EINSTELLEN DER RC -F UNKTIONEN
Du brauchst grundsätzlich nur eine Funktion ‚Seite' oder ‚Quer' sowie eine Funktion ‚Bremse' (Kanäle 1 + 2). Diese müssen mittels
einem Mischer gemischt werden können, damit die beiden Steuerarme einerseits steuern (seitenverkehrter Ausschlag) und auch
bremsen (gleichsinniger Ausschlag) können. Im Normalfall bewältigt das auch ein DELTA- bzw. V-Leitwerksmischer oder wenn
das nicht vorhanden ist ein HACKER Paramixer (elektronisches Bauteil modellseitig).
Zusätzlich benötigst Du die Funktion ‚Gas', wenn Du einen Antrieb nutzen willst (Kanal 3)
Sehr empfohlen wird zusätzlich noch ein Beschleunigerservo (Kanal 4) insbesonders in Verbindung mit einem Antrieb.
Mit diesen Funktionen lässt sich der SAMBA prima fliegen. Zusätzlich empfehle ich noch folgendes:
Verwende Flugphasenschalter mit angebremstem und beschleunigtem Zustand. So kannst Du rasch und effizient zwischen
neutraler, angebremster Langsamflug- und beschleunigter Steigflugeinstellung wechseln. Der Flügel kann so viel ruhiger
fliegen, als wenn Du immer über den Höhenruderhebel ‚bremsen' oder über den Beschleunigerschieber beschleunigen
musst.
Dual-rate empfiehlt sich, wenn Du viel Steuerweg realisierst. In diesem Fall hast Du viel Ausschlag, der beim normalen
Fliegen schon eher hinderlich - weil zu heftig - ist. Mittels Dual-Rate kannst Du den Weg so wieder mässigen und bei
Bedarf dennoch den vollen Weg abrufen.
TRIMMUNG UND DAS EINSTELLEN DER BREMSLEINEN
Der SAMBA wird in einem Trimmzustand geliefert, der das Starten noch ermöglicht, aber ansonsten auf der eher
langsamen Seite ist, damit Aufwinde effizient und ruhig ausgeflogen werden können. Der B-Gurt ist mit einem
Schrumpfschlauch fixiert. So wird die B-Leinenebene 1:1 mit dem A-Gurt heruntergezogen. -> Profil wird bei
Beschleunigung abgeflacht. Nach meiner Erfahrung lässt sich betreffend Trimmung aber noch allerhand experimentieren.
Dies sind aber alles Eingriffe und Abänderungen, die Du selber machen musst/kannst. Folgende Dinge habe ich schon
ausprobiert:
B-Gurt vorspannen (Beim Beschleunigen wird zuerst der B-Gurt vorgespannt und dann erst kommt der A-Gurt mit)
Gurt umdrehen. Der „Beschleuniger" wirkt dann auf die C- und B-Ebene und bewirkt eine Verlangsamung (Trimmergurt).
Der Leinenebenen A und B werden dafür durch „Schlaufen" gekürzt, so dass der Schirm ohne Trimmereinsatz auf voller
Beschleunigung steht. (Siehe VIDEO)
B-Gurt – Schrumpfschlauch lösen. Nun wird die B-Leinenebene 1:2 mit A-Gurt heruntergezogen. -> Profil wird bei
Beschleunigung nur abgesenkt aber nicht verändert.
Es macht keinen Sinn, die Anknüpfposition der Leinen werkseitig fix zu markieren. Bitte arbeite Dich wie folgt an die
richtige Einstellung heran!
Leinen probehalber befestigen und Schirm aufziehen und beobachten:
Bremsleinen hängen weit nach hinten durch -> Bremsleinen kürzen
Schirm steigt nicht mehr richtig auf -> vermutlich sind die Bremsen jetzt zu knapp eingestellt. Wieder etwas lösen. usw.
TIP: Wichtig ist, dass Du vor dem Flug sicherstellt, dass die Brems- und Steuerfunktion gewährleistet ist. Zu lang eingestellte
Bremsleinen können zu einem Verlust der Steuerreaktionen führen! Das Trimmen des Schirms ist ein lässiges Experimentierfeld.
Du kannst hier in kleinen Schritten selber ausprobieren, wie sich die Eigenschaften des Schirmes verändern lassen. Es empfiehlt
sich nicht, mit strammen oder angebremsten Bremsleinen zu Fliegen – Du verlierst dadurch an Leistung.
Es kann sein, dass eine leichte Vorbeschleunigung mittels Beschleunigungsservo das Startverhalten erleichtert.
Neu eingeleinte Modellschirme mit Bedacht in einem hindernissfreien Gelände einfliegen, bis Du sicher bist, dass es Deinen
Steuerimpulsen folgt.
Vor dem Start in jedem Fall sicherstellen, dass die Steuerleinen sich nicht im Flug lösen können.
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Melchior Lindenstruth, Berg 4907 CH-9100 Herisau
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