Stihl MM 56 Handbuch

Einleitung

Im STIHL MultiSystem können verschiedene MultiEngines und MultiTools zu einem Motorgerät kombiniert werden. In dieser Bedienungsanleitung wird die Funktionseinheit aus MultiEngine und MultiTool als Motorgerät bezeichnet.

Deshalb sind die separaten Bedienungsanleitungen für die MultiEngine und das MultiTool gemeinsam für das Motorgerät zu verwenden.
Lesen und stellen Sie sicher, dass Sie beide Bedienungsanleitungen verstehen, bevor Sie Ihr Motorgerät zum ersten Mal benutzen, und bewahren Sie sie zum späteren Nachschlagen an einem sicheren Ort auf.

Leitfaden zur Benutzung dieses Handbuchs

Piktogramme

Alle an der Maschine angebrachten Piktogramme sind in diesem Handbuch abgebildet und erklärt.

Symbole im Text

Warnung
Warnung bei Unfallgefahr, Personenschaden oder schwerwiegender Sachbeschädigung.

HINWEIS
Vorsicht bei Beschädigungsgefahr der Maschine oder ihrer einzelnen Komponenten.

Technische Verbesserungen

Es ist die Philosophie von STIHL, alle Produkte kontinuierlich zu verbessern. Aus diesem Grund können wir Design, Technik und Aussehen unserer Produkte regelmäßig ändern.
Daher sind einige Änderungen, Modifikationen und Verbesserungen möglicherweise nicht in diesem Handbuch aufgeführt.

Sicherheitsvorkehrungen und Arbeitstechniken

Warnung Beim Betrieb eines Motorgeräts müssen besondere Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden.

Lesen und stellen Sie sicher, dass Sie beide Bedienungsanleitungen (MultiEngine und MultiTool) vor dem ersten Gebrauch Ihres Motorgeräts verstehen und bewahren Sie diese für zukünftige Bezugnahme an einem sicheren Ort auf. Die Nichtbeachtung der Bedienungsanleitungen kann schwere oder sogar tödliche Verletzungen verursachen.

Beachten Sie alle anwendbaren lokalen Sicherheitsvorschriften, z. B. von Berufsgenossenschaften, Sozialversicherungsträgern, Arbeitsschutzbehörden usw.
Wenn Sie noch nie ein Motorgerät benutzt haben: Lassen Sie sich von Ihrem Händler oder einem anderen erfahrenen Benutzer zeigen, wie Sie Ihre Maschine bedienen – oder besuchen Sie einen speziellen Kurs, um deren Bedienung zu erlernen.
Minderjährigen darf die Maschine niemals benutzt werden – ausgenommen sind Auszubildende über 16 Jahren, die unter Aufsicht arbeiten.
Kinder, Tiere und Umstehende müssen Abstand halten.
Wenn die Maschine nicht benutzt wird, muss sie so abgelegt werden, dass niemand gefährdet wird. Stellen Sie sicher, dass die Maschine nicht unbefugt benutzt werden kann.
Der Benutzer ist verantwortlich für Unfälle oder Risiken, die Dritte oder deren Eigentum betreffen.

Verleihen oder vermieten Sie Ihr Motorgerät nur an Personen, die mit diesem Modell und seiner Bedienung vertraut sind – verleihen oder vermieten Sie Ihr Motorgerät nicht ohne die Bedienungsanleitungen der MultiEngine und MultiTool.
Die Verwendung lärmemittierender Motorgeräte kann durch nationale oder lokale Vorschriften auf bestimmte Zeiten beschränkt sein.
Jeder, der die Maschine bedient, muss ausgeruht, in guter körperlicher und geistiger Verfassung sein.
Wenn Sie an einer Krankheit leiden, die durch anstrengende Arbeit verschlimmert werden könnte, konsultieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie eine Maschine bedienen.

Nur für Personen mit Herzschrittmachern: Das Zündsystem Ihres Motorgeräts erzeugt ein elektromagnetisches Feld von sehr geringer Intensität. Dieses Feld kann einige Herzschrittmacher beeinträchtigen. STIHL empfiehlt Personen mit Herzschrittmachern, ihren Arzt und den Hersteller des Herzschrittmachers zu konsultieren, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Wer Alkohol, Drogen oder Medikamente konsumiert hat, die seine Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, darf kein Motorgerät bedienen.
Verwenden Sie Ihr Motorgerät nur für die Anwendungen, die in der Bedienungsanleitung des von Ihnen verwendeten MultiTool beschrieben sind.
Die Maschine darf nicht für andere Zwecke verwendet werden – Unfallgefahr!
Betreiben Sie die MultiEngine nicht ohne ein ordnungsgemäß montiertes MultiTool, da dies zu Schäden an der Maschine führen kann.

Verwenden Sie nur MultiTools und Zubehör, die von STIHL ausdrücklich für dieses Motorgerät zugelassen oder technisch identisch sind. Es ist wichtig, dass Sie das Kapitel über "Approved MultiTools" (Zugelassene MultiTools) lesen. Wenn Sie diesbezüglich Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Händler. Verwenden Sie nur hochwertige Teile und Zubehör, um das Risiko von Unfällen und Schäden an der Maschine zu vermeiden.

STIHL empfiehlt die Verwendung von originalen STIHL Werkzeugen und Zubehör. Diese sind speziell auf das Produkt abgestimmt und erfüllen Ihre Leistungsanforderungen.
Versuchen Sie niemals, Ihr Motorgerät in irgendeiner Weise zu modifizieren, da dies das Risiko von Personenschäden erhöhen kann. STIHL schließt jegliche Haftung für Personenschäden und Sachschäden aus, die durch die Verwendung von nicht zugelassenem Zubehör verursacht werden.
Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger zur Reinigung des Motorgeräts. Der feste Wasserstrahl kann Teile des Geräts beschädigen.

Kleidung und Ausrüstung

Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und -ausrüstung.
Tragen Sie keine Kleidung, die sich in Holz, Gestrüpp oder beweglichen Teilen der Maschine verfangen könnte. Tragen Sie keinen Schal, keine Krawatte und keinen Schmuck. Binden Sie langes Haar hoch und halten Sie es über den Schultern fest.


Tragen Sie Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen und rutschfesten Sohlen.

Warnung
Um das Risiko von Augenverletzungen zu reduzieren, tragen Sie eng anliegende Schutzbrillen gemäß der Europäischen Norm EN 166. Achten Sie darauf, dass die Schutzbrille fest sitzt.
Schutzbrille

Tragen Sie "personal" (persönlichen) Gehörschutz, z. B. Gehörschützer.
Tragen Sie Gesichtsschutz und achten Sie darauf, dass er gut sitzt. Gesichtsschutz allein reicht nicht aus, um die Augen zu schützen.
Siehe auch Hinweise unter "Clothing and Equipment" (Kleidung und Ausrüstung) in der Bedienungsanleitung des von Ihnen verwendeten MultiTool.

