Betriebs-
anleitung
Mechanische
Druckmessgeräte
Beispiele:
Typ 432.56,
bis 100 bar überlastbar
Typ 213.40
Hinweise gemäß aktueller Druckgeräterichtlinie
Die Druckmessgeräte sind definiert als „druckhalten-
de Ausrüstungsteile"
Das Volumen der „druckbeaufschlagten Gehäuse" ist
bei WIKA-Druckmessgeräten < 0,1 L
Eine CE-Kennzeichnung erfolgt gemäß Fluidgruppe
1 nach Anhang II, Diagramm 1 ab einem zulässigen
Betriebsdruck > 200 bar
Nicht gekennzeichnete Geräte werden gemäß Artikel 4,
Absatz 3 „guter Ingenieurpraxis" hergestellt.
Gültige Normen (abhängig vom Typ)
EN 837-1
Druckmessgeräte mit Rohrfedern, Maße,
Messtechnik, Anforderungen und Prüfung
EN 837-2
Druckmessgeräte, Auswahl und Einbau-
empfehlungen
EN 837-3
Druckmessgeräte mit Platten- und Kapsel-
federn, Maße, Messtechnik, Anforderungen
und Prüfung
Technische Daten:
siehe Datenblatt unter www.wika.de
Technische Änderungen vorbehalten.
© WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG 2009
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
Alexander-Wiegand-Straße 30
63911 Klingenberg/Germany
Tel.
+49 9372 132-0
Fax
+49 9372 132-406
info@wika.de
www.wika.de
1. Sicherheit
DE
spezifischen Messbedingungen der geeignete
messstoffberührte Werkstoff (Korrosion) ausge-
wählt wurde. Die Belastungsgrenzen sind einzuhal-
ten, um die Messgenauigkeit und die Lebensdauer
zu gewährleisten.
Druckmessgeräte nur durch ausgebildetes und
vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal
montieren und warten lassen.
Bei gefährlichen Messstoffen wie z. B. Sauerstoff,
Typ 732.14,
Acetylen, brennbaren oder giftigen Stoffen, sowie
bis 400 bar überlastbar
bei Kälteanlagen, Kompressoren etc. müssen
über die gesamten allgemeinen Regeln hinaus die
einschlägigen Vorschriften beachtet werden.
Aus Druckmessgeräten, die keiner Sicherheitsaus-
führung gem. EN 837 entsprechen, kann im Falle
von Bauteilversagen unter hohem Druck stehender
Messsstoff durch die ggf. berstende Sichtscheibe
austreten. Für gasförmige Messtoffe und Betriebs-
druck > 25 bar wird gem. EN 837-2 ein Druckmess-
gerät mit Sicherheitsausführung S3 empfohlen.
Nach einem externen Brand kann besonders an
Weichlotverbindungen Messstoff austreten. Alle
Geräte sind vor Wiederinbetriebnahme der Anlage
zu überprüfen und ggf. auszutauschen.
Bei Nichtbeachten der entsprechenden Vorschrif-
ten können schwere Körperverletzungen und/oder
Sachschäden auftreten.
2. Mechanischer Anschluss
Entsprechend den allgemeinen technischen
Regeln für Druckmessgeräte (z. B. EN 837-2).
Beim Einschrauben der Geräte darf die dazu erfor-
derliche Kraft nicht über das Gehäuse aufgebracht
werden, sondern mit geeignetem Werkzeug nur
über die dafür vorgesehenen Schlüsselflächen.
Für zylindrische Gewinde sind an der Dichtfläche
Flachdichtungen, Dichtlinsen oder WIKA-Profil-
Montage mit
Gabelschlüssel
Abdichtung der Druckmessgeräteanschlüsse
dichtungen einzusetzen. Bei kegeligen Gewinden
(z. B. NPT-Gewinde) erfolgt die Abdichtung im
Gewinde
wie z. B. PTFE-Band (EN 837-2).
Das Anzugsmoment ist von der eingesetzten
Dichtung abhängig. Um das Messgerät in die
Stellung zu bringen, in der es sich am besten
ablesen lässt, ist ein Anschluss mit Spannmuffe
oder Überwurfmutter zu empfehlen.
Bei Druckmessgeräten mit Ausblasvorrichtung
WARNUNG!
Vor Montage, Inbetriebnahme und
Betrieb sicherstellen, dass das richtige
Druckmessgerät hinsichtlich Messbe-
reich, Ausführung und aufgrund der
Abdichtung
Schlüsselfläche
im Gewinde
Dichtfläche
‚ mit zusätzlichen Dichtwerkstoffen,
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muss diese vor Blockierung durch Geräteteile oder
Schmutz geschützt sein. Für Sicherheitsdruck-
messgeräte (zu erkennen am k) ist ein Freiraum
hinter der ausblasbaren Rückwand von > 15 mm
einzuhalten.
Belüftungsventil (falls vorhanden) nach der Monta-
ge öffnen bzw. von CLOSE auf OPEN stellen.
Bei Typ 4 und 7 die Flanschbefesti-
gungsschrauben nicht öffnen. Die
Ausführung des Belüftungsventils ist
abhängig vom Typ und kann von der
obigen Darstellung abweichen!
Anforderungen an die Einbaustelle
Ist die Leitung zum Messgerät für eine erschüt-
terungsfreie Anbringung nicht stabil genug,
sollte (evtl. über eine flexible Kapillarleitung) die
Befestigung mittels Messgerätehalterung erfolgen.
Können Erschütterungen nicht durch geeignete
Installationen vermieden werden, dann sollten
Geräte mit Flüssigkeitsfüllung eingesetzt werden.
Die Geräte sind vor grober Verschmutzung und
starken Schwankungen der Umgebungstempera-
tur zu schützen.
Hinweis für Typ 732.14 bei Einbau mit Frontring:
Der Frontring dient als Zentrierung und Blende
in der Einbautafel. Die Befestigung und damit die
Aufnahme des Gewichtes muss über die Druckan-
schlussleitung erfolgen.
3. Zulässige Umgebungs- und Betriebs-
temperaturen
Die Anbringung des Druckmessgerätes ist so
auszuführen, dass die zulässigen Temperaturgren-
zen auch unter Berücksichtigung des Einflusses
von Konvektion und Wärmestrahlung, weder unter-
noch überschritten werden. Temperatureinfluss auf
die Anzeigegenauigkeit beachten!
4.
Lagerung
Die Druckmessgeräte zum Schutz vor mechani-
schen Beschädigungen bis zur Montage in der
Originalverpackung lassen.
Messgeräte vor Feuchtigkeit und Staub schützen.
Lagertemperaturbereich: -40 ... +70 °C
Lagertemperaturbereich Typ PG23LT: -70 ... +70 °C
5. Wartung und Reparaturen
Die Druckmessgeräte sind wartungsfrei. Die
Messgenauigkeit sollte durch regelmäßige Prüfun-
gen sichergestellt werden. Prüfung oder Rekali-
brierung darf nur von qualifiziertem Fachpersonal
mit geeigneter Ausrüstung vorgenommen werden.
Bei Demontage Belüftungsventil (falls vorhanden)
schließen.
WARNUNG!
Messstoffreste in ausgebauten
Druckmessgeräten können zur
Gefährdung von Personen, Umwelt
und Einrichtung führen. Ausreichende
Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.