Die Stabilitat der eingestellten Frequenz hangt haupt-
sachlich von der Konstanz der angelegten Spannung U
ab.
Die Frequenzanderung erfolgt Jinear mit der Spannung
U und ist in allen Bereichen gleich. Die Konstante k
unterliegt Exemplartoleranzen von wenigen Prozent.
Wobbelmdglichkeit
Legt man an den FM-Eingang eine Wechselspannung,
wird die Generatorfrequenz im Takt und entsprechend
der Kurvenform dieser Wechselspannung frequenzmo-
duliert. Der Hub der Frequenzmodulation
ist von der
Amplitude der Wechselspannung abhangig.
Dadurch ist die Wobbelung von Schwingkreisen oder
Bandfiltern
innerhalb
des
Frequenzbereiches
des
HM 8030 méglich. Zur Darstellung der Filterkurve wird
ein Oszilloskop bendtigt. Hat dieses — wie z.B. HM 204
oder HM605 — einen Sagezahnausgang, so ergibt sich
eine besonders vorteilhafte MeReinrichtung. Der Sage-
zahnanstieg ist positiv und linear, also wird die Fre-
quenzkurve ebenfalls linear dargestellt. Der Sagezahn-
rucklauf ist kurz und wird sowieso im Oszilloskop dun-
kelgesteuert, also ist nur eine Filterkurve sichtbar.
Bei Sinusspannungen ergdben sich ohne weitere Mak-
nahmen 2 Filterkurven.
Die Saégezahnfrequenz wird z.B. bei einem Rundfunk-
ZF-Filter 460 kHz zu 50 Hz (4 2 ms/div) gewahlt und kann
dann netzgetriggert sein. Die erforderliche Sagezahn-
amplitude kann wie folgt errechnet werden.
Beispiel:
Fur die Durchlafgkurvendarstellung
eines
Bandfilters
460 kHz soll der doppelte Spitzenhub (volle Bildschirm-
breite) 30kHz betragen. Ng = 460— (30: 2} & 445kHz
{am linken Bildschirmrand)}, N = 460 + (30: 2) 2 475kHz
(rechter
Bildschirmrand),
U
=
(475-—445):382
4
+0,0785V. Die verfligbare SAgezahnamplitude sei 5V.
Der Spannungsteiler mu® 5:0,0785 = 64fach teilen.
Der Oszilloskop-Sagezahnausgang darf mit 10kQ bela-
stet werden (Teller-Langswiderstand). Dann errechnet
sich der Querwiderstand zu 10000: (64-1) = 160Q. Im
allgemeinen
ist dem
Sagezahn
eine Gleichspannung
Uberlagert, die mit einem Kondensator zwischen Oszil-
loskop-Sagezahnausgang
und Teiler-Langswiderstand
abgetrennt werden kann. Fur einen Teilungsfehler von
0,1% mu
der Kondensatorblindwiderstand bei Sage-
zahnfrequenz 22mal kleiner sein als der Eingangswider-
stand des Spannungsteilers. Fur 50 Hz und 10kQ ergibt
sich daraus 7,1 uF.
Einstellung des HM 8030: Kurvenform ~, Bereich 1M,
VARIABLE-Knopf auf ca. 453kHz Anzeige bei offenem
FM-Eingang.
In diesem
Bereich hat die Frequenzan-
zeige 3% + 1 Digit Toleranz. Das ist ftir diesen Zweck zu
ungenau.
Man
kann
aber eine
Frequenzmarke
mit
einem genaueren Mefsender erzeugen und damit die
Mittenfrequenz einstellen.
Anderungen vorbehalten
Das
HF-Ausgangssignal
des
Bandfilters
kann
zwar
direkt auf den Y-Eingang des Oszilloskops gegeben
werden; es ist aber meist besser, es vorher gleichzu-
richten. Hierzu kann der Demodulator-Tastkopf HZ55
benutzt werden; man sieht dann die Umhillende des
HF-Signals.
Der Tastkopf sollte weder Verstimmung
noch Dampfung des Filterkreises verursachen. Fur sehr
steile Filter und fr tiefere Filterfrequenzen mu
man
die Sdgezahnfrequenz
entsprechend
kleiner w€ahlen.
Wenn die Sdgezahnfrequenz richtig gewahlt ist, ergibt
sich keine DurchlafSkurvenverformung oder Asymme-
trie der Filterkurve, wenn die Sagezahnfrequenz des
Oszilloskops
am
Zeitbasisschalter
eine Stufe tiefer
gestellt wird.
DC-Offset
Bei nicht kalibrierter Steilung des Offset-Drehknopfes
(3) kann
dem
Ausgangssigna!l
eine Gleichspannung
Uberlagert werden. Die maximale Offsetspannung bei
offenem Ausgang betragt + 10V.
Offset-Einstellung
Signal chne DC-Offset
Overdrive LED's
Sobald der Spitzenwert des Ausgangssignals +12.5V
iberschreitet
(Ubersteuerung
des Ausgangsverstar-
kers) wird das Signal an den Spitzen abgeschnitten
(Voltage-Clipping). Entsprechend leuchten bei positiver
oder negativer Ubersteuerung die Overdrive-Indikato-
ren G9.
dbersteuerter Ausgang
TN]
durch negativen
DC-Offset
OV -—--—-------—-
HR
durch positiven
DC-Offset
-12.V
-~-- em
vA
LED OVERDRIVE A
LED OVERDRIVE V
M5 ~— 8030