Inhaltszusammenfassung für LinTech Bluetooth Low Energy RS232
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Bluetooth Low Energy RS232 Adapter Handbuch Version 1.50 13.10.2015 ...
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Handbuch für BLE RS232 Adapter Version Firmware 1.50 Copyright Copyright 2015 LinTech GmbH Kommunikationstechnologien. Alle Rechte vorbehalten. LinTech behält sich das Recht vor Änderungen am Produkt und an der Beschreibung ohne spezielle Ankündigung vorzunehmen.. Technischer Support LinTech GMBH Kommunikationstechnologien Friedrich‐Engels‐Straße 35 D – 13156 Berlin Tel. +49 30 54947260 Fax. +49 30 54947244 E‐Mail: support@lintech.de Website: http://www.lintech.de 2 ...
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Revisionskontrolle Revision Datum Name Beschreibung V0.5 04.06.2015 MR Erstellung V0.6 10.06.2015 SM Überarbeitung allgemein, Einfügen Kapitel Konfiguration AT‐Kommandos, Inbetriebnahme, Testapp, AGB V1.0 10.06.2015 MR,SM Freigabe V1.1 11.06.2015 MR,SM Änderung Standardname, Änderung Anzeige Systeminfo V1.2 11.06.2015 SM Hinzufügen Akku Variante V1.41 19.06.2015 MR AT+Debo hinzugefügt, Änderungen AT+DISC, AT+SCAN Ausgabeformat BT‐ Adresse geändert, Ausgabe AT+Info angepasst V1.43 05.08.2015 SM Einfügen Konfiguration über SW V1.50 13.10.2015 MR ...
1.3. Aufbau ........................... 8 1.4. LED Zustandsanzeige ......................9 1.5. PIN‐Belegung ......................... 9 1.6. Wie funktioniert das LinTech BLE SPP Profil? ................ 10 1.7. Inbetriebnahme ...................... 12 Voraussetzungen ........................12 2.1. Test BLE Verbindung mit Smartphone App (Android) ............. 12 ...
Einleitung 1.1. Allgemeine Beschreibung LinTechs BLE RS232 Adapter ist ein Bluetooth Adapter für die Übertragung von seriellen Daten über eine Bluetooth Low Energy Verbindung mit einer Reichweite von max. 100 m. Aufgrund der einfachen Installation und der hohen Reichweite ist der Adapter besonders für industrielle Anwendungen geeignet. Den BLE RS232 Adapter gibt es in 2 Varianten: Variante ‐ BLE RS232 Adapter ‐ Versorgung über die serielle Schnittstelle – Art.‐Nr. 1509 Variante – BLE RS232 Adapter mit Li‐Po Akku ‐ Art.‐Nr. 1509/A Der BLE RS232 Adapter – Artikel‐Nr. 1509 wird über die RS232 Schnittstelle mit Strom versorgt, hierzu wird zusätzlich zur RX/TX Leitung noch die RTS‐ und DTR‐Signalleitung benötigt. Soll der Adapter ohne RTS und DTR in Betrieb genommen werden, so empfiehlt sich die Verwendung einer externen Stromquelle oder die Verwendung der Akkuvariante (Artikelnummer 1509/A). Der Adapter arbeitet nach einem speziell von LinTech entwickelten Bluetooth Low Energy SPP Profil für die Übertragung von seriellen Daten mit einem Datendurchsatz von max. 115 kbps . Die Gegenstelle muss zwingend dieses Profil unterstützen. Wir empfehlen hier ebenfalls einen Bluetooth Low Energy RS232 Adapter, LinTech Artikelnummer 1509, 1509/A oder den LinTech BLE USB Adapter mit der Artikelnummer 1509/U. Der BLE RS232 Adapter verfügt über eine Standard RS232 Schnittstelle, eine Installation von Bluetooth Treibersoftware ist nicht erforderlich. Er stellt eine serielle Schnittstelle (COM‐Port) zur Verfügung, über die die Kommunikation mit der Gegenstelle erfolgt. Der Adapter arbeitet sowohl als BLE Central als auch als BLE Peripheral. Der Modus kann per AT‐ Kommando umgestellt werden. Eine Status LED zeigt alle wichtigen Betriebszustände und Betriebsmodi an. Die Konfiguration des RS232‐Adapters erfolgt mit Hilfe eines Terminal Programms über AT‐ Kommandos. Die Bluetooth Parameter sind so eingestellt, dass ein optimaler Stromverbrauch gewährleistet ist. Bei der Variante mit Akku kann auf Kundenwunsch die Sendeleistung erhöht werden. Lieferumfang 1.2. BLE RS232 Adapter ...