Transport der Maschine

Maschine transportieren
Stoppen Sie immer den Motor.
Transportieren Sie die Maschine am Griff oder Rundumgriff, wobei das Arbeitswerkzeug nach vorne zeigt.

Verbrennungsgefahr
Niemals heiße Teile berühren – Verbrennungsgefahr!

Das Motorgerät kann während des Transports umkippen oder sich bewegen. Personen können verletzt oder Eigentum beschädigt werden. Sichern Sie das Motorgerät mit Zurrgurten oder einem Netz, um ein Umkippen und Verrutschen zu verhindern. Lassen Sie das Motorgerät abkühlen, bevor Sie es mit einem Fahrzeug transportieren. Positionieren Sie das Motorgerät so, dass kein Kraftstoff austreten kann.
Siehe auch Hinweise unter "Transporting the Power Tool" (Transport des Motorgeräts) in der Bedienungsanleitung des von Ihnen verwendeten MultiTool.

Tanken

Verbrennungsgefahr Benzin ist leicht entzündlich – von Feuer oder Flammen fernhalten – keinen Kraftstoff verschütten – nicht rauchen.
Kein Feuer, nicht rauchen

Schalten Sie den Motor vor dem Tanken immer ab.

Verbrennungsgefahr Tanken Sie keinen heißen Motor – Kraftstoff kann verschüttet werden und einen Brand verursachen.

Öffnen Sie den Tankdeckel vorsichtig, um einen möglichen Druckaufbau im Tank langsam abzulassen und ein Verschütten von Kraftstoff zu vermeiden.
Tanken Sie die Maschine nur an einem gut belüfteten Ort. Wenn Kraftstoff verschüttet wurde, reinigen Sie die Maschine sofort – lassen Sie Ihre Kleidung nicht mit Kraftstoff bespritzen. Wenn dies geschieht, wechseln Sie sofort Ihre Kleidung.

Tankdeckel schließen
Ziehen Sie nach dem Tanken den Schraubtankdeckel so fest wie möglich an.

Dies hilft, das Risiko zu verringern, dass Motorvibrationen einen nicht korrekt angezogenen Tankdeckel lösen oder abfallen lassen und Kraftstoff verschüttet wird.

Verbrennungsgefahr
Überprüfen Sie auf Kraftstofflecks! Starten Sie den Motor niemals, wenn Kraftstoff verschüttet wurde oder austritt – Tödliche Verbrennungen können die Folge sein!

Vor dem Start

Überprüfen Sie, ob Ihr Motorgerät ordnungsgemäß zusammengebaut und in gutem Zustand ist – beachten Sie die entsprechenden Kapitel in den Bedienungsanleitungen:

  • Verbrennungsgefahr Überprüfen Sie das Kraftstoffsystem auf Lecks, insbesondere die sichtbaren Teile, z. B. Tankdeckel, Schlauchverbindungen, manuelle Kraftstoffpumpe (nur bei Maschinen mit manueller Kraftstoffpumpe). Bei Leckagen und Beschädigungen den Motor nicht starten – Brandgefahr! Lassen Sie die Maschine vor der Benutzung von einem Händler warten.
  • Verwenden Sie nur eine zugelassene Kombination aus Anbauwerkzeug und Schutz. Alle Teile müssen ordnungsgemäß und sicher montiert sein.
  • Der Stoppschalter muss leicht zu betätigen sein.
  • Leichtgängigkeit von Gashebelsperre und Gashebel – der Gashebel muss automatisch in die Leerlaufposition zurückkehren.
  • Verbrennungsgefahr Überprüfen Sie, ob der Zündkerzenstecker fest sitzt – ein lockerer Stecker kann Lichtbögen verursachen, die brennbare Dämpfe entzünden und einen Brand verursachen könnten.
  • Nehmen Sie keine Änderungen an den Bedienelementen oder den Sicherheitseinrichtungen vor.
  • Halten Sie die Griffe trocken und sauber – frei von Öl und Schmutz – für eine sichere Kontrolle des Motorgeräts.
  • Schwenken Sie den Zweihandgriff in die normale Betriebsposition und ziehen Sie ihn mit dem Drehknopf fest an. Siehe "Einstellen des Zweihandgriffs".

Um das Risiko von Personenschäden zu verringern, betreiben Sie Ihr Motorgerät nicht, wenn es beschädigt oder nicht ordnungsgemäß zusammengebaut ist!
Beachten Sie auch die Hinweise unter "Vor dem Start" in der Bedienungsanleitung des von Ihnen verwendeten MultiTool.
Überprüfen Sie die Position des Getriebes für das von Ihnen montierte MultiTool und korrigieren Sie diese gegebenenfalls. Dies hilft, das Verletzungsrisiko durch das MultiTool, das sich in die falsche Richtung dreht, zu verringern.
Siehe "Montage des MultiTool" in der Bedienungsanleitung des von Ihnen verwendeten MultiTool.


Wenn Sie Metallwerkzeuge verwenden, positionieren Sie das Getriebe so, dass die Achse unter der Antriebswelle liegt.

Verwenden Sie diese Position für:

  • BF-MM Bodenhacke
  • BK-MM Bolo-Hackzinken
  • FC-MM Kantenschneider
  • RL-MM Vertikutierer
  • MF-MM Rasenlüfter

Wenn Sie Kehranbaugeräte verwenden, positionieren Sie das Getriebe so, dass die Achse über der Antriebswelle liegt.

Verwenden Sie diese Position für:

  • KB-MM Borstenbesen
  • KW-MM Kehrwalzen-Set

Motor starten

Starten Sie den Motor mindestens 3 Meter von der Tankstelle entfernt, nur im Freien.
Stellen Sie das Motorgerät auf festen Untergrund in einem offenen Bereich. Achten Sie auf einen guten Gleichgewichtssinn und sicheren Stand. Halten Sie das Motorgerät sicher fest. Das Anbaugerät muss frei vom Boden und allen anderen Hindernissen sein, da es beim Starten des Motors anlaufen kann.
Ihr Motorgerät ist nur für den Betrieb durch eine Person bestimmt. Um das Verletzungsrisiko durch Kontakt mit dem rotierenden Werkzeug zu verringern, halten Sie andere Personen in einem Umkreis von 5 Metern um Ihre eigene Position fern – auch beim Starten.


