INSTALLATIONSVORSCHLÄGE IN RÄUMEN / WERKSHALLEN UND FREIEN
Kurze Entfernung zwischen Messort und Regler (Kabellängen < 10 m, Luftfeuchte <80 %rH)
Es werden hierzu speziell abgeschirmte Sondenkabel benötigt. Um eine Isolierung von >
12
10
Ω zu gewährleisten, ist an der Anschlussbuchse eine trockene Umgebung erforderlich.
Mittlere Entfernung zwischen Messort und Regler (Kabellängen < 50 m, max. 100% rH)
Werden Elektrodenkabel im Freien geführt, wird ein Verstärker (Impedanzwandler, z.B.
AmpHel®) benötigt, um Kabellängen bis in einer Entfernung von 50 m zu ermöglichen.
Sie können die AmpHel®-Elektrode direkt an den BNC-Anschluss des Reglers anschließen
und sparen somit die Kosten eines externen Impedanzwandlers.
Die Standardkabellänge von AmpHel®-Elektroden beträgt sind in der Regel 10 m. Um
größere Kabellängen zu realisieren, kann das Kabel einfach bis zu 50 m mit einem Koaxial-
Kabel überbrückt werden.
AmpHel®-Elektroden beinhalten einen batteriegespeisten Impedanzwandler im Messkopf,
der das Signal verstärkt und die Anfälligkeit für Signalrauschen vermeidet.
Da alle Komponenten dicht im Elektrodenkörper eingeschlossen sind, kann Feuchtigkeit bis
zu 100% rH das Signal nicht beeinflussen, jedoch dürfen auch diese Elektrodenkabel nicht
komplett untergetaucht werden.
Große Entfernung zwischen Messort und Regler (Kabellängen bis 300 m)
Das Elektrodensignal muss bei sehr großen Kabellängen mit einem pH-Transmitter HI
8614N oder HI 8614LN übertragen werden. Hierzu wird in der Nähe (max. 5 m) des
Messortes das Elektrodensignal im Transmitter umgeformt. Auf diesem Wege werden
Signalwege bis zu 300 m ermöglicht.
WISSENSWERTES ZUR REDOX-MESSUNG
Wird eine Platinelektrode in eine oxidierende Lösung getaucht, so bildet sich eine
monomolekulare Sauerstoffschicht auf ihrer Oberfläche. Hierdurch wird die Ansprechzeit
der Elektrode verlängert. Ein gegensätzlicher Effekt wird bei Absorption von Wasserstoff in
Gegenwart
Oberflächenrauhigkeit der Elektrode zugeschrieben. Für eine korrekte REDOX-
Potentialmessung müssen daher folgende Bedingungen eingehalten werden:
-
Die Elektrodenoberfläche muss sauber und glatt sein. (Schritt 1)
-
Die Elektrodenoberfläche muss einer von oxidierender oder reduzierender Wirkung
der Lösung abhängigen Vorbehandlung unterzogen werden. (Schritt 2)
Schritt (1) Reinigung und mechanische Vorbehandlung
Vor der chemischen Behandlung wird die Platinoberfläche kurz in Methanol/Ethanol
gereinigt und mit Wasser gründlich gespült. Bei gebrauchten REDOX-Elektroden ist
anschließend zunächst eine mechanische Grundreinigung des Platinsensors erforderlich.
Hierbei wird mittels eines abrasiven Werkstoffes (Schmirgelleinen oder Poliermittel) die
Platinoberfläche mechanisch geglättet. Dieser Schritt entfernt Mikro-Verunreinigungen,
Bedienungsanleitung HI 8710 / HI 8711 / HI 8720 / HI 8510 / HI 8512 (Modellversion ab 2009)
eines
Reduktionsmittels
beobachtet.
Dieses
Phänomen
wird
der
22