Seite 1
KEMPER autoflow XP ® Bedienungsanleitung User manual Notice d’emploi Bedieningshandleiding Manual de instrucciones Návod k obsluze Instrukcja obsługi Istruzioni per l’uso RUS Инструкция по эксплуатации Használati utasítás Manual de instruções Navodila za uporabo Kullanma Talimatı Bruksanvisning...
1. Allgemeiner Teil 1.1 KEMPER autoflow XP ® Komponenten 1. Schweißerschutzschirm, siehe separat beiliegende Bedienungsanleitung 2. Verbindungsschlauch zwischen Gebläseeinheit und Schweißerschutzschirm 3. Filter (bestehend aus Vorfilter und Partikelfilter) 4. Tragegürtel 5. Gebläseeinheit 6. Akku Abb. 1.1-1 – Komponeten des KEMPER autoflow XP ® Hinweis: Der KEMPER autoflow XP darf nur wie auf Abb. 1.1-1 dargestellt verwendet werden. ® Jede Abweichung davon ist nicht zulässig und kann zu Gesundheitsschäden und/oder Fehlfunktionen führen. Es dürfen nur unbeschädigte und funktionsfähige Komponenten verwendet werden! 1.2 Packungsinhalt Nach dem Erhalt des KEMPER autoflow XP Gebläseatemschutzsystems prüfen Sie ®...
Die Funktion basiert auf dem Prinzip des Luftüberdrucks im Schweißerschutzschirm. Durch dieses Prinzip kann keine mit Schadstoffen belastete Umgebungsluft von Außen in den Atembereich des Anwenders gelangen, somit also auch keine Schadstoffe, die bei verschiedensten Arbeiten entstehen können. Das KEMPER autoflow XP Gebläseatem- ® schutzsystem versorgt über einen Luftschlauch den Schweißerschutzschirm mit gereinigter Luft. Durch die im Schweißerschutzschirm befindliche Gesichtsabdichtung entsteht ein Überdruck, der das Eindringen von Aerosolen in den Atembereich des Anwenders verhindert. Das KEMPER autoflow XP Gebläseatemschutzsystem erfüllt die Anforderungen nach ® EN 12941:2009-02 und ist in die Geräteklasse TH2P eingestuft. Die Baumusterprüfung vom KEMPER autoflow XP erfolgte durch: ® (IFA) Institut für Arbeitssicherheit Alte Herrstraße 111 53757 Sankt Augustin Kenn-Nr.: 0121 1.4 Sicherheitshinweise Da eine fehlerhafte Benutzung eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen kann, müssen unbedingt nachfolgende Sicherheitshinweise beachtet werden: • Nationale Vorschriften sind zu beachten z.B.: - BGR 190 Regeln für den Einsatz von Atemschutzgeräten - BGI 504-26 Auswahlkriterien für die spezielle arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz, G26 „Atemschutzgeräte“ • Lesen und beachten Sie diese Anleitung sorgfältig. • Der Benutzer muss mit dem Gebrauch und der Handhabung des Gebläseatem- schutzsytems vertraut sein. • Die Zulassung gilt nicht bei fehlerhafter Anwendung und/oder Benutzung von nicht zugelassenen Komponenten.