Das Werkzeug beginnt zu rotieren, sobald der Motor in der Startposition angelassen wird. Stehen Sie beim Starten immer seitlich zur Maschine – niemals vor den Werkzeugen. Um das Verletzungsrisiko zu verringern, vermeiden Sie Kontakt mit dem Arbeitswerkzeug.

Werfen Sie das Motorgerät nicht an – starten Sie den Motor wie in der Bedienungsanleitung beschrieben. Beachten Sie, dass das Anbaugerät nach dem Loslassen des Gashebels noch eine kurze Zeit weiterläuft – Nachlaufeffekt.
Leerlaufeinstellung prüfen: Das Anbaugerät muss bei laufendem Motor und losgelassenem Gashebel stillstehen.
Verbrennungsgefahr Halten Sie leicht brennbare Materialien (z. B. Holzspäne, Rinde, trockenes Gras, Kraftstoff) von heißen Abgasen und heißen Schalldämpferoberflächen fern – Brandgefahr!
Beachten Sie auch die Hinweise unter "Motor starten / abstellen" in der Bedienungsanleitung des von Ihnen verwendeten MultiTool.

Halten und Führen des Motorgeräts


Achten Sie stets auf einen guten Gleichgewichtssinn und sicheren Stand.
Halten Sie das Gerät immer fest mit beiden Händen an den Griffen.
Rechte Hand am Bediengriff, linke Hand am Griff am Lenker.

Während der Arbeit

Bei drohender Gefahr oder in einem Notfall den Motor sofort durch Drücken des Stoppschalters abstellen.


Um das Verletzungsrisiko durch Kontakt mit dem Werkzeug und umherfliegende Gegenstände zu verringern, halten Sie andere Personen in einem Umkreis von 5 Metern um Ihre eigene Position fern. Dieser Abstand ist auch zu Gegenständen (Fahrzeuge, Fensterscheiben) einzuhalten – Sachschadensgefahr!

Die richtige Leerlaufdrehzahl des Motors ist wichtig, um sicherzustellen, dass das Anbaugerät anhält, wenn Sie den Gashebel loslassen. Wenn das Arbeitswerkzeug bei laufendem Motor im Leerlauf weiterläuft, lassen Sie die Maschine von Ihrem Händler überprüfen und gegebenenfalls einstellen oder reparieren. Überprüfen und korrigieren Sie die Leerlaufeinstellung in regelmäßigen Abständen. STIHL empfiehlt, diese Arbeiten von einem STIHL Fachhändler durchführen zu lassen.
Betreiben Sie Ihr Motorgerät nicht in der Startgasstellung – die Motordrehzahl kann in dieser Position nicht kontrolliert werden.
Seien Sie besonders aufmerksam und vorsichtig, wenn Sie Gehörschutz tragen, da Ihre Fähigkeit, Warnungen (Rufe, Alarme usw.) zu hören, eingeschränkt ist.
Machen Sie Pausen, wenn Sie müde werden oder sich erschöpft fühlen – Unfallgefahr!
Arbeiten Sie ruhig und sorgfältig – bei Tageslicht und nur bei guter Sicht. Gehen Sie mit Vorsicht vor, bringen Sie andere nicht in Gefahr.
Verwenden Sie Ihr Motorgerät nur für die Anwendungen, die in der MultiTool-Bedienungsanleitung beschrieben sind.


Sobald der Motor läuft, erzeugt das Motorgerät giftiges Abgas. Diese Gase können geruchlos und unsichtbar sein und unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Benzol enthalten. Lassen Sie den Motor niemals in Innenräumen oder an schlecht belüfteten Orten laufen, auch wenn Ihr Modell mit einem Katalysator ausgestattet ist.

Um das Risiko von schweren oder tödlichen Verletzungen durch das Einatmen giftiger Dämpfe zu verringern, sorgen Sie für ausreichende Belüftung, wenn Sie in Gräben, Vertiefungen oder anderen beengten Bereichen arbeiten.
Stellen Sie die Arbeit sofort ein, wenn Sie unter Übelkeit, Kopfschmerzen, Sehstörungen (z. B. Gesichtsfeldeinschränkung), Hörstörungen, Schwindel oder Konzentrationsschwäche leiden – diese Symptome können möglicherweise die Folge einer zu hohen Abgaskonzentration sein – Unfallgefahr!
Betreiben Sie Ihr Motorgerät so, dass es ein Minimum an Lärm und Emissionen verursacht – lassen Sie den Motor nicht unnötig laufen, beschleunigen Sie den Motor nur bei der Arbeit.
Verbrennungsgefahr Um das Brandrisiko zu verringern, rauchen Sie nicht, während Sie Ihr Motorgerät bedienen oder sich in dessen Nähe aufhalten. Brennbare Kraftstoffdämpfe können aus dem Kraftstoffsystem entweichen.
Staub, Dämpfe und Rauch, die während der Arbeit entstehen, können gesundheitsschädlich sein! Tragen Sie bei starker Staub- oder Rauchentwicklung Atemschutz.
Verbrennungsgefahr Berühren Sie niemals heiße Teile – Verbrennungsgefahr!


Halten Sie Hände und Füße gut vom Arbeitswerkzeug fern. Um das Verletzungsrisiko zu verringern, berühren Sie niemals ein rotierendes Werkzeug. Stehen Sie während des Betriebs immer hinter dem Schutz oder seitlich zur Maschine – niemals vor den rotierenden Werkzeugen.

Wenn Ihr Motorgerät ungewöhnlich hohen Belastungen ausgesetzt war, für die es nicht ausgelegt ist (z. B. starker Stoß oder Sturz), überprüfen Sie immer, ob es sich in gutem Zustand befindet, bevor Sie die Arbeit fortsetzen – siehe auch "Vor dem Start". Überprüfen Sie insbesondere, dass das Kraftstoffsystem keine Lecks aufweist und die Sicherheitsausrüstung voll funktionsfähig ist.
Verwenden Sie niemals ein Motorgerät, das nicht mehr sicher zu bedienen ist. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an einen Händler.
Um das Verletzungsrisiko zu verringern, schalten Sie den Motor ab, bevor Sie das Anbaugerät wechseln.
Nach Beendigung der Arbeit oder bevor Sie das Motorgerät unbeaufsichtigt lassen: Schalten Sie den Motor ab.
Beachten Sie auch die Hinweise unter "Während des Betriebs" in der Bedienungsanleitung des von Ihnen verwendeten MultiTool.

Vibrationen

Längerer Gebrauch des Motorgerätes kann vibrationsbedingte Durchblutungsstörungen in den Händen (sogenannte Weißfingerkrankheit) zur Folge haben.
Eine allgemeine Empfehlung für die Gebrauchsdauer kann nicht gegeben werden, da sie von verschiedenen Faktoren abhängt.