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Empfangsempfindlichkeit ‐ ‐87dBm Zustandsanzeige über LED Verbindungsstatus Betriebsbereit Datenübertragung Reichweite im freien Feld ‐ 70‐100m Treiber Software ‐ FTDI(FT232R) serieller USB‐Treiber unter: (http://www.ftdichip.com/Drivers/VCP.htm) Keine Bluetooth Treibersoftware erforderlich. Unterstützte Bluetooth Profile LinTech BLE SPP Profil Unterstützte Betriebssysteme Windows 8 Windows 7 Windows 7 x64 Windows Server 2008 Windows Server 2008 x64 Windows Vista Windows Vista x64 Windows Server 2003 Windows Server 2003 x64 Windows 2000 Linux Mac OS X Mac OS 9 Mac OS 8 Windows CE.NET (Version 4.2 und höher) Umgebungsbedingungen ...
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Zulassungen Bluetooth SIG Bluetooth QDID 65357 Declaration ID D025589 7 ...
LED Zustandsanzeige 1.5. Nachfolgende Zustände werden über die Status LED angezeigt: Zustand LED Start des Modus 3 maliges kurzes Blinken betriebsbereit Einmal alle 3 Sekunden verbunden Zweimal alle 3 Sekunden Datenübertragung (RX/TX aktiv) Schnell grün blinkend bei Dateneingang Wird die Akkuvariante (1509/A) geladen so ergeben sich folgende Zustände, ist der Ladevorgang abgeschlossen so gilt die obere Tabelle: Zustand LED Betriebsbereit Einmal alle 3 Sekunden kurz aus, sonst an verbunden Zweimal alle 3 Sekunden kurz aus, sonst an Datenübertragung (RX/TX aktiv) Schnell grün blinkend bei Dateneingang Ladevorgang (nicht angeschlossen an RS232 Schnittstelle) Ladevorgang 2 Sekunden an / 2 Sekunden aus Vollständig geladen LED bleibt dauerhaft aus Abbildung 4 LED Zustandsanzeige PIN‐Belegung 1.6. Pin Signal DCE (Male) ...
Wie funktioniert das LinTech BLE SPP Profil? 1.7. Die Bluetooth Low Energy Technology unterscheidet sich vom klassischen Bluetooth. Obwohl in BTLE einige Verfahren des klassischen Bluetooth verwendet werden wie z.B. die Radioarchitektur, Teile des Protokolls, Pairing Verfahren usw. ist BTLE ein neuer Standard der nicht mit dem klassischen Bluetooth kompatibel ist. Beim klassischen Bluetooth werden für das Inquiry und den Verbindungsaufbau 32 Kanäle benutzt, d.h. es kann einige Zeit dauern bis die Geräte sich finden und eine Verbindung aufgebaut ist. Bei BTLE ist es etwas anders. Eine Seite – das sog. Peripheral ist immer im Advertising Modus (ähnlich inquiry) und sendet in def. Intervallen Informationen. Hierfür werden nur 3 Kanäle genutzt – 2,402 – 2,426 und 2,480 GHz). Das Finden und der Aufbau der Verbindung gehen schneller. Eine BTLE Verbindung besteht immer zwischen einem CENTRAL und einem PERIPHERAL . Das Peripheral verfügt über die Daten und sendet ständig Informationen aus – dieses nennt man „advertisen“ . Das Advertisement ist ein periodischer Rundruf der Daten enthalten kann oder auch nur signalisiert, dass ein Verbindungsaufbau erlaubt ist. Das Central scannt die Umgebung, wird ein Peripheral gefunden, kann das Central einen Verbindungsaufbau initiieren. Je kürzer das Advertising Intervall ist, umso schneller wird das Peripheral gefunden aber umso höher ist auch der Stromverbrauch während des Advertisments. Für das Central sind Scan Intervall und Scan Windows wichtige Parameter, da diese mitbestimmen, wie schnell das Peripheral gefunden wird und wie aktiv das Radio ist. Ein kürzeres Intervall bedeutet kürzere Latenzzeiten aber auch einen höheren Stromverbrauch. 10 ...
