FEHLERBEHEBUNG
Grundlagen der Ausbreitung von Antennensignalen
Die Ausbreitung von Funkwellen im TLS–RF-Funksystem der Serie 4 wird von mehreren Faktoren
beeinflusst:
Antennenbetrieb
Die Antenne ist ein Transducer, der darin eingespeiste hochfrequente (RF) elektrische Energie (über die
Übertragungsleitung) in eine elektromagnetische Welle konvertiert, die in die Umgebung abgegeben
wird. Dieser Prozess ist naturgemäß wechselseitig – die Antenne läuft im Sende- oder Empfangsmodus
identisch. Es wird derselbe Antennen- und Übertragungsleitungspfad für sowohl Sende- als auch
Empfangsfunktionen verwendet. Eine Verzerrung oder eine Beschädigung von entweder Gateway oder
Senderantenne führt zu einer Verzerrung der elektromagnetischen Welle, was zur Folge hat, dass die
empfangene hochfrequente elektrische Energie abgeschwächt wird und/oder eine Mehrwegstörung, die
in der Welle verschlüsselten Daten beschädigt. Außerdem sollten sich die Antennen nicht berühren und
so weit wie möglich von elektrisch leitenden Objekten (besonders von Metall) entfernt gehalten werden,
welche die elektromagnetische Welle bei deren Ausbreitung von der Antenne verzerren können.
Freiraumdämpfung
Die Signalstärke wird bei geometrischer Ausbreitung der Wellenfront verringert, was allgemein als
Freiraumdämpfung (FSL) bezeichnet wird. Da die Standorte des TLS–RF-Funksystem der Serie 4 relativ
kurze Abstände zwischen Gateway und Sender haben, ist FSL kein Problem, wenn die
Installationsanleitung in den folgenden Abschnitten befolgt wird:
• Installationserwägungen für den RF-Sender
• Installation der Gateway-Halterung
• Gateway mit dem ATG verbinden und darauf registrieren
• Hinweise zur Senderantenne
Dämpfung
Wenn das elektromagnetische Wellensignal durch feste Objekte hindurchgeht, wird ein Teil der Energie
der Welle absorbiert. Dies lässt sich am einfachstem ausdrücken, wenn zu FSL eine „zulässige
Dämpfung" addiert wird. Die Dämpfung kann abhängig von der Struktur des Objekts, durch das die
Welle verläuft, sehr unterschiedlich sein. Metall im Objekt erhöht die Dämpfung sehr stark. Die
Dämpfung wird durch von mehr Dicke verstärkt. Allgemeine Faustregeln für die Dämpfung:
Pro Baum ergibt sich auf direktem Pfad eine Dämpfung von 10 bis 20 dB. Die Dämpfung hängt von der
Größe und Art der Bäume ab. Große Bäume mit dichter Belaubung bewirken eine größere Dämpfung.
Wände dämpfen um 10 bis 15 dB, je nach Bauweise. Innenwände sind am unteren Ende und
Außenwände, besonders solche mit Stuck, führen zu stärkerer Dämpfung.
Böden von Gebäuden bewirken eine Dämpfung von 12 bis 27 dB. Böden aus Beton und Stahl sind am
oberen Ende und Holzböden am unteren Ende.
Spiegelwände bewirken eine sehr hohe Dämpfung, da die reflektierende Schicht leitend ist.
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