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System 300S
CP | 341-1AH01 | Handbuch
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CP 341 RS232
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Inhaltszusammenfassung für YASKAWA CP 341

  • Seite 1 System 300S CP | 341-1AH01 | Handbuch HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41 CP 341 RS232...
  • Seite 2 YASKAWA Europe GmbH Philipp-Reis-Str. 6 65795 Hattersheim Deutschland Tel.: +49 6196 569-300 Fax: +49 6196 569-398 E-Mail: info@yaskawa.eu Internet: www.yaskawa.eu.com 341-1AH01_000_CP 341 RS232,2,DE - © 2018...
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    System 300S Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Allgemeines......................5 1.1 Copyright © YASKAWA Europe GmbH............5 1.2 Über dieses Handbuch..................6 1.3 Sicherheitshinweise..................7 Grundlagen......................8 2.1 Sicherheitshinweis für den Benutzer..............8 2.2 Grundlagen - ISO/OSI-Schichtenmodell............9 2.3 CP 341-1AH01....................10 2.4 Allgemeine Daten................... 11 2.4.1 Einsatz unter erschwerten Betriebsbedingungen........
  • Seite 4 System 300S Inhaltsverzeichnis Diagnose und Fehlerverhalten................96 7.1 Übersicht Diagnosefunktionen................ 96 7.2 Diagnose über FB STATUS................97 7.3 Diagnose über Diagnosepuffer..............107 7.4 Diagnose über Diagnosealarm..............108 HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 5: Allgemeines

    Kunden nicht vorhanden sind. Der genaue Lieferumfang ist im jeweiligen Kaufvertrag beschrieben. EG-Konformitätserklärung Hiermit erklärt YASKAWA Europe GmbH, dass die Produkte und Systeme mit den grund- legenden Anforderungen und den anderen relevanten Vorschriften übereinstimmen. Die Übereinstimmung ist durch CE-Zeichen gekennzeichnet.
  • Seite 6: Über Dieses Handbuch

    Über dieses Handbuch Technischer Support Wenden Sie sich an Ihre Landesvertretung der YASKAWA Europe GmbH, wenn Sie Pro- bleme mit dem Produkt haben oder Fragen zum Produkt stellen möchten. Ist eine solche Stelle nicht erreichbar, können Sie den Yaskawa Kundenservice über folgenden Kontakt...
  • Seite 7: Sicherheitshinweise

    System 300S Allgemeines Sicherheitshinweise Zusätzliche Informationen und nützliche Tipps. 1.3 Sicherheitshinweise Bestimmungsgemäße Ver- Das System ist konstruiert und gefertigt für: wendung Kommunikation und Prozesskontrolle Allgemeine Steuerungs- und Automatisierungsaufgaben den industriellen Einsatz den Betrieb innerhalb der in den technischen Daten spezifizierten Umgebungsbedin- gungen den Einbau in einen Schaltschrank GEFAHR!
  • Seite 8: Grundlagen

    System 300S Grundlagen Sicherheitshinweis für den Benutzer Grundlagen 2.1 Sicherheitshinweis für den Benutzer Handhabung elektrosta- Die Baugruppen sind mit hochintegrierten Bauelementen in MOS-Technik bestückt. Diese tisch gefährdeter Bau- Bauelemente sind hoch empfindlich gegenüber Überspannungen, die z.B. bei elektrosta- gruppen tischer Entladung entstehen. Zur Kennzeichnung dieser gefährdeten Baugruppen wird nachfolgendes Symbol verwendet: Das Symbol befindet sich auf Baugruppen, Baugruppenträgern oder auf Verpackungen und weist so auf elektrostatisch gefährdete Baugruppen hin.
  • Seite 9: Grundlagen - Iso/Osi-Schichtenmodell

    System 300S Grundlagen Grundlagen - ISO/OSI-Schichtenmodell 2.2 Grundlagen - ISO/OSI-Schichtenmodell Übersicht Das ISO/OSI-Schichtenmodell basiert auf einem Vorschlag, der von der International Standards Organization (ISO) entwickelt wurde. Es stellt den ersten Schritt zur internatio- nalen Standardisierung der verschiedenen Protokolle dar. Das Modell trägt den Namen ISO-OSI-Schichtenmodell.
  • Seite 10: Cp 341-1Ah01

    2.3 CP 341-1AH01 Aufbau/Maße Maße Grundgehäuse: 1fach breit: (BxHxT) in mm: 40x125x120 Kompatibilität Der CP 341-1AH01 ist funktionskompatibel zum Siemens CP 341 (6ES7 341-1AH01-0AE0). Die Projektierung erfolgt im Siemens SIMATIC Manager. HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 11: Allgemeine Daten

    System 300S Grundlagen Allgemeine Daten 2.4 Allgemeine Daten Konformität und Approbation Konformität 2014/35/EU Niederspannungsrichtlinie 2014/30/EU EMV-Richtlinie Approbation Siehe Technische Daten Sonstiges RoHS 2011/65/EU Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten Personenschutz und Geräteschutz Schutzart IP20 Potenzialtrennung Zum Feldbus Galvanisch entkoppelt...
  • Seite 12: Einsatz Unter Erschwerten Betriebsbedingungen

    System 300S Grundlagen Allgemeine Daten > Einsatz unter erschwerten Betriebsbedingungen Montagebedingungen Einbauort Im Schaltschrank Einbaulage Horizontal und vertikal Norm Bemerkungen Störaussendung EN 61000-6-4 Class A (Industriebereich) Störfestigkeit EN 61000-6-2 Industriebereich Zone B EN 61000-4-2 8kV bei Luftentladung (Schärfegrad 3), 4kV bei Kontaktentladung (Schärfegrad 2) EN 61000-4-3 HF-Einstrahlung (Gehäuse) 80MHz …...
  • Seite 13: Montage Und Aufbaurichtlinien

    System 300S Montage und Aufbaurichtlinien Einbaumaße Montage und Aufbaurichtlinien 3.1 Einbaumaße Maße Grundgehäuse 1fach breit (BxHxT) in mm: 40 x 125 x 120 Montagemaße Maße montiert HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 14: Montage Standard-Bus