Seite 6
• Sollte das Gebläseatemschutzsystem ausfallen, muss der Arbeitsbereich sofort verlassen werden. • Das Atemschutzgerät ist entsprechend nach Art und Konzentration der Gefahrstoffe auszuwählen. • Das Gebläseatemschutzsytem darf nicht verwendet werden, wenn die Dichtheit der Gesichts- abdeckung des Schweißerschutzschirms beeinträchtigt ist. • Je nach Empfindlichkeit des Anwenders können Temperaturen < 10°C zu unangenehmen Tragebedingungen führen. • Es dürfen nur originale und für den KEMPER autoflow XP zugelassene und geprüfte ® Partikelfilter verwendet werden. • Bei Unsicherheit bezüglich des Sauerstoffgehaltes, der Schadstoffkonzentration oder der Art der Partikel und Gase in der Umgebungsluft, darf das Gebläseatemschutzsytem auf keinen Fall verwendet werden. In einem solchen Fall sind umgebungsunabhängige Isoliergeräte zu verwenden. • Bei sehr hoher Arbeitsbelastung kann beim Einatmen im Schweißerschutzschirm ein Unterdruck entstehen, der die Schutzwirkung des Gebläseatemschutzsytem reduziert. • Bei Benutzung in Umgebungen mit hohen Windgeschwindigkeiten kann der Schutzfaktor herabgesetzt werden. • Bei besonders sensiblen Personen kann die Verwendung des KEMPER autoflow XP ® Hautreizungen oder allergischen Reaktionen führen. • Beachten Sie auch weitere Bedienungsanleitungen, die diesem Produkt beiliegen, wie z.B. vom Schweißerschutzschirm autodark ® 750. Hinweis: Bei Nichtbeachtung der genannten Hinweise kann der Hersteller nicht für einen sicheren Gebrauch des Gebläseatemschutzsystems garantieren. Für entstandene Schäden auf- grund fehlerhafter Anwendung kann der Hersteller keine Verantwortung übernehmen. Die Zulassung nach EN 12941 gilt nicht bei fehlerhafter Benutzung oder bei Verwendung nicht zugelassener Teile oder Komponenten.
1.5 Kennzeichnung KEMPER autoflow XP „Gebläseeinheit, Akku“ ® TH2 P R SL Filterprüfverfahren wiederverwendbarer Filter Filtertyp (Partikelfilter) Geräteklasse, 20-fache des Grenzwertes (GW Der Partikelfilter ist nur zum Gebrauch gegen feste und flüssige Aerosole (Schwebeteilchen) bestimmt. GW sind z.B. die in der TRGS 900 aufgeführten Grenzwerte in der Luft am Arbeitsplatz – MAK- und TRK-Werte (MAK = maximale Arbeitsplatzkonzentration; TRK = technische Richt- konzentration). KEMPER autoflow XP „Partikelfilter“ ® P R SL Filterprüfverfahren wiederverwendbarer Filter Filtertyp (Partikelfilter) Der Partikelfilter ist nur zum Gebrauch gegen feste und flüssige Aerosole (Schwebeteilchen) bestimmt. Sonstige Kenzeichnungen / Piktogramme EN 12941 Prüfnorm bzw. Prüfgrundlage CE 0121 Prüfstellennummer = Bedienungsanleitung beachten +55°C = Lagertemperatur -20°C = Lagerfeuchtigkeit rel. humidity < 90 % = Lagerfrist bzw. Ablaufdatum beachten...
Das Herstelldatum etc. der einzelnen Systemkomponenten kann der Artikelkennzeichnung entnommen werden (Positionen der Kennzeichnungen siehe nachfolgende Bilder) Ladegerät Partikelfilter Gebläseeinheit Akku Schweißerschutzhelm autodark 750 - autoflow XP ® ® 1.6 Gebrauchsdauer Die Nenneinsatzdauer des KEMPER autoflow XP beträgt bei neuem und voll aufgeladenem ® Akku sowie neuen Filtern mindestens 5,5 Stunden. Die effektive Gebrauchsdauer des KEMPER autoflow XP hängt vom Ladezustand des Akkus und von der Belastung des Filters durch Art ® und Konzentration der Aerosole ab. Je nach Einsatzbedingungen können somit kürzere Filter- wechselzeiten notwendig sein. Vor jedem Einsatz ist mittels der Kontrolleinrichtung zu überprü- fen, ob der Mindest-Nennvolumenstrom überschritten wird. Bei Unterschreitung des Mindest- Nennvolumenstroms muss der Filter gewechselt und / oder der Akku geladen werden. 1.7 Lagerung Alle Teile des KEMPER autoflow XP sollten in ihrer Originalverpackung / Transportkoffer bei ® einer Umgebungstemperatur von -20°C bis +55°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit kleiner 90 % an einem trockenen und sauberen Ort gelagert werden. Bei Lagerung unter 0°C benötigt der Akku eine „Aufwärmzeit“, um seine volle Kapazität erreichen zu können. Der Partikelfilter darf bei Überschreitung der maximalen Lagerfrist nicht mehr verwendet werden!