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Im klassischen Bluetooth gibt es Profile die die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Geräten regeln – unter anderem auch ein Serial Port Profile welches verwendet wird, wenn zwischen einem oder mehreren Geräten Daten übertragen werden sollen. Die klassischen Bluetooth Profile unterscheiden sich von denen bei Bluetooth Low Energy. Ein Standard Bluetooth Serial Port Profile gibt es bei Bluetooth Low Energy nicht. Grundsätzlich werden bei der Nutzung der LinTech BTLE SPP Firmware Applikationsdaten zwischen seriellem Port und Bluetooth übertragen. Da es bei BTLE kein Serial Port Profile gibt hat LinTech ein eigenes Profil (LinTech BTLE SPP) definiert. Dieses gestattet eine transparente serielle Datenübertragung ähnlich dem klassischen Bluetooth SPP Profile. Viele Funktionen sind so wie beim klassischen SPP Profile. Es gibt allerdings Einschränkungen, die der Technologie geschuldet sind. Dies betrifft z.B. die Datenrate. Bei der BTLE SPP von LinTech ist es anders, da die Funktion von der Bluetooth Low Energy Rolle des Gerätes abhängt – also ob das Gerät Central oder Peripheral ist. Hier sind die Rollen so verteilt: Central/Master – GATT Client Peripheral/Slave – GATT Server (hat in der Regel die Daten) Das Peripheral advertised und wird vom Central gefunden, die Verbindung wird vom Central aufgebaut und die Daten werden bidirektional übertragen. Muss das Central Daten von mehreren z.B. Sensoren Daten abfragen, dann wird durch das Central die Verbindung zu den einzelnen Sensoren nacheinander aufgebaut und die Daten zyklisch abgerufen. Der BLE USB Adapter kann als Central oder Peripheral arbeiten. Die Rolle kann konfiguriert werden. Die Verbindungseinstellungen des LinTech BLE USB Adapters sind für einen möglichst hohen Datendurchsatz optimiert. Unter diesen Einstellungen ist die Energieaufnahme im Vergleich zu Anwendungen mit geringem Datendurchsatz wie z.B. beim Find Me Profile relativ hoch. Eine Optimierung der Einstellungen z.B. Scan Intervall, Slave Latency und Advertising Intervall ist für die spezifische Anwendung immer zu empfehlen. 11 ...
Name BLE RS232 Passkey für Verbindungsaufbau 123456 Tx Power 4 Um diese Einstellungen ändern zu können benötigen Sie einen PC/Gerät mit RS232 Schnittstelle mit einer steuerbaren RTS‐Signalleitung. Die Konfiguration erfolgt über AT‐Kommandos. Lesen Sie hierzu Kapitel 3. Der BLE RS232 Adapter kann an einem beliebigen Gerät mit seriellem Anschluss verwendet werden. Nach Änderung der Konfiguration entsprechend Ihrer Anwendung kann der Adapter benutzt werden. Wie bereits beschrieben, werden sowohl Peripheral als auch Central Mode unterstützt. In den meisten Anwendungen wird der BLE RS232 Adapter als Peripheral genutzt, da das Central meist ein Smartphone oder PC/Tablet ist, welches die empfangenen Daten auswertet, darstellt oder weiter überträgt. Da meist noch keine Applikation zum Empfangen der Daten in der Testphase vorhanden ist, liefert LinTech eine Android Testapp mit der man den Verbindungsaufbau und die Datenübertragung von einem Android Smartphone (Central) und dem RS232 Adapter (Peripheral) testen kann. Die Beschreibung hierzu finden Sie im nächsten Abschnitt. Test BLE Verbindung mit Smartphone App (Android) 2.2. Zum Testen der Bluetooth Low Energy SPP Verbindung zwischen einem BLE RS232 Adapter (Peripheral) und einem Android Smartphone stellt LinTech eine Testapp zur Verfügung. Die Testapp unterstützt folgende Funktionen: Suchen nach BTLE SPP Peripherals Verbinden mit einem Gerät 12 ...
