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Inhalt 6.1.1 Gerätedaten ......................31 6.1.2 Prozeßdaten ......................31 Azyklische Daten ....................33 6.2.1 Text zum Ausdrucken .................... 33 6.2.2 Text zum Anzeigen im Display ................34 6.2.3 Flags für die Anzeigesteuerung des Displays ............34 6.2.4 float-Werte für das Mathematikmodul ..............35 6.2.5 Reset-Erkennung ....................
1 Einleitung Vorwort Lesen Sie diese Betriebsanleitung, bevor Sie die Schnittstelle in Betrieb nehmen. Bewahren Sie die Betriebsanleitung an einem für alle Benutzer jederzeit zugänglichen Platz auf. Bitte unterstützen Sie uns, diese Betriebsanleitung zu verbessern. Für Ihre Anregungen sind wir dankbar. Telefon (06 61) 60 03-7 25 Telefax (06 61) 60 03-6 81 Alle erforderlichen Informationen zum Betrieb der Schnittstel-...
1 Einleitung Typografische Konventionen 1.2.1 Warnende Zeichen Die Zeichen für Vorsicht und Achtung werden in dieser Betriebsanleitung unter folgenden Bedingungen verwendet: Vorsicht Dieses Zeichen wird benutzt, wenn es durch ungenaues Befolgen oder Nichtbefolgen von Anweisungen zu Perso- nenschäden kommen kann! "...
2 Protokollbeschreibung Master-Slave-Prinzip Die Kommunikation zwischen einem PC (Master) und einem Gerät (Sla- ve) mit MOD-/J-Bus findet nach dem Master-Slave-Prinzip in Form von Datenanfrage/Anweisung - Antwort statt. M ast er Sl ave 1 Sl ave 2 Sl ave n Der Master steuert den Datenaustausch, die Slaves haben lediglich Ant- wortfunktion.
2 Protokollbeschreibung Geräteadresse Die Geräteadresse des Slaves ist zwischen 1 und 255 einstellbar. Die Geräteadresse 0 ist reserviert. Über die RS422-/RS485-Schnittstelle können maximal 31 Slaves angesprochen werden. Zeitlicher Ablauf der Kommunikation Anfang und Ende eines Datenblocks sind durch Übertragungspausen gekennzeichnet. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zeichen darf ma- ximal das Dreifache der Zeit zum Übertragen eines Zeichens vergehen.
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2 Protokollbeschreibung Beispiel Kennzeichen für Datenanfrage- oder Antwort-Ende bei Datenformat 10/9 Bits Wartezeit = 3 Zeichen * 1000 * 10 Bits/Baudrate[ Baudrate [Baud] Datenformat [Bit] Wartezeit [ms] 187k 0,160 0,144 125k 0,240 0,216 38400 0,781 0,703 19200 1,563 1,406 9600 3,125 2,813 4800...
2 Protokollbeschreibung 2.4.1 Zeitlicher Ablauf einer Datenanfrage Zeitschema Eine Datenanfrage läuft nach folgendem Zeitschema ab: M ast er D at enanf r age D at enanf r age Sl ave Ant w or t Endekennzeichen = 3 Zeichen (die Zeit ist von der Baudrate abhängig) Diese Zeit ist von der internen Bearbeitung abhängig.
2 Protokollbeschreibung 2.4.2 Kommunikation während der internen Bearbeitungszeit des Slaves Während der internen Bearbeitungszeit des Slaves dürfen vom Master keine Datenanfragen gestellt werden. In dieser Zeit gestellte Datenan- fragen werden vom Slave ignoriert. 2.4.3 Kommunikation während der Antwortzeit des Slaves Während der Antwortzeit des Slaves dürfen vom Master keine Datenan- fragen gestellt werden.
2 Protokollbeschreibung Antwort im Slave- Funktion Fehlercode Checksumme Fehlerfall Adresse CRC16 XX OR 80h 1 Byte 1 Byte 1 Byte 2 Bytes Der Funktionscode wird mit 0x80 geODERt, d. h., das MSB (most signi- ficant bit, engl. das höchstwertige Bit) wird auf 1 gesetzt. Beispiel Datenanfrage: CRC16...
2 Protokollbeschreibung Checksumme (CRC16) Anhand der Checksumme (CRC16) werden Übertragungsfehler erkannt. Wird bei der Auswertung ein Fehler festgestellt, antwortet das entspre- chende Gerät nicht. Berechnungs- CRC = 0xFFFF schema CRC = CRC XOR ByteOfMessage For (1 bis 8) CRC = SHR(CRC) if (rechts hinausgeschobenes Flag = 1) then else...