    System 300S Montage und Aufbaurichtlinien Montage Standard-Bus 3.2 Montage Standard-Bus Allgemein Die einzelnen Module werden direkt auf eine Profilschiene montiert und über den Rück- wandbus-Verbinder verbunden. Vor der Montage ist der Rückwandbus-Verbinder von hinten an das Modul zu stecken. Die Rückwandbus-Verbinder sind im Lieferumfang der Peripherie-Module enthalten.
  • Seite 15 System 300S Montage und Aufbaurichtlinien Montage Standard-Bus Montagemöglichkeiten Beachten Sie bitte die hierbei zulässigen Umgebungstemperaturen: waagrechter Aufbau: von 0 bis 60°C senkrechter Aufbau: von 0 bis 40°C liegender Aufbau: von 0 bis 40°C Vorgehensweise Sofern Sie keine SPEED-Bus-Module einsetzen, erfolgt die Montage nach folgender Vor- gehensweise: Verschrauben Sie die Profilschiene mit dem Untergrund (Schraubengröße: M6) so, dass mindestens 65mm Raum oberhalb und 40mm unterhalb der Profilschiene...
  • Seite 16: Aufbaurichtlinien

    Umfeld beeinflusst zu werden bzw. das Umfeld in unzulässiger Weise zu beeinflussen. Die Komponenten von Yaskawa sind für den Einsatz in Industrieumgebungen entwickelt und erfüllen hohe Anforderungen an die EMV. Trotzdem sollten Sie vor der Installation der Komponenten eine EMV-Planung durchführen und mögliche Störquellen in die Betrachtung einbeziehen.
  • Seite 17 System 300S Montage und Aufbaurichtlinien Aufbaurichtlinien Achten Sie auf die einwandfreie Befestigung der Leitungsschirme. – Datenleitungen sind geschirmt zu verlegen. – Analogleitungen sind geschirmt zu verlegen. Bei der Übertragung von Signalen mit kleinen Amplituden kann das einseitige Auflegen des Schirms vorteilhaft sein. –...
  • Seite 18 System 300S Montage und Aufbaurichtlinien Aufbaurichtlinien VORSICHT! Bitte bei der Montage beachten! Bei Potenzialdifferenzen zwischen den Erdungspunkten kann über den beidseitig angeschlossenen Schirm ein Ausgleichsstrom fließen. Abhilfe: Potenzialausgleichsleitung. HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 19: Hardwarebeschreibung

    System 300S Hardwarebeschreibung Leistungsmerkmale Hardwarebeschreibung 4.1 Leistungsmerkmale CP 341 RS232 RS232-Schnittstelle potenzialgetrennt zum Rückwandbus Funktionskompatibel zu Siemens CP 341 (6ES7 341-1AH01-0AE0) Unterstützt werden die Protokolle: – ASCII – 3964(R) – Modbus Master ASCII / RTU (kein Hardware-Dongle erforderlich) – Modbus Slave RTU (kein Hardware-Dongle erforderlich) Parametrierung CP 341 über Parametrierpaket von Siemens...
  • Seite 20: Aufbau

    CP 341-1AH01 LED Statusanzeigen Folgende Komponente befindet sich unter der Frontklappe: RS232-Schnittstelle RS232-Schnittstelle Pinkompatibel zu Siemens CP 341 (6ES7 341-1AH01-0AE0) Logische Zustände als Spannungspegel Punkt-zu-Punkt-Kopplung mit serieller Vollduplex-Übertragung Datenübertragung bis 15m Entfernung Datenübertragungsrate bis 76800bit/s HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 21 System 300S Hardwarebeschreibung Aufbau X2: 9poliger SubD-Stecker Bezeichnung Ein-/ Beschreibung Ausgang Data Carrier Eingang Trägersignal bei Anschluss eines Detect Modems. Receive Data Eingang Empfangsdaten: – Empfangsleitung wird vom Kom- munikationspartner auf logisch "1" gehalten Transmit Ausgang Sendedaten: Data – Sendeleitung wird vom CP im Ruhezustand auf logisch "1"...
  • Seite 22 System 300S Hardwarebeschreibung Aufbau RS232-Verkabelung ohne Hardware Handshake HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 23 System 300S Hardwarebeschreibung Aufbau RS232-Verkabelung mit Hardware Handshake – Verbinden Sie niemals Kabelschirm und GND miteinander, da die Schnittstellen zerstört werden könnten. – GND muss in jedem Fall auf beiden Seiten verbunden werden, weil sonst ebenfalls eine Zerstörung der Schnittstellen-Module möglich ist. HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 24: Spannungsversorgung

    System 300S Hardwarebeschreibung Aufbau RS232-Nullmodemkabel Spannungsversorgung Der CP 341-1AH01 bezieht seine Spannungsversorgung über den Rückwandbus. Ä Kap. 4.3 "Technische Daten" Seite 26 HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 25: Bedeutung

    System 300S Hardwarebeschreibung Aufbau LEDs Der CP 341-1AH01 besitzt verschiedene LEDs, die der Busdiagnose dienen und den eigenen Betriebszustand anzeigen. Abhängig von der Betriebsart geben diese nach fol- gendem Schema Auskunft über den Betriebszustand des CP: Name Farbe Bedeutung grün...
  • Seite 26: Technische Daten

    System 300S Hardwarebeschreibung Technische Daten 4.3 Technische Daten Artikelnr. 341-1AH01 Bezeichnung CP 341 - Kommunikationsprozessor SPEED-Bus Stromaufnahme/Verlustleistung Stromaufnahme aus Rückwandbus 160 mA Verlustleistung 0,8 W Status, Alarm, Diagnosen Statusanzeige Alarme nein Prozessalarm nein Diagnosealarm ja, parametrierbar Diagnosefunktion nein Diagnoseinformation auslesbar möglich...
  • Seite 27 System 300S Hardwarebeschreibung Technische Daten Artikelnr. 341-1AH01 Point-to-Point Kommunikation PtP-Kommunikation ü Schnittstelle potentialgetrennt ü Schnittstelle RS232 ü Schnittstelle RS422 Schnittstelle RS485 Anschluss 9poliger SubD Stecker Übertragungsgeschwindigkeit, min. Übertragungsgeschwindigkeit, max. 76,8 kbit/s Leitungslänge, max. 15 m Point-to-Point Protokolle Protokoll ASCII ü Protokoll STX/ETX ü...
  • Seite 28 System 300S Hardwarebeschreibung Technische Daten Artikelnr. 341-1AH01 Zertifizierung nach UL Zertifizierung nach KC HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 29: Einsatz

