HMI
Blitzschutz
Potenzialausgleich
Regeln für den Potenzial-
ausgleich
Schirmung von Leitungen
HB160 | PPC | 67S-RTP0-KB | de | 23-21
VORSICHT
Sollen Kabel und Leitungen für SPS-Geräte außerhalb von Gebäuden verlegt
werden, dann müssen Sie Maßnahmen für den inneren und äußeren Blitz-
schutz vorsehen.
−
Außerhalb von Gebäuden verlegen Sie Ihre Leitungen entweder in beid-
seitig geerdeten Metallrohren oder in betonierten Kabelkanälen mit durch-
verbundener Bewehrung.
−
Schützen Sie Signalleitungen gegen Überspannungen durch Varistoren
oder edelgasgefüllte Überspannungsableiter (ÜsAg).
−
Montieren Sie diese Schutzelemente am Eintritt des Kabels in das
Gebäude.
Blitzschutzmaßnahmen benötigen immer eine individuelle Betrachtung
der gesamten Anlage. Wenden Sie sich bitte bei Fragen an Yaskawa.
Zwischen getrennten Anlagenteilen können Potenzialunterschiede auftreten, wenn Auto-
matisierungsgeräte und Peripherie über potenzialgebundene Kopplung verbunden sind
oder geschirmte Leitungen beidseitig aufgelegt werden und an unterschiedlichen Anla-
genteilen geerdet werden. Ursache für Potenzialunterschiede können z.B. unterschied-
liche Netzeinspeisungen sein. Diese Unterschiede müssen durch Verlegen von Potenz-
ialausgleichsleitungen reduziert werden, damit die Funktionen der eingesetzten elektron-
ischen Komponenten gewährleistet werden.
■
Die Wirksamkeit eines Potenzialausgleichs ist um so größer, je kleiner die Impedanz
der Potenzialausgleichsleitung ist.
■
Sollten zwischen den betreffenden Anlagenteilen geschirmte Signalleitungen verlegt
sein, die beidseitig mit dem Erder/Schutzleiter verbunden sind, so darf die Impedanz
der zusätzlich verlegten Potenzialausgleichsleitung höchstens 10% der Schirmimpe-
danz betragen.
■
Der Querschnitt der Potenzialausgleichsleitung muss für den maximal fließenden
Ausgleichsstrom dimensioniert sein. In der Praxis haben sich folgende Querschnitte
bewährt:
–
16mm
Cu für Potenzialausgleichsleitungen bis 200m Länge
2
–
25mm
Cu für Potenzialausgleichsleitungen über 200m Länge.
2
■
Verwenden Sie Potenzialausgleichsleiter aus Kupfer oder verzinktem Stahl. Sie sind
großflächig mit dem Erder/Schutzleiter zu verbinden und vor Korrosion zu schützen.
■
Der Potenzialausgleichsleiter sollte so verlegt sein, dass möglichst kleine Flächen
zwischen Potenzialausgleichsleiter und Signalleitungen eingeschlossen werden.
Das Schirmen ist eine Maßnahme zur Schwächung (Dämpfung) von magnetischen, elekt-
rischen oder elektromagnetischen Störfeldern.
■
Störströme auf Kabelschirmen werden über die mit dem Gehäuse leitend verbundene
Schirmschiene zur Erde abgeleitet. Damit diese Störströme nicht selbst zu einer
Störquelle werden, ist eine impedanzarme Verbindung zum Schutzleiter besonders
wichtig.
■
Verwenden Sie möglichst nur Leitungen mit Schirmgeflecht. Die Deckungsdichte des
Schirmes sollte mehr als 80% betragen.
Industrielle Sicherheit und Aufbaurichtlinien
Aufbaurichtlinien > EMV-gerechte Verdrahtung
65