6.
Erstmalige Inbetriebnahme und Einregulierung
Anlagenkontrollen:
Vor der Inbetriebnahme des Brenners sind unbedingt nachfol-
gende Kontrollen durchzuführen. Die Nichtbeachtung kann zu
Schäden an der Heizungsanlage führen.
• Heizungssystem mit Wasser gefüllt, Absperrventile geöffnet,
Sicherheitsarmaturen auf Funktion geprüft?
• Elektroinstallation ordnungsgemäß ausgeführt, Umwälzpumpe
funktionstüchtig, Steckdosen für Meßgeräte vorhanden?
• Ölleitung / Armaturen ordnungsgemäß montiert, auf Dichtigkeit
geprüft, frostsichere Ölzufuhr gewährleistet, Heizöl EL im
Tank?
• Kaminanlage funktionstüchtig, Zugbegrenzer vorhanden?
Der Einbau eines
Zugbegrenzers wird
generell empfohlen.
Abb. 5: Einbau eines Zugbegrenzers
• Frischluftzufuhr zum Heizungsraum gewährleistet, Öffnungs-
querschnitte lt. gesetzlichen Anforderungen?
• Freiraum zur Demontage, Wartung und Reinigung des Bren-
ners ausreichend lang bemessen?
• Feuerraum mit den nötigen Einbauten oder Turbulatoren
bestückt und von Montage- oder Beipackteilen befreit?
• Brenner ordnungsgemäß montiert, Brenner- und Zwischen-
flansch sowie Kesseltür gasdicht festgezogen?
• Alle Vorschriften und Empfehlungen des Kesselherstellers
berücksichtigt und alle vom Gesetztgeber verlangten Brenner-
Zubehörteile montiert?
Brennerstart:
• Nach Einschalten des Hauptschalters läuft bei ordnungs-
gemäßer Stellung der Sicherheits- und Regelorgane am
Kessel das Programm des Ölfeuerungsautomaten an und die
Kontrollampe ,,Ölvorwärmung/Betrieb" leuchtet auf. Nach
einer Aufheizzeit von ca. 1-2 Minuten wird der Brennerstart
freigegeben.
Kontrolle des Pumpendrucks:
• Nach der Flammenbildung ist zunächst der Pumpendruck ein-
zustellen. Die Leistung des Brenners kann über den Pumpen-
druck von 8-12 bar verändert und der Kesselleistung angepaßt
werden. Werkseitiger Pumpendruck:
10 bar bei INTERZERO
2011/ 2012 und
12 bar bei INTERZERO
2030.
10
Zugbegrenzer
Sitz: Kamin
oder Rauchrohr
5. Schritt zur Montage und Inbetriebnahme
Feineinstellung der Verbrennungsluft:
• Nach Inbetriebnahme wird saugseitig und/oder druckseitig
nachreguliert und der gewünschte Verbrennungswert feinein-
gestellt. Durch die Zahnradverstellung kann der Stauscheiben-
ringspalt kleiner, als für die Kesselleistung empfohlen, einge-
stellt werden. Dies erhöht den CO
• CO
-Höchstwerte (nahstöchiometrisch) sind nur bei modernen
2
Hochleistungskesseln zu empfehlen. Ein CO
13% sollte nur eingestellt werden, wenn die Betriebssicherheit
über längere Zeiträume gewährleistet ist.
Abgastemperatur:
• Bei feuchtigkeitsempfindlichen Schornsteinen sollte die
Abgastemperatur im Idealfall 170-190°C betragen. Tiefer als
160°C sollte die Temperatur nicht sein, da sonst die Gefahr
der sog. Taupunktunterschreitung im Schornstein besteht. Am
Schornsteinkopf sollen die Abgase noch mindestens 80°C
heiß sein. Überschlägig rechnet man mit einem Temperatur-
verlust von 7°C je 1 m Schornstein.
• Abgastemperaturen unter 160°C sind nur bei feuchtigkeits-
unempfindlichen Schornsteinen zulässig.
Abb. 6: Einstufung der Abgastemperaturen bei
feuchtigkeitsempfindlichen Schornsteinen
Funktionsprüfung:
• Nach Beendigung der Messungen den Startvorgang wieder-
holen und dabei den Zündfunken kontrollieren. Er muß frei
zwischen Düse und Stauscheibe liegen.
• Zur Überprüfung des Fotowiderstandes wird dieser bei Betrieb
des Brenners herausgenommen und mit der Hand verdunkelt.
Der Brenner muß dann sofort abschalten, einen neuen Anlauf-
versuch machen und nach Ablauf der Sicherheitszeit auf Stö-
rung gehen.
• Nach dem Aufsetzen der Brennerverkleidung sollten die Meß-
ergebnisse nochmals kontrolliert und gegebenenfalls nachre-
guliert werden.
-Wert.
2
-Wert von über
2
Montage- und Betriebsanleitung