    Kommunikation mit dem Anwenderprogramm Montage und Inbetrieb- nahme Bauen Sie Ihr System 300 mit einer CPU 31x und dem CP 341 auf. Verdrahten Sie das System, indem Sie die Leitungen für Spannungsversorgung, Signale und serielle Kommunikation anschließen. Eine detaillierte Beschreibung zu diesem Thema finden Sie Ä...
  • Seite 30 System 300S Einsatz Schnelleinstieg Protokollparameter Für die Parametrierung der Protokoll-Parameter ist das Parametrier-Plugin "Punkt-zu- Punkt-Kopplung parametrieren" erforderlich. Dieses Plugin können Sie von Siemens beziehen. Über die Schaltfläche [Parameter...] im Eigenschaften-Dialog des CP starten Sie das Parametrier-Plugin "Punkt-zu-Punkt-Kopplung parametrieren". Stellen Sie unter "Protokoll das gewünschte Protokoll ein. Klicken Sie zur Protokoll-Parametrierung auf und stellen Sie die gewünschten Protokoll-Parameter ein.
  • Seite 31: Hardware-Konfiguration

    Projektieren Sie Ihre CPU und die entsprechenden Module. Ziehen Sie hierzu die gewünschten Module aus dem Hardware-Katalog auf den zugehörigen Steckplatz der Profilschiene. Ziehen Sie zur Projektierung des Yaskawa CP 341-1AH01 den entsprechenden CP 341 von Siemens mit der Best.-Nr. 6ES7 341-1AH01-0AE0 auf den zugehörigen Steckplatz.
  • Seite 32: Eigenschaften

    Die Kurzbezeichnung mit der Information darunter sind identisch zu den Angaben im Fenster "Hardware-Katalog". Bestell-Nr. – Hier sehen Sie die Bestellnummer des Siemens CP 341. Bitte verwenden Sie für die Projektierung des CP 341-1AH01 von Yaskawa den Siemens-CP mit der Bestell-Nr. 6ES7 341-1AH01-0AE0. Name –...
  • Seite 33 System 300S Einsatz Hardware-Konfiguration > Eigenschaften Vorgehensweise Starten Sie nach der Installation über die Schaltfläche [Parameter...] im Eigen- schaften-Dialog des CP das Parametrier-Plugin "Punkt-zu-Punkt- Kopplung para- metrieren". Stellen Sie unter "Protokoll das gewünschte Protokoll ein. Je nach ausgewähltem Protokoll bietet das Parametrier-Plugin die Möglichkeit die Parameter für Daten- empfang und Schnittstelle einzustellen.
  • Seite 34: Kommunikation Mit Dem Anwenderprogramm

    Die Bibliothek öffnen Sie im Siemens SIMATIC Manager über: "Datei è Öffnen è Bibliotheken" über "CP PtP". Die Bausteine finden Sie unter "Blocks" vom CP 341. ð Für den Einsatz eines Funktionsbausteins ist dieser in Ihr Projekt zu kopieren. HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 35 Auf dem CP erfolgt die Umsetzung der Übertragungsprotokolle zum Kommunikationspartner, welche Sie mittels der Hardwarekonfiguration paramet- rieren können. Näheres zum Einsatz dieser Bausteine finden Sie im Handbuch "SPEED7 Operationsliste" von Yaskawa. HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 36: Zugriff Auf Rs232-Begleitsignale

    Für den Datentransfer mit dem ASCII-Treiber können Sie die gleichen Funktionen ver- wenden wie unter "Kommunikation mit dem Anwenderprogramm" beschrieben. Zusätzlich können Sie beim ASCII-Treiber bei Einsatz des CP 341-1AH01 auf die RS232-Begleitsig- nale zugreifen. Hierbei kommen folgende Funktionsbausteine zum Einsatz:...
  • Seite 37 Kommunikationspartner die letzten Zeichen des Telegramms voll- ständig empfangen kann, bevor RTS (Sendewunsch) wieder deaktiviert wird. FC 5 / FC 6 Näheres zum Einsatz dieser Bausteine finden Sie im Handbuch "SPEED7 Operationsliste" von Yaskawa. HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 38: Firmwareupdate

    CPU über das Siemens Parametriertool "Punkt-zu- Punkt-Kopplung parametrieren". Bei Einsatz einer Yaskawa SPEED7 CPU aus dem System 300S können Sie ab CPU-Firmware-Stand V 3.4.0 auch mittels einer entsprechend vorbereiteten MMC über die CPU ein Firmwareupdate durchführen.
  • Seite 39: Firmwareupdate Bei Einsatz Einer Speed7 Cpu

    Sobald sich beim Hochlauf eine entsprechende pkg-Datei auf der MMC befindet, werden alle der pkg-Datei zugeordneten Komponenten auf dem Rückwandbus und in der CPU mit der entsprechenden Firmware beschrieben. Die 2 aktuellsten Firmwarestände finden Sie auf www.yaskawa.eu.com im Service- Bereich. VORSICHT! Bitte beachten Sie, dass sich die zu überschreibende Firmware-Version...
  • Seite 40: Cp-Firmwarestand Anzeigen

    System 300S Einsatz Firmwareupdate > CP-Firmwarestand anzeigen Firmware von MMC in SPEED 7 CPU übertragen Bringen Sie den RUN-STOP-Schalter Ihrer CPU in Stellung STOP. Schalten Sie die Spannungsversorgung aus. Stecken Sie die MMC mit den Firmware-Dateien in die CPU. Achten Sie hierbei auf die Steckrichtung der MMC.
  • Seite 41: Kommunikationsprotokolle

    Der CP wickelt die serielle Datenübertragung selbständig ab. Hierzu ist der CP mit Trei- bern für folgende Protokolle ausgestattet: ASCII 3964(R) Bitte beachten Sie, dass der CP 341-1AH01 von Yaskawa die Rechner- kopplung RK512 nicht unterstützt. Zusätzlich werden folgende ladbare Protokoll-Treiber unterstützt: Modbus Master RTU...
  • Seite 42: Ascii

    System 300S Kommunikationsprotokolle ASCII 6.2 ASCII Funktionsweise Die Datenkommunikation über ASCII ist eine einfache Form des Datenaustauschs und kann mit einer Multicast/Broadcast-Funktion verglichen werden. Die logische Trennung der Telegramme erfolgt über die Zeichenverzugszeit (ZVZ). Innerhalb dieser Zeit muss der Sender sein Telegramm an den Empfänger geschickt haben.
  • Seite 43: Ascii - Parameter

