Um die Signale auf beiden Adern vollständig auszugleichen, müssen Sie einen zweiten gleich-
großen Widerstand zwischen die positive Ader und AGND schalten (vgl. Abbildung 9). Mit
dieser Schaltung wird eine geringfügig bessere Rauschunterdrückung erzielt, aber die Quelle
wird durch die Reihenschaltung (Summe) der beiden Widerstände belastet. Wenn der Innenwi-
derstand der Signalquelle beispielsweise 2 kΩ lautet und jeder der Widerstände 100 kΩ groß ist,
belasten die Widerstände die Signalquelle mit 200 kΩ und erzeugen einen Messbereichsfehler
von -1 %.
Abbildung 9. Differentielles Anschließen erdfreier Signalquellen über zwei Widerstände
Signalquelle
AI+
+
+
–
AI–
–
R
>100 Ω
Quelle
AGND
Damit der Instrumentenverstärker ordnungsgemäß funktioniert, müssen die positive und die
negative analoge Ader direkt (galvanisch) mit Masse gekoppelt sein. Wenn die Signalquelle
kapazitiv gekoppelt ist, muss zwischen den positiven Eingang und AGND ein Widerstand
geschaltet werden. Bei Signalquellen mit geringem Innenwiderstand sollte der Widerstand so
gewählt werden, dass er einerseits die Signalquelle nicht merklich belastet, aber andererseits
klein genug ist (üblicherweise 100 kΩ bis 1 MΩ), so dass er aufgrund des Ruhestroms keinen
signifikanten Gleichspannungsanteil erzeugt. Die negative Ader ist in diesem Fall direkt mit
AGND zu verbinden. Wenn Sie mit einer Signalquelle mit hohem Innenwiderstand arbeiten,
müssen Sie die Leitungssymmetrie wie beschrieben durch Einfügen zweier gleich großer Wider-
stände in die positive und die negative Leitung gewährleisten.
Austauschen der Digitalmultimeter-Sicherung des
NI myDAQ
Das NI myDAQ enthält eine Sicherung, die das Gerät bei Strommessungen an HI (A) vor
Überstrom schützt. Wenn das DMM von NI ELVISmx immer 0 A misst, kann die Sicherung
durchgebrannt sein.
Bedienungsanleitung für NI myDAQ | © National Instruments | 13