REDOX-MESSUNGEN
Redox-Messungen ermöglichen eine Quantifizierung
des oxydierenden oder reduzierenden Potentials
einer Lösung und werden allgemein in mV ange-
geben.
Oxidation kann als ein Prozess definiert werden, bei
dem ein Molekül (oder ein Ion) Elektronen abgibt
und Reduktion als ein Prozess, bei dem Elektronen
aufgenommen werden.
Oxidation ist immer verbunden mit Reduktion, so
dass wenn ein Element oxydiert wird, ein anderes
Element automatisch reduziert wird. Deshalb wird
häufig der Begriff Oxidation-Reduktion benutzt.
Redoxpotentiale werden mit Elektroden gemessen,
die in der Lage sind, Elektronen aufzunehmen oder
abzugeben, ohne chemische Reaktionen mit den
Elementen auszulösen, mit denen sie in Kontakt
kommen.
Die meisten für diesen Zweck erhältlichen Elektroden
haben Oberflächen aus Gold oder Platin. Gold besitzt
eine höhere Beständigkeit als Platin in Umgebungen
mit hoher Oxidation, während Platin für Messungen
in oxydierenden Lösungen, die z.B. Halogenide
enthalten, und für den allgemeinen Gebrauch bevor-
zugt wird.
Wenn eine Platin-Elektrode in eine oxydierende
Lösung getaucht wird, bildet sich eine monomole-
kulare Schicht aus Sauerstoff auf ihrer Oberfläche.
Diese Schicht beeinträchtigt nicht die Funktion der
Elektrode, erhöht aber ihre Reaktionszeit. Den
entgegengesetzten Effekt erzielt man, wenn die
Platinoberfläche in der Umgebung eines reduzieren-
den Mediums Wasserstoff aufnimmt. Dieses
Phänomen begründet sich in der Rauhigkeit der
Elektrode.
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