    System 300S Kommunikationsprotokolle ASCII > ASCII - Parameter 6.2.1 ASCII - Parameter Hier können Sie die Parameter für den ASCII-Treiber einstellen. Unter ASCII sind die Parameter zum Zeichnungsrahmen und zur Baudrate auf allen Kommunikationspartnern gleich einzustellen. Endekennung eines Tele- Bei der ASCII-Übertragung kann das Ende des Empfangstelegramms auf folgende Arten gramms erkannt werden: nach Ablauf der Zeichenverzugszeit (Default-Wert)
  • Seite 44 System 300S Kommunikationsprotokolle ASCII > ASCII - Parameter Senden mit Endezeichen Sofern Sie in der Endeerkennung "Endezeichen" aktiviert haben, können Sie hier Ende- zeichen definieren oder die am FB parametrierte Länge vorgeben. Parameter Beschreibung Defaultwert Endezeichen 1/2 Für die Kommunikation mit Endezeichen können Sie Endezeichen 1:3 maximal 2 Endezeichen parametrieren.
  • Seite 45 System 300S Kommunikationsprotokolle ASCII > ASCII - Parameter Datenflusskontrolle Parameter Beschreibung Defaultwert Datenflusskontrolle Wertebereich: keine, XON/XOFF, RTS/CTS, Autom. keine Bedienung der V24-Signale Datenflusskontroll- Parameter Parameter Beschreibung Defaultwert XON-Zeichen Bei "XON/XOFF" Code für Zeichen XON 11(DC1) Wertebereich: 0...7Fh/FFh (7/8 Datenbits) XOFF-Zeichen Bei "XON/XOFF"...
  • Seite 46: 3964(R)

    System 300S Kommunikationsprotokolle 3964(R) > Grundlagen 3964(R) 6.3 3964(R) 6.3.1 Grundlagen 3964(R) Funktionsweise 3964(R) steuert die Datenübertragung bei einer Punkt-zu-Punkt-Kopplung zwischen dem CP und einem Kommunikationspartner. Hier werden bei der Datenübertragung den Nutz- daten Steuerzeichen hinzugefügt. Durch diese Steuerzeichen kann der Kommunikations- partner kontrollieren, ob die Daten vollständig und fehlerfrei bei ihm angekommen sind.
  • Seite 47: Vorgehensweise

    System 300S Kommunikationsprotokolle 3964(R) > Vorgehensweise Passivbetrieb Wenn der Treiber auf den Verbindungsaufbau wartet und ein Zeichen ungleich STX emp- fängt, sendet er NAK. Bei Empfang eines Zeichens NAK sendet der Treiber keine Ant- wort. Wird beim Empfang die ZVZ überschritten, wird ein NAK gesendet und auf erneuten Verbindungsaufbau gewartet.
  • Seite 48: 3964(R) - Parameter

    System 300S Kommunikationsprotokolle 3964(R) > 3964(R) - Parameter 6.3.3 3964(R) - Parameter Hier können Sie die Parameter für den 3964(R)-Protokoll-Treiber einstellen. Bitte beachten Sie, dass Sie die Parameter zum Blockcheck, zur Baud- rate und zum Zeichnungsrahmen mit Ausnahme der Priorität auf allen Kommunikationspartnern gleich einstellen.
  • Seite 49 System 300S Kommunikationsprotokolle 3964(R) > 3964(R) - Parameter Protokoll-Parameter Die ZVZ definiert den max. zulässigen zeitlichen Abstand zwischen zwei Zeichen inner- halb eines Telegramms. Parameter Beschreibung Defaultwert Zeichenverzugszeit Bitte beachten Sie, dass die ZVZ in Abhängigkeit von der Übertragungsge- 220ms (ZVZ) schwindigkeit auf einen bestimmten Mindestwert begrenzt ist: Geschwindigkeit (Bit/s)
  • Seite 50 CP-Empfangspuffer im Anlauf löschen: – (Defaultwert: "CP-Empfangspuffer im Anlauf löschen" nicht aktiv). Diesen Parameter können sie nicht aktivieren. Der Empfangspuffer des CP 341-1AH01 wird beim CPU-Übergang von STOP nach RUN (CPU-Anlauf) nicht gelöscht. HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 51: Modbus

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Grundlagen Modbus 6.4 Modbus 6.4.1 Grundlagen Modbus Übersicht Das Protokoll Modbus ist ein Kommunikationsprotokoll, das eine hierarchische Struktur mit einem Master und mehreren Slaves festlegt. Physikalisch arbeitet Modbus über eine serielle Halbduplex-Verbindung als Punkt-zu- Punkt unter RS232 oder als Mehrpunkt-Verbindung unter RS485. Master-Slave-Kommunika- Es treten keine Buskonflikte auf, da der Master immer nur mit einem Slave kommuni- tion...
  • Seite 52: Modbus Master - Parameter

    Modbus > Modbus Master - Parameter 6.4.2 Modbus Master - Parameter Modbus über Ladbare Für den Einsatz von Modbus Master auf dem CP 341-1AH01 ist ein ladbarer Treiber Treiber erforderlich. Diesen können Sie von der Siemens Webseite downloaden. Beim Einsatz ladbarer Treiber werden aus softwaretechnischen Gründen die Treiber von Siemens in den CP übertragen, dort aber nicht installiert.
  • Seite 53 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Parameter 6.4.2.1 Modbus Master (RTU) Geschwindigkeit Hier können Sie aus einer Auswahlliste die Geschwindigkeit für die Datenübertragung vorgeben. Parameter Beschreibung Defaultwert Baudrate in Bit/s Übertragungsgeschwindigkeit in Bit/s 9600 Wertebereich: 300, 600, 1200, 2400, 4800, 9600, 19200, 38400, 57600, 76800 Zeichenrahmen Die Daten zwischen den Kommunikationspartnern werden über die serielle Schnittstelle...
  • Seite 54 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Parameter Protokoll-Parameter Parameter Beschreibung Defaultwert Antwortüberwachungszeit Hier ist eine Wartezeit in ms vorzugeben, die der CP nach 2000 der Ausgabe eines Anforderungstelegramms auf ein Ant- worttelegramm vom Modbus-Slave wartet. Wertebereich: 5 ... 65500ms Betriebsart Hier können Sie die Betriebsart für den Treiber vorgeben.
  • Seite 55 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Parameter 6.4.2.2 Modbus Master (ASCII) Geschwindigkeit Hier können Sie aus einer Auswahlliste die Geschwindigkeit für die Datenübertragung vorgeben. Parameter Beschreibung Defaultwert Baudrate in Bit/s Übertragungsgeschwindigkeit in Bit/s 9600 Wertebereich: 300, 600, 1200, 2400, 4800, 9600, 19200, 38400, 57600, 76800 Zeichenrahmen Die Daten zwischen den Kommunikationspartnern werden über die serielle Schnittstelle...
  • Seite 56: Datenübertragung

