Elektrolok
E 10
Art.-Nr. 02390
Art.-Nr. 02391
Art.-Nr. 02399
DAS vorbilD
Die Deutsche Bundesbahn setzte schon seit den 1950er Jahren auf eine Ab-
lösung der noch allgegenwärtigen Dampftraktion durch moderne Diesel-
loks und Elektroloks. Insbesondere für das im Aufbau befindliche Netz der
neuen Fernverkehrszüge (z. B. Rheinpfeil, Rheinblitz, TEE und D-/F-Zug-Ver-
bindungen) wurden dringend neue Fahrzeuge benötigt. Schon vor der Er-
probung der Baumusterloks der E 10 im Jahre 1952 wurde der Gedanke
vom „Einheitslok-Programm" aufgegriffen . Vorgesehen war hier die Bau-
reihe E 10 mit der Achsfolge Bo` Bo ` mit einer Höchstgeschwindigkeit
von 150 km/h bei einer Stundenleistung von 3240 KW und einer Achslast
von 21,2 Tonnen. Die Lok sollte vorwiegend im Schnellzugdienst eingesetzt
werden.
Im Jahr 1962 wurde der neue „Rheingold" gefolgt vom späteren „Rhein-
pfeil" geboren. Diese Züge bestanden aus hochwertigem Wagenmaterial,
erstklassigem Service und einem bisher noch nicht gebotenem Komfort. Um
die Optik der Züge besonders hervorzuheben wurde die Bügelfalten-E10
entworfen. Mit der windschnittigen Karosserieform sollte nicht nur der
Luftwiderstand herabgesetzt werden, sondern das Äußere der Lok sollte
Geschwindigkeit symbolisieren. Hier wurde das bewährte Fahrwerk der E
10 mit für höhere Geschwindigkeiten ausgelegten Drehgestellen und durch
einen Aufbau in windschnittiger Form ergänzt. Die Anordnung der Seiten-
lüfter wurde verändert. Die einzelnen Lüfter wurden durch eine durchge-
hende Lüfterblende verbunden. Dabei entfiel das mittlere Fenster in der
Seitenwand der Kastenloks. Die Stirnfenster wurden vergrößert, verloren
ihre exakt rechteckige Form und vor den Führerstandstüren wurde ein zu-
sätzliches seitliches Fenster eingebaut. An der Lokfront wurde eine Schürze
angebracht, die Puffer wurden windschnittig verkleidet.
Leider gelang es der Industrie nicht, die bestellten Fahrzeuge rechtzeitig
zur Verfügung zu stellen. Um den Start der neuen Starzüge halten zu
können, wurden die Kasten-E 10 239 – 244 in blau/creme lackiert. Da die
Höchstgeschwindigkeit durch veränderte Drehgestelle auf 160 km/h an-
gehoben wurde, entstand so die Baureihe E 10.12. Bei den Loks wurde
dann entsprechend eine „1" vor die Ordnungsnummer vorangesetzt (z. B.
E 10 1239 aus der E 10 239). Im Zeitraum Oktober 1962 bis März 1963
wurden dann die endgültigen Rheingold-Loks E 10 1265 – E 10 1270 in
blau/creme geliefert und die „Aushilfen" konnten in den für sie gedach-
ten Betriebsdienst zurückkehren. Die weiteren E 10 (E10.3) ab der Ord-
nungsnummer 288 wurden dann als „Bügelfalten" – Loks geliefert, nach
Unfall-Ausbesserungen wurden später auch einige Kasten-E 10 zu Bügel-
falten-Loks umgebaut wie die 110 107 und die 110 271. Durch den Ein-
bau von veränderten Drehgestellen mit der damit veränderten Höchst-
geschwindigkeit und Bremsausrüstung entstanden Unterbaureihen der
E 10. Diese wurden dann 1968 mit Einführung der EDV– Bezeichnung in
die Baureihen 110, 112, 113 und 114 berücksichtigt. (Das System musste
dann bei der Gründung der DB AG mit der Einführung eines gemeinsamen
Nummernschemas für die ex DR- und DB-Fahrzeuge noch einmal geändert
werden, da die Baureihe 112 mit der ex DR 212 belegt wurde). Im Laufe der
langen Einsatzzeit der Maschinen änderte sich deren Aussehen sowohl in
farblicher Hinsicht entsprechend dem Trend der Farbgebung der DB-Fahr-
zeuge als auch durch Umbauten von Details (Lüfter, Regenrinnen, Griff-
stangen, Trittfläche, Pufferbohlengestaltung).
DAS MoDEll
Das Modell ist eine Nachbildung der E 10 / E40 in der Ausführung mit Dop-
pellampen. Die Ausstattung des Modells entspricht der jeweiligen Einsatz-
zeit. Das Fahrzeug ist auf allen Achsen angetrieben, von denen zwei mit je
einem Haftreifen versehen sind. Die Stromabnahme erfolgt wahlweise über
alle Radsätze von der Schiene oder Oberleitung (die Panthographen sind
durch mehrfaches Bewegen an den Gelenkstellen von Farbe zu befreien).
Der Umschalter befindet sich auf der Platine unter dem Dach.
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Die Beleuchtung des Modells erfolgt in Abhängigkeit von der Fahrtrichtung.
Optimale Fahreigenschaften erreicht das Modell nach einer Einlaufzeit von
ca. 15 min. in beide Richtungen. Das Modell ist ausreichend gefettet. Daher
ist ein Nachölen oder -fetten erst nach einer Laufzeit von ca. 100 Stunden
erforderlich. Dafür ist säure und harzfreies Öl oder Fett (Art.-NR. 08973) zu
verwenden.
Das Oberteil des Modells ist auf dem Fahrwerk aufgerastet. Die Rastnasen
befinden sich kurz vor Drehgestellmitte. Zum Öffnen der Lok ist das Gehäu-
se leicht zu spreizen und nach oben abzuziehen.
Für die weitere Detaillierung des Modells liegen der Verpackung Zurüstteile
bei, die entsprechend des Einsatzes der Lok montiert werden können.
DigitAliSiErung
Das Modell ist mit einer Schnittstelle S nach NEM 651 ausgerüstet. Diese
wird nach Abnehmen des Oberteils der Lok zugänglich. Der Entstörsatz ist
gegen den Decoder zu tauschen. Wir empfehlen die Verwendung eines De-
coders von Uhlenbrock (Art.-Nr. 66021) o.ä.
!
H0, H0e und H0m wird eine Digitalspannung von max. 14 Volt empfoh-
len. Höhere Spannungen führen zu einem höheren Verschleiß der Motoren.
Decoderdefekte (durch Überlast), die durch diese Ursache entstehen, fallen
nicht unter die Gewährleistung.
ZurüSttEilE
Für die weitere Detaillierung des Modells liegen der Verpackung Zurüstteile
bei, die entsprechend des Einsatzes der Lok montiert werden können.
A
B
C
D
C
– 1 –
Bitte prüfen Sie vor Inbetriebnahme der Lok die Spannung an Ihrer
Digitalzentrale. Für den Betrieb von Fahrzeugen der Spurweiten TT,
Griffstange 13,4 mm
Kuppelhaken
Bremsschlauch
Sandkasten, rechts
G
B
C
D
E
Sandkasten, links
F
Leiter
G
Tritt
A
A
F
E
364484 / 22.09.2015