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ASCII – Texte (Zeichentexte) senden und empfangen UART Kommandos senden ( zur Änderung der Einstellungen des Peripherals) HEX‐String empfangen Anzeige umschaltbar zwischen ASCII/HEX Vordefinierten Datenblock senden Bei einigen Geräten kann es notwendig sein, beim Testen der BTLE Verbindung WLAN auszuschalten. Nach Starten der App sucht diese automatisch nach LinTech BLE RS232 Adaptern Peripherals und zeigt die gefundenen Geräte an. Wählen Sie das gewünschte Gerät aus und verbinden sich mit ihm. Eine bestehende Verbindung wird durch ein „B“ in der oberen rechten Ecke angezeigt. Das Eingabefeld für Text und Kommandos befindet sich über der blauen Eingabelinie. Wenn Sie dort auf den Bildschirm tippen, wird die Tastatur eingeblendet und Sie können Text oder Kommandos eingeben. Kommandos werden ohne AT+ eingegeben. Bevor Sie Kommandos senden, müssen Sie in den Kommandomodus umschalten. Gesendete und empfangene Daten werden im oberen Teil angezeigt. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, vordefinierte Datenblöcke zu senden . Wenn Sie auf „Block senden „ tippen öffnet sich nachfolgendes Fenster: 13 ...
Sie können hier die Blockgröße, die Anzahl der Wiederholungen und die Verzögerung einstellen. Ist der Block Ihren Einstellungen entsprechend versandt worden, erhalten Sie eine Information zur Dauer der Übertragung. 3. Konfiguration über Windows Konfigurationssoftware 3.1. Voraussetzungen Systemvoraussetzung für die Konfigurationssoftware: MS Windows XP, 2000, Windows7/8. Bei älteren Betriebssystemen muß gegebenenfalls .Net installiert werden. 3.2. Start/Inbetriebnahme Zuerst muss der Adapter mit dem Computer verbunden und dann ist die Datei BLE_SPP_Config.exe ausgeführt werden. So wird sichergestellt, dass die Konfigurationssoftware den genutzten COM‐Port findet. Die Konfigurationssoftware startet mit folgendem Fenster. 14 ...
Abbildung 5 Startbildschirm Konfigurationssoftware Wählen Sie die COM Schnittstelle an welche der Adapter angeschlossen ist und betätigen dann die Taste „Öffnen“ . Das Programm versucht nun sich mit dem BLE Adapter zu verbinden und die aktuellen Konfigurationsdaten auszulesen. Dabei werden Baudrate, Parität und Anzahl der Stoppbits automatisch ermittelt. Bei erfolgreicher Aktion werden die Daten angezeigt und die Tasten freigeschaltet. 3.3. Globale Bedienelemente Direkt unter der Überschrift befinden sich das Pulldown Menü für die Wahl des COM‐Ports und 3 Tasten. Taste „Öffnen“ Hiermit wird die ausgewählte COM Schnittstelle geöffnet. Gegebenenfalls muss die richtige Portnummer im Gerätemanager ermittelt werden. Nach erfolgreicher Öffnung wechselt die Bezeichnung in „Schließen“. Taste „Aktualisieren“ Nach Betätigung dieses Tastes werden alle Informationen erneut vom angeschlossenen Adapter eingelesen. Während dieser Aktion werden alle Tastes (außer Taste „Schließen“) deaktiviert (ausgegraut). Taste „Reset“ Hiermit werden sämtliche Parameter des angeschlossenen Adapters auf Werkseinstellung zurückgesetzt. Während dieser Aktion werden alle Tastes (außer Taste „Schließen“) deaktiviert (ausgegraut). 3.4. Anzeigeblöcke 15 ...
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Es gibt 4 Anzeigeblöcke: 1. Block Er enthält die Felder für die Versionsnummern von Firmware und Hardware, sowie die eigene Bluetooth‐Adresse. Diese Einträge können nicht geändert werden. 2. Block Name: Frei wählbar aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, außer ‚ß‘ und Umlauten. Maximal 16 Zeichen. Nur im Peripheral Mode änderbar! Passkey: Nur Ziffern. Maximal 6 Zeichen. Sendeleistung: Pulldown Menü mit 8 möglichen Werten. Nur bei der USB‐Version! Baudrate: Nur bei der RS232‐Version aus 5 Werten wählbar. Bei der USB‐Version ist sie immer 115200 Bd. Parität: Nur bei der RS232‐Version zwischen „Keine“, „Ungerade“ und „Gerade“ wählbar. Bei der USB‐Version ist sie immer „Keine“. Stoppbits: Nur bei der RS232‐Version zwischen „1“ und „2“ wählbar. Bei der USB‐Version ist immer „1“ gewählt. Flußsteuerung: Ist immer aktiv. Mit dem Taste „Speichern“ werden die ausgewählten Werte an den Adapter übertragen, dort gespeichert und schließlich wieder zurückgelesen. Während dieses Vorgangs werden alle Tasten (außer dem Taste „Schließen“ links oben) ausgegraut und damit deaktiviert. 16 ...
