite 323: Sonstige Gerätespezifische Technische Daten

    PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 8 Sonstige gerätespezifische technische Daten Bei Mähgeräten z. B. Schnittgeschwindigkeit (am Werkzeug) Rotordrehzahl [1/min] Gebläsedrehzahl [1/min] Installierte Hydraulik Druck [Mpa/bar] Volumenstrom [l/min] Eckleistung [kW] Kreis I Kreis II Kreis III Kreis IV Leistungsdaten bei mittleren Arbeitsbedingungen Fahrgeschwindigkeit (Vorschub) Tagesleistung Flächenleistung etc.
  • Seite 324: Hydraulisch

    PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 9 Hydraulisch Für den Gerätebetrieb erforderliche maximale und mittlere Leistung der Fahrzeughydraulik ∅ maximaler und mittlerer Arbeitsdruck [MPa/bar] max. ∅ maximaler und mittlerer Volumenstrom (Fördermenge) [l/min] max. Anzahl der Hydraulikkreise erforderliche Zellenzahl (Steuerventile) im Anbaugerät entstehende Verlustleistung (Ölerwärmung) [kW] maximale Ölentnahmemenge [l] Elektrisch...
  • Seite 325 PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 10 Die Versorgung von geräteseitigen Druckluftverbrauchern ist nur am Anschluß für Nebenverbraucher zulässig. (Anschluß Nr. 24,VierkreisSchutzventil, siehe Fahrzeugbetriebsanleitung). Betriebsdrehzahl der Zapfwelle Betriebsdrehzahl[min Schaltstufe 540 Schaltstufe 1000 min. max. Zapfwelle vorn Zapfwelle hinten Für den Gerätebetrieb erforderliche Fahrzeugmindestausrüstung Code Nr.
  • Seite 326 PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 11 Für den Gerätebetrieb empfohlene Fahrzeug-Sonderausrüstungen Code Nr. Beschreibung Code Nr. Beschreibung Geräteanwendungsbereich Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
  • Seite 327 PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 12 Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Geräten Bitte auch Ausschlüsse bzw. nicht offensichtlich belegte Anbauräume nennen (z. B. „Hilfsladefläche durch Ballast teilweise belegt“). Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
  • Seite 328 PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 13 Geräteherstellerbestätigung Wir bestätigen, daß die ausgelieferten Geräte ab Baujahr: _____________________________________________________ Seriennummer: _____________________________________________________ der oben angegebenen Ausführung entsprechen. Hinweis: Eine Konformitätsbescheinigung (+ CE-Zeichen) gemäß Maschinenrichtlinie 89/392 EWG ist ab 01.01.95 erforderlich (siehe Info 10 für Gerätehersteller). Sonderbestätigung keine laut Anlage...
  • Seite 329 PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 14 Änderungen am Fahrzeug keine laut Anlage Sonstige Angaben keine laut Anlage Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
  • Seite 330 PBU/TES - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 15 Richtigkeitsbestätigung Wir bestätigen die Richtigkeit aller eingereichten Angaben und Unterlagen: __________________________________________ Ort, Datum Firmenstempel/Unterschrift Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
  • Seite 331 DaimlerChrysler AG Produktbereich Unimog 76568 Gaggenau DaimlerChrysler-Nr. 437 584 00 00 Bestell-Nr. 6462 4005 00...

Inhaltsverzeichnis