3 Funktionen Die folgenden Funktionen stehen für das Gerät zur Verfügung: Funktions- Funktion nummer 0x01/0x02 Lesen von n Bits (max. 256 Bits) 0x03/0x04 Lesen von n Worten (max. 80 Worte) 0x05 Schreiben eines Bits 0x06 Schreiben eines Worts 0x0F Schreiben von n Bits (max.
3 Funktionen Lesen von n Bits Mit dieser Funktion werden n Bits ab einer bestimmten Adresse gele- sen. Datenanfrage Slave- Funktion Adresse Bitanzahl Checksumme Adresse 0x01 oder 0x02 erstes Bit CRC16 1 Byte 1 Byte 2 Bytes 2 Bytes 2 Bytes Antwort Slave- Funktion...
3 Funktionen Lesen von n Worten Mit dieser Funktion werden n Worte ab einer bestimmten Adresse gele- sen. Datenanfrage Slave- Funktion Adresse Wortan- Checksumme Adresse zahl CRC16 0x03 oder 0x04 erstes Wort 1 Byte 1 Byte 2 Bytes 2 Bytes 2 Bytes Antwort Slave-...
3 Funktionen Schreiben eines Bits Bei der Funktion Bit schreiben sind die Datenblöcke für Anweisung und Antwort identisch. Anweisung Slave- Funktion Bitadresse Bitwert Checksumme Adresse 0x05 XX 00 CRC16 1 Byte 1 Byte 2 Bytes 2 Bytes 2 Bytes Antwort Slave- Funktion Bitadresse...
4 Datenfluß Syst em D ual - Syst em - Schni t t st el l en- EEPRO M Por t M O D - Bus Pr ozessor Pr ozessor Regl er Schni t t st el l enm odul Für die Datenübertragung zum MOD-Bus werden die Prozeßwerte in ei- nem Dual-Port-RAM vom Systemprozessor bereitgestellt.
4 Datenfluß Azyklische Daten vom Gerät empfangen Master: Datenanfrage 1. Status Bit 1 = 0 (Antwort liegt nicht vor) 2. Status Bit 2 = 0 (Master liest Daten) 3. Status Bit 0 = 1 (Master hat Anfrage gestellt) Status Bit 1 = 1? Nein Fehlercode = 0? Nein...
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4 Datenfluß Beispiel Lesen des Reserve-Flags für die Anzeigensteuerung v Kapitel 6.2.3 „Flags für die Anzeigesteuerung des Displays“ Schritt 1: Die Datenstruktur „Flags für die Anzeigesteuerung“ wird an- gefordert Status Bit 0 = 1, Status Bit 1 = 0 und Status Bit 2 = 0 setzen MOD-Bus-Befehl: Schreibe 1 Wort CRC16 Antwort:...
4 Datenfluß Azyklische Daten zum Gerät übertragen Master: beschreibt Dual-Port-RAM 1. Status Bit 1 = 0 (Antwort liegt nicht vor) 2. Status Bit 2 = 1 (Master schreibt Daten) 3. Status Bit 0 = 1 (Master startet Datentransfer) Status Bit 1 = 1? Nein Fehlercode = 0? Nein...
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4 Datenfluß Beispiel Schreiben eines float-Wertes für das Mathematikmodul (float-Wert 1 = 20,32) Schritt 1: Die Datenstruktur wird angefordert Status setzen: Bit0=1, Bit1 = 0, Bit2 = 0 MOD-BUS Befehl: Schreibe 1 Wort 00F9 0001 CRC16 Antwort: 00F9 0005 CRC16 Schritt 2: Zyklische Abfrage ob die entsprechende Datenstruktur zur Verfügung steht Statusbit1 lesen...
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4 Datenfluß Schritt 5: Die Datenstruktur wird übertragen Status setzen: Bit0 = 1, Bit1 = 0, Bit2 = 1 MOD-BUS Befehl: Schreibe 1 Wort 00F9 0005 CRC16 Antwort: 00F9 0005 CRC16 Schritt 6: Zyklische Abfrage ob die entsprechende Datenstruktur über- tragen wurde Statusbit1 lesen MOD-BUS Befehl: Lese n Bits...
