Bernina 1008 Handbuch

Display/Bedienfeld

Display/Bedienfeld Übersicht - Teil 1

Display/Bedienfeld Übersicht - Teil 2

  1. Rotes Stichprogramm
  2. Grünes Stichprogramm
  3. Wählhebel
  4. Grundeinstellungspanel, rote Stiche
    1. Nähfuß
    2. Stichbreite
    3. Stichlänge
    4. Nadelposition
  5. Grundeinstellungspanel, grüne Stiche
    1. Nähfuß
    2. Stichbreite
    3. Stichlänge
    4. Nadelposition
  6. Stichbreitenknopf
  7. Nadelpositionsknopf
  8. Knopflochknopf
  9. Stichlängenknopf
  10. RED-GRÜN Stichprogramm-Wählknopf
  11. Transporteurknopf

Details der Maschine

Übersicht der Maschinendetails

  1. Aufklappbare Frontabdeckung
  2. Stichplatte
  3. Nähfuß
  4. Nadelhalter
  5. Fadenregler
  6. Fadenhebel
  7. Vorspannungsstift
  8. Fadenspannungsschlitz
  9. Fadenspannungseinstellknopf
  10. Rote Stiche
  11. Grüne Stiche
  12. Wählhebel
  13. Spulenspindel
  14. Spulwickleranschlag
  15. Handrad
  16. Stichbreitenknopf
  17. Nadelpositionsknopf
  18. Knopflochknopf
  19. Netz-/Lichtschalter
  20. Stichlängenknopf
  21. Befestigungsstifte für den Nähtisch
  22. Stichprogramm-Farbanzeige
    (ROT -GRÜN)
  23. Kombinierte Netz-/Fußanlasserbuchse
  24. Stichprogramm-Wählknopf
  25. Näh-/Stopf-Wählknopf
  26. Nähfußhebel
  27. Tragegriff
  28. Fadenführung
  29. Fadenhalterstifte
  30. Zusätzliche Fadenführung
  31. Fadenabschneider

Einrichten der Nähmaschine

Abdeckung, Zubehör

Die Abdeckung schützt die Maschine vor Staub und Schmutz.
Die Außentasche bietet Stauraum für die Bedienungsanleitung, den Fußanlasser und das Kabel.
Mit dem praktischen, versenkbaren Tragegriff lässt sich die Maschine sehr leicht tragen.

Zubehörbox entfernen
Schieben Sie die Zubehörbox einfach nach hinten.
Einrichten - Schritt 1

Anbringen der Zubehörbox an die Maschine
Die Zubehörbox besitzt zwei Befestigungslaschen, die in die Grundplatte der Maschine passen.
Legen Sie die Zubehörbox von hinten auf die Grundplatte und drücken Sie sie gegen den Freiarm, bis die Befestigungslaschen in die vorgesehenen Löcher einrasten.
Einrichten - Schritt 2

Standardzubehör

  • Zubehörbox
  • 4 Spulen
  • Nadelpackung
  • Nahttrenner
  • kleiner Schraubendreher
  • Schraubendreher
  • Glühlampenhalter
  • Pinsel
  • Ölfläschchen
  • Nähfußschaft für
  • Schnappsohlen
  • Rückwärtsmuster-Sohle
  • Overlock-Sohle
  • Blindstichsohle
  • Knopflochsohle
  • Reißverschluss-Sohle

Netzkabel, Fußanlasser, Nählicht, Netzschalter

Netzkabel und Fußanlasser anschließen
Stecken Sie das speziell kombinierte Netz-/Fußanlasserkabel in die Maschine. Stecken Sie das Kabel in die Steckdose.
Einrichten - Schritt 3


(Nur USA/Kanada)
Diese Nähmaschine hat einen polarisierten Stecker (ein Kontakt
ist breiter als der andere).
Um das Risiko eines Stromschlags zu verringern, ist dieser Stecker so konzipiert, dass er nur auf eine Weise in eine polarisierte Steckdose passt. Passt der Stecker nicht vollständig in die Steckdose, drehen Sie ihn um. Passt er immer noch nicht, wenden Sie sich an einen qualifizierten Elektriker, um die richtige Steckdose installieren zu lassen. Verändern Sie den Stecker in keiner Weise.

Fußanlasser
Dieser dient zur Regulierung der Nähgeschwindigkeit.
Die Nähgeschwindigkeit kann durch Variieren des Drucks auf die Platte des Fußanlassers von praktisch 0 bis zur Höchstgeschwindigkeit geregelt werden.

Maschinen mit Fußanlasser Typ YC-423A
Hochfrequenz-Stromspitzen können Motordrehzahlschwankungen von bis zu 20 % verursachen. Diese verschwinden, sobald die normale Stromversorgung wiederhergestellt ist.

Netzschalter Nählicht

Der Netzschalter unter dem Handrad hat 3 Stellungen:
Off (Aus) Die Maschine ist ausgeschaltet.
On (Ein) Die Maschine ist eingeschaltet.
Die Maschine und das Nählicht sind eingeschaltet.

Nur USA/Kanada
Verwenden Sie nur den Fußanlasser Typ YC-420-6A mit dem Nähmaschinenmodell 1008.

Spulenkapsel und Spule, Unterfaden aufspulen

Spulenkapsel entfernen
Stellen Sie den Netzschalter auf die Stellung.
Prüfen Sie, ob die Nadel angehoben ist. Öffnen Sie die klappbare vordere Abdeckung am Freiarm.
Einrichten - Schritt 4

Ziehen Sie mit Zeigefinger und Daumen der linken Hand den Spulenkapsel-Riegel nach vorne und entnehmen Sie die Spulenkapsel.
Einrichten - Schritt 5


Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise.

Unterfaden aufspulen
Halten Sie das Handrad mit der linken Hand fest und drehen Sie mit der rechten Hand die Handradkupplung nach vorne. Die Nähmaschine ist nun ausgekuppelt (Abb. 3). Setzen Sie die leere Spule auf den Spulstift und drücken Sie sie nach rechts gegen den Spulenstopp. Der Spuler ist nun eingerastet.
Einrichten - Schritt 6

Nehmen Sie den Faden von der Garnrolle auf dem Garnrollenstift und führen Sie ihn im Uhrzeigersinn um den Vorspannungszapfen zur leeren Spule. Wickeln Sie ihn mehrmals um die leere Spule, ebenfalls im Uhrzeigersinn.
Einrichten - Schritt 7
Treten Sie auf den Fußanlasser, um den Motor zu starten. Wenn die Spule voll ist, stoppt der Spuler automatisch. Drücken Sie die Spule nach links und entnehmen Sie sie.