Die Gebrauchsdauer wird verlängert durch:

  • Handschutz (Tragen warmer Handschuhe)
  • Arbeitspausen

Die Gebrauchsdauer wird verkürzt durch:

  • Persönliche Veranlagung zu schlechter Durchblutung (Symptome: häufig kalte Finger, Kribbeln).
  • Niedrige Außentemperaturen.
  • Die Kraft, mit der die Griffe gehalten werden (ein fester Griff behindert die Durchblutung).

Anwender, die regelmäßig und über längere Zeiträume arbeiten, sollten den Zustand ihrer Hände und Finger genau beobachten. Treten die oben genannten Symptome auf (z.B. Kribbeln in den Fingern), suchen Sie einen Arzt auf.

Wartung und Reparaturen

Warten Sie die Maschine regelmäßig. Versuchen Sie keine Wartungs- oder Reparaturarbeiten, die nicht in der Bedienungsanleitung beschrieben sind. Lassen Sie alle anderen Arbeiten von einem Service-Händler durchführen.
STIHL empfiehlt, Wartungs- und Reparaturarbeiten ausschließlich von einem autorisierten STIHL Fachhändler durchführen zu lassen. STIHL Händler erhalten regelmäßig die Möglichkeit, an Schulungen teilzunehmen und werden mit den notwendigen technischen Informationen versorgt.
Verwenden Sie nur hochwertige Ersatzteile, um das Risiko von Unfällen und Schäden an der Maschine zu vermeiden. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich an einen Service-Händler.
STIHL empfiehlt die Verwendung von originalen STIHL Ersatzteilen. Diese Teile sind speziell auf Ihr Maschinenmodell abgestimmt und erfüllen Ihre Leistungsanforderungen.
Um das Verletzungsrisiko durch unbeabsichtigtes Starten des Motors zu reduzieren, schalten Sie den Motor immer aus und ziehen Sie den Zündkerzenstecker ab, bevor Sie Reparaturen, Wartungs- oder Reinigungsarbeiten durchführen. – Ausnahme: Vergaser- und Leerlaufeinstellungen.
Verbrennungsgefahr Drehen Sie den Motor nicht mit entferntem Zündkerzenstecker oder entfernter Zündkerze am Starter durch, da sonst Brandgefahr durch unkontrolliertes Funken besteht.
Verbrennungsgefahr Um das Brandrisiko zu reduzieren, warten oder lagern Sie Ihre Maschine nicht in der Nähe von offenen Flammen.
Prüfen Sie den Tankverschluss regelmäßig auf Undichtigkeiten.
Verwenden Sie nur eine von STIHL zugelassene Zündkerze und stellen Sie sicher, dass diese in gutem Zustand ist – siehe „Technische Daten“.
Überprüfen Sie das Zündkabel (Isolierung in gutem Zustand, sichere Verbindung).
Überprüfen Sie den Zustand des Schalldämpfers.
Verbrennungsgefahr Um das Risiko von Brand und Gehörschäden zu reduzieren, betreiben Sie Ihre Maschine nicht, wenn der Schalldämpfer beschädigt ist oder fehlt.
Berühren Sie einen heißen Schalldämpfer nicht, da dies zu Verbrennungen führt.

Zugelassene MultiWerkzeuge

Folgende STIHL MultiWerkzeuge dürfen an der MultiEngine angebaut werden:

MultiWerkzeug Anwendung
BF-MM Hacken
BK-MM Bolo-Hacken
RL-MM Lüfter
FC-MM Kantenfräse
MF-MM Vertikutierer
KW-MM Kehrwalze
KB-MM Borstenbürste

Fahrradlenker einstellen

  • Drehknopf (1) lösen.
  • Fahrradlenker mit beiden Händen in die Arbeitsposition schwenken (bis Anschlag).
  • Drehknopf fest anziehen.

Kraftstoff

Ihr Motor benötigt ein Gemisch aus Benzin und Motorenöl.

Warnung
Vermeiden Sie aus gesundheitlichen Gründen direkten Hautkontakt mit Benzin und das Einatmen von Benzindämpfen.

STIHL MotoMix

STIHL empfiehlt die Verwendung von STIHL MotoMix. Dieser gebrauchsfertige Kraftstoffmix enthält kein Benzol oder Blei, hat eine hohe Oktanzahl und gewährleistet, dass Sie immer das richtige Mischungsverhältnis verwenden.
STIHL MotoMix verwendet STIHL HP Ultra Zweitakt-Motorenöl für eine besonders lange Motorlebensdauer.
MotoMix ist nicht in allen Märkten erhältlich.

Kraftstoff mischen

HINWEIS
Ungeeignete Kraftstoffe oder Schmierstoffe oder andere als die angegebenen Mischungsverhältnisse können zu schwerwiegenden Motorschäden führen. Minderwertiges Benzin oder Motorenöl kann den Motor, Dichtringe, Schläuche und den Kraftstofftank beschädigen.

Benzin
Verwenden Sie ausschließlich hochwertiges Markenbenzin mit einer Mindestoktanzahl von 90 – verbleit oder unverbleit.
Benzin mit einem Ethanolanteil von mehr als 10 % kann bei Motoren mit manuell einstellbarem Vergaser zu Betriebsproblemen führen und sollte in solchen Motoren nicht verwendet werden.
Motoren mit M-Tronic liefern die volle Leistung, wenn sie mit Benzin mit einem Ethanolanteil von bis zu 25 % (E25) betrieben werden.

Motorenöl
Wenn Sie den Kraftstoff selbst mischen, verwenden Sie ausschließlich STIHL Zweitakt-Motorenöl oder ein anderes Hochleistungs-Motorenöl gemäß JASO FB, JASO FC, JASO FD, ISO-L-EGB, ISO-L-EGC oder ISO-L-EGD.
STIHL schreibt STIHL HP Ultra Zweitakt-Motorenöl oder ein gleichwertiges Hochleistungs-Motorenöl vor, um die Emissionsgrenzwerte über die Lebensdauer der Maschine einzuhalten.

Mischungsverhältnis
STIHL 50:1 Zweitakt-Motorenöl: 50 Teile Benzin zu 1 Teil Öl

Beispiele
Benzin STIHL Motorenöl 50:1
Liter Liter (ml)
1 0.02 (20)
5 0.10 (100)
10 0.20 (200)
15 0.30 (300)
20 0.40 (400)
25 0.50 (500)
  • Verwenden Sie einen für die Kraftstofflagerung zugelassenen Kanister. Gießen Sie zuerst Öl in den Kanister, dann fügen Sie Benzin hinzu und mischen Sie alles gründlich.

