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Besonderheiten Bei Biegeringwägezellen - Siemens Siwarex R Betriebsanleitung

Einbauelemente für wägezellen der baureihe rn
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Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 06/05
Bei mehr als drei Auflagepunkten ist die Lagerung meistens statisch unbestimmt.
Bei steifen Fundamenten und steifen Lastträgern verteilt sich die Last zwangsläufig
nicht gleichmäßig auf alle Wägezellen. Zwei diagonal liegende Wägezellen tragen
die Hauptlast. Die anderen Zellen Stützen den Lastträger nur ab. Das gleiche gilt,
wenn mit Fundamentabsenkungen gerechnet werden muss. Es gibt zwei Möglich-
keiten wie darauf Rücksicht genommen werden kann:
1. Überdimensionierung der Wägezellen
Die Nennlast der Wägezellen wird so berechnet, dass, z.B. bei vier Auflagepunk-
ten, das gesamte Gewicht von zwei Wägezellen getragen werden könnte.
2. Höhenausgleich der Auflagepunkte
Bei dieser Methode werden die Ausgangssignale aller Wägezellen unter Last auf-
einander abgestimmt. Damit alle die annähernd gleiche Belastung erhalten wird mit
Distanzblechen ein Höhenausgleich vorgenommen. Die Distanzbleche werden am
zweckmäßigsten zwischen Pratze und Kopfplatte des Einbauelementes gescho-
ben.
Die Ausgangssignale der einzelnen Wägezellen entsprechen Lastverteilung. Zum
Messen der Ausgangssignale ist wie folgt vorzugehen:
Wägezellenleitungen SIG+ und SIG- abklemmen.
Wägezellen mit der Speisespannung versorgen (z.B. 10,2V).
Ausgangsspannung zwischen SIG+ und SIG- jeder einzelnen Wägezelle
messen.
Die Pratze der Wägezelle mit dem niedrigsten Wert ist so lange mit Distanz-
blechen zu unterlegen bis die Ausgangsspannungen angeglichen sind.
Der Wägezellensitz muss waagerecht, vollflächig plan und wie der Wägezellenbo-
den absolut sauber sein.
Die Berührungsflächen der Krafteinleitungen sind mit Hochleistungsfett zu bestrei-
chen.
1.9
Besonderheiten bei Biegeringwägezellen
Biegeringwägezellen haben einen sehr kleinen Messweg. Bei Wägezellen mit
Nennlasten bis 13 t ist darüber hinaus eine Überlastsicherung integriert. Dabei be-
grenzt die Aufstellfläche der Wägezelle die Bewegung des Krafteinleitungsrohres.
Die Aufstellfläche der Wägezelle ist vor dem Einbau besonders auf Verschmutzung
zu überprüfen.
Besteht die Gefahr, dass die Unterseite der eingesetzten Wägezelle im laufenden
Betrieb verschmutzten oder Vereisen kann, sind entsprechende Kontroll- und/oder
Dichtungsmaßnahmen notwendig. Die Unterseite kann z.B. mit einem Fettring oder
einer dauerelastischen Dichtungsmasse geschützt werden. Bei diesen Maßnah-
men ist zu bedenken, dass die Krafteinleitung auf der Oberseite der Wägezelle
auch gut abgedichtet sein muss, um das Eindringen von Feuchtigkeit wirksam zu
verhindern.
Dokument-Nr.: A5E00239096
Generelle Aufbau- und Montagebedingungen
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