Beim Entnehmen der Spule schneiden Sie den Faden ab, indem Sie ihn nach links gegen den Spulenstopp ziehen.

Spule einsetzen

Spule einsetzen
Halten Sie die Spulenkapsel in der linken Hand.
Setzen Sie die Spule so ein, dass der Faden im Uhrzeigersinn läuft, siehe Pfeil.
Spule einsetzen - Schritt 1

Führen Sie den Faden gegen den Uhrzeigersinn zum Schlitz.
Spule einsetzen - Schritt 2

Ziehen Sie den Faden in den Schlitz und unter die Feder, bis er im T-förmigen Schlitz am Ende der Feder liegt.
Spule einsetzen - Schritt 3

Wenn das Fadenende gezogen wird, sollte sich die Spule im Uhrzeigersinn drehen, in Richtung des Pfeils.
Spule einsetzen - Schritt 4

Einsetzen der Spulenkapsel in den Greifer
Halten Sie die Spulenkapsel am Riegel mit Zeigefinger und Daumen der linken Hand. Setzen Sie sie so ein, dass der Finger der Spulenkapsel nach oben zeigt und in die Kerbe der Greiferbahn-Abdeckung eingreift.
Kontrolle: Fadenende ziehen. Schließen Sie die klappbare vordere Abdeckung.
Spule einsetzen - Schritt 5

Einfädeln des Oberfadens

Oberfaden einfädeln
Prüfen Sie, ob die Nadel in der oberen Stellung ist.
Heben Sie den Nähfuß.
Legen Sie die Garnrolle auf einen der beiden Garnrollenstifte.
Klemmen Sie den Faden fest in die Fadenführung oben an der Maschine ein. Ziehen Sie ihn dann durch den langen Schlitz A in die Fadenspannung.
Oberfaden einfädeln - Schritt 1
An der Vorderseite der Maschine führen Sie den Faden vom Schlitz A nach unten unter den Fadenregler B, dann nach oben zum Fadenhebel oben C und wieder nach unten zur Nadelfadenführung D.
Fädeln Sie die Nadel immer von vorne nach hinten ein.
Die kleine weiße Platte an der Vorderseite des Nähfußschafts hilft beim Einfädeln des Nadelöhrs.
Ziehen Sie den Faden ca. 10 cm (4") durch das Nadelöhr.


Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise.

Zusätzliche Fadenführung am Griff
Nähen mit Kreuzwickelgarnen, Metall- und Silberfaden, Doppel- oder Dreifachnadeln.
Für eine perfekte Fadenführung fädeln Sie den Faden durch die spezielle zusätzliche Fadenführung am Griff.
Oberfaden einfädeln - Schritt 2

Unterfaden hochholen, Fadenspannung, Transporteur

Unterfaden hochholen
Halten Sie den Oberfaden locker. Drehen Sie das Handrad zu sich hin, bis der Fadenhebel ganz angehoben ist. Ziehen Sie den Oberfaden, so dass der Unterfaden durch das Stichplattenloch hochgeholt wird (Abb. 1). Führen Sie beide Fäden durch den Schlitz des Nähfußes und legen Sie sie zur Seite. Anstatt den Nadelstopp zu verwenden, kann der Unterfaden auch hochgeholt werden, indem das Handrad nach vorne gedreht wird, bis die Nadel ihre höchste Position erreicht. In diesem Fall muss der Oberfaden mit der linken Hand gehalten werden.
Einrichten - Schritt 8

Transporteur versenken
Bei bestimmten Näharten, z.B. zum Stopfen, darf der Stoff nicht vom Transporteur bewegt werden. Deshalb muss der Transporteur versenkt werden, indem der Knopf nach links gedreht wird, bis die Markierung auf das Symbol zeigt (Abb. 2). Für normales Nähen sollte der Knopf auf das Symbol zeigen.

Fadenabschneider
Um Ihre Arbeit zu entfernen, heben Sie den Nähfuß an, nehmen Sie die Arbeit nach hinten links heraus und haken Sie beide Fäden in den Abschneider ein. Die Fadenenden bleiben sicher, bis das Nähen fortgesetzt wird.

Fadenspannung
Einer der Hauptvorteile von BERNINA Maschinen ist, dass die Fadenspannung für normales Nähen sehr selten geändert werden muss. Für die normale Spannungseinstellung sollte die rote Markierung am Spannungsregulierrad mit der angrenzenden Markierung an der Maschine übereinstimmen (Abb. 4). Für spezielle Näharbeiten kann die Fadenspannung mit Hilfe des Regulierrades eingestellt werden. Dreht man das Spannungsregulierrad nach vorne, auf Nummer 4 oder darunter, ergibt sich eine lockerere Oberfadenspannung. Dreht man das Spannungsregulierrad nach hinten, auf Nummer 6 oder darüber, ergibt sich eine festere Oberfadenspannung. Wenn die Spannung korrekt eingestellt ist, bilden Ober- und Unterfaden Schlaufen zwischen den beiden Stofflagen (Abb. 5). Eine falsche Oberfadenspannung führt zu Knoten, lockeren Schlaufen oder Fadenbruch. Ist die Spannung zu locker, bilden sich Knoten auf der Unterseite (Abb. 6). Ist die Spannung zu fest, bilden sich Knoten auf der Oberseite (Abb. 7).
Einrichten - Schritt 9


Die Fadenspannung sollte nach Abschluss der speziellen Näharbeiten wieder auf normal zurückgestellt werden.

Nadel einsetzen, Nähfüße wechseln

Nadel einsetzen
Der kleine schwarze Schraubendreher zum Lösen oder Festziehen der Nadelklemme befindet sich im Zubehörkasten.
Stellen Sie den Netzschalter auf .
Vergewissern Sie sich, dass die Nadel in der oberen Position ist. Falls nicht, drehen Sie das Handrad.
Lösen Sie die Nadelklemmschraube um eine halbe Umdrehung (gegen den Uhrzeigersinn) und entfernen Sie die Nadel.
Einrichten - Schritt 10
Setzen Sie eine NEUE Nadel ein - die flache Seite nach hinten.
Setzen Sie die Nadel ein, bis sie ganz oben anstößt. Wenn die Nadel nicht vollständig eingesetzt ist, d.h. zu tief sitzt, kommt es zu Fehlstichen.
Ziehen Sie die Nadelklemmschraube fest an.


