7.4.2
Beimischschaltung:
Beimischschaltung
Im Vergleich zur Umlenkschaltung verfügt die Beimischschaltung über eine Sekundärkreispumpe. Des Weiteren
befindet sich das 3-Wege-Regelventil im Vorlauf.
Bei einer Heizungsanlage mit mehreren Sekundärkreisen muss der Primärkreis eine Hauptpumpe enthalten.
Die Sekundärkreise haben jeweils eine eigene Pumpe. In diesem Fall ist ein offener Verteiler vorzusehen, der als
Nullpunkt zwischen Primär- und Sekundärkreis fungiert. Die Sekundärkreispumpen fördern immer einen
konstanten Wasserstrom. Die eigentliche Leistungsregelung erfolgt durch das 3-Wege-Regelventil, das durch
Schließen des Bypasses die Temperatur im Sekundärkreisvorlauf anhebt.
Die Auslegung der Sekundärkreispumpe berücksichtigt nur die Druckdifferenz des Wärmeübertragers, was
besonders bei unbekannten Primärnetzen von Vorteil ist.
Zur Temperaturregelung in zentralen Lüftungsgeräten ist die Beimischschaltung häufig bei Erhitzern zu finden,
jedoch auch für Kühler ohne Entfeuchtung geeignet.
Regelschema Beimischschaltung
7.4.3
Einspritzschaltung:
Einspritzschaltung
Die Einspritzschaltung ist hinsichtlich der benötigten Regelkomponenten aufwendiger, bietet dafür aber einige
Vorteile. Sowohl der Primärkreis als auch der Sekundärkreis werden mit konstantem Wasserstrom betrieben. Die
Primärkreispumpe hat dabei die Aufgabe, die Druckdifferenz des Primärkreises und den Druckverlust des
Stellgliedes zu überwinden. Die Sekundärkreispumpe überwindet die Druckdifferenz des Wärmeübertragers.
Wie bei der Beimischschaltung erfolgt die Leistungsregelung durch Temperaturänderung des
Sekundärkreisvorlaufs. Je nach Ventilstellung wird aus dem Primärkreis
mehr oder weniger des Mediums am zweiten Mischpunkt in den Sekundärkreis „eingespritzt".
Regelschema Einspritzschaltung
AEREX RLT - Installations-, Wartungs- und Bedienungsanleitung [11-2023]
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