Kraftstoff lagern

Lagern Sie Kraftstoff nur in zugelassenen Sicherheitskanistern an einem trockenen, kühlen und sicheren Ort, geschützt vor Licht und Sonne.

Kraftstoffgemisch altert – mischen Sie nur so viel Kraftstoff, wie Sie für wenige Wochen Arbeit benötigen. Lagern Sie Kraftstoffgemisch nicht länger als 30 Tage. Lichteinwirkung, Sonne, niedrige oder hohe Temperaturen können das Kraftstoffgemisch schnell unbrauchbar machen.
STIHL MotoMix kann problemlos bis zu 2 Jahre gelagert werden.

  • Schütteln Sie das Gemisch im Kanister vor dem Tanken Ihrer Maschine gründlich.

Warnung
Im Kanister kann sich Druck aufbauen – öffnen Sie ihn vorsichtig.

  • Reinigen Sie den Kraftstofftank und den Kanister von Zeit zu Zeit.

Entsorgen Sie Restkraftstoff und Reinigungsflüssigkeit ordnungsgemäß gemäß den örtlichen Vorschriften und Umweltanforderungen.

Tanken

Vorbereitungen

  • Reinigen Sie vor dem Tanken den Tankverschluss und den Bereich darum, um sicherzustellen, dass kein Schmutz in den Tank gelangt.
  • Positionieren Sie die Maschine so, dass der Tankverschluss nach oben zeigt.

Schraubtankverschluss öffnen

  • Drehen Sie den Verschluss entgegen dem Uhrzeigersinn, bis er aus der Tanköffnung entnommen werden kann.
  • Verschluss entfernen.

Kraftstoff einfüllen

Achten Sie darauf, beim Tanken keinen Kraftstoff zu verschütten und den Tank nicht zu überfüllen. STIHL empfiehlt die Verwendung der STIHL Tankeinfüllhilfe (Sonderzubehör).

Schraubtankverschluss schließen

  • Setzen Sie den Verschluss in die Öffnung ein.
  • Drehen Sie den Verschluss im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag und ziehen Sie ihn von Hand so fest wie möglich an.

Motor starten / abstellen

Bedienelemente

Bedienelemente

  1. Gashebelsperre
  2. Gashebel
  3. Stoppschalter mit den Stellungen Run (Betrieb) und Stop (Stopp). Drücken Sie den Stoppschalter ( ), um die Zündung auszuschalten – siehe "Funktion von Stoppschalter und Zündanlage".

Funktion von Stoppschalter und Zündanlage
Die Zündung wird ausgeschaltet und der Motor abgestellt, wenn der Stoppschalter gedrückt wird. Der Stoppschalter kehrt beim Loslassen automatisch in die Stellung Run (Betrieb) zurück: Die Zündung wird nach dem Abstellen des Motors wieder eingeschaltet – der Motor ist dann startbereit.

Motor starten

  • Fahrradlenker in Arbeitsposition schwenken – siehe "Fahrradlenker einstellen"
  • Drücken Sie den manuellen Kraftstoffpumpenbalg (4) mindestens fünfmal – auch wenn der Balg mit Kraftstoff gefüllt ist.

Kalter Motor (Kaltstart)

  • Drücken Sie den Chokeknopf (5) und drehen Sie ihn gleichzeitig auf .

Warmer Motor (Warmstart)

  • Drücken Sie den Chokeknopf (5) und drehen Sie ihn gleichzeitig auf .

Verwenden Sie diese Einstellung auch, wenn der Motor bereits gelaufen ist, aber noch kalt ist.

Anwerfen

  • Räder einfahren, falls vorhanden.
  • Stellen Sie das Gerät auf den Boden: Es muss sicher auf dem Motorflansch und der Stütze am Rahmen aufliegen. Achten Sie darauf, dass das MultiWerkzeug den Boden oder andere Hindernisse nicht berührt – siehe auch "Motor starten / abstellen" in der MultiWerkzeug-Bedienungsanleitung.
  • Achten Sie auf einen sicheren Stand – wie abgebildet. Um das Verletzungsrisiko durch Kontakt mit rotierenden Anbaugeräten zu verringern, stehen Sie immer seitlich zum Motorgerät.
  • Drücken Sie das Gerät mit der linken Hand am Tragegriff fest auf den Boden.

HINWEIS
Nicht auf den Schaft stellen oder knien.

  • Halten Sie den Startergriff mit der rechten Hand.
  • Ziehen Sie den Startergriff langsam, bis Sie einen Widerstand spüren, und ziehen Sie dann kräftig und zügig daran.

HINWEIS
Das Starterseil nicht vollständig herausziehen – es könnte sonst reißen.

  • Den Startergriff nicht zurückschnellen lassen. Führen Sie ihn langsam zurück in das Gehäuse, damit das Starterseil ordnungsgemäß aufgewickelt werden kann.
  • Weiter anwerfen, bis der Motor läuft.

Sobald der Motor läuft

  • Drücken Sie die Gashebelsperre herunter und geben Sie Gas – der Chokeknopf bewegt sich in die Betriebsposition I (Betrieb). Nach einem Kaltstart den Motor durch mehrmaliges Gasgeben aufwärmen.

Warnung
Stellen Sie sicher, dass der Vergaser korrekt eingestellt ist. Das MultiWerkzeug darf im Leerlauf nicht rotieren.
Ihre Maschine ist nun betriebsbereit.

Motor abstellen

  • Drücken Sie den momentanen Kontaktstoppschalter – der Motor stoppt – lassen Sie den Stoppschalter los – er springt in die Run (Betrieb)-Position zurück.

Weitere Hinweise zum Starten

Motor stirbt in Kaltstartposition ab oder bei Gasgabe.

  • Bewegen Sie den Chokeknopf auf und werfen Sie weiter an, bis der Motor läuft.

Motor startet nicht in Warmstartposition

  • Bewegen Sie den Chokeknopf auf und werfen Sie weiter an, bis der Motor läuft.

Wenn der Motor nicht startet

  • Überprüfen Sie, ob alle Einstellungen korrekt sind.
  • Überprüfen Sie, ob Kraftstoff im Tank ist und tanken Sie gegebenenfalls nach.
  • Überprüfen Sie, ob der Zündkerzenstecker richtig angeschlossen ist.
  • Wiederholen Sie den Startvorgang.

Motor ist überflutet

  • Bewegen Sie den Chokeknopf auf I (Betrieb) und werfen Sie weiter an, bis der Motor läuft.

