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Viessmann Vitocal 262-A T2H-R290 Planungsanleitung Seite 4

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Inhaltsverzeichnis
Grundlagen
(Fortsetzung)
Erdkollektoren bestehen meist aus Kunststoffrohren mit einem
Durchmesser von 20 bis 40 mm. Der Rohrdurchmesser hängt von
der Bodenbeschaffenheit und von der Verlegetiefe ab. Da sich die
richtige Auslegung der Erdkollektoren unmittelbar positiv auf die
1
Wirtschaftlichkeit der Anlage auswirkt, muss der Rohrdurchmesser
möglichst exakt auf den Heizbedarf abgestimmt sein.
Wie viel Wärme dem Erdreich entzogen werden kann, hängt von
verschiedenen Faktoren ab:
■ Ein stark mit Wasser angereicherter Lehmboden eignet erfah-
rungsgemäß sich besonders gut als Wärmequelle.
Hierbei kann mit einer spezifischen Wärmeentzugsleistung (Kälte-
leistung) von q
= 10 bis 35 W/m
E
wert für ganzjährigen (monovalenten) Betrieb gerechnet werden:
Siehe auch „Planungshinweise" in den Planungsanleitungen der
Sole/Wasser-Wärmepumpen.
■ Bei stark sandigem Boden ist die Wärmeentzugsleistung geringer.
Hier muss zur Prüfung ggf. ein Bodengutachter hinzugezogen wer-
den.
F
A Wärmepumpe
B Fußbodenheizung
C Sammelschacht mit Soleverteiler
D Soleverteiler für Erdkollektoren oder Erdsonden (Vorlauf)
Wärmegewinnung mit Erdsonden
Mit Erdsonden kann die in tieferen Schichten des Erdreichs gespei-
cherte Wärme für Sole/Wasser-Wärmepumpen gewonnen werden.
In den Erdsonden zirkuliert Sole, die die Wärmeenergie aus dem
Erdreich aufnimmt und diese Energie an die Sole/Wasser-Wärme-
pumpe abgibt.
Einer der Hauptgründe für die Nutzung von Erdsonden ist der sehr
geringe Platzbedarf. Eine einzelne Sonde hat einen geringen Durch-
messer von ca. 150 mm. Nur für das Bohrfahrzeug muss ausrei-
chend Platz vorhanden sein.
VIESMANN
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Erdreichfläche als Jahresmittel-
D
E
D
E
G
Durch zunehmende Sonneneinstrahlung und Niederschläge beginnt
sich das abgekühlte Erdreich bereits ab der 2. Hälfte der Heizperi-
ode zu regenerieren. Dadurch steht der „Wärmespeicher" Erdreich
zur kommenden Heizperiode wieder für Heizzwecke zur Verfügung.
Grundsätzlich ist Folgendes zu beachten:
■ Im Bereich der Kollektorrohre dürfen keine tief wurzelnden Pflan-
zen gesetzt werden.
■ Flächen über dem Erdkollektor nicht versiegeln. Eine Versiegelung
behindert die Regeneration des Erdreichs.
C
C
min. 5 m
E Soleverteiler (Rücklauf)
F Erdkollektor:
Gesamtlänge eines einzelnen Strangs: ≤ 100 m
G Erdsonde (Duplex-Sonde)
Ein weiterer Vorteil von Erdsonden ist der ganzjährig hohe Wir-
kungsgrad, der durch die konstant warme Temperatur im tieferen
Erdreich erzielt wird.
Für die Installation einer Erdsonde sind 1 oder mehrere Bohrungen
erforderlich. Anschließend werden Doppel-U-Rohre in die Bohrlö-
cher eingelassen und mit einem Betongemisch versiegelt.
Bei einer Erdsondenanlage kann unter normalen hydrogeologischen
Bedingungen von einer mittleren Entzugsleistung von 50 W/m Son-
denlänge (gemäß VDI 4640) ausgegangen werden.
B
A
Grundlagen für Wärmepumpen
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