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3. Block Hier wird angezeigt, ob und mit welchem Gerät (Bluetooth Adresse) der Adapter verbunden bzw. gebondet ist. Ist der eigene Adapter ein Central, dann wird zusätzlich auch der Name des verbundenen Peripherals angezeigt. Dieser ist veränderbar. Maximal 16 Zeichen. Nach Betätigung des Tastes „Speichern“ (neben dem Feld „Name“) wird der neue Name über Bluetooth an das Peripheral übertragen, dort gespeichert und wieder zurückgelesen. Mittels der Taste „Trennen“ kann eine bestehende Verbindung getrennt und mittels der Taste „Debonden“ die Bondung zu dem entsprechenden Gerät aufgehoben werden. Abbildung 6 Konfiguration von Central und Peripheral 17 ...
Abbildung 7 Darstellung aktive Verbindung zwischen Central und Peripheral 4. Block Im oberen Teil des Blocks wird der Mode, in dem sich der Adapter befindet, angezeigt. Mit dem Taste „Umschalten“ kann der Mode gewechselt werden. Das kann einige Sekunden dauern. Während dieser Aktion werden alle Tasten (außer Taste „Schließen“) deaktiviert (ausgegraut). Befindet sich der Adapter im Central Mode erscheint darunter ein noch leeres Pulldown Menü und zwei Tasten „Scannen“ und „Verbinden“. Durch Betätigung der ersten Taste wird die Umgebung des Centrals nach Geräten, die sich im Peripheral Mode befinden und advertisen, abgesucht und diese in das Pulldown‐Menü eingefügt. Der Nutzer hat nun die Möglichkeit eines dieser Geräte auszuwählen und durch Betätigung der Taste „Verbinden“ den Aufbau einer Bluetooth‐Verbindung auszulösen. Während dieser Aktion werden alle Tasten (außer Taste „Schließen“) deaktiviert (ausgegraut). 3.5. Rücksetzen auf Werkseinstellung Über Auswahl „Werkseinstellungen“ im Konfigurationsfenster wird das Modul wieder auf nachfolgende Werkseinstellungen zurückgesetzt. Werkseinstellungen für BLE RS232 Adapter: Parameter Wert Bluetooth Gerätename BLE RS232 Passkey 123456 Betriebsmodus Peripheral Sendeleistung 4 (entspricht ‐2 dBm) Baudrate (bps) 9600 Datenbits ...
Flußsteuerung Connection Intervall 8 ms Slave Latency Advertising Intervall 20ms Werkseinstellungen für BLE USB Adapter: Parameter Wert Bluetooth Gerätename BLE USB Passkey 123456 Betriebsmodus Central Sendeleistung 4 (entspricht ‐2 dBm) Baudrate (bps) 115200 Datenbits Parität Keine Stoppbits Flußsteuerung Connection Intervall 8 ms Slave Latency Advertising Intervall 20 ms 4. Konfiguration über AT‐Kommandos mit Hilfe Terminalprogramm 4.1. Vorgehensweise Zur Konfiguration kann ein beliebiges Terminalprogramm genutzt werden. ...
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Nach erfolgreicher Installation des FTDI‐Treibers wird der BLE RS232 Adapter als virtueller serieller COM‐Port erkannt. Dieses könenn Sie überprüfen, wenn Sie in den Gerätemanager wechseln und dort nach den verfügbaren COM‐Ports suchen. Abbildung 9 Gerätemanager mit seriellem USB Port Öffnen Sie das Terminalprogramm und tragen Sie die Verbindungsparameter ein (Standard 9600 8N1). ...
