Trieb- und
Beiwagen
Art.-Nr. 74191 74192 74193 70004 70021 70022
DAS vorbilD
Zu Beginn der dreißiger Jahre war das Problem der Kraftübertra-
gung vom Verbrennungsmotor auf die Räder für kleinere Motoren-
leistungen soweit gelöst, dass der Verbrennungsmotor auch bei den
Schienenfahrzeugen Einzug hielt. Eine Vielzahl von Versuchsfahr-
zeugen und Kleinstserien verschiedener Hersteller entstanden. Diese
Fahrzeuge wurden intensiven Untersuchungen unterzogen. Da ins-
besondere der Nebenbahnbetrieb nach effektiveren Betriebsmitteln
suchte, entschloss man sich 1936 aus den verschiedenartigen Fahr-
zeugen einheitliche Baukriterien abzuleiten. Durch die Anwendung
des Leichtbaues für Wagenkasten und Hilfsrahmen für die Maschi-
nenanlage entstand bis 1937 dieser zweiachsige Einheitsneben-
bahntriebwagen VT 135. Die Fahrzeuge wurden mit den Nummern
VT 135 061-064, 067-076 und 083...132 in den Fahrzeugpark der
DR eingegliedert.
Die gesamte Antriebsanlage des Fahrzeuges war unterflur einge-
baut. Dabei ruhen Motor, Kupplung und Getriebe in einem Hilfsrah-
men, der auf den Achsen des Triebwagens gelagert ist. Die installier-
te Leistung von 111 kW (150 PS) reicht für eine Geschwindigkeit von
75 km/h. Die für den Nebenbahnbetrieb angepasste Inneneinrich-
tung teilt sich in einen Einstiegsraum mit Führerstand, einen Fahr-
gastraum und einen Gepäckraum, der auch über feste und Klappsit-
ze verfügt, mit Führerstand. Der Gepäckraum ist über Schiebetüren,
der Fahrgastraum über Drehtüren mit innen liegendem Drehpunkt
zu erreichen. Der Türbereich war auch bei der Drehtür durch die
Wahl des Drehpunktes erstmals nicht mehr eingezogen.
Die Fahrzeuge bewährten sich im Nebenbahnbetrieb sehr gut. Auf
Grund dessen fanden sie eine große Verbreitung. Einige Exemplare
waren bei der DR bis Ende der Siebziger Jahre als Baureihe 186.0
und 186.2 im Einsatz, obwohl auch hier die Neubautriebwagen der
Sechziger Jahre bereits das Streckenbild beherrschten. Die DB ordne-
te die Fahrzeuge als VT 70.9 ein. Eingesetzt wurden die Triebwagen
auch mit Beiwagen unterschiedlicher Bauart.
Speziell zu diesem Triebwagen wurden zwei unterschiedliche Bei-
wagen gebaut. Äußerlich glichen sich die Fahrzeuge dem Triebwa-
gen bis auf die Frontgestaltung. Hier hatte man auf die Neigung der
Frontpartie im Fensterbereich verzichtet. Bei der ersten Bauform der
CvPost – 35 hatte ein separates Postabteil im Fahrgastbereich gegen-
über der Toilette. Drehtüren gab es hier an beiden Fahrzeugenden.
Die zweite Bauform, der CvPost – 36, hatte, ähnlich dem Triebwagen
mit dem Packabteil, einen der Vorräume als Postabteil eingerichtet.
Demgemäß war an dieser Stelle ebenfalls eine Schiebetür angeord-
net. Neben der Änderung der Fensterteilung unterschied sich letzte-
res Fahrzeug damit nur noch in der Gestaltung der Frontseite vom
Triebwagen. In der Kombination Trieb- und Beiwagen war somit Ge-
päck- und Postbeförderung möglich.
DAS MoDEll
Das Modell ist eine maßstäbliche Nachbildung des Originals mit
authentischer Farbgebung und Beschriftung. Der Antrieb erfolgt
über einen fünfpoligen Motor auf beide Achsen. Durch eine Drei-
punktauflage ist eine sichere Stromaufnahme gewährleistet.