2. Inbetriebnahme 2.1 Ladegerät und Akku Vor dem ersten Einsatz muss der Akku aufgeladen werden. Der Ladevorgang dauert etwa 7 Stunden (abhängig vom Akkuzustand). Verwenden Sie zum Aufladen ausschließlich das im Lieferumfang enthaltene Ladegerät. Das Ladegerät ist für einen Spannungsbereich von 100 – 240 V AC geeignet und primärseitig mit einem Wechselsteckersystem ausgestattet, der bei Bedarf durch einen landestypischen ausgetauscht werden kann. Da der Ladevorgang elektronisch überwacht wird, kann ein Überladen des Akkus ausgeschlossen werden. • Rote LED „Power“: Dauerlicht signalisiert die Betriebsbereitschaft des Gerätes. Diese leuchtet auf, sobald sich das Gerät am Netz befindet. • Rote LED „Charge“: Abb. 2.1-1 – Ladegerät Dauerlicht signalisiert den Ladevorgang nach der Verbindung mit dem Akku. • Grüne LED „Ready“: Dauerlicht signalisiert, dass der Akku geladen ist. Nach ca. 2 Minuten blinkt die LED und das Ladegerät wechselt in die Erhaltungsladung. Nach dem Verbinden des Akkus mit dem Ladegerät blinkt die grüne LED für ca. 1 Minute und signalisiert die Akku-Testphase. • Gelbe LED „Discharge“: Dauerlicht signalisiert nach Drücken der gelben Entladetaste (ca. 2 Sekunden gedrückt halten) den Entladevorgang. Hinweis: • Bei fabrikneuen oder länger gelagerten Akkus kann es unter Umständen zu einer Frühabschaltung beim Laden kommen. In diesem Fall sollte der Ladevorgang mehrmals gestartet werden, um die max. Kapazität des Akkus zu erreichen. • Mit dem Ladegerät darf nur der mitgelieferte Akku geladen werden, da bei anderen Typen, wie z.B. Batterien, Explosionsgefahr besteht. • Ladegerät und Akku nicht öffnen. • Das Ladegerät und der Akku dürfen nur in geschlossenen, trockenen Räumen betrieben werden.
Seite 10
Inbetriebnahme: Ladegerät an das Stromnetz anschließen: Durch den im Lieferumfang enthaltenen Primär- Wechselstecker und das elektronische Netzteil (100 – 240 V AC) ist es möglich, das Gerät weltweit betreiben zu können (länderabhängige Primärstecker sind optional erhältlich). Zum Wechseln des Primärsteckers betätigen Sie bitte den Entriegelmechanismus auf der Rückseite des Ladegerätes in Pfeilrichtung. Den beiliegenden Primärstecker auf das Ladegerät aufstecken bis er hörbar einrastet und verriegelt ist. Sobald das Ladegerät in die Steckdose der Netzversorgung eingesteckt ist leuchtet die rote LED „Power“ und signalisiert die Betriebsbereitschaft. Anschluss des Akkus an das Ladegerät: Der Akku kann sowohl in Kombination mit der Gebläseeinheit (die Gebläseeinheit muss dann ausgeschaltet sein) sowie auch einzeln geladen werden. Hierzu das Ladekabel auf der Unterseite (Abb. 2.1-2, Pos. 1) des Akkus ein- stecken. Die rote LED „Charge“ leuchtet und signalisiert den Ladevorgang. Während der Testphase blinkt zunächst die grüne LED „Ready“ und erlischt nach ca. 1 Minute. Nach erfolgter Aufladung schaltet das Ladegerät automatisch auf Impuls- Erhaltungsladung um. Die rote LED „Charge“ erlischt und die grüne LED „Ready“ leuchtet für ca. 2 Minuten auf. Nach ca. 2 Minuten wechselt die grüne LED „Ready“ auf ein grünes Blinklicht. Der Akku