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Aktivieren Sie zu Beginn RTS‐ und DTR‐Signal um den BLE RS232 Adapter mit Strom zu versorgen. Ist der Adapter gestartet zeigt er dies durch dreimaliges kurzes Blinken der LED an und wechselt dann in die normale Statusanzeige – z.B. betriebsbereit – einmal alle 3 sec. Ist der Adapter betriebsbereit schalten Sie RTS wieder ab um in den Kommandomodus zu wechseln. Vergewissern Sie sich, dass der Communication Port geöffnet ist. Kommandomodus: Der BLE RS232 Adapter ist im Auslieferzustand im transparenten Daten‐Modus. Das bedeutet, dass Daten, welche über die serielle Schnittstelle an das Modul gesendet werden direkt und unverändert ...
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In der Standardeinstellung befindet sich der BLE RS232 Adapter im Peripheral‐Mode. Soll die Verbindung zu einer Gegenstelle (ebenfalls Peripheral) aufgebaut werden, so ist einmalig der Modus über AT+MODE (siehe AT‐Kommandos) zu wechseln. Mit dem Verlassen des Kommandomodus (setzen RTS‐Signal) beginnt das Modul im Central‐Mode automatisch mit dem Scanvorgang und dem Verbindungsaufbau zu einer passenden Gegenstelle. Nach dem Verbindungsaufbau (Anzeige Verbunden durch zweifaches Blinken alle drei Sekunden) kann die transparente Datenübertragung erfolgen. Zum Senden eines Kommandos aus der Liste klicken Sie auf den Pfeil vor dem Kommando, es öffnet sich ein entsprechendes Fenster zur Eingabe der Parameter. 22 ...
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Sie erhalten z.B. nach Senden Connect Info den Namen und die BT Adresse des verbundenen Gerätes. Die gesendeten und empfangenen Daten werden im rechten Fenster angezeigt. 23 ...
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Sie können Daten selbst eingeben oder einfach Testdaten senden. Im Fall, dass Sie Testdaten senden betätigen, wird ein Block von 256 Byte viermal gesendet. Bitte achten Sie darauf, dass beim Senden von Daten RTS an sein muss. Bitte beachten Sie, dass Kommandos komplett ohne Unterbrechung gesendet werden müssen, weshalb die Eingabe über Tastatur und damit einzelne Übertragung von Zeichen nicht dazu geeignet ist. Wollen Sie weitere Kommandos nutzen, so müssen Sie sich eine eigene Sequenz anlegen. Wenn Sie das Gerät im Central Mode mit einem Peripheral verbunden haben, können Sie Testdaten vom Central an das Peripheral schicken. Bitte beachten Sie, dass Sie vor dem Senden der Testdaten den Kommandomodus abschalten. Das Gerät ist als Central so eingestellt, das es versucht, nach Wechsel in den transparenten Modus sich mit einem Gerät zu verbinden. Wenn der BLE RS232 Adapter fertig konfiguriert ist, können Sie ihn an einem anderen Gerät verwenden. 24 ...
4.2.2. Einstellungen Serielle Schnittstelle Nachfolgende Einstellungen müssen für die serielle Schnittstelle konfiguriert werden: Einstellungen Werte Baudrate (bps) 2400 / 9600 / 19200 / 57600 / 115200 Datenbit 8 (7) Parität No / Even / Odd Stoppbit 1 Hardware Flußsteuerung Ja/nein 4.2.3. Anzahl Datenbits Der LinTech BLE USB Adapter unterstützt nur 8 Datenbits. Falls Sie 7 Datenbits und die Parität Even/Odd benötigen nutzen Sie bitte die Einstellung 8 Datenbits und keine Parität. Die Einstellung 7 Datenbits und keine Parität wird nicht unterstützt. 4.2.4. Hardware Flusskontrolle Bei der Datenübertragung vom Host System zum anderen Bluetooth Gerät werden die Daten im BLE RS232 Adapter vorübergehend gepuffert und wiederholt gesendet, bis der Empfang des Datenpaketes bestätigt wurde. Wenn die Qualität der Funkübertragung nicht ausreicht um die Daten sofort zu versenden, kann es zu einer Verzögerung kommen. Sendet der Host mehr Daten, als der BLE RS232 Adapter puffert kann es zu einem Überlauf kommen. Hier empfiehlt es sich, mit der Hardware Flusskontrolle zu arbeiten: CTS wird deaktiviert, so dass keine Daten mehr vom Host empfangen werden, wenn der Puffer voll ist. Sowie wieder Speicherplatz im Puffer frei ist, wird CTS aktiviert und der Adapter kann wieder Daten vom Host empfangen. Wird die Hardware Flusskontrolle nicht verwendet, überschreibt der BLE RS232 Adapter den Puffer wenn dieser voll ist, um neue Daten empfangen zu können. Dies kann zu einem ungewollten Datenverlust führen. ...
