am Mikrophon (10 bis 20 cm). Zusätzlich werden dabei. die tiefen Frequenzen
stark betont. Durch Gegenüberstellung solcher "Grossaufnahmen" und Szenen
mit einbezogener Raumakustik (grössere Distanz zum Mikrophon) kann eine
wirkungsvolle Tiefe auch bei Mono-Technik erreicht werden.
Bei Musikaufnahmen spielt der Nachhall eine primäre Rolle, er verbindet bei
richtiger Dosierung die einzelnen Instrumente zu einem Klangkörper. Ist jedoch
zuviel Nachhall vorhanden, so werden die Konturen verwischt, die Aufnahme
wirkt verschwommen.
Grundsätzlich darf eine Stereo-Aufnahme mehr Nachhall aufweisen als eine
Mono-Aufnahme, da die Differenzierung des Klangbildes durch die räumliche
Auflösung erleichtert wird. Dadurch ergeben sich in akustisch ungünstigeren
Räumen bei Stereo-Aufnahme meist auch sofort bessere Resultate.
Zur Aufnahmetechnik lassen sich im Rahmen einer Bedienungsanleitung kaum
mehr als allgemein gültige Aussagen machen, da die Mikrophonaufstellung sehr
eng mit den jeweiligen Verhältnissen verknüpft ist. Der beste Weg zur
erfolgreichen Aufnahme liegt in der Schulung des Gehörs. Wenn erst einmal die
Fehler und Mängel einer Aufstellung gehört werden, ist auch deren Korrektur
keine Hexerei mehr.
13.3. STEREO - VERFAHREN
Stereo-Aufnahmen lassen sich durch verschiedene Verfahren herstellen. Man
unterscheidet auf der Aufnahmeseite zwischen AB, XY und MS Stereophonie.
AB - STEREOPHONIE
darauf zu achten, dass der Mitteneindruck nicht verloren geht. Die Mikrophone
dürfen nicht zu nah am Klangkörper stehen. Mikrophonabstand und Balance der
Aufnahmeregler sind so auszuwägen, dass ein in der Mitte aufgestellter Sprecher
auch in der Mitte gehört wird. Aufnahmen nach dem AB-Verfahren sind nicht
unbedingt kompatibel. Da bei AB Intensitäts- und Laufzeitunterschiede zum
Raumeindruckbeitragen, können sich beim Zusammenschalten der Kanäle
Interferenzerscheinungen ergeben, die das Klangbild durch lineare Verzerrungen
stören.
Für die "Eigenproduktion" eignet sich
die Mikrophonaufstellung nach dem
AB-Verfahren vorzüglich.
Zwei möglichst gleichartige Mikrophone
mit Nierencharakteristik werden in
einem Abstand von ca. 3 - 5 m
aufgestellt.
Für erste Versuche genügen auch
zwei verschiedenartige
Kugelmikrophone, das Prinzip
"funktioniert" auch so.
Bei der Aufstellung ist besonders
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