kann entweder sofort verwendet werden oder aber bis zu seiner Verwendung am Ladegerät angeschlossen bleiben. Hinweis: • Blinkt sofort nach dem Anschließen des Akkus an dem Ladegerät die grüne LED „Ready“ sowie nach 20 Sekunden sporadisch die rote LED „Charge“ auf ist der angeschlossene Akku defekt und kann nicht mehr geladen werden. • Um die Lebensdauer des Akkus voll auszuschöpfen, sollte er in regelmäßigen Abständen (alle 3 Monate) komplett entladen werden. Das Starten des Entladevorgangs erfolgt bei angeschlossenem Akku am Ladegerät durch Drücken der Entladetaste für ca. 2 Sekunden. Die gelbe LED „Discharge“ leuchtet und signalisiert den Entladevorgang. Während der ersten Minute blinkt die grüne LED „Ready“ ebenfalls und erlischt wieder nach der Testphase. Nach erfolgter Entladung, was im Einzelfall mehrere Stunden dauern kann, schaltet das Ladegerät automatisch auf den Ladevorgang um. • Ein neuer Akku erreicht seine volle Kapazität erst nach etwa 10 kompletten Ladezyklen. • Der Akku sollte an einem kühlen Ort mit etwa 40% Ladekapazität gelagert werden. • Der Akku sollte nach Möglichkeit bei Raumtemperatur geladen werden. • Für die Akkulebensdauer ist es günstiger ihn auch dann zu laden, wenn er noch nicht komplett entladen ist.
2.2 Kontrollen vor dem Gebrauch Vor jeder Benutzung des KEMPER autoflow XP Gebläseatemschutzsystems ® müssen nachfolgende Kontrollen durchgeführt und die Sicherheitshinweise unter Abschnitt 1.4 „Sicherheitshinweise“ beachtet werden: 1. Sämtliche Komponenten des Gebläseatemschutzsystems (Abb. 1.1-1) müssen auf Beschädigungen überprüft werden. Beschädigte Komponenten sind sofort auszutauschen. 2. Es dürfen nur Komponenten verwendet werden, die entsprechend geprüft und gekennzeichnet sind, (siehe Abschnitt 1.5. „Kennzeichnung“). 3. Prüfen Sie, ob ein Partikelfilter in die Gebläseeinheit eingesetzt ist. 4. Prüfen Sie, ob der Akku geladen ist. 5. Prüfen Sie die Warneinrichtung an der Gebläseeinheit für den Mindest-Nennvolumenstrom. Gehen Sie dabei wie folgt vor (Abb. 2.2-1): • Schalten Sie die Gebläseeinheit ein, indem Sie die ON-Taste (Pos. 2) für ca. 2 Sekunden gedrückt halten. Es ist darauf zu achten, dass sich das Gebläse nach dem Einschalten in der ersten Leistungsstufe (Pos. 4) befindet und eine grüne LED der Gebläsestufen- anzeige leuchtet. • Verschließen Sie den Luftaustritt (Pos. 1) luftdicht mit der Hand. Die Drehzahl des Gebläses muss sich nun deutlich hörbar erhöhen. Nach ca. 20 Sekunden muss ein Warnton ertönen und die Filtersättigungsanzeige (Pos. 5, alle 4 LED´s) fängt an zu blinken. Geben Sie den Luftaustritt wieder frei, so dass sich die Warnsignale wieder abschalten. Verhält sich die Gebläseeinheit nicht so wie beschrieben, wiederholen Sie den Vorgang. Sollte das Problem dann immer noch vorliegen, liegt evtl. ein Fehler in der Steuerung und/oder Gebläse vor. Die Gebläseeinheit muss dann zur Überprüfung eingeschickt werden. Sie darf dann auf keinen Fall verwendet werden! • Schalten Sie die Gebläseeinheit an der OFF-Taste (Pos. 3) wieder aus, indem Sie sie für ca. 5 Sekunden gedrückt halten.
