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Schallschutz - Maincor Mainpress Technisches Handbuch

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3.6 Schallschutz

Die DIN 4109 regelt die Anforderungen an den Schutz gegen Luft- und Trittschallübertragung zwischen
fremden Wohn- und Arbeitsräumen sowie aus baulich verbundenen Betrieben, gegen Geräusche
von haustechnischen Anlagen und gegen Außenlärm. Der maximale Installationsschallpegel L
im Wohnungsbau von ≤ 30dB(A) entspricht im Augenblick den anerkannten Regeln der Technik
sowie der aktuellen Rechtsprechung. Es kann über die DIN 4109 ein erweiterter Schallschutz
per Werksvertrag nach VDI 4100 vereinbart werden. Die Einteilung der Schallschutzstufen in der
VDI 4100 ähnelt denen der DIN 4109. Es sind jedoch zusätzlich viele nützliche Hinweise für die
Schallschutzplanung in der VDI Richtlinie 4100 zu finden.
Geräuschquelle
Wasserinstallationen
(Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen)
Sonstige haustechnische Anlagen
Betriebe tags 6 bis 22 Uhr
Betriebe nachts 22 bis 6 Uhr
a) Einzelne, kurzseitige Spitzen, die beim Bestätigen der Armaturen und Geräte nach Tabelle 6 (Öffnen, Schließen, Umstellen, Unterbrechen u. a.)
entstehen, sind z.Z. nicht zu berücksichtigen.
b) Werksvertragliche Voraussetzungen zur Erfüllung des zulässigen Installationsschalldruckpegels:
Die Ausführungsunterlagen müssen die Anforderungen des Schallschutzes berücksichtigen, d. h. u. a. zu den Bauteilen müssen die erforderlichen
Schallschutznachweise vorliegen.
Außerdem muss die verantwortliche Bauleitung benannt und zu einer Teilnahme vor Verschließen bzw. Verkleiden der Installation hinzugezogen
werden. Weitergehende Details regelt das ZVSHK-Merkblatt.
(Zu beziehen durch: Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), Rathausallee 6, 53757 Sankt Augustin)
c) Bei lüftungstechnischen Anlagen sind um 5 dB(A) höhere Werte zulässig, sofern es sich um Dauergeräusche ohne auffällige Einzeltöne handelt.
Prinzipiell kann mit folgenden einfachen Maßnahmen der Körperschallübertragung in Trink- und
Abwasseranlagen vorgebeugt werden:
• Die Ummantelung der Installationsrohre mit schalldämmenden Materialien (z.B. normale
Dämmung) bei Durchführungen der Rohre durch Wände oder Decken
• Ausreichende Dimensionierung der Rohre um Strömungsgeräusche zu vermeiden
• Schalldämmeinlagen (z.B. Gummi) in Befestigungsschellen, Wandwinkeln, Geräten sowie
Einrichtungsgegenständen verwenden.
Wichtig ist, dass über das geforderte Schallschutzniveau eine schriftliche Vereinbarung mit der
jeweils anderen Partei getroffen wird. Die DIN 4109 stellt die anerkannten Regeln der Technik dar,
welche bauordnungsrechtlich einzuhalten sind.
Eine sehr gute Abhandlung über diese Thema hat Jörg Schütz, Geschäftsführer Technik Fachverband
Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern, Mitglied in den Regelwerksausschüssen zur DIN 4109
und VDI 4100, geschrieben:
http://www.ikz.de/nc/sanitaer/news/article/schallschutzwerte-rechtssicher-vereinbaren-0051517.html
Technisches Handbuch Mainpress - MAINCOR Rohrsysteme GmbH & Co. KG
Ergänzungstabelle A1 aus DIN 4109
Wohn- und Schlafräume
≤ 30 dB(A)
≤ 30 dB(A)
≤ 35 dB(A)
≤ 25 dB(A)
Art der schutzbedürftigen Räume
Unterrichts- und Arbeitsräume
ROHRSYSTEME
in
≤ 35 dB(A)
≤ 35 dB(A)
≤ 35 dB(A)
≤ 35 dB(A)
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