5.3 Probengasaufbereitung
ca. 2 l/min
Abb. 1 Gesamtsystem
Der Taupunkt des Probegases wird über einen 2-stufigen Peltierkühler eingestellt. Nach der
ersten Kühlerstufe wird mit einer Schwinganker-Membranpumpe der Bypass-Strom
abgenommen und über einen separaten Ausgang ins Freie geleitet. Der Bypass-Strom wird
benötigt, um die Einstellzeiten und Memories im Probenahmesystem zu minimieren. Nur ein
kleiner Teilstrom von üblicherweise 0,35 l/min wird für die eigentliche Messung benötigt.
5.4 Amalgamierungseinheit AMU 2000
Abb. 1 zeigt u.a. auch das Fließbild der Amalgamierungseinheit AMU 2000. In diesem
Einschub wird das elementare Quecksilber auf einer Goldfalle während einer einstellbaren
Zeit angereichert und anschließend ausgeheizt. Während der Ausheizzeit entsteht wird mit
dem Photometer ein Hg-Peak gemessen. Das Integral über diesen Peak ist ein Maß für die
Hg-Konzentration während der Beladezeit.
Die Meßmethode hat zwei große Vorteile:
•
Die Messung ist vollständig frei von Querempfindlichkeiten zu anderen Komponenten im
Rauchgas, weil zum Austreiben des Quecksilber reiner Stickstoff verwendet wird.
•
Durch Wahl hinreichend langer Anreicherungszeiten, können fast beliebig kleine
Meßbereiche für das Gesamtsystem erreicht werden.
Außer der Messung mit Amalgamierung kann auch kontinuierlich gemessen werden. In
diesem Mode wird das Rauchgas an der Goldfalle vorbei direkt in das Photometer geleitet.
Der kontinuierliche Mode ist besser geeignet für hohe Konzentrationen. Bei hohen
Konzentrationen würden die Meß-Peaks bei der Amalgamierung so hoch, daß erhebliche
Unlinearitätsfehler auftreten können. Deshalb schaltet das System bei Überschreitung
vorgegebener Grenzwerte automatisch in den kontinuierliche Meßmode um.
Hg-Flowsheet im Meßmode
Bypass
Photometer
AMU 2000
N2+Hg
Kondensat
Goldfalle mit Heizung
VICI Hg
Meßgas aus
N2
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Meßprinzip
Mass-
flow-
meter
5
5