Bedienung
Inbetriebnahme des Moduls
Setzt man voraus, da die Hinweise in der Bedienungs-
anleitung fur das Grundgerat HM 8001 befolgt wurden —
insbesondere die Einstellung der richtigen Netzspan-
nung,
dann
beschrankt
sich die Inbetriebnahme
im
wesentlichen auf das Einschieben des Moduls. Dies
kann nach Belieben in die rechte oder linke Einschubéft-
nung des Grundgerats geschehen. Dabei ist zu beach-
ten:
Vor dem Modulwechsel das Grundgerat ausschalten.
Die
rote
Netztaste
POWER
(Mitte
Frontrahmen
HM 8001) steht dann heraus; ein kleiner Kreis (o) auf der
oberen Tastenschmalseite ist sichtbar.
Falls die auf der Riickseite des HM8001
befindliche
BNC-Buchse
vorher benutzt wurde, sollte das ange-
schlossene BNC-Kabel vom Grundgerdat getrennt wer-
den. Vorher benutztes Modul am Griff herausziehen und
neues Modul bis zum Anschlag hineinschieben.
An die Ausgangsbuchsen
des
HM8030
darf keine
Gleichspannung gelegt werden!
Wahl der Funktion
Am Funktionsschalter @) wird die Art des Ausgangssi-
gnals gewahit. Insgesamt stehen 3 Signalspannungen
verschiedener Kurvenformen — Sinus, Rechteck, Drei-
eck — zur Verflgung. Die einzelnen Stellungen sind mit
entsprechenden
Symbolen
gekennzeichnet.
In der
Position
,DC"
ist die Entnahme
eines Gleichspan-
nungspegels médglich.
Einstellung der Frequenz
Die Grobeinstellung erfolgt an dem dekadisch unterteil-
ten Bereichsschalter @). Mit Hilfe des ,,Variable"-Reg-
lers 3) wird dann die gewiunschte Frequenz gewahlt.
Angezeigt wird diese auf der Astelligen Digitalanzeige
©). Sie besitzt gegentiber Knopfskalen eine ungleich
héhere Auflésung. Zur Erleichterung der Frequenzein-
stellung bis auf das letzte Digit genau, ist daher noch ein
weiterer Feinregler — bezeichnet mit ,, Vernier" @—vor-
handen. Mit diesem kann die Frequenz nochmals um
ca. + 20 Digits verandert werden. Damit man nach bei-
den Seiten variieren kann, sollte der ,,Vernier-Regler"
vor seiner Benutzung méglichst immer in Mittelstellung
stehen. (Strich nach oben zeigend). Die Bereichsindika-
toren Hz und kHz sind im Anzeigenfeld integriert.
Ausgangsamplitude und Signalentnahme
Die dekadische Anpassung an den gewUinschten Ampli-
tudenbereich ist mit den 2 durch Tasten zu betatigen-
den Abschwachern mit je — 20dB méglich.
EinschlieBlich dem kontinuierlich einstellbaren Amplitu-
denregler ©) betragt die max. Abschw&chung — 60dB.
Ausgehend von der max. Amplitude (12,5V,,) ist dann
die kleinste entnehmbare Signalspannung ca. 12,5mvV.
Diese Werte setzen voraus, dal der Ausgang des Gene-
rators mit 50 Q belastet ist. Bei Leerlauf ist die zur Verfii-
gung stehende Signalamplitude etwa doppelt so hoch.
Daher ist auch Uber der Ausgangsbuchse die max. Aus-
M4 — 8030
gangsspannung
mit 25V,, angegeben.
Fur die Ent-
nahme von exakten Rechtecksignalen ist darauf zu ach-
ten, da& nur 50Q-Koaxkabel
(z.B. HZ34) verwendet
werden. Auerdem ist dieses am Ende mit einem 50 Q-
Durchgangswiderstand
(z.B.
HZ22)
abzuschlieRen.
Anderenfalls kann besonders bei héheren Frequenzen
Uberschwingen auftreten. Bei angeschlossenen Gera-
ten mit 50Q-Eingang
entfallt dieser Widerstand.
Im
Bereich der héheren Signalspannungen ist zu beachten,
daf& der verwendete Abschiu&widerstand auch entspre-
chend belastbar ist.
Trigger-Ausgang
Der Triggerausgang
42 liefert in den
Betriebsarten
Sinus, Rechteck, Dreieck ein zum Ausgangssignal syn-
chrones Rechtecksignal. Eine am 50 Q-Ausgang einge-
stellte Offset-Spannung
beeinflu&t das Triggersignal
nicht. Der Triggerausgang ist kurzschlu®fest und kann
mehrere TTL-Eingange steuern. Wenn der Triggeraus-
gang mit 50
belastet wird, ist der TTL-Pegel weit
unterschritten.
Deshalb
sollten zur Verbindung
nur
kurze oder kapazitétsarme Kabel ohne 50 Q2-Abschlu-
widerstand benutzt werden.
FM-Eingang
Legt man an den FM-Eingang @ eine positive Gleich-
spannung,
wird
die Generatorfrequenz
erhdéht
und
dementsprechend
auch
angezeigt.
Eine
negative
Gleichspannung verringert die Frequenz. Die Frequenz-
verschiebung ist von der Hohe und Polaritat der Gleich-
spannung U und von der VARIABLE-Einstellung abhan-
gig. Die eingestellte Frequenz Ng (ohne Gleichspan-
nung} kann dabei beliebig gewahlt sein.
Berechnung: N = Ny +k: U oder U = (N—N,) : k
Hierin ist No = Ziffernanzeige ohne Spannung U,
N = Ziffernanzeige mit Spannung U,
k
= 382 (Digits pro Volt),
U = +Spannungam FM-Eingang (max. 5V).
Dabei ist zu beachten: Nur angezeigte Ziffern gelten;
der Dezimalpunkt wird nicht gewertet (z.B. 100.0 4
1000 Digit). Die Anzeige 1999 kann nicht, die Anzeige
000 sollte nicht Uberschritten werden. Vornullen entfal-
len.
Beispiele:
Ny = 400 (Hz) (Bereich
1k),
U=+4+2V:
N
= 400 + 382-2 41164Hz.
No = 30.0 (Hz) (Bereich 100), N = 190.0 (Hz):
U_
= (1900
— 300) : 382 4 +4,19V.
Grenzen: Ist die grékte Ziffernanzeige N = 1998, die
kleinste Ng = 090, dann liegt U bei max. + 5V. Die Fre-
quenz erhGht sich um den Faktor 22,2. Ist die kleinste
Ziffernanzeige N = 011 (kleinere Anzeigen sind még-
lich, aber ungenau), die gr6Rte Np = 1100, dann liegt U
bei max. ~2,85V. Die Frequenz andert sich um den Fak-
tor 100.
Anderungen vorbehalten