10.3 MANAGEMENT DER WIRKLEISTUNG
In diesem Abschnitt werden alle Arten des beim SunMaster
CS Wechselrichter verfügbaren Leistungsmanagements
beschrieben.
10.3.1 Leistungsmanagement durch Telecontrol
Bei einigen PV-Installationen benötigt der lokale Netzbetreiber
(Distribution Network Operator, DNO) die Möglichkeit, die
Leistungsabgabe der PV-Anlage durch Fernbefehle zu ver-
ringern. In einem solchen Fall muss ein Telecontrol-Receiver
installiert werden. Der SunMaster CS kann auf die Leistungs-
befehle reagieren, wenn an den Wechselrichter ein Data
Control Premium II oder Data Control Pro durch ein RS485
angeschlossen ist. Ein einziger Datalogger kann gleichzeitig
bis zu 20 Wechselrichter kontrollieren. Weitere Informationen
erhalten Sie bei Ihrem Mastervolt-Lieferanten.
Für den Fall, dass der DNO an die Anlage eine Leistungs-
management-Anfrage richtet, zeigt das Display des CS
Wechselrichters den aktuellen Reduktionswert auf dem
Display im Home-Bildschirm an. Sehen Sie Abbildung 10-5
Abbildung 10-5: Home-Bildschirm, die Warnung kann eine Leis-
tungsverringerung sein
10.3.2 Frequenzabhängige Leistungskontrolle
Der SunMaster CS kann seine Ausgangsleistung eigen-
ständig reduzieren, wenn die Netzfrequenz den Nennwert
überschreitet. Der Wechselrichter hat zwei verfügbare Kon-
trollgesetze.
1. Kontrollgesetz 1 (übereinstimmend mit VDE-AR-4105)
2. Kontrollgesetz 2 (übereinstimmend mit BDEW)
P
P
m
0
f
start
Abbildung 10-6: Kontrollgesetz 1 (übereinstimmend VDE-AR-4105)
DE / SunMaster CS7TL RP / CS10TL RP / CS12TL RP
Der Wechselrichter beginnt mit der Reduzierung der Aus-
gangsleistung, wenn die Netzfrequenz den fstart-Wert über-
schreitet. Die Leistungsreduzierung (Gradient) wird als ein
Prozentsatz der tatsächlichen Ausgangsleistung pro Hertz
gemäß der folgenden Formel defi niert:
∆P = Gradient*f
Pm ist die Ausgangsleistung des Wechselrichters, wenn
fstart überschritten wurde
Der Gradient ist die relative Leistung
fstart ist die Kontrollauslösefrequenz
f
tatsächlich
• Wenn die Netzfrequenz über fstart an
Wechselrichter die tatsächliche Ausgangsleistung zu diesem
Zeitpunkt. Gespeicherte Leistung wird als Pm gespeichert.
• Bei jeder Netzfrequenz über fstart wird die Ausgangsleis-
tung um den festgelegten Gradienten verringert.
• Wenn die Netzf
selrichter in den vollen Leistungsbetrieb zurück.
P
P
m
0
Abbildung 10-7: Kontrollgesetz 2 (übereinstimmend mit BDEW)
Siehe Abbildung 10-7. Der Wechselrichter beginnt mit der
Reduzierung der Ausgangsleistung, wenn die Netzfrequenz
den fstart-Wert überschreitet. Wenn die Netzfrequenz verrin-
gert wird, legt der Wechselrichter die Ausgangsleistung beim
niedrigsten erreichten Wert fest, bis die Frequenz unter die
zuvor festgelegte Reaktivierungsfrequenz f
Verfügbare Parameter
Für die Feinabstimmung des Wechselrichterverhaltens für
beide Kontrollgesetze steht ein einziger Satz an Parametern
zur Verfügung. Wenn das VDE übereinstimmende Kontrollge-
setz ausgewählt wird, wird der Parameter frecover außer acht
gelassen. Der Parameter Ramp-Up ("Beschleunigung") spezi-
fi ziert die Geschwindigkeit, mit der der Wechselrichter seine
Ausgangsleistung erhöhen wird, nachdem sich die Frequenz
erholt hat oder nachdem ein Netzfehler beseitigt wurde.
Es stehen 4 unabhängige Sollwerte zur Verfügung:
Name
Name
P
f
start
f
recover
Gradient
Ramp-Up 0% -> 6000%
Ramp-Up 0% -> 6000%
Modus
f
kann nur auf einen höheren Wert als f
f
start
[Hz]
f
) eingestellt werden
start
start
- ft
start
atsächlich
ist die tatsächlich gemessene Netzfrequenz
equenz unter fstart fällt, kehrt der Wech-
r
f
f
start
recover
Bereich
Bereich
50 - 55 Hz / 60 - 65 Hz 0,01 Hz
50 - 55 Hz / 60 - 65 Hz 0,01 Hz
0% -> 100% P/Pm/Hz
P/Prated/min
VDE / BDEW
| 119
duzierung pro Hertz
sre
, speichert der
steigt
P
f
[Hz]
gefallen ist.
recover
Aufl ösung Stand
Aufl ösung Standard
50,20 Hz
50,50 Hz
1%
40%
10%
10%
VDE
(f
>
hoch, off
hoch, off hoch, off
hoch, off