4.2.6. Rücksetzen auf Werkseinstellungen Der BLE RS232 Adapter wird über AT‐Kommandos auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt. 4.3. AT‐Kommando Übersicht 4.3.1. Zusammenfassung Der BLE RS232 Adapter kann über AT‐Kommandos, welche in den folgenden Abschnitten beschrieben werden konfiguriert werden. Die Eingabe der AT‐Kommandos erfolgt immer im ASCII‐ Format. Zum Abschluss eines Kommandos wird ein Carriage Return <CR> erwartet, erst nach Empfang dieses Zeichens beginnt die Kommandoauswertung. Bei der Eingabe eines Fragezeichens nach dem =‐Zeichen des Kommandos erfolgt eine Anwendungsinformation zum entsprechenden Kommando. Beispiel: AT+CONN=?<CR> In der Rückgabe erfolgt bei den meisten Kommandos die Bestätigung mit dem Kommandonamen bspw. „PKEY und einem „OK“ als Bestätigung. Eine fehlerhafte Eingabe wird mit „ERR“ quittiert. Die Rückgabe erfolgt immer mit einem <CR> und <LF> am Ende. Der Kommandopuffer wird nach wenigen Millisekunden gelöscht, weshalb nur zusammenhängende Kommandos akzeptiert werden. Das Kommando ist somit nur korrekt, wenn es ohne Verzögerung komplett eingeht. Tabelle 1: Zusammenfassung AT‐Kommandos Kommando Central Peripheral Kurzbeschreibung AT+INFO X x Gibt Informationen über relevante Systemeinstellungen und die Firmware Version über die UART Schnittstelle aus AT+DISC X X Die bestehende Bluetooth Verbindung wird getrennt AT+DEBO X X ...
4.3.2. AT+INFO AT+INFO Mit Hilfe des Kommandos AT+INFO können wichtige Systeminformationen, wie Einstellungen, Verbindungstatus und die Firmware Version abgefragt werden. Die Verwendung erfolgt folgendermaßen: AT+INFO? <CR> Die Ausgabe sieht mit den Werkseinstellungen bspw. so aus (jeweils mit einem <CR><LF> am Zeilenende): INFO Firmware Version 1.XX Hardware Version 1509_A BT‐Address 00ff6f355d73 UART Baudrate 9600 Stopbit 1 Parity None Passkey 123456 Name BLE RS232 Mode Peripheral Connection Intervall 8 ms Slave Latency 0 Advertising Intervall 20 ms Scanning Interval 50 ms Scanning Window 3 ms Bonded with BT‐Address 00126f6bc7e4 Status Disconnected Connection No connected Device Actual Transmit Power Level 04 OK 4.3.3. AT+DISC AT+DISC Mit dem Kommandostring AT+DISC=1 wird eine bestehende Bluetooth Verbindung getrennt. Nach der Verbindungstrennung verbleibt das Gerät unverbunden bis entweder ein Neustart durchgeführt oder manuell eine erneute Verbindung ausgelöst wird. 3.3.4. AT+DEBO AT+DEBO Mit dem Kommandostring AT+DEBO=1 das Gerät entkoppelt. Das Bonding ist somit aufgehoben. ...