Fall nicht verwendet werden! • Beachten Sie die Filtersättigung (Abb. 2.2-1, Pos. 4). Wenn alle vier LED´s aufleuchten und zusätzlich ein Warnton zu hören ist, ist kein ausreichender Mindest-Nennvolumen- strom gewährleistet. Wechseln Sie den Partikelfilter und führen Sie die Schritte unter Punkt 6 noch einmal durch. Sollte es immer noch zu einer Warnung kommen, liegt evtl. ein Fehler in der Steuerung und/oder des Gebläses vor. Die Gebläseeinheit muss dann zur Überprüfung eingeschickt werden. Sie darf in diesem Fall nicht verwendet werden! • Schalten Sie die Gebläseeinheit an der OFF-Taste (Abb. 2.2-1, Pos. 3) wieder aus, indem Sie sie für ca. 5 Sekunden gedrückt halten. 2.3 Gebrauch Nachdem Sie die vorbereitenden Maßnahmen aus Abschnitt 2.1 und 2.2 durchgeführt haben, können Sie das KEMPER autoflow XP Gebläseatemschutzsystems verwenden. Beachten Sie ® auch weitere Bedienungsanleitungen, die diesem Produkt beiliegen, wie z.B. vom Schweißer- schutzschirm autodark ® 750. Warnhinweis: • Das Gebläseatemschutzsystem darf nur im eingeschalteten Zustand verwendet werden! • Bei Ausfall des Gebläseatemschutzsystems muss der Gefahrstoffbereich sofort verlassen werden, da es sonst sehr schnell zu einem Kohlendioxid-Stau und eine Sauerstoffverar- mung im Schweißerschutzschirm kommen kann. • Wenn der Luftstrom in der Schweißerschutzhaube abnimmt, unterbrochen ist, oder das Atmen schwieriger wird, wenn Schwindel, Benommenheit oder andere Symtome eintreten oder Sie Gefahrstoffe schmecken/riechen muss der Gefahrstoffbereich sofort verlassen...
Seite 13
Bedienteil an der Gebläseeinheit: Abb. 2.3-1 – Bedienelemente an der Gebläseeinheit 1. Bedientasten • ON (+) ca. 2 Sekunden halten, um die Gebläseeinheit einzuschalten. • OFF (-) ca. 5 Sekunden halten, um die Gebläseeinheit auszuschalten. 2. Filtersättigungsanzeige • Eine zunehmende Filtersättigung wird über einen LED-Balken signalisiert. Wenn alle 4 LED‘s aufleuchten kann mit dem KEMPER autoflow XP Gebläseatemschutzsystem ® noch kurze Zeit weiter gearbeitet werden. Ertönt jedoch parallel dazu noch ein Warnton, so ist ein Filterwechsel zwingend erforderlich, da der Mindest-Nennvolumenstrom nicht mehr gewährleistet ist. Eine weitere Benutzung unter diesen Bedingungen führt zu Gesundheitsschäden, da kein ausreichender Überdruck mehr im Schweißerschutzschirm besteht und Schadstoffe in den Atembereich des Anwenders gelangen können. Der Arbeitsbereich muss sofort verlassen werden! Es wird empfohlen den Partikelfilter zu wechseln, wenn alle 4 LED´s der Filtersättingungsanzeige aufleuchten. Akku Kapazität 4 x grüne LED 100% Akku Kapazität 3 x grüne LED 80% Akku-Kapazität 2 x grüne LED 60% Akku-Kapazität 1 x grüne LED 40% Akku-Kapazität 1 x rote LED 20% Akku-Kapazität 1 x rote LED, Warnton 5% Akku-Kapazität Die Akku-Kapazitäten sind Näherungswerte und abhängig von dem Zustand des verwendeten Akkus. Es wird empfohlen den Akku bei 5% Akku-Kapazität sofort aufzuladen bzw. zu wechseln.