Beachten Sie die Sicherheitshinweise.

Wechsel des Nähfußschafts
Erfolgreiche Nähergebnisse hängen von der richtigen Wahl des Nähfußes ab.

Der Wechsel von Nähfußschaft und -sohle ist schnell und einfach:
Heben Sie die Nadel an.
Heben Sie den Nähfußschaft an.
Heben Sie den Klemmhebel mit dem Zeigefinger Ihrer rechten Hand an und entfernen Sie den Nähfußschaft mit Mittel- und Daumen.

Anbringen des Nähfußschafts: Gehen Sie genauso vor, drücken Sie jedoch den Klemmhebel mit dem Zeigefinger nach unten.

Wechsel der Nähfußsohle
Heben Sie Nadel und Nähfuß an. Stellen Sie den Netzschalter auf 0 und drücken Sie den Knopf am Schaft, um die Sohle zu lösen.

Anbringen der Nähfußsohle
Platzieren Sie die Sohle unter dem Schaft, sodass der Stift unter der Öffnung am Schaft liegt. Senken Sie den Nähfußhebel ab, und die Sohle rastet ein.

Näh-Tipps

Einige Hinweise
Stellen Sie Ihre BERNINA weit genug von der Tischkante entfernt auf. Eine korrekte Sitzposition und die richtige Führung der Arbeit erleichtern das Nähen. Setzen Sie sich direkt vor die Nadel, d.h. vor den Arbeitsbereich. So können Sie den Arbeitsbereich ohne Anstrengung beobachten. Achten Sie darauf, dass die Höhe Ihres Stuhls ein bequemes Arbeiten ermöglicht.

Am besten führen Sie die Arbeit von der Seite mit den Fingern der linken Hand nahe am Nähfuß. Bei empfindlichen Arbeiten ist es besser, anzuhalten und sie schrittweise zu führen, anstatt die Arbeit unter den Fingern gleiten zu lassen.

Um die Arbeit zu entfernen, heben Sie den Nähfuß an und prüfen Sie, ob die Nadel angehoben ist. Falls nicht, drehen Sie das Handrad. Nehmen Sie die Arbeit nach hinten links heraus und haken Sie beide Fäden in den Abschneider ein. Die Fadenenden lösen sich, wenn Sie wieder mit dem Nähen beginnen.

Fäden und Nadeln

Nadel und Nähmaschine
Ihre BERNINA verfügt über das Nadelsystem 130/705H.
Achten Sie beim Kauf neuer Nadeln darauf, dass es sich um das System 130/705H handelt.
Handelsübliche Nadelstärken sind Nr. 70 bis 120. Je feiner die Nadel, desto kleiner die Nummer. Das Gegenteil gilt für Fäden. Je feiner der Faden, desto höher die Nummer.

Nadel und Faden
Die benötigte Nadelstärke hängt vom gewählten Faden ab. Die Nadel muss zum Faden passen.
Beim Nähen liegt der Faden in der langen Rille an der Vorderseite der Nadel.

Ist die Nadel zu fein, passt der Faden nicht in die Rille (Abb. 2), und es kommt zu Fehlstichen.

Nadel und Stoff
Zustand der Nadel

Die Nadel muss in einwandfreiem Zustand sein.
Nähprobleme werden verursacht durch:

  1. verbogene Nadeln
  2. stumpfe Nadeln
  3. verhakte Spitzen

Nadel-/Fadentabelle
Diese Tabelle zeigt deutlich, welche Nadel zu welchem Faden passt.

Nadel 70 80 90 100 120
Stopfgarn * *
Stickgarn 30 *
Mercerisiertes Baumwoll-Nähgarn * *
Synthetisches Nähgarn * *
Grobes mercerisiertes Baumwollgarn
Mercerisiertes Synthetikgarn
* *
Knopflochgarn für Ziernähte
(Cordonnet)
* *

Nadel-Tabelle

Standardnadeln
130/705H
Normale Spitze, leicht abgerundet
Allzwecknadel für gewebte Synthetik- und Naturfasern, feines Leinen, Chiffon, Batist, Organdy, Wolle, Samt, Ziernähte und Stickereien.
Spezialnadeln
130/705 SES
Feine Kugelspitze
Feine Strickwaren, auch besonders geeignet für Synthetikstoffe.
130/705H-SUK
Mittlere Kugelspitze
Schwerere Strickwaren aus Synthetik- oder Naturfasern.
130/705H-Stretch
Mittlere Kugelspitze
Spezialnadel für empfindliche oder schwierige Stretchstoffe.
130/705H-J
Extra feine Spitze
Twill, Arbeitskleidung, schwere Stoffe wie Leinen, Denim, Canvas. Durchdringt dichte Stoffe leichter.
130/705H-LLorH-LR
Schneidspitze
Leder, Wildleder, Kalbsleder, Ziegenleder, Schweinsleder, Kunstleder und Kunstwildleder, Kunststoffe, gewachste Stoffe.

Stofftransport und Höhenausgleich

  1. Stofftransport und Stichlänge
    Mit jedem Stich bewegt sich der Transporteur einen Schritt vorwärts.
    Die Länge dieses Schritts wird durch die gewählte Stichlänge bestimmt. Bei einer extrem kurzen Stichlänge sind auch die Schritte kurz. Der Stoff bewegt sich auch bei voller Nähgeschwindigkeit recht langsam unter dem Fuß. Knopflöcher, Satinstiche und Zierstiche werden alle mit einer kurzen Stichlänge genäht.
    1. Stellen Sie sicher, dass der Stoff gleichmäßig transportiert wird.
    2. Schieben führt zu Lücken.
    3. Zurückhalten führt zu Materialanhäufungen.
  2. Stofftransport und Höhenausgleich
    Die Höhenausgleichsplatten garantieren einen perfekten Stofftransport beim Nähen von dicken Stellen und beim Absteppen von Kanten. Je nach Dicke (Höhe) können ein, zwei oder drei Ausgleichsplatten verwendet werden.
    1. Der Transporteur kann nur dann richtig arbeiten, wenn der Nähfuß flach aufliegt.
    2. Beim Nähen von dicken Stellen wird der Nähfuß nach oben gedrückt, wodurch der Transporteur den Stoff nicht richtig greifen und transportieren kann.
    3. Um die Höhe (Dicke) auszugleichen, legen Sie ein, zwei oder drei Ausgleichsplatten hinter die Nadel unter den Nähfuß.
    4. Um vor dem Nähfuß auszugleichen, legen Sie eine oder mehrere Platten rechts vom Fuß bündig mit der Nadel. Nähen Sie über die dicke Stelle und entfernen Sie dann die Platten.
  3. Stofftransport und Nähen von Ecken
    1. Die beiden Zahnreihen des Transporteurs sind aufgrund der Breite des Zickzack-Nadellochs ziemlich weit voneinander entfernt.
    2. Beim Nähen von Ecken liegt nur ein kleiner Teil des Stoffes auf dem Transporteur auf, sodass dieser die Arbeit nicht korrekt transportieren kann.
    3. Für einen gleichmäßigen Transport legen Sie eine oder mehrere Platten rechts vom Nähfuß bündig mit der Stoffkante.

