3.3 Rohrverlegung und Befestigung
Rohrleitungen im Fußbodenaufbau sind kreuzungsfrei zu planen. Die Leitungen sollten mög-
lichst geradlinig, achs- und wandparallel erfolgen. Leitungskreuzungen führen in der Regel zu
größeren Aufbauhöhen. Eine sorgfältige Planung kann dies vermeiden. Rohrschellen und Befes-
tigungsmaterialien für das MAINPRESS Verbundrohrsystem dürfen nur verwendet werden, wenn
diese für den Rohrwerkstoff und den Rohrdurchmesser geeignet sind. Anforderungen bezüglich
Schallschutz und Längenausdehnung sind zu beachten.
•
Bei der Befestigung ist das Gesamtgewicht der Anlage während der Funktion zu berück-
sichtigen. Befestigungsabstände finden Sie in der Systemdatenübersicht (siehe Punkt 2.1).
•
Mauer- und Deckendurchführungen sind so auszuführen, dass die Vorschriften in den Be-
reichen Brand- und Schallschutz in Gebäuden eingehalten werden.
•
Ein direkter Kontakt zu Mauer- und Betonteilen ist nicht zulässig.
•
Fittings und MAINPRESS Verbundrohr sind vor äußeren Einflüssen, wie agressiven Medien
und Stoffen, UV-Strahlen und salzhaltiger Luft zu schützen.
•
Die Abdichtungen von Mauer- und Deckendurchführungen sind, je nach Anwendungsfall,
nach den Vorschriften für Brand- und Schallschutz sowie nach den anerkannten techni-
schen Regeln auszuführen.
Rohre eingegossen im Estrich oder im Beton
Durch die relativ niedrigen Ausdehnungskräfte der Rohre sind bei der direkten Einbettung in
Beton oder Estrich keine Kompensationsmaßnahmen erforderlich. Durch die plastische Verform-
barkeit von Merschicht-Verbundrohren werden die entstehenden Kräfte durch die Rohrwand
aufgefangen, jedoch sind die Anforderungen an den Wärme- und Trittschallschutz zu beachten.
Rohre im Fußbodenaufbau
Dadurch, dass sich MAINPRESS Mehrschichtverbundrohre innerhalb der Dämmung ohne
großen Widerstand axial bewegen können, müssen die zu erwartenden Längenänderungen in
rechtwinklige Umlenkungen in der Dämmschicht aufgefangen werden. Bereits im Boden verleg-
te und isolierte Rohrleitungen sind während der Bauphase vor Beschädigungen zu schützen. Vor
der Fertigstellung des Bodenaufbaues ist zu prüfen, ob isolierte auf dem Boden verlegte Rohre
nicht beschädigt sind. Beschädigungen sind zu beseitigen, damit der Wärme- und Schallschutz
gewährleistet bleibt.
Bei der Verlegung von Rohren über dem Boden sollten folgende Grundsätze beachtet werden:
•
Rohrleitungen wärmegedämmt und schallentkoppelt verlegen
•
Rohrquerungen möglicht vermeiden
•
Rohrleitungsverlegung parallel zu Wänden
•
Rechtwinklige Einmündung der Rohrleitungen in angrenzende Wände
•
Maximale Breite der Rohrstränge 120 mm
•
Mindestabstand zwischen Rohrleitungen und Wänden in Fluren: 200 mm
•
Mindestabstand zwischen Rohrleitungen und Wänden im Wohnbereich: 500 mm
•
Rohrführung durch Estrich-Ausdehnungsfugen mit Wellrohr oder alternativ mit Rohrdäm-
mung 6 mm (als Gleitlager) umhüllen.
14
MAINCOR – Technisches Handbuch MAINPRESS 2017