4.6 Taster
Da Taster wichtige Funktionen in vielen unterschiedlichen Systemen übernehmen, wurden auf dem
MSP430 Education System vier Taster verwendet. Alle Taster wurden an einem interruptfähigen Port
des MSP430 angeschlossen, um verschiedene Arten der Signalerkennung realisieren zu können. So
kann ein Taster per Interruptfunktion, mit Hilfe des Timers oder einfach durch wiederholtes Abfragen
(Polling) ausgelesen werden.
Bild 12: Beschaltung der Taster
Wie in Bild 12: zu sehen ist, liegen die angeschlossen Pins des Mikrocontrollers (über Vorwiderstände
R21-R24) direkt an der Versorgungsspannung (VCC). Die Widerstände R25-R28 dienen der
Strombegrenzung beim Drücken der Taster. Die Pins P2.0-2.2 und P2.5 müssen in dem zugehörigen
Portregister als Eingang geschaltet werden, um eine Spannungsänderung und somit ein Schalten
detektieren zu können. Da die Taster standardmäßig offen sind und die Pins als Eingänge geschaltet
wurden, kommt es zu keinen Stromfluss in Richtung Mikrocontroller. Die Taster schalten nach GND,
das bedeutet, nach betätigen eines Tasters, wird der angeschlossene Port von VCC nach Masse
geschaltet. Wird der Taster betätigt, kommt es zum Stromfluss über den jeweiligen Vorwiderstand von
VCC nach Masse. Da die gesamte Spannung über diesen Vorwiderstand abfällt, kann der
Mikrocontroller nur noch einen Null-Pegel erkennen. Diese Veränderung von VCC auf GND kann dann
über ein Programm, an dem jeweiligen Pin, erkannt werden.
Da die Taster an den externen Interruptleitungen angeschlossen sind, ist auch eine
interruptgesteuerte Entprellung möglich. Die Widerstände R25-R28 dienen der Absicherung der
Mikrocontrollereingänge, um eine Überlastung dieser zu verhindern.
Die Tabelle 5 stellt die Anschlussbelegung noch einmal übersichtlich dar.
Tabelle 5: Anschlussbelegung der Taster
Port
Stiftleiste
P2.5
P1.4
P2.2
P1.11
P2.1
P1.10
P2.0
P1.9
Handbuch MSP430 Education System
µC Pin
Peripheriesystem
Taster SW1
3
Taster SW2
10
Taster SW3
9
Taster SW4
8
Literatur- und Quellenverzeichnis
Seite 25