Verwendung

Nähfüsse
Praktische Stiche
Praktisches Nähen

Anwendungsbereiche

Grüne praktische Stiche

  1. Geradstich
    Alle Arten von nicht dehnbaren Stoffen.
    Alle Geradsticharbeiten.
  2. Zickzack
    Für die meisten Stoffarten.
    Alle einfachen Zickzackarbeiten, z.B. Versäubern, besonders bei feinen Stoffen.
    Annähen von Gummibändern und Spitzen.
  3. Blindstich
    Für die meisten Stoffarten.
    Blindstichsäumen, Muschelkanten an weichen Jersey- und Leinenstoffen, Zierarbeiten.
  4. Universalstich
    Für festere Strickstoffe, Filz, Leder usw.
    Flache Verbindungsnähte, sichtbare Säume, Patchwork, Reparieren von Interlockstoffen, Annähen von Gummibändern, Ziernähte.
  5. Stretchstich
    Für sehr dehnbare Stoffe.
    Sehr dehnbare offene Nähte für Ski-, Reit-, Kletter- und Wanderbekleidung.
  6. Vari-Overlock
    Primär für feine Synthetik- und Seidenjerseys, Helanca, feine Baumwoll- und Wolljerseys.
    Dehnbare Overlocknähte und -säume, besonders geeignet für Sportunterwäsche, T-Shirts, Sweatshirts usw.
  7. Laufstich
    Für die meisten Stoffarten.
    Tanzen mit Laufstich, Bedeutung von gewebtem Stoff, Kanten verstärken usw.
  8. Muschelstich
    Primär für gewebte Stoffe.
    Kanten von Tischdecken, Platzsets, Kragen, Manschetten usw.

Rote praktische Stiche
Rote Zierstiche

  1. Dreifach-Geradstich
    Für Cord, Denim, Overalls und Liegestuhlstoffe, Teppichränder, Rucksäcke, Schlafsäcke und Ähnliches.
    Strapazierfähige Naht zum Verbinden von Stoffstücken oder zum Absteppen von Nähten.
  2. Dreifach-Zickzack
    Für Denims, Cords, Leder, Ziersäume, leichte Stoffe für Rollos und Ähnliches.
    Sichtbare Säume und Nähte, Bandannähen, extra starke Naht für Sportbekleidung, Wolldecken, Schlafsäcke, Rucksäcke.
  3. Frotteestich
    Primär für Frotteestoffe, Denim, Leder und andere feste Stoffe.
    Flache Verbindungsnähte, sichtbare Säume für Strandkleidung, Handarbeiten.
  4. Doppel-Overlock
    Für alle Arten von Strickstoffen sowie hand- und maschinengestrickte Artikel.
    Overlocknaht.
  5. Kantenstich
    Für die meisten Stoffarten.
    Sichtbare Säume, Annähen von Spitzen und Bändern aller Art, Zierkanten, Handarbeiten.
  6. Verstärkter Overlockstich
    Für Sweatshirtstoffe, Frottee, mittelschwere Strickstoffe.
    Verstärkte Overlocknähte, Handarbeiten.
  7. Zierstiche
  8. Zierstiche

Geradstich

Geradstich

Nähfuss: 1
Faden: je nach Stoff
Nadel: je nach Faden
Stich:
Stichbreite: 0
Stichlänge: 1-5 je nach Stoff
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Nadelpositionen

Vorwärtsnähen
Die Maschine näht mit den angegebenen Einstellungen und der gewählten Stichlänge vorwärts.
Die Stichlänge wird entsprechend der Art der Näharbeit und des Stoffes gewählt.

Rückwärtsnähen
Stichlängenknopf über 0 nach oben drücken und halten, bis das Rückwärtsnähen beendet ist.
Wird der Knopf wieder losgelassen, näht die Maschine wieder vorwärts mit dem zuvor gewählten Stich.

Fadenenden sichern
Am Anfang und Ende einer Naht ca. 1 cm Rückwärtsnähen und dann wieder vorwärts.

Sichern von dicken Nähten
Beim Wechseln von Vorwärts- zu Rückwärtsnähen und umgekehrt die Maschine anhalten. Die Nadel sollte oben sein. Ist dies nicht der Fall, das Handrad nach vorne drehen. Dies verhindert ein Verbiegen der Nadel durch dicke Stoffe.

Fünf Nadelpositionen
Die Stichposition kann mit dem Nadelpositionsknopf nach links und rechts in fünf Positionen eingestellt werden.
Beim normalen Nähen befindet sich die Nadel in der Mitte.
Nadelpositionen
Anwendungsbeispiele:
Blindsaum
Kantensteppen
Reissverschluss einnähen

Zickzack

Zickzack einstellen

Nähfuss: 1
Faden: je nach Stoff
Nadel: je nach Faden
Stich:
Stichbreite: 1-5
Stichlänge: 1-5
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Zickzackbreite und -länge einstellen
Die Stichbreite und -länge kann während des Nähens oder bei angehaltener Maschine verändert werden.

Stellen Sie die Breite des Zickzackstichs mit dem Stichbreitenknopf ein. Sie ist stufenlos bis 5 mm einstellbar.
Die Nadel darf bei angehaltener Maschine nicht im Stoff bleiben.

Satinstich

Satinstich = dichter Zickzack = IIIII

Nähfuss: 1
(6*)
Faden: Stickgarn Nr. 30
Nadel: 80
Stichbreite: 1½ - 5
Stichlänge: IIII (Satinstichdichte)

* Zusätzliches Zubehör

Stichlänge auf sehr dichten Zickzack einstellen = IIIII
Stichlängenknopf nach rechts drehen, bis er einrastet.
Die Markierung am Knopf ist oben.
Die Stichlänge ist jetzt 0.