Seite 14
4. Luftleistungsanzeige • Während die Gebläseeinheit eingeschaltet ist, lässt sich über die ON/OFF bzw. +/- Tasten der Luftstrom individuell in vier Stufen einstellen: (4 x grüne LED) ca. 210 l/min (3 x grüne LED) ca. 195 l/min (2 x grüne LED) ca. 185 l/min (1 x grüne LED) ca. 170 l/min Bitte beachten Sie, dass sich mit zunehmendem Luftstrom die Akku- und Filterstandzeit verringern. Dies ist ebenfalls abhängig von der Staubbelastung im Gefahrstoffbereich. Filterwechsel: Abb. 2.3-2 – Filterwechsel • Heben Sie die Verrasterung (Pos. 1) des Filterdeckels leicht an und schwenken Sie dabei den Filterdeckel (Pos. 2) einschließlich der Filter (Pos. 4) aus der Gebläseeinheit (Pos. 3). • Entnehmen Sie den Partikelfilter (Pos. 4) und ersetzen Sie ihn durch einen neuen (ggf. sollte auch der Vorfilter gewechselt werden). • Setzen Sie den Filterdeckel (Pos. 2) einschließlich Filter (Pos. 4) wieder in umgekehrter Reihenfolge in die Gebläseeinheit (Pos. 3) ein. • Prüfen Sie, wie unter Abschnitt 2.2 „Kontrollen vor dem Gebrauch“ beschrieben, die korrekte Funktion der Gebläseeinheit. Hinweis: • Es dürfen nur original und für den KEMPER autoflow XP zugelassene und geprüfte ® Partikelfilter verwendet werden. • Beachten Sie auch die Angaben auf dem Partikelfilter bzgl. der Lagerfristen/Haltbarkeits- datum.
Akkuwechsel: Abb. 2.3-3 – Akkuwechsel, Ansicht von der Rückseite ohne Tragegürtel • Ziehen Sie den Rasthebel (Pos. 2) am Akku (Pos. 1) aus seiner Rasterung (Pos. 3) an der Gebläseeinheit. • Schieben Sie nun bei gelöstem Rasthebel (Pos. 2) den Akku (Pos. 1) aus der Führung der Gebläseeinheit. • Eingesetzt wird der Akku (Pos. 1) in umgekehrter Reihenfolge.
Seite 16
Dichtungseinsatz im Schweißerschutzschirm und Verbindungsschlauch: Abb. 2.3-4 – Dichtungseinsatz im Schweißerschutzschirm, Verbindungsschlauch • Der Dichtungseinsatz (Pos. 2) muss rundum dicht am Kopf anliegen. Hierzu das Zuggummi (Pos. 3) im Dichtungseinsatz (Pos. 2) entsprechend anziehen. Liegt der Dichtungseinsatz nicht rundum am Kopf an, wird der für die Einhaltung des Schutzfaktors erforderliche Über d ruck nicht erreicht und Schadstoffe gelangen in den Atembereich des Benutzers! • Für die Einstellung der Kopfhalterung (Pos. 6) und die Bedienung des Schweißerschutz- schirms (Pos. 1) siehe separate Bedienungsanleitung des Schweißerschutzschirms, die diesem Produkt beiliegt. • Der Schlauchanschluss (Pos. 5) ist mit einem Bajonettverschluss versehen. Beim Einstecken ist darauf achten, dass die Rastzapfen in der passenden Stellung zum Diffuser (Pos. 4) stehen. Dann kann er leicht in das Gegenstück des Diffusers eingesteckt werden und durch leichtes Drehen im Gegenuhrzeigersinn gesichert werden.