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Parameter Protokoll-Parameter Parameter Beschreibung Defaultwert Character Delay Time Hier ist eine Zeichenverzugszeit in ms vorzugeben. 1000 Die Zeichenverzugszeit ist die Zeit, die maximal zwischen zwei Zeichen in einem Modbus-Telegramm vergehen darf. Die Zeitüberwachung wird von der empfangenden Station durchgeführt.
  • Seite 57 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Parameter Datenflusskontrolle Parameter Beschreibung Defaultwert Automatische Bedienung Hier können Sie die Datenflusskontrolle aktivieren bzw. deaktiviert der V24-Signale deaktivieren. Im aktivierten Zustand werden die Daten- flusskontroll-Parameter aktiviert und können geändert werden. Wertebereich: aktiviert, deaktiviert Datenflusskontroll- Hier können Sie die Parameter für die Datenflusskontrolle ändern.
  • Seite 58: Modbus Master - Funktionsweise

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionsweise 6.4.3 Modbus Master - Funktionsweise Übersicht Bei Modbus erfolgt die Datenübertragung ohne Handshake. Der Master initiiert die Über- tragung und wartet nach Ausgabe des Anforderungstelegramms die parametrierte Ant- wortüberwachungszeit auf ein Antworttelegramm vom Slave. Die Art des Datenaus- tauschs zwischen Modbus-Systemen wird durch Funktionscodes gesteuert.
  • Seite 59: Funktion

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionsweise Modbus Funktionscodes Folgende Funktionscodes werden vom Treiber unterstützt: Funktion Aktion in der SPS Read coil status Bitweise lesen Merker M Bitweise lesen Ausgänge A Bitweise lesen (16Bit-Raster) Zeiten T Bitweise lesen (16Bit-Raster) Zähler Z Read input status Bitweise lesen...
  • Seite 60: Fehlercodes

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionsweise CRC-CHECK Den Telegrammabschluss bildet die 2Byte lange Prüfsumme. – Hierbei wird zuerst das Low- und dann das High-Byte übertragen. Der Treiber für Modbus Master erkennt dann das Telegrammende, wenn nach der 3,5-fachen Zeichenverzugszeit keine Übertragung stattfindet.
  • Seite 61: Kommunikation Mit Dem Anwenderprogramm

    Hierbei kommen zur Kommunikation zwischen CPU, CP und einem Kommu- nikationspartner die Bausteine FB 7 - P_RCV_RK und FB 8 - P_SND_RK zum Einsatz. Näheres zum Einsatz dieser Bausteine finden Sie im Handbuch "SPEED7 Operationsliste" von Yaskawa. HB130 | CP | 341-1AH01 | de | 18-41...
  • Seite 62: Modbus Master - Funktionscodes

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionscodes 6.4.4 Modbus Master - Funktionscodes Namenskonventionen Für Modbus gibt es Namenskonventionen, die hier kurz aufgeführt sind: Modbus unterscheidet zwischen Bit- und Wortzugriff; Bits = "Coils" und Worte = "Register". Bit-Eingänge werden als "Input-Status" bezeichnet und Bit-Ausgänge als "Coil- Status".
  • Seite 63 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionscodes 32Bit-Zugriff bei Modbus Master ASCII Unter Modbus Master ASCII können Sie mit den registerorientierten Funktionen FC 03, 06, 16 auch auf 32Bit-Register zugreifen. Hierzu ist über die Parametrierung der Protokoll-Eigenschaften unter "Modbus Master"...
  • Seite 64 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionscodes RCV-Ziel-DB Adresse Name Kommentar +0.0 data[1] WORD Daten +2.0 data[2] WORD Daten Die Daten des Antworttelegramms werden vom Treiber wortweise in den Ziel-DB ein- getragen. Hierbei wird das 1. Byte als Low-Byte des 1. Wortes von "data[1]", das 3. Byte als Low-Byte des 2.
  • Seite 65 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionscodes 6.4.4.3 FC 03 - Read Output Registers Diese Funktion ermöglicht das Lesen einzelner Register aus dem Ausgabebereich des Slave. Send-Quell-DB Adresse Name Kommentar +0.0 ADDR BYTE Slave-Adresse +1.0 FUNC BYTE Funktionscode +2.0 start_register WORD...
  • Seite 66 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionscodes RCV-Ziel-DB Adresse Name Kommentar +0.0 data[1] WORD Daten +2.0 data[2] WORD Daten 6.4.4.5 FC 05 - Force Single Coil Mit dieser Funktion können Sie in einem Slave ein einzelnes Bit im Ausgabebereich setzen bzw.
  • Seite 67 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionscodes 6.4.4.7 FC 07 - Read Exception State Mit diesem Funktionscode können 8 Ereignis-Bits vom angeschlossenen Slave gelesen werden. Die Anfangsbitnummer der Ereignis-Bits ist durch den angeschlossenen Slave festge- legt und muss somit nicht vom Anwenderprogramm vorgegeben werden. Send-Quell-DB Adresse Name...
  • Seite 68 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionscodes 6.4.4.9 FC 11 - Fetch Communications Event Counter Mit diesem Funktionscode haben Sie Zugriff auf die System-Worte "Status- Word" und "Event-Counter" eines Slave. Diese Worte sind im "Gould Modbus Protokoll" näher beschrieben. Send-Quell-DB Adresse Name...
  • Seite 69 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Master - Funktionscodes 6.4.4.11 FC 15 - Force Multiple Coils Mit diesem Funktionscode können bis zu 2040 (ASCII: 1976) Bits im Slave geändert werden. Send-Quell-DB Adresse Name Kommentar +0.0 ADDR BYTE Slave-Adresse +1.0 FUNC BYTE Funktionscode +2.0...
  • Seite 70: Modbus Slave - Parameter