4 Datenfluß Übertragungsformat Integer-Werte Integer-Werte werden über MOD-Bus im folgenden Format übertragen: Zuerst das High-, dann das Low-Byte. z. B.: Schreiben des int-Wertes 1 (= 0x0001) auf die Adresse 0x00EB: 010600EB0001383E Float-Werte Bei float-Werten wird im MOD-Bus mit dem IEEE-754-Standard-Format (32bit) gearbeitet, allerdings mit dem Unterschied, daß...
5 Fehlermeldungen Fehlermeldungen der Schnittstelle Die Fehlernummern sind in den Datenblöcken der azyklischen Daten unter Fehlercode zu finden. v Kapitel 6.2.1 - Kapitel 6.2.4 Fehlercode Fehler Setup-Auftragsbearbeitung 0x0014 Auftrags-Busyflag von Master nicht zurückgesetzt 0x0015 Auftrag unzulässig 0x0016 Fehler bei der Datenübernahme 0x0017 keine zyklischen Daten vorhanden 0x0018...
5 Fehlermeldungen System- und Laufzeitfehler Die System- bzw. Laufzeitfehler sind Teil der Prozeßdaten (zyklischen Daten). v Kapitel 6.1.2 Die dort eingetragenen Fehlernummern haben folgende Bedeutung: Systemfehler Tritt einer der folgenden Fehler auf, so wird die Meßwerterfassung und Registrierung unterbrochen. Alle anderen Prozeßdaten sind nicht mehr gültig.
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5 Fehlermeldungen Laufzeitfehler Die Reaktion des Gerätes bei Auftreten von einem oder mehreren der folgenden Fehler lesen Sie bitte in der Betriebsanleitung B 95.3530 nach. Alle anderen Daten können weiterhin vom Gerät abgefragt werden. Fehler- Fehler nummer kein Fehler Reserviert Reserviert Kein Papier Relaisbaugruppe antwortet nicht...
6 Adresstabellen Im folgenden sind alle Prozeßwerte (Variablen) mit ihren Adressen, dem Datentyp und der Zugriffsart beschrieben. Hierbei bedeutet: Zugriff nur lesend Zugriff schreibend und lesend char ASCII-Zeichen (8 Bits) byte Byte (8 Bit) Integer (16 Bits) char xx Zeichenkette mit Länge xx; xx = Länge inklusive Zeichenkettenende-Zeichen „\0“...
6 Adresstabellen Azyklische Daten Status-Bits Die nachfolgenden Adresstabellen (azyklische Daten) werden erst auf Datenanfrage des MOD-Bus-Treibers gelesen oder geschrieben. Der Zustand dieser Adresstabellen (azyklische Daten) wird im Statuswort angezeigt. Statuswort und Fehlercode liegen jeweils am Anfang der Da- tenblöcke der azyklischen Daten. Status Bedeutung für den Master Bit 0 Bit 1 Bit 2...
6 Adresstabellen 6.2.2 Text zum Anzeigen im Display Basisadresse: 0x009D Adresse Zugriff Datentyp Signalbezeichnung 0x0000 Status der Datenstruktur Bit0 1 = Datenanfrage bearbeiten Bit1 0 = Antwort noch nicht da 1 = Bearbeitung beendet, Antwort steht im Puffer Bit2 0 = Übertragung Schnittstelle Schreiber 1 = Übertragung...
6 Adresstabellen 0x0003 Flag 2: 0 = Text 2 nicht anzeigen 1 = Text 2 anzeigen 0x0004 Flag 3: 0 = Text 3 nicht anzeigen 1 = Text 3 anzeigen 0x0005 Reserve 6.2.4 float-Werte für das Mathematikmodul Basisadresse: 0x00F9 Adresse Zugriff Datentyp Signalbezeichnung 0x0000 Status der Datenstruktur...
6 Adresstabellen 6.2.5 Reset-Erkennung Basisadresse: 0x0406 Adresse Zugriff Datentyp Signalbezeichnung 0x0000 Reset-Erkennung der Schnittstellenbaugruppe Diese Speicherstelle kann für eine Reset-Erkennung der Schnittstellen- baugruppe verwendet werden. Es muß ein Wert ungleich Null eingetra- gen und dieser dann zyklisch abgefragt werden. Tritt an der Schnittstel- lenbaugruppe des Schreibers ein Reset auf, so wird das Byte gelöscht (auf Null gesetzt).
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M. K. JUCHHEIM GmbH & Co 36035 Fulda Germany Telefon (06 61) 60 03-7 25 Telefax (06 61) 60 03-6 81 Telex 49701 juf d email JUMO_de@e-mail.com...