Seite 17
Verbindungsschlauch an der Gebläseeinheit: Abb. 2.3-5 – Verbindungsschlauch an der Gebläseeinheit • Der Schlauchanschluss (Pos. 1) ist mit einem Bajonettverschluss versehen. Beim Einstecken ist darauf zu achten, dass die Rastzapfen in der passenden Stellung zum Stutzen (Pos. 2) der Gebläseeinheit stehen. Dann kann er leicht eingesteckt werden und durch leichtes Drehen im Uhrzeigersinn gesichert werden. Tragegürtel: Abb. 2.3-6 – Tragegürtel • Den Tragegürtel an den Schlaufen (Pos. 3) so einstellen, dass die Gebläseeinheit angenehm und gut erreichbar auf der Hüfte sitzt. • Die Verschlussschnalle (Pos. 1) ist oben und unten mit einer Rasterung (Pos. 2) versehen, die zum öffnen des Tragegürtels eingedrückt werden müssen.
3. Wartung 3.1 Reinigung Es wird empfohlen, das KEMPER autoflow XP Gebläseatemschutzsystem nach jedem Einsatz ® zu reinigen. Überprüfen Sie dabei auch alle Komponenten des Gebläseatemschutzsystems auf Beschädigungen. • Reinigen Sie das Gebläseatemschutzsystem im Freien oder in gut belüfteten Räumen. • Bei Bedarf die Gebläseeinheit außen mit einem Tuch sauber wischen. • Beachten Sie, dass anhaftender Staub gesundheitsschädlich sein kann. • Keine brennbaren Reinigungsmittel verwenden. • Stellen Sie sicher, dass keine Reinigungsmittel in die Gebläseeinheit oder den Luftschlauch gelangen. • Bei Verdacht, dass der Luftschlauch von innen verschmutzt ist, muss dieser ausgetauscht werden. • Es wird empfohlen mildes Spülmittel ohne Scheuermittel zu verwenden. • Reinigen Sie jedes Teil mit einem feuchten Tuch und trocknen Sie es hinterher gründlich. Es darf keine Feuchtigkeit in den Akku und in die Gebläseeinheit eindringen. Dies kann zu Fehlfunktionen und Defekten führen. • Aus hygienischen Gründen sollte der Schweißerschutzschirm besonders im Innenbereich in regelmäßigen Abständen desinfiziert werden. Verwenden Sie dazu ein handelsübliches Des- infektionsmittel und reinigen Sie die Komponenten entsprechend der Anweisungen des Desinfektionsmittels. Es muss darauf geachtet werden, dass kein Desinfektionsmittel in die Gebläseeinheit und in den Akku eindringen können. • Beachten Sie auch weitere Bedienungsanleitungen, die diesem Produkt beiliegen, wie z.B. vom Schweißerschutzschirm autodark ® 750.
3.2 Instandhaltungs- und Prüffristen Der Unternehmer/Anwender hat dafür zu sorgen, dass Instandhaltungsarbeiten und die Prüfungen von Atemschutzgeräten nach dieser Benutzerinformation (Bedienungsanleitung) ausgeführt werden (siehe auch BGR 190, Benutzung von Atemschutzgeräten). Art der durchzu- Vor dem Nach dem Halb- führenden Arbeiten Gebrauch Gebrauch jährlich Schweißerschutz- Reinigung (Empfehlung, schirm abhängig vom Verschmutzungs- grad) Desinfektion (Empfehlung, aus hygenischen Gründen) Sichtprüfung auf Beschädigungen Gebläseeinheit Reinigung einschließlich (Empfehlung, abhängig vom Komponenten Verschmutzungs- grad) Sichtprüfung auf Beschädigungen...