Durch eine halbe Drehung nach links (Markierung unten) erhält man die Grundeinstellung für den Satinstich = IIIII.
Die Stichdichte von der Grundeinstellung je nach Arbeit anpassen. Für dickere Stoffe gegen den Uhrzeigersinn drehen, für feinere Stoffe im Uhrzeigersinn.

Kanten versäubern

Nähfuss: 1
Faden: Stopf- oder Nähgarn
Nadel: 80-70
Stichbreite: 2½ - 5 (je nach Stoff)
Stichlänge: 1-3 (je nach Stoff)

Generell sollte der Zickzack nicht zu breit und die Stichlänge nicht zu lang sein. Beginnen Sie mit einer sauber geschnittenen Kante. Verwenden Sie möglichst feines Garn, besonders bei feinen Stoffen.
Führen Sie die Stoffkante zur Mitte des Fusses, so dass die Nadel abwechselnd in den Stoff und dann über die Kante sticht.

Grüne Stiche auswählen

Grüne Stiche auswählen

  1. Nähfuss
  2. Stichbreite
  3. Stichlänge
  4. Nadelposition

Drücken Sie den Wählhebel nach rechts zum Entriegeln und wählen Sie einen Stich von 1-8.
Stellen Sie die Farbanzeige auf Grün.
Die Zahl für die Grundeinstellung entspricht der Nummer des gewählten Stichs.
Jeder Stich hat viele verschiedene Anwendungen. Die Stichbreite und -länge kann an die Art der Arbeit und den Stoff angepasst werden.
Die Nähfussanzeige empfiehlt den passenden Fuss für einfache Arbeiten und perfekte Ergebnisse.

Universalstich
Nähfuss: 1
Stich:
Stichbreite: 4
Stichlänge: 1
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:
Blindstich
Nähfuss: 5
Stich:
Stichbreite: 3
Stichlänge:
Nadelposition: rechts
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:
Vari-Overlock
Nähfuss: 2
Stich:
Stichbreite: 4
Stichlänge: 1
Nadelposition: rechts
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Rote Stiche wählen

Rote Stiche wählen

  1. Nähfuss
  2. Stichbreite
  3. Stichlänge
  4. Nadelposition

Schieben Sie den Wahlhebel nach rechts, um ihn auszurasten, und wählen Sie einen Stich von 9-16.
Stellen Sie die Farbanzeige auf Rot.
Die Zahl für die Grundeinstellung entspricht der Nummer des gewählten Stiches.
Jeder Stich hat viele verschiedene Anwendungen. Stichbreite und -länge können an die Art der Arbeit und des Stoffes angepasst werden.
Die Nähfussanzeige empfiehlt den passenden Nähfuss für einfaches Arbeiten und perfekte Ergebnisse.

Dreifach-Zickzack
Nähfuss: 1
Stich:
Stichbreite: 5
Stichlänge: 3
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:
Frotteestich
Nähfuss: 1
Stich:
Stichbreite: 4
Stichlänge: 2
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:
Doppel-Overlock
Nähfuss: 1
Stich:
Stichbreite: 5
Stichlänge: 2
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Strickstoffe nähen

z.B. Interlock, Jersey
Beim Nähen von Strickstoffen gelten im Allgemeinen folgende Punkte:

  1. Verwenden Sie eine perfekte Nadel. Schon eine leicht stumpfe Nadel beschädigt das Gestrick und verursacht Laufmaschen.
  2. Verwenden Sie feines Nähgarn, insbesondere für feine Jerseys. Grobes Garn kann ebenfalls das Gestrick beschädigen.
  3. Verwenden Sie Stopfgarn zum Heften. Nach dem Nähen der Naht lässt sich Stopfgarn leichter entfernen als das wesentlich dickere und kurzfaserigere Heftgarn.
  4. Bügeln Sie jede Naht, sobald sie genäht ist. Dies erleichtert die weitere Arbeit.
  5. Nähen Sie eine Probe, um die Dehnbarkeit des Stiches zu testen. Die Naht sollte so dehnbar sein wie der Stoff. Da moderne Textilien in ihrer Elastizität erheblich variieren, kann die Grundeinstellung der praktischen Stiche bei Bedarf an den Stoff angepasst werden. Verwenden Sie eine etwas längere Stichlänge beim Nähen von Strickwaren.

Halsbündchen mit Overlocknaht
Für alle Jerseys.

Nähfuss: 2
Faden: Nähgarn
Nadel: 80
Stich:
Stichbreite: 4 - 5
Stichlänge: 1
Nadelposition: rechts
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Falten Sie das sauber zugeschnittene Halsbündchen der Länge nach in zwei Hälften und bügeln Sie es. Stecken und heften Sie es auf die rechte Seite des Halsausschnitts, wobei die Schnittkanten des Bündchens exakt mit der Halsausschnittkante übereinstimmen. Führen Sie beim Nähen die Kanten zum Stift des Overlockfusses.

Reissverschlüsse

Reissverschlüsse einnähen
Flach eingesetzter Reissverschluss

Nähfuss: 4
Faden: Nähgarn
Nadel: 80
Stich:
Stichbreite: 0
Stichlänge: ca. 2
Nadelposition: links/rechts
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Vorbereitung:
Heften Sie die gesamte Nahtlänge. Markieren Sie die Länge des Reissverschlusses und nähen Sie die Naht bis zur Reissverschlussöffnung. Entfernen Sie die Heftstiche, ausser im Reissverschlussbereich. Bügeln Sie die gesamte Naht, schneiden Sie sie zu und versäubern Sie sie. Entfernen Sie die restlichen Heftstiche. Heften Sie den Reissverschluss so ein, dass die Zähne vom Stoff verdeckt sind. Nähen Sie den Reissverschluss ein, beginnen Sie auf jeder Seite unten und nähen Sie nach oben, einmal mit Nadelposition rechts und einmal mit Nadelposition links.

Säume mit praktischen Stichen

Vorbereitung:
Heften Sie den Saum – Saumtiefe plus 1 cm (3/8") – markieren Sie die gewünschte Breite, nähen Sie und schneiden Sie überschüssigen Stoff ab.