Kraftstofftank vollständig leergefahren

  • Drücken Sie nach dem Tanken den manuellen Kraftstoffpumpenbalg mindestens fünfmal – auch wenn der Balg bereits mit Kraftstoff gefüllt ist.
  • Stellen Sie den Chokeknopf entsprechend der Motortemperatur ein.
  • Starten Sie nun den Motor.

Zusatzgewicht anbauen

Ein Zusatzgewicht (Sonderzubehör) kann am MultiEngine nachgerüstet werden, um das Gewicht am MultiTool zu erhöhen.
Verwenden Sie nur originale STIHL Gewichte. Die Verwendung anderer Gewichte kann zu Schäden an der Maschine oder zu Personenschäden führen.

MultiEngine ohne Räder
Die Gewichte mit dem Kombischlüssel lösen und wieder festschrauben.
Gewichte auf der Seite ohne Vierkant lösen – so vorgehen:

Die Gewichte (1) auf der Seite mit Vierkant (2) bleiben auf der Schraube.

  • Sechskantschraube (3) entnehmen und das äußere Gewicht (4) abnehmen.
  • Inneres Gewicht (5) lösen und von der Schraube nehmen.

  • Zusatzgewicht (1) mit Schraube durch die Bohrung (6) im Flansch schieben, dabei so lange drehen bis der Vierkant (2) in die Aussparung des Flansches eingreift.
  • Inneres Gewicht (5) auf die Schraube schrauben und festziehen.
  • Äußeres Gewicht (4) mit der Sechskantschraube (3) in das Gewinde des inneren Gewichts schrauben und festziehen.

Je nach Bedarf können ein oder zwei Gewichte auf jeder Seite des Zusatzgewichts angebracht werden.

Gewicht je Seite Zusatzgewicht gesamt
1 2 kg
2 4 kg

HINWEIS
Das maximal zulässige Zusatzgewicht beträgt 4 kg. Niemals ein höheres Zusatzgewicht verwenden, da dies die Maschine beschädigen kann.

MultiEngine mit Rädern
Ist das MultiEngine bereits mit Rädern (Sonderzubehör) ausgerüstet – siehe Kapitel „Räder“ – sind zum Anbau der Zusatzgewichte zusätzliche Teile erforderlich.
Lassen Sie die Zusatzgewichte in diesem Fall von Ihrem Fachhändler anbauen.
STIHL empfiehlt, Wartungs- und Reparaturarbeiten ausschließlich von einem autorisierten STIHL Fachhändler durchführen zu lassen.

Räder

Für den bequemen Transport kann das MultiEngine mit einem Radsatz (Sonderzubehör) nachgerüstet werden.
Verwenden Sie immer originale STIHL Räder.
Die Verwendung anderer Räder kann zu Schäden an der Maschine und zu Personenschäden führen.

Räder anbauen

Kein Zusatzgewicht am MultiEngine angebaut


Zur einfacheren Montage die Maschine auf die Griffe legen.

  • Die beiden Hülsen (1) in den Rahmen stecken
  • Den Rahmen auf den Flansch schieben
  • Schraube (2) mit Unterlegscheibe (3) durch die Bohrung (4) im Flansch stecken
  • Unterlegscheibe (3) auflegen und mit der Mutter (5) festziehen
  • Das Zahnblech (6) mit den Schrauben (7) in den Gewindebohrungen am Rahmen befestigen – dabei das Zahnblech in Richtung Griff schieben
  • Die Räder müssen in Arbeitsstellung von selbst herunterklappen, gegebenenfalls die Mutter (5) eine Vierteldrehung lösen

Zusatzgewicht am MultiEngine angebaut
Ist ein Zusatzgewicht (Sonderzubehör) – siehe „Zusatzgewicht“ – bereits am MultiEngine angebaut, so sind zusätzliche Teile erforderlich, um Räder zu montieren.
Lassen Sie die Räder in diesem Fall von einem Fachhändler anbauen.
STIHL empfiehlt, Wartungs- und Reparaturarbeiten ausschließlich von autorisierten STIHL Fachhändlern durchführen zu lassen.

Räder einklappen und ausklappen

Die Räder können in verschiedenen Stellungen arretiert werden.
Wenn die Räder während der Arbeit nicht benötigt werden, klappen Sie die Räder ein.

  • Sterngriff (8) lösen
  • Sterngriff in die gewünschte Arbeitsstellung einrasten und festziehen

Betriebshinweise

Während der Einfahrzeit

Eine fabrikneue Maschine sollte während der ersten drei Tankfüllungen nicht mit hoher Drehzahl (Vollgas im Leerlauf) betrieben werden. Dies vermeidet unnötig hohe Belastungen während der Einfahrzeit. Da sich alle beweglichen Teile während der Einfahrzeit einlaufen müssen, sind die Reibungswiderstände im Motor in dieser Zeit größer. Die maximale Leistung erreicht der Motor nach etwa 5 bis 15 Tankfüllungen.

Während des Betriebs

Nach längerem Volllastbetrieb den Motor noch kurze Zeit im Leerlauf laufen lassen, damit die Motorwärme durch den Kühlluftstrom abgeführt werden kann. Dies schützt am Motor angebaute Teile (Zündung, Vergaser) vor thermischer Überlastung.

Nach Arbeitsende

Kurze Lagerung: Motor abkühlen lassen. Kraftstofftank entleeren und die Maschine bis zum nächsten Einsatz trocken und gut entfernt von Zündquellen lagern. Für längere Außerbetriebnahme – siehe „Maschine lagern“.

Luftfilter wechseln

Bei spürbarem Leistungsverlust des Motors

  • Chokehebel (1) auf stellen.
  • Schrauben (2) lösen. Filterdeckel (3) abnehmen.
  • Groben Schmutz um den Filter herum reinigen.
  • Filterelement (4) entnehmen.
  • Verschmutztes oder beschädigtes Filterelement (4) ersetzen.

Filterelement wechseln

  • Filterelement (4) in das Filtergehäuse (5) einsetzen und den Deckel aufsetzen.
  • Schrauben (2) einsetzen und festziehen.

Vergaser einstellen

Der Vergaser ist im Werk so eingestellt, dass er unter den meisten Betriebsbedingungen ein optimales Kraftstoff-Luft-Gemisch liefert.

Leerlaufdrehzahl einstellen
Motor stirbt im Leerlauf ab

  • Motor ca. 3 Minuten warmlaufen lassen.
  • Die Leerlaufanschlagschraube (LA) langsam im Uhrzeigersinn drehen, bis der Motor ruhig läuft – das MultiTool darf nicht mitlaufen.

