Vereinfachte Auslegung eines
Durchgangs-Regelventils
Geg:
Medium Wasser, 115°C, stat. Druck an der Anschluß-
stelle
600 kPa (6 bar), p =40 kPa (0,4 bar),
D
p
= 7 kPa (0,07 bar), p
LEITUNG
Nominaldurchfluß Q = 36 m .h , Minimaldurchfluß
Q = 2,4 m .h .
3
-1
MIN
D
p = p
D
+ p
D
+ p
D
DISP
VENTIL
VERBRAUCHER
D
p
= p - p
D
D
- p
D
VENTIL
DISP
VERBRAUCHER
Q
36
Kv =
=
= 84,85 m .h
NOM
Dp
0,18
VENTIL
Sicherheitszugabe auf Herstellertoleranz (unter der Voraus-
setzung, daß der Durchfluß Q nicht überdimensioniert wurde) :
Kvs = (1,1 bis 1,3) . Kv = (1,1 bis 1,3) . 84,85 =
93,3 bis 110,3
m .h
3
-1
Aus der Reihe der Kv-Werte wählen wir den am nächsten lie-
genden Kvs-Wert aus, d. h. Kvs = 100 m .h . Diesem Wert ent-
spricht die Weite DN 25. Wählen wir ein Ventil mit Flansch-
verbindung, PN 25, aus Formguß, erhalten wir die
Typennummer:
RV 113 R 4331 16/150-80
und je nach Anforderungen an die Regelung wählen wir dazu
den passenden Antrieb.
Druckverlust des Ventils bei voller
Öffnung und gegebenem Durchfluß
(
( ( (
2
2
Q
36
Dp
=
NOM
=
Kvs
100
VENTIL H100
Typischer Regelkreis unter Verwendung eines Durchgangs-Regelventils
Anmerkung: Detaillierte Hinweise zur Berechnung von LDM-Regelarmaturen finden Sie in der Berechnungsrichtlinie 01-12.0.
Alle oben genannten Relationen gelten vereinfacht f r Wasser. Eine genaue Berechnung sollten Sie mit Hilfe der
Berechnungssoftware VENTILY durchf hren, die auch die erforderlichen Kontrollen enth lt und auf Anforderung
kostenlos zur Verf gung gestellt wird.
D
DISP
D
=15 kPa (0,15 bar),
VERBRAUCHER
3
-1
NOM
LEITUNG
= 40-15-7 = 18 kPa (0,18 bar)
LEITUNG
3
-1
3
-1
= 0,123 bar (12,3 kPa)
ü
ü
Der so errechnete reelle Druckverlust der Regelarmatur sollte
bei der hydraulischen Netzberechnung ber cksichtigt werden.
Autorit t des gew hlten Ventils
ä
Dp
12,3
a =
=
VENTIL H100
Dp
40
VENTIL H0
wobei mindestens 0,3 sein sollte, was die Kontrolle bestätigt.
a
Achtung:
Die Berechnung der Autorität des Regelventils muß
sich auf den Druckunterschied am Ventil im geschlossenen
Zustand beziehen, also zum Dispositionsdruck des Zweigs
D
p bei Null-Durchfluß. Niemals zum Pumpendruck p
DISP
D
p
< p
D
durch Druckverluste an der Netzleitung bis zur
DISP
PUMPE
Anschlußstelle des Regelzweigs. In diesem Fall nehmen wir
der Einfachheit halber an:
Kontrolle des Regelverh ltnisses
Die gleiche Berechnung führen wir für Minimaldurchfluß Q
2,4 m .h durch. Da die Druckverluste der festen Widerstände mit
3
-1
der zweiten Durchflußpotenz sinken, entsprechen dem Minimal-
durchfluß die Druckverluste:
D
D
p
= 0,23 kPa, p
LEIT QMIN
VERBR QMIN
39,28 = 39 kPa.
Q
2,4
Kv =
=
MIN
Dp
0,39
MIN
VENTIL QMIN
Das erforderliche Regelverhältnis
Kvs
100
r =
=
= 26
Kv
3,84
MIN
sollte kleiner sein als das angegebene Regelverhältnis r = 50.
Die Kontrolle entspricht dem.
LEITUNG
ü
-3-
ü
ä
= 0,31
D
p
= p
D
= p .
D
DISP H100
DISP H0
DISP
ä
D
= 0,49 kPa. p
= 40 - 0,23 - 0,49 =
VENTIL QMIN
= 3,84 m .h
3
-1
ä
®
D
, weil
PUMPE
=
MIN