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WABCO Vario Compact ABS Systembeschreibung Seite 12

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VCS II
2.1.6
Fehlerüberwachung
Während des Betriebes wird die Elektronik von einer in-
tegrierten Sicherheitsschaltung überwacht. Wenn Fehler
in der ABS-Anlage erkannt werden, führt dieses entwe-
der zum Abschalten der defekten Komponente (selekti-
ves Abschalten) oder der gesamten ABS-Anlage. Die
normale Bremsfunktion bleibt erhalten. Fehlerart und -
häufigkeit werden zu Diagnosezwecken in einem EE-
PROM (nichtflüchtiger Speicher) dauerhaft gespeichert.
Sie können mit Diagnosegeräten ausgelesen werden.
Die bei selektiver Abschaltung noch verfügbaren Regel-
kanäle ermöglichen eine Restverfügbarkeit des ABS,
welche nicht nur die Bremswirkung, sondern auch eine
sekundäre Stabilität des Fahrzeuges gewährleistet.
2.1.7
Motorwagen-Anhängerschnittstelle
nach ISO 11992 (CAN)
Die Premium-Variante und die Separate ECU sind mit ei-
ner Motorwagen-Anhängerschnittstelle nach ISO 11992
ausgestattet. Die Standard-Variante stellt diese Funktio-
nalität nicht zur Verfügung. Diese Schnittstelle ermög-
licht die Kommunikation zwischen Motorwagen und An-
hänger über Pin 6 und 7 der ISO 7638-Steckverbindung.
VCS II unterstützt die in ISO 11992 genormten Daten,
soweit sie zur Verfügung stehen. Wenn die ECAS-
Schnittstelle aktiviert ist, werden die genormten Luftfe-
derdaten ebenfalls unterstützt.
Die von VCS II unterstützten Botschaften sind in der Sy-
stemspezifikation 400 010 203 0 aufgeführt.
2.1.8
Diagnoseschnittstelle
Die Elektronik verfügt über eine Diagnoseschnittstelle
entsprechend ISO-Standard 14230. Als Diagnoseproto-
koll wird der KWP2000-Standard (ISO 14230-2) oder
JED 677 verwendet. Diese Schnittstellen ermöglichen
es:
gespeicherte Fehler in Art und Häufigkeit auszulesen
und zu löschen
Funktionstests durchzuführen
Systemparameter zu ändern
GenericIO-Funktionen einzustellen
Bei der Standard und Premium-Variante befindet sich die
Diagnose-K-Leitung auf dem Stecker X 6, Pin 8
(Gehäusekennzeichnung MOD RD 7).
Bei der Separaten ECU befindet sich die Diagnose-K-
Leitung auf dem Stecker X1, Pin 2 (Gehäusekennzeich-
nung 14/15 POWER/DIAGN).
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Systembeschreibung
Darüberhinaus wird bei der Separaten ECU und bei der
Premium-Variante ab 2005 auch die Diagnose über die
CAN-Schnittstelle unterstützt.
2.1.9
Wenn das Anhängefahrzeug mit einer Liftachse ausge-
stattet und diese mit Drehzahlsensoren versehen ist, er-
kennt die Elektronik automatisch, ob diese Achse geliftet
ist. In der VCS II-Broschüre "Installationshinweise"
(815 020 009 3) werden auch Beispiele für die Syste-
mauswahl bei Fahrzeugen mit Liftachsen angegeben.
Die Liftachse darf nur mit den Sensoren e und f ausge-
stattet sein. Die Sensoren c und d sind an der Liftachse
nicht zulässig.
2.1.10 Kilometerzähler
Das VCS II ist mit einem integrierten Kilometerzähler
ausgerüstet, der während des Betriebes der ABS-Anlage
die zurückgelegte Strecke ermittelt. Dabei sind zwei Ein-
zelfunktionen möglich:
1. Der Gesamtkilometerzähler ermittelt die gesamte zu-
rückgelegte Wegstrecke seit der Erstinstallation des
Systems. Dieser Wert kann von allen Diagnosegerä-
ten angezeigt werden.
2. Außerdem ist ein sogenannter Distanzkilometerzäh-
ler vorhanden. Er kann jederzeit zurückgesetzt wer-
den. Auf diese Weise kann z. B. die zurückgelegte
Strecke zwischen zwei Wartungsintervallen oder in-
nerhalb einer Zeitspanne bestimmt werden. Der er-
mittelte Wert kann von PC-Diagnose und Diagnostic
Controller angezeigt und zurückgesetzt werden. In
der PC-Diagnose wird der Wert grau angezeigt, wenn
die ECU seit dem letzten Zurücksetzen des Distanz-
kilometerzählers bei Fahrt eingeschaltet wurde (24N-
Betrieb). Der angezeigte KM-Stand ist dann zu klein
Für die Funktion des Kilometerzählers muss die Elektro-
nik die Information über den Abrollumfang des Reifens
und Zähnezahl des Polrades an der Achse mit den Sen-
soren c und d erhalten. Die Standardeinstellung des Ki-
lometerzählers bezüglich Abrollumfang und Zähnezahl
ist 3250 mm und 100 Zähne. Bei diesen Nennbedingun-
gen beträgt die Auflösung 4,16 mm. Um eine möglichst
genaue Kilometerangabe zu erhalten, müssen diese Da-
ten geändert werden, wenn der tatsächlich verbaute Rei-
fen von der Standardeinstellung des Kilometerzähler ab-
weicht. Die Reifentabellen der Reifenhersteller geben
Auskunft über den dynamischen Abrollumfang.
Wenn diese Daten falsch eingetragen wurden, ist eine
nachträgliche Korrektur möglich, da der angezeigte Kilo-
meterstand aus den aktuell in der ECU gespeicherten
Daten (Polradzähnezahl, Reifenabrollumfang und den
gezählten Radumdrehungen) berechnet wird. Die Ab-
Erkennung von Liftachsen
.
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Vcs ii