7.16 Messung von Tastverhältnissen
Als Tastverhältnis wird die Zeit (ausgedrückt in Prozent)
verstanden, in der sich ein Signal oberhalb oder
unterhalb eines Schwellenwertes befindet (Abbildung 8).
Die Betriebsart Tastverhältnis ist für die Messung der
Ein- und Auszeit von Logik- und Schaltsignalen optimiert.
Zum Beispiel werden Benzineinspritzungen und
Stromschaltsysteme durch Signale mit veränderlicher
Pulsbreite gesteuert, die mit einer Tastverhältnismessung
überprüft werden können.
Zur Messung von Tastverhältnissen wird das Instrument
zur Messung von Frequenzen eingerichtet und dann ein
zweites Mal auf Hz gedrückt. Wie bei der Frequenz-
funktion kann auch hier die Steigung für den Schwellenwert
durch Drücken von
geändert werden.
Für 5 V-Logiksignale sollte der 4 V DC-Bereich benutzt
werden, für 12 V-Schaltsignale in Automobilen der 40 V
DC-Bereich. Für Sinussignale sollte der niedrigste
Bereich benutzt werden, der nicht zu mehrfachen
Auslösungen führt. (Normalerweise kann ein unverzerrtes
Signal eine Amplitude bis zum Zehnfachen des
gewählten Spannungsbereichs haben.)
Falls die Messung eines Tastverhältnisses instabil ist, auf
MIN MAX drücken und dann zur Darstellung des
Mittelwertes (AVG) gehen.
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