3.2. DIE ENTZERRUNG
Die Entzerrung korrigiert, einfach ausgedrückt, die systembedingten Verluste, die
bei der Aufzeichnung hoher Töne auftreten. Damit sich bezüglich Frequenzgang
und Rauschabstand (Dynamik) günstige Werte ergeben, wird das Tonspektrum
amplitudenmässig verzerrt und bei der Wiedergabe wieder entzerrt. Dieser
Vorgang erfolgt automatisch und ist genormt, damit die Austauschbarkeit der
Tonbänder gewährleistet bleibt.
Sie finden auf dem Vor-Hinterbandkontrollschalter
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die Bezeichnung NAB
(National Association of Radio and Television Broadcasters. USA-Norm) und IEC
(International Electrotechnical Commission) IEC ist praktisch identisch mit CCIR
(Europäische Norm).
Die Aufzeichnung des REVOX A-77 erfolgt nach NAB. Aufnahmen vom REVOX
A-77 sind demzufolge immer auf NAB abzuhören.
Aufnahmen von älteren REVOX - Geräten oder nach CCIR aufgenommene
Bänder sind auf der Stellung IEC wiederzugeben.
Die oben erwähnte Verzerrung (Anhebung der hohen Frequenzen) ist besonders
zu beachten, wenn der Frequenzgang über Band gemessen werden soll. Wird
eine Frequenzgangmessung bei Vollpegel ausgeführt, so treten bei hohen
Frequenzen unweigerlich Übersteuerungen auf, die das Messergebnis
verfälschen.
Frequenzgangmessungen werden daher immer bei einem Pegel von -20 db
(10-fach geringere Eingangsspannung als für Vollaussteuerung erforderlich)
durchgeführt.
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