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Der Lichtwechsel erfolgt fahrtrichtungsabhängig, eine Innenbe-
leuchtung ist eingebaut. Da der Beiwagen nicht die Funktion eines
Steuerwagens hat, ist für die Kupplung der Fahrzeuge eine normale
Kupplung ohne Stromübertragung vorgesehen. Das Fahrzeug er-
reicht nach ca. 30 Min. Einlaufzeit seine optimalen Fahreigenschaf-
ten. Das Getriebe ist ausreichend gefettet. Ein Nachfetten ist erst
nach ca. 100 Betriebsstunden erforderlich. Benutzen Sie dazu bit-
te ein säure- und harzfreies Fett (Art.-Nr. 08973). Zur weiteren De-
taillierung liegen dem Modell einige Zurüstteile bei. Die über dem
Kupplungs-Normschacht
können nur bedingt vollständig am Modell angesteckt werden. Bei
Verwendung von Kurzkupplungen können diese – abhängig vom
Radius – gegen die Trittstufen stoßen. Daher müssen sie unter Um-
ständen entsprechend gekürzt werden, wenn die Kupplungsdeichsel
ausschwenken können muss.
DigitAliSiErung
Das Modell ist für den Decodereinbau mit einer Schnittstelle nach
NEM 651 vorbereitet. Der Steckplatz befindet sich beim Triebwagen
auf der Platine unter der Inneneinrichtung im Bereich der Toilette.
Beim Beiwagen befindet sich der Steckplatz unter der Inneneinrich-
tung. Ein Lötpad (Kennzeichnung F1) zur getrennten Ansteuerung
der Innenbeleuchtung mit einem Decoder, der separat per Kabel he-
rausgeführte Funktionen besitzt, ist neben dem Steckplatz auf der
Leiterplatte angebracht. Das Bauteil zwischen den Anschlüssen JMP
1.1 und JMP 1.2 ist zu entfernen. (siehe Abb. S. 2) Beide Fahrzeuge
benötigen einen eigenen Decoder.
Zum Öffnen des Triebwagens zunächst die beiden Bremsschlauchträ-
ger aus den Kupplungsaufnahmen heraus ziehen. Anschließend die
stirnseitigen Rastnasen lösen. Sie liegen in der Mitte (Bestandteil des
Frontfensters). Die Rastnasen müssen mit einem Schraubendreher
nach außen gedrückt werden. Dann kann das Gehäuse nach oben
abgenommen werden. Beim Zusammenbau zunächst die Innenein-
richtung und die Dachleiterplatte auf das Unterteil legen. Nach dem
Einhängen von Schaltkasten und Kühlschlangen kann das Gehäuse
wieder aufgerastet werden.
Das Oberteil des Beiwagens ist mit zwei seitlichen Rasten je Wagen-
seite auf das Fahrgestell gerastet. Nach dem Spreizen des Oberteils
kann dieses abgenommen werden. Danach kann die Inneneinrich-
tung abgenommen werden. Sie rastet vorn und hinten im Mittel-
gang auf der Deichselabdeckung. Beim Aufsetzen achten Sie bitte
auf die Kodierung der Inneneinrichtung zum Wagenboden hin. Ent-
sprechend der Lage des Toilettenfensters ist das Oberteil aufzusetzen.
!
der Spurweiten TT, H0, H0e und H0m wird eine Digitalspannung
von max. 14 Volt empfohlen. Höhere Spannungen führen zu einem
höheren Verschleiß der Motoren. Decoderdefekte (durch Überlast),
die durch diese Ursache entstehen, fallen nicht unter die Gewähr-
leistung.
– 1 –
einzusteckenden
Bitte prüfen Sie vor Inbetriebnahme des Triebwagens die Span-
nung an Ihrer Digitalzentrale. Für den Betrieb von Fahrzeugen
Bremsschlauchträger
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