Sichtbarer Saum mit
Vari-Overlock

Nähfuss: 2
Faden: Nähgarn
Nadel: 80
Stich:
Stichbreite: 4
Stichlänge: ca. 1
Nadelposition: rechts
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Dehnbarer, sichtbarer Saum für alle Stretchstrickwaren, Frottee, Helanca usw.

Sichtbarer Saum mit
Dreifach-Zickzack

Nähfuss: 1
Faden: Nähgarn
Nadel: 80
Stich:
Stichbreite: 2½ - 5 je nach Stoff
Stichlänge: 2 - 3
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Strapazierfähiger Saum für dicht gewebte Stoffe, Denim usw.

Sichtbarer Saum mit
Universalstich

Nähfuss: 1
Faden: Nähgarn
Nadel: 80
Stich:
Stichbreite: ca. 4
Stichlänge: ¾ - 1
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Dehnbarer Saum für Lycra, feste Strickwaren und Webstoffe.
Flache Verbindungsnaht für Strandmode, Handarbeiten usw.

Praktische Stichnähte

Es gibt zwei Nahtarten:

Offene Nähte
Dies sind Nähte, die auseinandergebügelt werden

  • sie liegen flach und tragen nicht auf
  • sie erlauben das Weiten von Kleidungsstücken

Overlocknähte
Dies sind Nähte, die in einem Arbeitsgang genäht und versäubert werden

  • sie sind schnell zu nähen
  • sie sind schmal, erlauben aber kein Weiten von Kleidungsstücken

Flach liegende Verbindungsnähte
Dies sind Nähte, bei denen die Schnittkanten überlappt und dann versäubert werden

  • sie liegen flach
  • sie sind schmal und können nicht geweitet werden
  • sie wellen sich nicht und die Kanten sind sauber

Dreifach-Geradstichnaht
offene Naht

Strapazierfähige Naht für feste Stoffe.
Besonders für Denim-Kord.

Nähfuss: 1
Faden: Nähfaden
Nadel: 80 - 90
Stich:
Stichbreite: 0
Stichlänge: 3
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Zickzacknaht
offene Naht

Dehnbare Naht für Jersey-Stoffe aus Wolle, Synthetik- oder Mischfasern sowie für Seide, Baumwolle und Wolle Interlock.
Geeignet für Pullover, Jacken und alle hand- und maschinengestrickten Kleidungsstücke.

Nähfuss: 0
Faden: Nähfaden
Nadel: 80
Stich:
Stichbreite: 1
Stichlänge:
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Stretch-Naht
offene Naht

Sehr dehnbare Naht für Stretch-Stoffe, besonders für Sportbekleidung aller Art.
Auch geeignet für Freizeitkleidung und Bastelarbeiten.

Nähfuss: 0
Faden: Nähfaden
Nadel: 80
Stich:
Stichbreite:
Stichlänge: ¾ - 1
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Vari-Overlocknaht
Dehnbare Overlocknaht für alle feinen Jersey-Stoffe, Kleider, Blusen, Unterwäsche, Nachtwäsche etc.

Nähfuss: 2
Stich:
Stichbreite: 4
Stichlänge: 1
Nadelposition: rechts
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Doppel-Overlocknaht
Dehnbare Overlocknaht für alle dickeren oder locker gestrickten Jersey-Stoffe

Nähfuss: 1
Stich:
Stichbreite: 5
Stichlänge: 2
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Verstärkte Overlocknaht
Dehnbare Overlocknaht für Sweatshirts, Sport- und Freizeitkleidung, Bastelarbeiten etc.

Nähfuss: 1
Stich:
Stichbreite: 4 - 5
Stichlänge: 2
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Flachnaht
Sichtbare Naht für Frotteestoffe, Filz, Leder, Denim, Freizeitkleidung, Bastelarbeiten etc.

Nähfuss: 1
Stich:
Stichbreite: 4
Stichlänge: 2
Nadelposition: Mitte
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Blindsaum

Anschiebetisch/Sonderzubehör

Nähfuss: 5
Faden: Näh-/Stopffaden
Nadel: 80 - 70
Stich:
Stichbreite: ca. 3
Stichlänge:
Nadelposition: rechts/halb rechts
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:


Wie bei der Handnäherei verlangen feine Stoffe eine feine Nadel und feinen Faden.

Vorbereitung
Der Saum wird wie beim Handnähen vorbereitet.
Kante versäubern, heften und bügeln.

Saum positionieren
Der Saum wird unter den Nähfuss gelegt, wie in Abb. 1 gezeigt.
Blindsaum

Nähprobe
(Entweder an einem Stoffrest oder direkt am Saum.)
Angesichts der unterschiedlichen Stoffdicken ist es ratsam, zuerst ein Probestück zu nähen. Wie beim Handnähen soll die Nadel nur die Falte des Stoffes erfassen. Aufgrund dieser Unterschiede kann eine leichte Anpassung erforderlich sein.
Sind Stiche von der rechten Seite sichtbar, stellen Sie die Führung am Nähfuss mit der Schraube ein.
Nähen Sie langsam, bis die Nadel nach links schwingt. Drehen Sie das Handrad, bis die Nadel kurz vor dem Einstich in den Stoff ist, und prüfen Sie, ob sie den Stoff nur gerade so erfasst. Passen Sie bei Bedarf die Stichbreite leicht an.
Schmaler, wenn die Nadel zu weit eindringt, und etwas breiter, wenn sie nicht ausreichend erfasst.
Prüfen Sie den nächsten Zickzackstich auf die gleiche Weise. Nähen Sie dann etwa 10 cm (4") und prüfen Sie erneut.

Kantensteppen mit den Nadelpositionen

Kantensteppen an Krägen, Manschetten, Revers, Säumen etc.
Anschiebetisch/Zusatzzubehör

Nähfuss: 5
Faden: Nähfaden
Nadel: 80
Stich:
Stichbreite: 0
Stichlänge: 2-5 (nach Bedarf)
Nadelposition: links/halb links
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Legen Sie die Stoffkante von links an die Führung des Blindstichfusses (Abb. 1). Stellen Sie die Nadelposition auf links oder halb links ein.

Ziernähte, für Kanten aller Art.

Nähfuss: 1
Faden: Nähfaden
Nadel: 80
Stich:
Stichbreite: 0
Stichlänge: 2-5 (nach Bedarf)
Nadelposition: beliebige Position
Transporteur: Nähen
Farbanzeige:

Führen Sie die Stoffkante an der Kante des Nähfusses oder entlang der Rillen der Stichplatte.

