LMA Protector
Gebrauchsanweisung
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1 PRODUKTÜBERSICHT
ANWENDUNGSGEBIETE
Der LMA Protector
ist zur Erreichung und Aufrechterhaltung
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der Atemwegssicherheit während Routineeingriffen unter
Narkose bei nüchternen Patienten indiziert, wobei entweder
Spontanatmung oder Überdruckbeatmung zum Einsatz
kommen.
Er ist ebenfalls als Atemwegshilfe bei Reanimationsverfahren
indiziert, für die für gewöhnlich LMA ProSeal
oder LMA Unique
eingesetzt werden. Der LMA Protector
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ist auch als „Notfall-Atemwegshilfe" bei bekanntem oder
unerwartet schwierigem Atemweg indiziert. Der LMA
Protector
kann verwendet werden, um während der
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Wiederbelebung bei tief bewusstlosen Patienten ohne
Glossopharynx- und Larynxreflexe unmittelbar einen freien
Atemweg für die künstliche Beatmung zu schaffen.
Er kann ebenfalls zur Schaffung eines unmittelbaren
Atemweges eingesetzt werden, wenn aufgrund fehlender
Fachkenntnisse oder Ausrüstung eine tracheale Intubation
nicht möglich ist oder wenn der Versuch einer trachealen
Intubation fehlgeschlagen ist.
KONTRAINDIKATIONEN
Der LMA Protector
darf bei folgenden Patienten nicht
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angewendet werden:
• Patienten, die einer Radiotherapie am Hals im Bereich des
Hypopharynx unterzogen wurden, da das Risiko eines
Traumas und/oder einer ungenügenden Abdichtung
besteht.
• Patienten mit einer unzureichenden Mundöffnung, die keine
Einführung zulässt.
• Patienten, bei denen eine Notoperation notwendig ist und
bei denen z. B. aufgrund akuter Darmobstruktion oder Ileus
ein großes Reflux-Risiko besteht, bzw. Patienten, die kurz
nach einer großen Mahlzeit einen Unfall erlitten haben (siehe
oben unter Anwendungsgebiete).
• Patienten, bei denen eine Operation am Kopf oder Hals
erforderlich ist und der Chirurg aufgrund des Produkts nur
unzureichenden Zugang hat.
• Ansprechbare Patienten, die wiederbelebt wurden und über
einen intakten Würgereflex verfügen.
• Patienten, die ätzende Mittel geschluckt haben.
WARNHINWEISE
• Trotz positiver Fallberichte, bei denen LMA-Produkte der
zweiten Generation zum Einsatz kamen, ist es derzeit nicht
erwiesen, ob der LMA Protector
schützt, auch wenn er korrekt platziert und fixiert wurde.
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2 VORBEREITUNG ZUM GEBRAUCH
, LMA Classic
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immer vor Aspiration
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4 AUFRECHTERHALTUNG UND
3 EINFÜHRUNG
AUSLEITUNG DER NARKOSE
• Die Verwendung einer Magensonde schließt das Risiko
einer Aspiration nicht aus, wenn das Produkt nicht korrekt
platziert und fixiert wurde.
• Der LMA Protector
pulmonaler Compliance aufgrund einer unveränderlich
obstruktiven Atemwegserkrankung ineffektiv sein, da der
erforderliche positive Atemwegsdruck den Dichtungsdruck
möglicherweise übersteigt.
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• Bei Vorliegen bekannter oder vermuteter ösophagealer
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Erkrankungen
darf
Drainagekanal in den Magen eingeführt werden.
• Es besteht das theoretische Risiko von Ödemen oder
Hämatomen, falls direkt am Ende des Drainagekanals
abgesaugt wird.
• In manchen Fällen stellt die Beatmung mit dem LMA
Protector
ein potentielles Aspirationsrisiko dar. Zu diesen
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Situationen gehören: symptomatischer oder unbehandelter
gastroösophagealer Reflux; Schwangerschaft ab der 14.
Woche; mehrere oder schwerwiegende Verletzungen;
Erkrankungen, die zu einer verzögerten Magenentleerung
führen können, wie z. B. aufgrund von opiathaltigen
Medikamenten bei Patienten mit akuten Verletzungen oder
peritonealen Infektionen oder Entzündungen.
• Das verwendete Gleitmittel sollte wasserlöslich sein, z. B.
K-Y® Jelly. Keine Gleitmittel auf Silikonbasis verwenden, da
diese
die
Komponenten
Lidocainhaltige Gleitmittel werden nicht zur Anwendung
empfohlen. Lidocain kann bewirken, dass bei der Entfernung
des Produktes die Schutzreflexe des Patienten verzögert
wieder
einsetzen;
hervorrufen oder die umliegenden Strukturen, einschließlich
der Stimmbänder, beeinträchtigen.
• Unter Umständen kann der LMA Protector
Lasergeräten oder Elektrokauterisierungen entflammbar
sein.
VORSICHTSMASSNAHMEN
• Tauchen Sie die Maske vor der Verwendung nicht in
Flüssigkeit.
• Nur mit den in den Gebrauchsanweisungen empfohlenen
Vorgehensweisen zu verwenden.
• Den LMA Protector
oder die Einzelpackung beschädigt oder geöffnet ist.
• Beim Auftragen von Gleitmittel darauf achten, dass die
Öffnung der Atemwege nicht blockiert wird.
kann bei Patienten mit herabgesetzter
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keine
Magensonde
des
Produkts
es
kann
allergische
bei vorhandenen
™
nicht verwenden, wenn das Produkt
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5 ANHANG
über
den
angreifen.
Reaktionen