Aus diesem Grund sind dem Router bei bestehender Online-Verbindung zwei IP-Adressen
zugewiesen: die LAN IP-Adresse (Voreinstellung 192.168.123.254), die vom Anwender ge-
ändert werden kann, und die öffentliche IP-Adresse, die dem Router bei jedem Verbindungs-
aufbau durch die Gegenstelle beim ISP zugewiesen wird.
IP-Adresse, privater Adressbereich
Für den Betrieb interner Netzwerke wurden von der IANA die folgenden Adressbereiche im
IP-Adressraum reserviert (RFC1918).
10.0.0.0 - 10.255.255.255
172.16.0.0 - 172.31.255.255
192.168.0.0 - 192.168.255.255
Rechner mit einer privaten IP-Adresse sind somit im LAN erreichbar, eine Verbindung zum
Internet steht allerdings für Rechner mit einer privaten IP-Adresse nicht zur Verfügung. Pri-
vate IP-Adressen sind für den internen Bedarf ausgelegt und können deswegen in verschie-
denen lokalen Netzwerken wiederholt verwendet werden, während die öffentlichen IP-
Adressen, die im Internet geroutet werden, weltweit jeweils nur einmal vergeben werden kön-
nen. Innerhalb eines LAN darf jede private IP-Adresse wiederum nur ein einziges Mal verge-
ben werden. Da private IP-Adressen nicht im Internet geroutet werden können, muss eine
„Einwahl" in das Internet über irgendeinen Kommunikationsweg (analog Telefon, ISDN,
GSM, DSL, TV-Kabel, Satellit etc.) durchgeführt werden. Dabei wird zum einen die physika-
lische Verbindung zum Internet-Backbone hergestellt, zum anderen wird dem Rechner für
die Dauer der Einwahlsitzung eine öffentliche IP-Adresse zugewiesen (der Mechanismus
wird NAT - Network Adress Translation - genannt), damit er am Datenverkehr im Internet
Teilnehmen kann.
Kabelmodem
Gerät zur Datenübertragung über das TV-Kabelnetz, das in der Regel vom ISP dem Kunden
zur Verfügung gestellt wird. Das Kabelmodem bildet die Schnittstelle zwischen dem PC bzw.
dem lokalen Netzwerk und dem Hausanschluss des TV-Kabels. Für die Verbindung zwi-
schen Kabelmodem und Kabelanschlussdose wird ein HF-Koaxial-Kabel benötigt, für die
Verbindung zum PC bzw. zum lokalen Netzwerk verfügt ein Kabelmodem über eine Ether-
net-, WLAN- oder USB-Schnittstelle.
Der Internetzugang über das TV-Kabelnetz ist - nach xDSL - die am weitesten verbreitete
Technologie für die breitbandige Internetanbindung. Im deutschsprachigen Raum hat diese
Technologie in Österreich und der Schweiz etwa den gleichen Verbreitungsgrad wie xDSL.
In Deutschland ist ein großer Teil des TV-Kabelnetzes nicht für Internetverbindungen, son-
dern ausschließlich für die Übertragung von TV-Programmen ausgelegt, da das Kabelnetz
vielerorts keine Datenübertragung vom Benutzer zum Provider (Rückkanal) erlaubt.
Nützliche Informationen über Breitband-Internetzugang über TV-Kabel bietet z. B.
das Forum www.cablemodem.ch.
ISP - Internet Service Provider
zu Deutsch „Internetdienstanbieter", häufig im deutschsprachigen Raum auch „Provider" ge-
nannt, der verschiedene technische Dienstleistungen für die Nutzung oder den Betrieb von
Online-Diensten (Internetzugang, Webserver-Betrieb (Hosting) u. a.) anbietet.
L2TP
Das Layer 2 Tunneling Protocol vereint die Vorteile von PPTP (Verschlüsselung) und L2F
(mehrere Tunnel). Es wird von NAT unterstützt und erlaubt Authentifizierung durch PAP und
CHAP
Wireless Router WBR-3406TX
Glossar
Glossar
- 94 -