4.3.5. AT+SCAN AT+SCAN Mit dem Kommando AT+SCAN kann der Central in der Umgebung nach aktiven und unverbundenen LinTech LowEnergy SPP Geräten gesucht werden. Ziffer Beschreibung 1 Listet alle LinTech LowEnergy SPP Module in der Umgebung auf. Der Kommandostring AT+SCAN=1 führt zu einer Auflistung sämtlicher LinTech LowEnergy SPP Module in der Umgebung, welche für einen Verbindungsaufbau zur Verfügung stehen. Ausgegeben wird hierbei der Name und die Bluetooth Adresse der entsprechenden Geräte. Die Ausgabe erfolgt dabei folgendermaßen: Device:[zweistellige Zählnummer] Name:[Gerätename] Adresse: [16Bit NAP Hexadezimal] [8Bit UAP Hexadezimal] [24Bit LAP Hexadezimal] 4.3.6. AT+CONN AT+CONN Mit dem Kommandostring AT+CONN kann die Verbindung zu einem ausgewählten LinTech LowEnergy SPP Modul hergestellt werden. Das Gerät wird hierbei über die Bluetooth‐Adresse eindeutig identifiziert. Wird eine Verbindung mit einem Peripheral hergestellt, ist dieses mit dem Central gekoppelt, so dass nach einem Reset die Verbindung automatisch wiederhergestellt wird. Die Auswahl des gewünschten Moduls kann auf zwei Arten erfolgen, entweder über die Eingabe der kompletten Bluetooth Adresse oder über die Auswahl aus der Liste, der vorher mit AT+SCAN=1 gescannten Geräte. Die Eingabe des AT‐Kommandos samt Bluetooth Adresse erfolgt folgendermaßen: AT+CONN=[16Bit NAP Hexadezimal] [8Bit UAP Hexadezimal] [24Bit LAP Hexadezimal] <CR> Wird vor dem Verbindungsaufbau ein Scan durchgeführt, kann die Kopplung wie folgt stattfinden: AT+CONN=d[zweistellige Zählnummer] <CR> Über das Kommando „AT+CONN=?“ können zusätzlich zu jeder Zeit Informationen zum aktuellen Verbindungsstatus abgefragt werden. 4.3.7. AT+PKEY ...
4.3.8. AT+Name AT+Name Mit dem Kommandostring AT+Name kann der Gerätenamen des Peripherals geändert werden. Der Central kann den Gerätenamen des Peripherals nur bei einer bestehenden Verbindung ändern. Eine Änderung direkt über die UART‐Schnittstelle des Peripherals ist dagegen zu jeder Zeit möglich. Die Eingabe des AT‐Kommandos erfolgt folgendermaßen: AT+NAME=[NAME] <CR> 4.3.9. AT+UART AT+UART Die Verbindungseinstellungen der UART Schnittstelle können mit dem Kommandostring AT+UART flexibel zur Laufzeit gewählt werden. Die Eingabe des AT‐Kommandos samt Parametern erfolgt folgendermaßen: AT+UART=[UART Baudrate],[Stoppbits],[Parität] <CR> Die möglichen Eingabewerte sind dabei den folgenden Tabellen zu entnehmen. Tabelle 3: UART Baudrate Baudrate Wert 2400 0 9600 1 19200 2 57600 3 115200 4 Tabelle 4: Stoppbits Funktion Wert Ein Stoppbit 1 Zwei Stoppbits 2 ...
Werkseinstellungen: Einstellungen Werte Connection Intervall 8ms Slave Latency 0 Advertising Intervall 20 ms Baudrate (bps) 9600 Datenbit 8 Parität No Stoppbit 1 Hardware Fluss Steuerung Ja Betriebsmodus Peripheral Name BLE RS232 Passkey für Verbindungsaufbau 123456 Tx Power 4 Verwendung des AT‐Kommandos erfolgt folgendermaßen: AT+RESE=1<CR> 4.3.11. AT+RSSI AT+RSSI Mit dem AT‐Kommando AT+RSSI=? kann der aktuelle Received Signal Strength Indicator kurz RSSI bei einer bestehenden Verbindung abgefragt werden. Der RSSI kann Auskunft darüber geben wie gut eine Verbindung ist und wie weit ungefähr das verbundene Modul vom eigenen Standort entfernt ist. ...
Stromversorgung über die DTR‐Signalleitung nicht (RTS ist wegen Kommandomodus deaktiviert) so muss hier auch noch RTS hinzugeschaltet werden. Fängt das Modul anschließend nicht wieder an zu blinken, so sollte die COM‐Schnittstelle erst deaktiviert und anschließend wieder aktiviert werden. 4.3.13. AT+SEND AT+SEND Sämtliche AT‐Kommandos können auch über die BLE Schnittstelle an ein verbundenes Peripheral übertragen werden. Das Peripheral führt diese Kommandos aus und bestätigt die Ausführung (insofern nach Ausführung möglich) über die BLE Schnittstelle mit einem P_OK oder einem P_ERR. Die Kommandos werden dabei wie in den obigen Abschnitten beschrieben verwendet, lediglich der Kommandoteil „AT+“ entfällt bei der Verwendung von AT+SEND. Beispieleingabe für die Veränderung der Sendeleistung beim Peer: AT+SEND=TXPO=7<CR> Bestätigung vom Peer: P_OK<CR><LF> 31 ...