Dreh-Encoder
Bild 13: Dreh-Encoder
Das MSP430 Education System ist mit einem Dreh-Encoder ausgestattet. Der Drehencoder besitzt drei
Anschlüsse und erzeugt bei einer vollständigen Umdrehung 24 Impulse an zwei seiner Anschlüsse.
Der dritte Anschluss wird als Bezugspotential (VCC) genutzt und ergibt daraus ein „low active"
verhalten. Um Störungen zu vermeiden sind beide Ausgänge mit einem Tiefpassfilter ausgestattet,
um so Fehlimpulse zu vermeiden.
Seine Funktionsweise ist relativ einfach. Bei jedem Impuls wird das Signal beider Anschlüsse von VCC
nach Masse gezogen. Je nachdem welcher der beiden Anschlüsse zuerst auf VCC gezogen wird kann
neben dem eigentlichen Impuls auch die Drehrichtung erkannt werden.
Der Dreh-Encoder wurde aus Mangel an interruptfähigen Ports an einen nicht interruptfähigen Port
angeschlossen. Nun ist das ständige Auslesen der beiden Pin-Eingänge aufwändig und außerdem
können auch Impulse verloren gehen, wenn der Controller anderweitige Routinen abarbeiten muss.
Um den Drehencoder dennoch über einen Interrupt abfragen zu können, werden die beiden Signale,
mittels einer BAT-Diode auf einen freien interruptfähigen Pin (P2.3) gelegt. Die beiden internen
Dioden trennen die Signale voneinander und geben ein entsprechendes Signal an den Eingang weiter.
So kann der Drehencoder über nur einen Interrupt-Pin ausgelesen werden. Die Pinbelegung ist in
folgender Tabelle zu sehen.
Tabelle 6: Anschlussbelegung des Drehencoders
Port
Stiftleiste
P4.1
P1.19
P4.2
P1.20
P2.3
P2.10
Handbuch MSP430 Education System
µC Pin
Peripheriesystem
Drehencoder ENC A
18
Drehencoder ENC B
19
Drehencoder ENC IRQ
29
Literatur- und Quellenverzeichnis
Seite 26