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AVM DAC3 Betriebsanleitung Seite 3

Digital/analog-wandler evolution dac3
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Die Digitalsektion
Die DIA-Wandler
Die Eingangssignale werden von einem Digitalbaustein verarbeitet,
der sich automatisch auf die korrekte Samplingfrequenz einstellt.
Dieser le entfernt eventuell vorhandenen Jitter fast vollständig aus
dem Signal, bevor er es zum Digitalfilter weiterleitet. Er erkennt
auch unerwünschte Datenfehler des Digitalsignals und schaltet dann
die Ausgänge des DAC3 stumm.
Das auf den Eingangsbaustein folgende Digitalfilter sorgt dafür, daß
unerwünschte Frequenzanteile (Aliasing) aus dem Signalstrom ent-
fernt werden. Außerdem setzt es die Digitalfrequenz durch blitz-
schnelles Errechnen von Zwischenwerten um den Faktor 8 herauf
(Oversampling), damit die Analogfilter am Wandlerausgang mög-
lichst schonend für Phase und Amplitude ausgelegt werden können.
Das gewählte Digitalsignal steht - unabhängig von der Art wie es ein-
gespeist wird - am optischen und koaxialen Digitalausgang des
DAC3 (über Pufferverstärker entkoppett) für die Aufnahme mit
DAT-Recordern und anderen digital aufzeichnenden Medien zur
Verfügung.
Professional.Ausführung: Diese Ausführung des DAC3 besitzt
zusätzlich je einen symmetrischen XLR-Digitaleingang und einen
XLR-Digitalausgang nach AES-EBU-Norm. Außerdem wird bei die-
sem Gerät das Digitalsignal nicht direkt vom Eingang zum Ausgang
durchgeschleift, sondern es passiert vorher eine Schaltung, die even-
tuell vorhandenen Jitter reduziert. Per DIL-Schalter läßt sich außer-
dem das' Kopierschutzbit aus dem Datenstrom entfernen. (Siehe
Anleitung 'Aktivierung des Copy-Bit-Killers')
Die Ausgangsdaten des Digitalfilters gelangen kanalweise getrennt zu
den DIA-Wandlern - Herzstück des DAC3. Wir verwenden als
Wandler den Burr-Brown PCM 1702 in selektierter Ausführung.
Dieser Wandlertyp arbeitet als ParatleIwandler mit höchster Präzi-
sion und zählt zusammen mit dem PCM 63 derzeit zum Besten, was
auf dem Markt erhältlich ist. Strenge Selektion und sorgfaltige Laser-
trimmung der Wandler, die der Hersteller vornimmt, sichern die
gleichbleibend hohe Audioqualität des DAC3.
Auch wenn eines Tages noch bessere Bausteine auf dem Markt
erhältlich sein sollten, bleibt Ihr DAC3 up-to-date: Geschicktes lay-
out der Digital- und Wandlersektion ermöglicht durch Aufstecken
einer Leiterplatte auch nachträglich noch die Anpassung des Geräts
an alte denkbaren Wandlertechnologien.
Das Analogfilter
Die nach den Wandlern folgende Filterung des Signals sorgt dafür,
daß unerwünschte Frequenzreste (Aliasing, Samplingfrequenz) aus
dem gewandelten Audiosignal entfernt werden. Wir messen der Fil-
terung sehr viel Bedeutung bei, weil die Art, wie solche Filter mit
Phase und Amplitude des Signals umgehen, starke Auswirkungen auf
die musikalischen Qualitäten eines DIA-Wandlers hat. Wir haben
eine Reihe von Filterkonzepten untersucht und eine Regel bestätigt
gefunden. die auch für die Weichen in Lautsprechern gilt: Phasen-
drehungen am Ende des Übertragungsbereichs müssen möglichst
klein bleiben und dürfen vor allem nicht abrupt erfolgen. Unsere
Fil~
ter haben wir daher auf möglichst sanften Verlauf in der Nähe der
Grenzfrequenz getrimmt. Wichtig war weiterhin, daß bis zur höch-
sten auf CD und DAT vorhandenen Frequenz keine störende Ampli-
tudenänderung stattfindet. (Siehe auch in dieser Anleitung 'Einstel-
len der Analog-Filter')
Die Analogausgänge
Die Cinch-Analogausgänge des DAC3 besitzen diskret aufgebaute
LeistungsversCärker. Deren hohe Stromlieferfahigkeit und der nied-
rige Ausgangswiderstand gewährleisten auch bei hohen Kabelkapa-
zitäten exakte Übertragung der Musiksignale zur Vorstufe.
ProfeSSional-Ausführung: Diese Ausführung des DAC3 besitzt
zusätzlich ein Paar symmetrische XLR-Analogausgänge. Außerdem
läßt sich die Phasenlage des Ausgangssignals um 180 Grad drehen.
(Siehe 'Invertierung der Phasen lage')
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