    Modbus > Modbus Slave - Parameter 6.4.5 Modbus Slave - Parameter Modbus über Ladbare Für den Einsatz von Modbus Slave auf dem CP 341-1AH01 ist ein ladbarer Treiber Treiber erforderlich. Diesen können Sie von der Siemens Webseite downloaden. Bei Einsatz ladbarer Treiber werden aus softwaretechnischen Gründen die Treiber von Siemens in den CP...
  • Seite 71 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Parameter 6.4.5.1 Parameter Geschwindigkeit Hier können Sie aus einer Auswahlliste die Geschwindigkeit für die Datenübertragung vorgeben. Parameter Beschreibung Defaultwert Baudrate in Bit/s Übertragungsgeschwindigkeit in Bit/s 9600 Wertebereich: 300, 600, 1200, 2400, 4800, 9600, 19200, 38400, 57600, 76800 Zeichenrahmen Die Daten zwischen den Kommunikationspartnern werden über die serielle Schnittstelle...
  • Seite 72: Beschreibung

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Parameter Protokoll-Parameter Parameter Beschreibung Defaultwert Slave-Adresse Hier ist die eigene Slave-Adresse einzustellen, auf die der CP antworten soll. Wertebereich: 1 ... 255 Betriebsart Hier können Sie die Betriebsart für den Treiber vorgeben. Normalbetrieb Im Normalbetrieb führen alle Übertragungsfehler und Lei- tungsunterbrechungen sofort zu einer Fehlerbehandlung,...
  • Seite 73 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Parameter Datenflusskontrolle Parameter Beschreibung Defaultwert Automatische Bedienung Hier können Sie die Datenflusskontrolle aktivieren bzw. deaktiviert der V24-Signale deaktivieren. Im aktivierten Zustand werden die Daten- flusskontroll-Parameter aktiviert und können geändert werden. Wertebereich: aktiviert, deaktiviert Datenflusskontroll- Hier können Sie die Parameter für die Datenflusskontrolle ändern.
  • Seite 74: Modbus Slave - Funktionsweise

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionsweise 6.4.6 Modbus Slave - Funktionsweise Übersicht Bei Modbus erfolgt die Datenübertragung ohne Handshake. Der Master initiiert die Übertragung und wartet nach Ausgabe des Anforderungstelegramms die paramet- rierte Antwortüberwachungszeit auf ein Antworttelegramm vom Slave. Die Art des Datenaustauschs zwischen Modbus-Systemen wird durch Funktionscodes gesteuert.
  • Seite 75 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionsweise Bitte beachten Sie dass Sie, sobald Sie über Funktionscodes schreibend auf den Slave zugreifen möchten, diesen Bereich über die Protokoll- Parametrierung im Dialogfenster "Grenzen" freigeben. DATA Hier werden die für den Funktionscode spezifischen Daten übertragen. Nähere Informati- Ä...
  • Seite 76 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionsweise Fehlercodes Folgende Fehlercodes sind gemäß Modbus-Spezifikation definiert: Fehlercode Bedeutung nach Modbus- Ursache Spezifikation Illegal function Unzulässiger Funktionscode Illegal data address Unzulässige Datenadresse beim Slave Illegal data value Unzulässiger Datenwert beim Slave Failure in associated device Interner Fehler beim Slave Acknowledge...
  • Seite 77: Modbus Slave - Kommunikation Mit Anwenderprogramm

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Kommunikation mit Anwenderprogramm 6.4.7 Modbus Slave - Kommunikation mit Anwenderprogramm Übersicht Für die Verarbeitung der Verbindungsaufträge ist auf der Slave-Seite ein Anwender- programm in der CPU erforderlich. Der Datenaustausch zwischen CP und CPU erfolgt mit dem Modbus Kommunikations FB 80 - MODB_341.
  • Seite 78 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Kommunikation mit Anwenderprogramm 6.4.7.1 Daten senden FB 80 - MODB_341 Der FB 80 - MODB_341 ist im Anwenderprogramm zyklisch aufzurufen. Hierbei empfängt dieser das Anforderungstelegramm des Modbus Master, ordnet die Modbus-Adresse dem entsprechenden Speicherbereich in der CPU zu und stellt die angeforderten Daten dem Master zur Verfügung.
  • Seite 79 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Kommunikation mit Anwenderprogramm CP_START_OK, CP_START_ERROR – Sobald der SEND-Auftrag ohne Fehler beendet ist, wird der Ausgang CP_START_OK gesetzt und die FB-Initialisierung ist abgeschlossen. – Wird der SEND-Auftrag mit Fehler beendet, wird CP_START zurückgesetzt und CP_START_ERROR gesetzt.
  • Seite 80 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Kommunikation mit Anwenderprogramm ERROR_NR ERROR_INFO Fehlertext (dezimal) Register-Anzahl Unzulässige Register-Anzahl vom Treiber an den Kom- munikations-FB übergeben: Register-Anzahl = 0. – Abhilfe: Register-Anzahl vom Modbus-Master- System kontrollieren, gegebenenfalls Neuanlauf des CP (NetzEIN). Register-Anzahl Unzulässige Register-Anzahl vom Treiber an den Kom- munikations-FB übergeben: Register-Anzahl >...
  • Seite 81 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Kommunikation mit Anwenderprogramm ERROR_NR 90 ... 99 Sonstige Fehler – Es ist ein Verarbeitungsfehler aufgetreten, welcher nicht an den Treiber gemeldet wird. Nachfolgende Bearbeitungs-Aufträge werden weiter bearbeitet. ERROR_NR ERROR_INFO Fehlertext (dezimal) SFB 12 ® STATUS Fehler beim Senden einer Quittungsmeldung an den Treiber mit dem SFB 12 (BSEND) –...
  • Seite 82 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Kommunikation mit Anwenderprogramm 6.4.7.1.1 Datenkonsistenz Der Datenaustausch zwischen CPU und CP erfolgt blockweise über FB 7 - P_RCV_RK und FB 8 - P_SND_RK. – Hierbei beträgt die Blockgröße 32Byte. Eine Datenkonsistenz ist ausschließlich für die Blockgröße von 32Byte gegeben. Bei größeren Datenmengen werden die Daten zeitlich versetzt in der genannten Blockgröße ausgetauscht.
  • Seite 83: Modbus Slave - Funktionscodes