MultiTool läuft im Leerlauf mit

  • Die Leerlaufanschlagschraube (LA) gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis das MultiTool stehen bleibt und dann die Schraube noch etwa 1/2 bis 3/4 Umdrehung in dieselbe Richtung drehen.

Warnung
Läuft das MultiTool im Leerlauf weiter mit, lassen Sie Ihre Maschine vom Fachhändler überprüfen und reparieren.

Funkenschutzgitter im Schalldämpfer

VerbrennungsgefahrWarnungVerbrennungsgefahr
Um das Brandrisiko durch heiße Partikel, die aus der Maschine entweichen, zu verringern, betreiben Sie die Maschine niemals ohne Funkenschutzgitter oder mit einem beschädigten Funkenschutzgitter. Verändern Sie den Schalldämpfer oder das Funkenschutzgitter nicht.

HINWEIS
Nach den Gesetzen oder Vorschriften in einigen Ländern oder Bundesstaaten dürfen bestimmte Arbeiten nur ausgeführt werden, wenn ein ordnungsgemäß gewartetes Funkenschutzgitter vorhanden ist.

  • Bei Leistungsabfall des Motors das Funkenschutzgitter im Schalldämpfer prüfen.
  • Warten, bis der Schalldämpfer abgekühlt ist
  • Mit dem Kombischlüssel den Anschluss lösen
  • Funkenschutzgitter reinigen. Ist das Gitter beschädigt oder stark verkokt, ein neues einbauen
  • Anschluss einsetzen und mit dem Kombischlüssel festziehen

Zündkerze

  • Bei Leistungsabfall des Motors, schlechtem Startverhalten oder unrundem Leerlauf zuerst die Zündkerze prüfen.
  • Nach ca. 100 Betriebsstunden eine neue Zündkerze einsetzen – oder früher, wenn die Elektroden stark abgenutzt sind. Nur entstörte Zündkerzen des von STIHL freigegebenen Typs einbauen – siehe „Technische Daten“.

Zündkerze ausbauen

  • Motor abstellen.

Der Zündkerzenstecker (2) befindet sich unter der Kappe (1).

Warnung
Die Kappe (1) schützt den Zündkerzenstecker vor Beschädigungen. Die Maschine nicht ohne Kappe betreiben – eine beschädigte Kappe ersetzen.

  • Kappe (1) abnehmen.
  • Zündkerzenstecker (2) abziehen.
  • Zündkerze (3) abkühlen lassen.
  • Zündkerze (3) herausschrauben.

Zündkerze prüfen

  • Verschmutzte Zündkerze reinigen.
  • Elektrodenabstand (A) prüfen und gegebenenfalls nachstellen – siehe „Technische Daten“.
  • Ursachen für Zündkerzenverschmutzung beheben.

Mögliche Ursachen sind:

  • Zu viel Öl im Kraftstoffgemisch.
  • Verschmutzter Luftfilter.
  • Ungünstige Betriebsbedingungen.

VerbrennungsgefahrWarnungVerbrennungsgefahr
Ein Überschlag kann auftreten, wenn die Adaptermutter (1) locker oder fehlend ist. Das Arbeiten in einer leicht entzündlichen oder explosiven Atmosphäre kann einen Brand oder eine Explosion verursachen. Dies kann zu schweren Verletzungen oder Sachschäden führen.

  • Verwenden Sie entstörte Zündkerzen mit einer ordnungsgemäß festgezogenen Adaptermutter.

Zündkerze einbauen

  • Zündkerze in den Zylinder schrauben.
  • Stecker fest auf die Zündkerze drücken.
  • Kappe (1) bis zum Anschlag auf den Zündkerzenstecker schieben.

Motorlaufverhalten

Ist das Motorlaufverhalten unbefriedigend, obwohl der Luftfilter sauber und der Vergaser richtig eingestellt ist, kann die Ursache im Schalldämpfer liegen.
Lassen Sie den Schalldämpfer von Ihrem Fachhändler auf Verunreinigungen (Verkokungen) prüfen.
STIHL empfiehlt, Wartungs- und Reparaturarbeiten ausschließlich von einem autorisierten STIHL Fachhändler durchführen zu lassen.

Lagern der Maschine

Bei Lagerzeiten von etwa 3 Monaten oder länger

  • Kraftstofftank in gut belüftetem Bereich entleeren und reinigen.
  • Kraftstoff gemäß den örtlichen Umweltvorschriften ordnungsgemäß entsorgen.
  • Motor laufen lassen, bis der Vergaser trocken ist – dies verhindert, dass die Vergasermembranen zusammenkleben.
  • Maschine gründlich reinigen – besonders auf Zylinderrippen und Luftfilter achten.
  • Anbaugerät entfernen, reinigen und überprüfen.
  • Maschine an einem trockenen und sicheren Ort lagern. Außerhalb der Reichweite von Kindern und anderen unbefugten Personen aufbewahren.


Griff herunterklappen und Maschine an der Griffhalterung aufhängen.

Wartung und Pflege

Wartungs- und Pflegeübersicht

1) STIHL empfiehlt STIHL Fachhändler

Verschleiß minimieren und Beschädigungen vermeiden

Die Beachtung der Anweisungen in dieser Anleitung hilft, das Risiko unnötigen Verschleißes und Schäden am Motorgerät zu reduzieren.
Das Motorgerät muss mit der in dieser Bedienungsanleitung beschriebenen Sorgfalt und Aufmerksamkeit betrieben, gewartet und gelagert werden.
Der Benutzer ist für alle Schäden verantwortlich, die durch Nichtbeachtung der Sicherheitsvorkehrungen, Betriebs- und Wartungsanweisungen in dieser Anleitung entstehen. Dies umfasst insbesondere:

  • Änderungen oder Modifikationen am Produkt, die nicht von STIHL genehmigt wurden.
  • Verwendung von Werkzeugen oder Zubehör, die weder für das Produkt zugelassen noch geeignet sind oder von schlechter Qualität sind.
  • Verwendung des Produkts für Zwecke, für die es nicht konzipiert wurde.
  • Verwendung des Produkts für Sport- oder Wettkampfveranstaltungen.
  • Folgeschäden, die durch die weitere Verwendung des Produkts mit defekten Komponenten entstehen.

