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Hameg Instruments HM5012-2 Handbuch Seite 14

Spektrumanalysatoren
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An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass
die max. zulässigen Eingangsspannungen nicht überschrit-
ten werden dürfen. Dies ist insbesondere deshalb wich-
tig, weil ein Spektrum-Analysator auf Grund seines An-
zeigeprinzips unter Umständen nur ein Teilspektrum des
gerade anliegenden Signals darstellt; d.h. zu hohe Pegel
mit Frequenzen außerhalb des Messbereichs können die
Zerstörung der Eingangsstufen bewirken.
(12) RBW - Drucktasten mit zugeordneten LED-Anzeigen
Mit den Drucktasten lässt sich eine von drei Bandbreiten
des Zwischenfrequenzverstärkers wählen, die mit der
LED-Anzeige signalisiert wird. Bei der Messung eines Sig-
nals werden die Filter des ZF-Verstärkers - abhängig vom
Signalpegel - mehr oder weniger stark angestoßen und
bewirken – außer bei ZERO SPAN – die Anzeige der ZF-
Filterkurve mit einer vom Signalpegel abhängigen Aus-
lenkung in vertikaler Richtung.
Von der ZF-Bandbreite (RBW = Resolution Bandwidth (Auf-
lösungsbandbreite)) hängt es ab, ob und wie gut der Spek-
trumanalysator in der Lage ist, zwei sinusförmige Signale
(deren Frequenzen nur wenige Kilohertz voneinander
abweichen) einzeln darzustellen. So können z.B. zwei
Sinussignale mit gleichem Pegel und einer Frequenzab-
weichung von 40 kHz noch gut als zwei unterschiedliche
Signale erkannt werden, wenn eine Filterbandbreite von
9 kHz vorliegt. Mit 120 kHz oder 1 MHz Bandbreite ge-
messen, würden die beiden Signale so angezeigt wer-
den, als ob nur ein Signal vorhanden wäre.
Eine niedrige RBW (Auflösungsbandbreite) zeigt mehr Ein-
zelheiten des Frequenzspektrums, bedingt aber auch eine
größere Einschwingzeit der Filter. Reicht sie nicht aus,
weil der SPAN zu groß bzw. die Zeit für einen SPAN zu
klein wäre, vergrößert der Spektrumanalysator automa-
tisch die Zeit, in der ein SPAN durchgeführt wird und gibt
damit dem Filter mehr Zeit um einzuschwingen. Daraus
resultiert aber auch eine niedrigere Messwiederholrate.
Ist die niedrigste Messwiederholrate erreicht, erfolgt die An-
zeige der Signale mit einem zu geringen Pegel und es wird
"uncal" angezeigt. Dann muss der Messbereichsumfang mit
SPAN verringert werden (z.B. 1 MHz anstelle von 2 MHz).
In Verbindung mit dem eingeschalteten 4 kHz Videofilter
verringert sich die Bandbreite nochmals.
Mit kleinerer Bandbreite verringert sich das Rauschen und
erhöht sich die Eingangsempfindlichkeit. Das wird beim
Schalten von 1000 kHz- auf 9 kHz Bandbreite durch eine
geringere Rauschamplitude und deren Verschiebung zum
unteren Rasterrand sichtbar.
(13) VBW - Drucktaste mit zugeordneter "4 kHz" LED
Das Videofilter (VBW = Videobandwidth) dient zur Mitte-
lung und damit zur Reduktion von Rauschanteilen. Bei
der Messung kleiner Pegelwerte, die in der Größenord-
nung des durchschnittlichen Rauschens liegen, kann das
Video-Filter (Tiefpass) zur Rauschminderung eingesetzt
werden. Dadurch lassen sich unter Umständen noch
schwache Signale erkennen, die ansonsten im Rauschen
untergehen würden.
Hinweis:
Es ist zu beachten, dass ein zu großer Frequenzbereich
(SPAN) bei eingeschaltetem Video-Filter zu fehlerhaf-
14
ten (zu kleinen) Amplitudenwerten führen kann. Davor
wird mit der "uncal"-Anzeige gewarnt; in diesem Fall ist
der SPAN zu verringern. Hierzu muss mit Hilfe der
Mittenfrequenzeinstellung (CENTER FREQ.) zuerst das
zu untersuchende Signal in die Nähe der Bildschirm-
mitte gebracht werden, danach kann der SPAN verrin-
gert werden.
Wird der Span verringert, ohne dass das interessierende
Signal ungefähr in der Bildschirmmitte abgebildet wird,
so kann es vorkommen, dass sich das Signal außerhalb
des Messbereichs befindet, also nicht angezeigt wird.
Bei gepulsten Signalen sollte das Videofilter möglichst
nicht benutzt werden, um Messfehler (Einschwingzeit)
zu vermeiden.
ZERO SPAN
A
B
A
AVERAGE
SAVE
B
M
a x
SET
SPAN
RECALL
A - B
LOCAL/PRINT
SET
R M
24
22
19
20
17
21
18
23
(14) AVERAGE - Drucktaste mit zugeordneter LED
Mit einem Tastendruck wird die AVERAGE-Funktion zu-
sammen mit der LED ein- oder ausgeschaltet. Leuchtet
die LED, ist nicht nur die AVERAGE-Funktion einge-
schaltet, sondern auch die Max. HLD (15) -Funktion. Ist
Max. HLD (15) eingeschaltet ist auch die AVERAGE-
Funktion im Hintergrund wirksam. Das ermöglicht eine
direkte Umschaltung ohne Wartezeiten.
Bei aktivierter AVERAGE-Funktion wird eine mathemati-
sche Mittelwertbildung vorgenommen, bei welcher der
Mittelwert aus dem Ergebnis der vorherigen Messun-
gen und der aktuellen Messung gebildet sowie ange-
zeigt wird. Aus dem Resultat der letzten Mittelwertbil-
dung sowie der nächsten aktuellen Messung wird er-
neut der Mittelwert gebildet und angezeigt.
Mit dem Einschalten von AVERAGE werden andere
Funktionen verriegelt und können dann nicht geändert
werden. Bei dem Versuch sie aufzurufen, erfolgt eine
akustische Fehlermeldung.
Leuchtet die AVERAGE-LED und wird die AVERAGE-Taste
betätigt, erlischt die LED und das Ergebnis der AVERAGE-
Berechnung wird gelöscht.
(15) Max. HLD - Drucktaste mit zugeordneter LED
Mit einem Tastendruck wird die Max. HLD-Funktion zu-
sammen mit der LED ein- oder ausgeschaltet. Leuchtet
die LED ist nicht nur die Max. HLD-Funktion eingeschal-
tet, sondern auch die AVERAGE (14) -Funktion. Umge-
kehrt, wenn AVERAGE eingeschaltet ist, verhält es sich
ebenso: Dann ist Max. HLD im Hintergrund wirksam.
Da beide Funktionen gleichzeitig erfasst werden, er-
möglicht das eine direkte Umschaltung ohne Wartezeit
für die Signalaufbereitung.
Die Funktion Max.Hold erlaubt die automatische Spei-
cherung der vom Gerät erfassten maximalen Signalpe-
gel. Die Messergebnisanzeige wird nur dann aktualisiert,
wenn ein neu erfasster Messwert größer als der bis zu
5dB/DIV
VBW
kHz
4
. H L D
dB
kHz
0
1000
10
RBW
20
AT TE N
120
9
30
40
14
12
13
16
15
Änderungen vorbehalten
.
0 dB
.
10
11

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