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes 6.4.8 Modbus Slave - Funktionscodes Namenskonventionen Für Modbus gibt es Namenskonventionen, die hier kurz aufgeführt sind: Modbus unterscheidet zwischen Bit- und Wortzugriff; Bits = "Coils" und Worte = "Register". Bit-Eingänge werden als "Input-Status" bezeichnet und Bit-Ausgänge als "Coil- Status".
  • Seite 84: Umrechnung Merker Und Ausgänge

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes 6.4.8.1 FC 01 - Read Coil Status Diese Funktion ermöglicht das Lesen einzelner Bits aus dem Ausgabe-Speicherbereich der CPU über den Modbus-Master. Anforderungstelegramm ADDR FUNC start_addr bit_number Antworttelegramm ADDR FUNC byte_count n n byte data start_addr Die Modbus Bit-Adresse start_addr beinhaltet den Beginn des Bereichs, auf den Sie...
  • Seite 85 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes Adressberechnung: – Byteadresse = ((start_addr - Param-Start-Adresse) / 8) + SPS-Bereich – Restbitnummer = (start_addr - Param-Start-Adresse) % 8 [Modulo 8] start_addr Zugriff Berechnung Bereich in SPS dezimal 0000h Merker (0 - 0) +1000 →...
  • Seite 86 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes Umrechnung Byteadresse = ((start_addr - Param-Start-Adresse) / 8) + SPS-Bereich Beim Zugriff auf Merker bzw. Ausgänge in der SPS wird die verbleibende Restbitnummer berechnet und dazu verwendet, um das entsprechende Bit innerhalb des Merker- bzw. Ausgangsbereichs zu adressieren.
  • Seite 87: Umrechnung

    System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes 6.4.8.3 FC 03 - Read Output Registers Diese Funktion ermöglicht das Lesen von Datenworten aus einem Datenbaustein der CPU über den Modbus-Master. Anforderungstelegramm ADDR FUNC start_register register_number Antworttelegramm ADDR FUNC byte_count n n/2-register data (High, Low) start_register...
  • Seite 88 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes Umrechnung Die Umrechnung erfolgt z.B. für start_register = 80 (0050h) nach folgender Vorgehens- weise: start_register = 0050h start_register-offset_DB_no. = 00h start_register-word-no. = 50h Datenbaustein DB = Basis-DB-Nummer + start_register-offset_DB_no. – Datenbaustein DB = 800 + 0 = 800 Datenwort DBW = start_register-word-no.
  • Seite 89 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes 6.4.8.5 FC 05 - Force Single Coil Anforderungstelegramm ADDR FUNC oil_addr Data_on/off Antworttelegramm ADDR FUNC coil addr Data_on/off coil_addr Die Modbus-Bit-Adresse coil_addr beinhaltet den Beginn des Bereichs, auf den Sie in der CPU zugreifen möchten.
  • Seite 90 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes 6.4.8.6 FC 06 - Preset Single Register Die Funktion ermöglicht das Schreiben eines Datenworts in einem Datenbaustein der CPU über den Modbus-Master. Bitte beachten Sie, dass Sie den Bereich, auf den Sie schreibend zugreifen möchten, über die Protokoll-Parametrierung im Dialogfenster "Grenzen"...
  • Seite 91 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes Beispiel Umsetzung Modbus-Adressierung bei FC 03, 06, 16 "Modbus-Adresse im Übertragungstelegramm" "SIMATIC-Speicherbereich" Param-Start-Adresse SPS-Bereich von 0 ab DB 800 Umrechnung Die Umrechnung erfolgt z.B. für start_register = 80 (0050h) nach folgender Vorgehens- weise: start_register = 0050h start_register-offset_DB_no.
  • Seite 92 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes 6.4.8.7 FC 08 - Loop Back Diagnostic Test Diese Funktion dient zur Überprüfung der Kommunikations-Verbindung. Sie hat keinerlei Auswirkung auf das Anwenderprogramm. Das empfangene Telegramm wird vom Treiber selbständig an den Master zurückgesendet. Anforderungstelegramm ADDR FUNC...
  • Seite 93 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes 6.4.8.8 FC 15 - Force Multiple Coils Diese Funktion ermöglicht das Schreiben mehrerer Bits im Ausgabebereich der CPU über Modbus-Master. Bitte beachten Sie, dass Sie den Bereich, auf den Sie schreibend zugreifen möchten, über die Protokoll-Parametrierung im Dialogfenster "Grenzen"...
  • Seite 94 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes 6.4.8.9 FC 16 - Preset Multiple Registers Diese Funktion ermöglicht das Schreiben mehrerer Datenworte in einen Datenbaustein der CPU über Modbus-Master. Bitte beachten Sie, dass Sie den Bereich, auf den Sie schreibend zugreifen möchten, über die Protokoll-Parametrierung im Dialogfenster "Grenzen"...
  • Seite 95 System 300S Kommunikationsprotokolle Modbus > Modbus Slave - Funktionscodes n-Data (High, Low) Als n-Data (High, Low) kann jeder beliebige Wert verwendet werden. Beispiel Umsetzung Modbus-Adressierung bei FC 03, 06, 16 "Modbus-Adresse im Übertragungstelegramm" "SIMATIC-Speicherbereich" Param-Start-Adresse SPS-Bereich von 0 ab DB 800 Umrechnung Die Umrechnung erfolgt z.B.
  • Seite 96: Diagnose Und Fehlerverhalten

    System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Übersicht Diagnosefunktionen Diagnose und Fehlerverhalten 7.1 Übersicht Diagnosefunktionen Übersicht Die Diagnosefunktionen erlauben Ihnen eine schnelle Lokalisierung aufgetretener Fehler. Folgende Diagnosemöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung: Diagnose über die CP-LEDs Diagnose über FB-STATUS Diagnose über Diagnosepuffer des CP Diagnose über Diagnosealarm Diagnose über die CP- Die CP-LEDs geben Ihnen einen ersten Überblick über aufgetretene interne bzw.
  • Seite 97: Diagnose Über Fb Status

