Anlaufüber-
wachungsstufe
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Den Schutz gegen blockierten Rotor kann, je
nach Stellung des Schalter SGF/7, auf zwei
verschiedene Arten realisiert werden:
1. Anlaufüberwachung auf der Basis eines strom-
unabhängigen Überstromzeitschutzes (UMZ-
Auslösecharakteristik)
Das einsichtigste Schutzkonzept in diesem Zu-
sammenhang ist die Überwachung der Anlaufzeit
mit einer stromunabhängigen Auslösecharak-
teristik. Als Startbedingung gilt das Überschrei-
ten des Wertes I
, danach wartet das Relais die
s
zulässige Anlaufzeit t
ab. Der Nachteil dieser
s
Methode ist die fest eingestellte Überwachungs-
zeit, bei der nicht berücksichtigt wird, daß die
Anlaufzeit bei verminderter Speisespannung grö-
ßer ist.
Die Überstromstufe startet, wenn der Strom in
mindestens einer Phase den Einstellwert über-
schreitet. Wenn der Überstrom länger als die
eingestellte Verzögerungszeit ansteht, gibt die
Stufe ein Signal für die Auslösung des Leistungs-
schalters ab. Gleichzeitig leuchtet die Auslöse-
anzeige rot auf, und im Display erscheint die
Ziffer 6. Die rote Auslöseanzeige leuchtet wei-
ter, wenn die Stufe zurückfällt, und kann mit
dem Rückstelltaster RESET zurückgesetzt wer-
den. Bei entsprechender Konfiguration der
Ausgaberelais wird ein Auslösesignal vom Signal
SS2 oder SS3 abgeleitet. Das Startsignal kann
über den Schalter SG4/3 direkt zum Ausgangs-
signal SS1 geschaltet werden.
Der Anregestrom I> dieser Stufe ist einstellbar
in einem Bereich von 1,0...10 x I
Verzögerungszeit t
von 0,3...80 s.
s
Die Auslösung dieser Überstromzeitstufe kann
durch entsprechende Einstellung des Schalters
SGB/8 in Selbsthaltung gehen, so daß das Aus-
gangsrelais ausgelöst bleibt, auch wenn der ei-
gentliche Fehler nicht mehr ansteht. Das Aus-
gaberelais kann auf fünf verschiedene Arten
zurückgesetzt werden: a) durch Drücken des
Tasters PROGRAM, b) durch gleichzeitiges
Drücken der Taster STEP und PROGRAM, c)
indem der Befehl V101 oder d) der Befehl V102
über den SPA-Bus gegeben wird, oder e) indem
der externe Steuereingang von außen angeregt
wird. Bei einer Rückstellung gemäß a) oder c)
bleiben die gespeicherten Daten erhalten, bei
einem Reset gemäß b), d) oder e) werden die
gespeicherten Daten gelöscht.
2. Anlaufüberwachung durch die Berechnung
der thermischen Belastung
Die Einstellungen I
einem anderen Zusammenhang für die Funk-
2
tion I
x t
s
Programmierschalter SGF/7 ausgewählt wird..
In diesem Fall ist I
Anlaufstromes und t
des Motors. Das Relais berechnet das Produkt
2
I
x t
, das der thermischen Belastung des
s
s
Motors während eines normalen Anlaufs ent-
spricht. Bei einem tatsächlichen Anlauf mißt
das Relais kontinuierlich den Strom, berechnet
daraus die Leistung und multipliziert sie mit der
Zeit.
Wenn der Software-Schalter SG4/1 =1 gesetzt
wurde, beginnt die Stufe damit, die Werte I
t
aufzusummieren, sobald der Einstellwert für
s
I
überschritten wird. Sobald diese Summe grö-
s
ßer wird, als die mit den Einstellwerten berech-
nete normale Belastung, löst die Stufe aus.Das
Auslösesignal kann über SG4/3 direkt zum
Ausgang SS1 geschaltet werden. Gleichzeitig
leuchtet die Auslöseanzeige rot auf, und im
Display erscheint die Ziffer 6. Die rote Auslöse-
anzeige leuchtet weiter, wenn die Stufe zurück-
fällt und kann mit dem Rückstelltaster RESET
quittiert werden. Bei entsprechender Konfigura-
tion der Ausgaberelais kann ein Auslösesignal
vom Signal SS2 oder SS3 abgeleitet werden.
Diese Art der Anlaufüberwachung stellt sicher,
daß auch ein Anlauf mit verminderter Speise-
spannung erlaubt wird, bis die tatsächliche
thermische Belastung den eingestellten Wert
und die
überschreitet.
n
Der Anregestrom dieser Stufe ist einstellbar in
einem Bereich von 1,0...10 x I
zögerungszeit t
Die Auslösung dieser Überstromzeitstufe kann
durch entsprechende Einstellung des Schalters
SGB/8 in Selbsthaltung gehen, so daß das Aus-
gangsrelais ausgelöst bleibt, auch wenn der ei-
gentliche Fehler nicht mehr ansteht. Das Aus-
gaberelais kann auf fünf verschiedene Arten
zurückgesetzt werden: a) durch Drücken des
Tasters PROGRAM, b) durch gleichzeitiges
Drücken der Taster STEP und PROGRAM, c)
indem der Befehl V101 oder d) der Befehl V102
über den SPA-Bus gegeben wird, oder e) indem
der externe Steuereingang von außen angeregt
wird. Bei einer Rückstellung gemäß a) oder c)
bleiben die gespeicherten Daten erhalten, bei
einem Reset gemäß b), d) oder e) werden die
gespeicherten Daten gelöscht.
und t
können auch in
s
s
verwedet werden, die mit dem
s
der Wert des normalen
s
die normale Anlaufzeit
s
und die Ver-
n
von 0,3...80 s.
s
2
x
s