Breiten:
Nadelposition Mitte)
Kante Nähfuss = 7.5 mm (5/16"). (Abb. 2)

Rillen in der Stichplatte:
Linie 1 = 1 cm (3/8")
Linie 2 = 1.5 cm (5/8")
Linie 3 = 2 cm (3/4")
Linie 4 = 2.5 cm (1") (Abb. 3)
Linie 5 = 3 cm (13/16")
Es ist auch möglich, Zwischenbreiten mit den Nadelpositionen links, halb links, rechts und halb rechts zu nähen.

Knopfloch

Nähfuss: 3
Faden: Näh-/Stopfgarn
Nadel: 80 - 70
Stich:
Stichbreite: automatisch
eingestellt
Stichlänge: IIIII (Raupenstich)
Nadelposition: automatisch
eingestellt
Transporteur: nähen
Farbindikator:

Zum Nähen von Knopflöchern den Unterfaden durch den Finger der Spulenkapsel führen.

Knopfloch einstellen

  1. Knopfloch-Drehknopf auf Position 1 stellen.
  2. Stichlänge einstellen:
    Drehknopf nach rechts drehen, bis er einrastet. Die Markierung ist oben (Abb. 3). Die Stichlänge ist 0. Durch eine halbe Drehung nach links (Markierung unten) erhält man die Grundeinstellung der Stichlänge für Knopflöcher = IIIII.

Stichdichte dem Stoff anpassen. Gegen den Uhrzeigersinn für dickere Stoffe, im Uhrzeigersinn für feinere Stoffe drehen.
Immer ein Probeknopfloch nähen.
Die Stichlänge variiert leicht je nach Stoff.

Knopfloch nähen
Stoff unter den Nähfuss legen, sodass die Stoffkante vor dem Nähfuss liegt.

Die Nadel mit Hilfe des Handrades absenken und prüfen, ob sie mittig im Nähfuss ist. Falls nicht, das Handrad drehen.
Die Nadel genau am Anfang des Knopfloches in den Stoff senken. Den Nähfuss senken und das Knopfloch schrittweise nähen.
Hinweis: Nach jedem Schritt die Nadel durch Drehen des Handrades nach vorne anheben.

Weitere Knopflöcher
Knopf auf 1 zurückstellen. Die Nähfolge wird wie beschrieben fortgesetzt. Für alle anderen Näharbeiten den Knopf auf 0 stellen.
Knopfloch

Knopfloch aufschneiden
Am besten von jedem Ende des Knopfloches zur Mitte hin schneiden (Abb. 5). Dies verhindert das Durchschneiden eines Riegelstiches.

Knopfloch mit Gimpe

Knopfloch mit Gimpenfaden

Die Gimpe verstärkt das Knopfloch
Besonders bei allen Maschenwaren – Hand- und Maschinenstrickereien – ist die Gimpe wichtig, damit das Knopfloch nicht ausleiert.
Die Dicke der Gimpe richtet sich nach dem zu nähenden Stoff. Geeignete Gimpen sind: Perlgarn Nr. 8, dicker Handnähfaden oder feines Häkelgarn. Ein Probeknopfloch nähen.
Den Stoff so unter den Nähfuss legen, dass die Bruchkante oder Naht vor dem Nähfuss liegt. Die Gimpen-Schlaufe liegt am Ende des Knopfloches, wo der Knopf zieht.
Knopfloch mit Gimpe - Schritt 1

Nähen mit Gimpenfaden
Das Anlegen des Gimpenfadens ist einfacher, wenn die Nadel bereits im Stoff steckt:

  1. Die Nadel mit dem Handrad absenken und prüfen, ob sie mittig im Nähfuss ist. Falls nicht, das Handrad drehen. Die Nadel genau am Anfang des Knopfloches in den Stoff senken. Den Nähfuss noch nicht senken.
  2. Den Gimpenfaden über die mittlere Zinke des Knopflochfusses haken und beide Enden unter dem Fuss zurückführen (Abb. 2). Den Fuss senken und prüfen, ob der Faden gleiten kann, d.h. nicht vom Fuss eingeklemmt ist.
    Knopfloch mit Gimpe - Schritt 2
  3. Das Knopfloch nähen. Bei Position 2 (Geradstich rückwärts) löst sich die Gimpe von der Zinke des Fusses. Daher ist es ratsam, die Gimpen-Schlaufe LEICHT mit dem Finger festzuhalten.
    Knopfloch mit Gimpe - Schritt 3

Zum Schluss die Gimpen-Schlaufe durchziehen. Bei Maschenwaren die Gimpenenden mit einer groben Handnadel (Abb. 4) nach hinten ziehen und sicher verknoten oder festnähen. Bei Webwaren können die Gimpenenden einfach abgeschnitten werden.
Knopfloch mit Gimpe - Schritt 4

Ausbessern von Interlock-Stoffen

Flicken
Kann auch mit dem Universalstich genäht werden.

Nähfuss: 1
Stich:
Stichbreite: 3 - 4
Stichlänge: ca. 1 - 1½
Nadelposition: Mitte
Transporteur: nähen
Farbindikator:

Einen Flicken zuschneiden, wenn möglich vom intakten Teil eines ausgedienten, ähnlichen Kleidungsstücks. Wenn möglich, die Ecken abrunden, um die Elastizität in alle Richtungen zu erhalten. Den Flicken aufstecken und möglichst nahe am Rand heften. Dann mit 1-2 Reihen Zick-Zack-Stich nähen, evtl. gleichzeitig Faden einnähen.
Zum Schluss das gerissene/abgenutzte Stück hinter dem Flicken wegschneiden.
Für alle Maschenwaren siehe allgemeine Anleitung "Sewing knitted fabrics" (Nähen von Maschenwaren).

Ausbessern von Webwaren

Rissausbesserung mit Gerad-Stich
(Moderne Stopfmethode)
für Risse und dünne Stellen an nahezu allen Stoffen.

Nähfuss: 0
Faden: Stopfgarn/Maschinenstickgarn 60
Nadel: 80 - 70
Stich:
Stichbreite: 5
Stichlänge: IIIII
Nadelposition: Mitte
Transporteur: nähen
Farbindikator:

Immer einen feinen Stoff unterlegen. Bei Rissen 3-5 Reihen Gerad-Stich nähen, je nach Stoffart (Abb. 1). Bei dünnen Stellen ausreichend nebeneinanderliegende Reihen nähen, um zu bedecken. Jede Reihe die vorhergehende sehr leicht überlappen lassen.