    Beim Start der parametrierten Kommunikation wird eine unzulässige Parametrierung festge- stellt. Die Schnittstelle konnte nicht parametriert werden. Bitte beachten Sie, dass RK512 vom Yaskawa-CP nicht unterstützt wird. Bei parametrierter RK512 erhalten Sie diese Fehlermel- dung. Abhilfe: Verwenden Sie kein RK512. Korrigieren Sie die unzulässige Parametrierung und führen Sie einen Neustart durch.
  • Seite 98 System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über FB STATUS Ereignisklasse 03h "Fehler bei der Parametrierung der FBs" (wird nicht im Diagnosepuffer angezeigt) Ereignisklasse / Nr. Beschreibung 03 01h Quell-/Zieldatentyp nicht zulässig bzw. nicht vorhanden Bereich (Anfangsadresse, Länge) nicht zulässig DB nicht vorhanden bzw. nicht zulässig(z.B. DB 0) oder anderer Datentyp nicht vor- handen bzw.
  • Seite 99 System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über FB STATUS Ereignisklasse 05h "Fehler bei Bearbeitung eines CPU-Auftrags" Ereignisklasse / Nr. Beschreibung 05 01h Laufender Auftrag wurde durch Neuanlauf des CP abgebrochen. Abhilfe: Bei NetzEIN ist keine Hilfe möglich. Beim Umparametrieren des CP vom PG aus sollten Sie vor dem Beschreiben einer Schnittstelle darauf achten, dass von der CPU aus keine Aufträge mehr laufen.
  • Seite 100 System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über FB STATUS Ereignisklasse 07h "Sendefehler" Ereignisklasse / Nr. Beschreibung 07 04h Nur bei 3964(R) Abbruch durch Partner: während des laufenden Sendebetriebes wurden vom Partner ein oder mehrere Zeichen empfangen. Abhilfe: Prüfen Sie, ob der Partner ebenfalls Fehler anzeigt, da evtl. nicht alle Sendedaten angekommen sind (z.B.
  • Seite 101 System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über FB STATUS Ereignisklasse 08h "Empfangsfehler" Ereignisklasse / Nr. Beschreibung 08 01h Erwarten der ersten Wiederholung: Beim Empfangen eines Telegramms wurde ein Fehler erkannt und der CP forderte durch eine negative Quittierung (NAK) beim Partner eine Wiederholung an. Abhilfe: Eine Wiederholung ist kein Fehler, jedoch kann Sie ein Hinweis sein, dass Störungen auf der Übertragungsleitung auftreten oder ein Fehlverhalten des Partnergerätes vorliegt.
  • Seite 102 System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über FB STATUS Ereignisklasse 08h "Empfangsfehler" Ereignisklasse / Nr. Beschreibung 08 0Ch Übertragungsfehler: Ein Übertragungsfehler (Paritäts-, Stoppbit- oder Überlauffehler) wurde erkannt. Nur bei 3964(R) Wird in Ruhestellung ein gestörtes Zeichen empfangen, wird der Fehler sofort gemeldet, damit Störeinflüsse auf der Übertragungsleitung frühzeitig erkannt werden können.
  • Seite 103 System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über FB STATUS Ereignisklasse 08h "Empfangsfehler" Ereignisklasse / Nr. Beschreibung 08 32h Nur bei Modbus Master Überlauf des Empfangspuffers im CP bei Empfang des Antworttelegramms. Abhilfe: Überprüfen Sie die Protokolleinstellungen beim Slave. 08 33h Nur bei Modbus Master ASCII Ein falsches Startzeichen wurde empfangen.
  • Seite 104 System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über FB STATUS Ereignisklasse 14 (0Eh) "Ladbarer Treiber - Allgemeine Verarbeitungsfehler <Bearbeitung BSEND-Auftrag>" Ereignisklasse / Nr. Beschreibung 0E 43h Nur bei Modbus Master Die Slave-Adresse 0 (=Broadcast) ist bei diesem FC nicht zulässig. Abhilfe: Verwenden Sie Slave-Adresse 0 nur bei den hierfür geeigneten Funktionscodes. 0E 44h Nur bei Modbus Master Der Wert des übergebenen Parameters "Bit-Anzahl"...
  • Seite 105 System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über FB STATUS Ereignisklasse 14 (0Eh) "Ladbarer Treiber - Allgemeine Verarbeitungsfehler <Bearbeitung BSEND-Auftrag>" Ereignisklasse / Nr. Beschreibung 0E 50h Nur bei Modbus Master Slave-Adresse falsch: Die empfangene Slave-Adresse ist ungleich der gesendeten Slave- Adresse. Abhilfe: Ein falscher Slave hat geantwortet.
  • Seite 106 System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über FB STATUS Ereignisklasse 14 (0Eh) "Ladbarer Treiber - Allgemeine Verarbeitungsfehler <Bearbeitung BSEND-Auftrag>" Ereignisklasse / Nr. Beschreibung 0E 62h Nur bei Modbus Master Antworttelegramm mit Exception Code 02: Illegal Data Address Abhilfe: Siehe Handbuch des Slavegerätes. 0E 63h Nur bei Modbus Master Antworttelegramm mit Exception Code 03: Illegal Data Value...
  • Seite 107: Diagnose Über Diagnosepuffer

    System 300S Diagnose und Fehlerverhalten Diagnose über Diagnosepuffer 7.3 Diagnose über Diagnosepuffer Übersicht Der CP besitzt einen eigenen Diagnosepuffer. Hier werden alle Diagnoseeinträge des CP in der Reihenfolge ihres Auftretens eingetragen. Folgende Fehler können angezeigt werden: Fehler in Hardware bzw. Firmware Fehler bei der Initialisierung und Parametrierung Fehler bei der Ausführung eines CPU-Auftrags Fehler bei der Datenübertragung (Sende- und Empfangsfehler)
  • Seite 108: Diagnose Über Diagnosealarm

    7.4 Diagnose über Diagnosealarm Übersicht Der CP 341-1AH01 kann einen Diagnosealarm auf der zugeordneten CPU auslösen und somit eine Fehlfunktion des CP anzeigen. Über die Parametrierung können Sie vor- geben, ob der CP im Fehlerfall einen Diagnosealarm auslösen soll oder nicht. Default- mäßig ist die Alarmgenerierung deaktiviert.

Diese Anleitung auch für:

300s341-1ah01

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