Wartungsarbeiten

Alle in der „Wartungsübersicht“ beschriebenen Arbeiten müssen regelmäßig durchgeführt werden. Können diese Wartungsarbeiten vom Besitzer nicht durchgeführt werden, sollten sie von einem Fachhändler durchgeführt werden.
STIHL empfiehlt, Service- und Reparaturarbeiten ausschließlich von einem autorisierten STIHL Fachhändler durchführen zu lassen. STIHL Fachhändler erhalten regelmäßig die Möglichkeit zur Teilnahme an Schulungen und werden mit den notwendigen technischen Informationen versorgt.
Werden diese Wartungsarbeiten nicht wie vorgeschrieben durchgeführt, übernimmt der Benutzer die Verantwortung für eventuell auftretende Schäden. Dazu gehören unter anderem:

  • Motorschäden durch Vernachlässigung oder mangelhafte Wartung (z.B. Luft- und Kraftstofffilter), falsche Vergasereinstellung oder unzureichende Reinigung der Kühllufteintrittsöffnungen (Einlasskanäle, Zylinderrippen).
  • Korrosion und andere Folgeschäden, die aus unsachgemäßer Lagerung resultieren.
  • Schäden an der Maschine, die durch die Verwendung von Ersatzteilen minderer Qualität entstehen.

Verschleißteile

Einige Teile des Motorgeräts unterliegen auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch dem normalen Verschleiß und müssen je nach Art und Dauer der Nutzung rechtzeitig ersetzt werden. Dazu gehören unter anderem:

  • Kupplung
  • Filter (Luft, Kraftstoff)
  • Reversierstarter
  • Zündkerze

Hauptteile

Hauptteile

  1. Choke-Knopf
  2. Vergaser-Einstellschraube
  3. Zündkerzenstecker
  4. Kappe
  5. Luftfilterabdeckung
  6. Stoppschalter
  7. Gashebelsperre
  8. Bediengriff
  9. Gashebel
  10. Linker Griff
  11. Lenker
  12. Drehknopf
  13. Rundumgriff
  14. Gaszugfixierung
  15. Tragegriff
  16. Schutzblech
  17. Getriebe
  18. Achse
  19. Steckbolzen
  20. Kraftstofftank
  21. Tankdeckel
  22. Manuelle Kraftstoffpumpe
  23. Startergriff
  24. Schalldämpfer mit Funkenschutzgitter

# Seriennummer

Technische Daten

Motor
Einzylinder-Zweitaktmotor
Hubraum: 27.2 cc
Bohrung: 34 mm
Hub: 30 mm
Motorleistung nach ISO 8893: 0.85 kW (1.2 bhp) bei 7,500 U/min
Leerlaufdrehzahl: 2,800 U/min
Abschaltdrehzahl: 8,900 U/min
Max. Abtriebsdrehzahl (Arbeitswerkzeug): 200 U/min
Zündsystem
Elektronische Magnetzündung
Zündkerze (entstört): NGK CMR 6 H, BOSCH USR 4A C
Elektrodenabstand: 0.5 mm
Kraftstoffsystem
Lagenunabhängiger Membranvergaser mit integrierter Kraftstoffpumpe
Kraftstofftankinhalt: 330 cc (0.33 l)
Gewicht
Trocken, ohne MultiTool-Anbaugerät 8.3 kg

Geräusch- und Vibrationsdaten
MultiEngine mit MultiTool
Ausführung der MultiTools – siehe „Zugelassene MultiTools“.

BF-MM und BK-MM
Geräusch- und Vibrationsdaten werden bei Leerlauf- und Nenndrehzahl im Verhältnis 1:6 gemessen.

Schalldruckpegel Lpeq nach EN 709
87 dB(A)

Schallleistungspegel Lw nach EN 709
96 dB(A)

Vibrationspegel ahv, eq nach EN 709
Griff, links Griff, rechts
BF-MM: 3.8 m/s2 4.4 m/s2
BK-MM: 3.7 m/s2 4.0 m/s2

FC-MM
Geräusch- und Vibrationsdaten werden bei Leerlauf- und Nenndrehzahl im Verhältnis 1:1 gemessen.

Schalldruckpegel Lp nach ISO 11789
91 dB(A)

Schallleistungspegel Lw nach ISO 11789
100 dB(A)

Vibrationspegel ahv, eq nach EN 11789
Griff, links Griff, rechts
FC-MM 4.1 m/s2 5.1 m/s2

KB-KM, KW-KM
Geräusch- und Vibrationsdaten werden bei Leerlauf- und Nenndrehzahl im Verhältnis 1:1 gemessen.

Schalldruckpegel Lp nach ISO 11201
94 dB(A)

Schallleistungspegel Lw nach EN ISO 118061
102 dB(A)

Vibrationspegel ahv, eq nach ISO 20643
Griff, links Griff, rechts
KB-MM: 4.0 m/s2 4.1 m/s2
KW-MM: 4.0 m/s2 4.1 m/s2

MF-MM und RL-MM
Geräusch- und Vibrationsdaten werden bei Leerlauf- und Nenndrehzahl im Verhältnis 1:1 gemessen.

Schalldruckpegel Lpeq nach EN 13684
MF-MM: 94 dB(A)
RL-MM: 93 dB(A)
Schallleistungspegel Lw nach EN 13684
MF-MM: 101 dB(A)
RL-MM: 102 dB(A)
Vibrationspegel ahv, eq nach EN 13864
Griff, links Griff, rechts
MF-MM: 4.1 m/s2 4.5 m/s2
RL-MM: 4.1 m/s2 4.5 m/s2

Der K-Faktor gemäß Richtlinie 2006/42/EG beträgt 2,0 dB(A) für den Schalldruckpegel und den Schallleistungspegel; der K-Faktor gemäß Richtlinie 2006/42/EG beträgt 2,0 m/s2 für den Vibrationspegel.

Wartung und Reparaturen

Benutzer dieser Maschine dürfen nur die in dieser Bedienungsanleitung beschriebenen Wartungs- und Servicearbeiten durchführen. Alle anderen Reparaturen müssen von einem Fachhändler durchgeführt werden.
STIHL empfiehlt, Service- und Reparaturarbeiten ausschließlich von einem autorisierten STIHL Fachhändler durchführen zu lassen. STIHL Fachhändler erhalten regelmäßig die Möglichkeit zur Teilnahme an Schulungen und werden mit den notwendigen technischen Informationen versorgt.
Verwenden Sie bei der Reparatur der Maschine nur Ersatzteile, die von STIHL für dieses Motorgerät freigegeben oder technisch identisch sind. Verwenden Sie nur hochwertige Ersatzteile, um das Risiko von Unfällen und Schäden an der Maschine zu vermeiden.
STIHL empfiehlt die Verwendung von originalen STIHL Ersatzteilen.
Original STIHL Teile sind erkennbar an der STIHL Teilenummer, dem Logo und dem STIHL Teilesymbol (das Symbol kann auf Kleinteilen auch allein erscheinen).

Anleitung herunterladen

Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.

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