Fehlerbehebung

Fehlervermeidung

Wenn die Nähmaschine nicht richtig näht, liegt das meist an falscher Bedienung.

Überprüfen Sie, ob:

  • Ober- und Unterfaden korrekt eingefädelt sind;
  • Die Nadel mit der flachen Seite des Kolbens nach hinten korrekt eingesetzt wurde.
  • Die Nadelgröße stimmt. Siehe Nadel- und Faden-Tabelle.
  • Die Maschine sauber ist. Fadenreste wegbürsten.
  • Die Greiferbahn sauber und geölt ist.
  • Fadenreste zwischen den Fadenspannungsscheiben und unter der Spulenkapsel-Feder eingeklemmt sind.

Oberfaden reißt

  • Die Oberfadenspannung zu fest ist.
  • Nadeln von schlechter Qualität. Idealerweise sollten Nadeln bei einem BERNINA Fachhändler gekauft werden.
  • Die Nadel falsch eingesetzt wurde. Die flache Seite des Kolbens muss nach hinten zeigen.
  • Die Nadel stumpf oder verbogen ist.
  • Faden von schlechter Qualität, verknotet oder ausgetrocknet.
  • Stichplatte oder Greiferspitze beschädigt. Zum BERNINA Fachhändler bringen.

Unterfaden reißt

  • Die Unterfadenspannung zu fest ist.
  • Die Spule klemmt in der Spulenkapsel. Spule ersetzen.
  • Das Loch in der Stichplatte wurde durch die Nadel beschädigt. Dies muss von einem Fachmann nachpoliert werden.
  • Die Nadel stumpf oder verbogen ist.

Stiche werden ausgelassen

  • Falsche Nadeln. Verwenden Sie nur das Nadelsystem 130/705H.
  • Die Nadel ist stumpf, verbogen oder falsch eingesetzt.
    Beim Einsetzen ganz nach oben schieben.
  • Nadel von schlechter Qualität, schlecht poliert.
  • Die Nadelspitze passt nicht zum zu nähenden Stoff. Verwenden Sie bei Bedarf eine Kugelspitze für Strickstoffe und eine Schneidespitze für Leder.

Nadelbruch

  • Nadelklemmschraube nicht fest genug angezogen.
  • Stoff wurde statt nach hinten nach vorne unter dem Nähfuss weggezogen.
  • Beim Nähen über eine dicke Stelle wurde der Stoff geschoben, während die Nadel noch im Stoff steckte.
  • Faden von schlechter Qualität, ungleichmäßig gewickelt oder verknotet.

Fehler in Nähten

  • Fadenreste zwischen den Fadenspannungsscheiben.
  • Fadenreste unter der Spulenkapsel-Feder.
  • Unterfaden noch im Spulenkapsel-Finger eingefädelt.
  • Eingefädelt bei gesenktem Fuss.
  • Falsch eingefädelt. Ober- und Unterfaden prüfen.

Maschine läuft nicht

  • Stecker nicht richtig eingesteckt.
  • Netzschalter in Stellung.
  • Maschine durch ungeeignetes Öl verharzt.
    Maschine muss von einem BERNINA Fachhändler gereinigt werden.
  • Maschine hat in einem kalten Raum gestanden.


Wenn Sie Ihre Maschine zu einem BERNINA Fachhändler bringen müssen, nehmen Sie bitte immer das Fussanlasser und das Zubehör mit.

Wartung

Lampenwechsel


Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise.
Nählicht: 15 Watt

Lampenwechsel
Trennen Sie die Maschine vom Netz – ziehen Sie den Stecker aus der Steckdose.
Drücken Sie mit dem speziellen Lampenhalter die Birne nach oben, drehen Sie sie nach links und entfernen Sie sie.
Lampenwechsel - Schritt 1

Neue Lampe einsetzen:
Legen Sie die neue Lampe auf den Lampenhalter.
Setzen Sie die Lampe in die Fassung ein, drücken Sie sie nach oben und drehen Sie sie so weit wie möglich nach rechts.
Lampenwechsel - Schritt 2

Reinigen und Ölen

Wurde die Maschine in einem kalten Raum gelagert, sollte sie etwa eine Stunde vor Gebrauch in einen warmen Raum gebracht werden, damit das Öl in den Lagern wieder flüssig wird.

Reinigen
Beim Nähen sammeln sich Fadenflusen unter der Stichplatte und um den Greifer an. Diese Reste müssen von Zeit zu Zeit entfernt werden.
Trennen Sie die Maschine vom Netz, indem Sie den Netzstecker aus der Steckdose ziehen!

  • Nähfuss und Nadel entfernen.
  • Klappbare Frontabdeckung am Freiarm öffnen.
  • Transporteur senken. Knopf auf Stellung stellen.
    Stichplatte mit beiden Daumen nach oben und hinten drücken.
    Reinigen - Schritt 1
  • Transporteur und Unterseite der Stichplatte reinigen.
  • Um die Stichplatte am Freiarm wieder anzubringen, die Stichplatte von hinten einsetzen, nach vorne schieben, bis sie einrastet.
    Reinigen - Schritt 2


Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise.

Greifer ölen:
Nach 3-4 Stunden Nähen 1-2 Tropfen Öl auftragen.

Greifer reinigen und ölen
Trennen Sie die Maschine vom Netz, indem Sie den Netzstecker aus der Steckdose ziehen!

  • Spulenkapsel herausnehmen.
  • Mit dem Daumen der linken Hand den unteren Entriegelungshebel nach links drücken.
    Reinigen - Schritt 3
  • Das halbkugelförmige Arretierband mit der schwarzen Greiferbahn-Abdeckung herunterklappen,
  • Greifer herausnehmen.
  • Greiferbahn oben und unten mit der Reinigungsbürste und einem Baumwolltuch reinigen. Verwenden Sie niemals einen Schraubendreher, eine Schere o.ä., um Fadenreste zu entfernen.
  • Greiferbahn mit 1-2 Tropfen Öl leicht ölen (Abb. 4). Greifer einsetzen. Falls nötig, das Handrad drehen, bis der Greiferantrieb links steht (Abb. 5).
    Reinigen - Schritt 4
    Reinigen - Schritt 5
  • Schwarze Greiferbahn-Abdeckung und Arretierband schließen. Die Sperrklinke muss einrasten.
  • Durch Drehen des Handrades prüfen.
  • Spulenkapsel einsetzen.

Anleitung herunterladen

Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.

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