Kapitel 3: Speicheraufteilung im System (Memory Map)
Abbildung 1–49: Ein Device besteht aus verschiedenen Modulen. Für jedes Modul mit Mikrocontroller
Der Mikrocontroller bildet die Schnittstelle zwischen der Hardware des Moduls und dem
restlichen System. Damit er seine Aufgabe erfüllen kann, muss er mit der entsprechenden
Software programmiert werden. Diese Software ist es, welche die eigentliche Funktionen des
RM4200D ausführt.
Wie bei einem Desktop-PC auch besteht die Software der Mikrocontroller aus verschiedenen
Teilen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Diese Softwareteile befinden sich im
Speicher der Mikrocontroller und werden abgearbeitet, sobald sich das RM4200D in Betrieb
befindet.
Die einzelnen Teile der Software sind unmittelbar voneinander abhängig und ergeben
zusammen das Speicherabbild, die sogenannte Memory Map. Die Memory Map besteht aus
den fünf Teilen:
• Boot Loader. Das ist die grundlegende „Startsoftware", die der Mikrocontroller
abarbeitet, sobald seine Betriebsspannung eingeschaltet wird oder er einen Resetbefehl
erhält. Der Boot Loader kann nicht verändert werden.
• Firmware. Das ist das Betriebssystem der Module. Es wird mit der Toolbox4
Software in den Flash-Speicher des Mikrocontroller kopiert und enthält alle nötigen
Funktionen, die das RM4200D ausmachen.
• Config. Diese Daten beschreiben die Struktur des Systems und das Zusammenspiel der
einzelnen Komponenten. Die Config wird in der Toolbox4 Software erstellt und von
dort in das RM4200D geladen.
• Setup. Ein Setup ist ein „Schnappschuss" des aktuellen Zustandes des gesamten
Systems bzw. einzelner Kanäle.
• Parameter Memory. Dieser Speicherbereich enthält die aktuellen Betriebsparameter
für des RM4200D. Dazu gehören unter anderem die aktuellen Werte der jeweiligen
Fader, Einstellungen für Gain, Filter und Busaufschaltungen der einzelnen Kanäle.
Hinweis:
abgelegt. Die Informationen bleiben damit auch erhalten, wenn das System
ausgeschaltet wird. Einzige Ausnahme ist der Parameter Memory: dessen Daten
befinden sich in statischem RAM. Ein großer Kondensator („Goldcap") liefert für
diesen Speicher genügend Stützspannung, um dessen Inhalt für ca. eine Woche zu
erhalten.
In den folgenden Abschnitten erfahren Sie mehr über die einzelnen Teile der Memory Map.
II - 48 | Grundlagen
wird dessen Typ, die aktuelle ID am CAN-Bus und die Seriennummer angezeigt.
Alle Teile der Memory Map werden im Flash-Speicher des Mikrocontrollers
Ausgabe vom 24.3.2006 (vorläufig)