Betriebsanleitung
Triebwagen
Beim S-Bahn- und Regionalverkehr entstand ein großer Bedarf an neuen
elektrischen Triebwagen. Zum einen mussten alte Triebfahrzeuge ersetzt
werden, zum anderen wurden neue Verkehrsverbindungen geschaffen.
Aufbauend auf den Erfahrungen mit verschiedenen bewährten Baureihen
entstand eine ganze Familie von elektrischen S-Bahn- und Regional-
Triebwagen:
• BR 423, vierteiliger S-Bahn-Triebzug in 300 Einheiten
Einsatz: S-Bahn-Netze.
• BR 424, vierteiliger S-Bahn-Triebzug in 40 Einheiten
Einsatz: nur für S-Bahn-Netz Hannover.
• BR 425, vierteiliger Regional-Triebzug in 156 Einheiten
Einsatz: Gesamtnetz.
• BR 426, zweiteiliger Regional-Triebzug in 43 Einheiten
Einsatz: Gesamtnetz.
Während der Einsatz der Baureihen 423 und 424 nur auf einige
wenige S-Bahn-Netze beschränkt ist, werden die Regionaltriebwagen
der Reihen 425 und 426 flächendeckend im gesamten Bereich der
DB AG eingesetzt. Der Triebzug der Baureihe 426 ist zweiteilig, der 425
vierteilig, davon abgesehen sind beide weitgehend baugleich. Der 426
besteht aus den beiden Endtriebwagen des BR 425. Beide haben eine
Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, einen Raddurchmesser von 850
mm und eine Einstiegshöhe von 798 mm. Beim zweiteiligen 426 sind die
beiden Enddrehgestelle angetrieben, das mittlere Jakobsdrehgestell ist
antriebslos. Die installierte Gesamtleistung beträgt 1175 kW. Voll besetzt
mit 212 Fahrgästen wiegt der Zug 71 t. Die maximale Beschleunigung ist
0,88 m/s, die bestmögliche Bremsverzögerung 0,9 m/s. Bei Bremsungen
kann elektrische Energie ins Netz gespeist und freiwerdende Wärme zur
Heizung verwendet werden.
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