Aufbau- und Bedienungsanleitung
Dauerbrandofen-Kaminofen
HARK 91 GT ECOplus
Die Aufbau- und Bedienungsanleitung ist vor Beginn aller
Arbeiten aufmerksam zu lesen und zu beachten. Nicht beachtung
kann zur Beeinträchtigung der Sicherheit und zum Erlöschen
der Gewährleistung führen!
Weiterhin sind sämtliche, die Aufstellung und Installation von Kamin-
öfen betreffenden Vorschriften und Normen unbedingt zu beachten
(z.B. Bauordnung des einzelnen Bundeslandes, Feuerungs verordnung,
DIN V 18160 Teil 1 und Teil 2 für Schornsteine, EN 13384 für
Schornsteinberechnungen, EN 13240 für Kaminöfen sowie örtliche
Vorschriften). Um die Einhaltung der genannten Normen und Vorschriften
zu gewährleisten, ist vor der Installation des Kaminofens der zuständige
Schorn stein fegermeister zu informieren. Er wird Sie beraten und den
ordnungsgemäßen Anschluss des Kaminofens prüfen.
Räumliche Voraussetzung
Voraussetzung für den Aufbau des Kaminofens ist eine ebene, tragfähige
Stellfläche, die aus nicht brennbaren Baustoffen besteht oder durch eine
nicht brennbare Unterlage geschützt sein muss. Die Unterlage ist so zu
bemessen, dass sie vor dem Ofen mindestens 50 cm und an den Seiten
mindestens 30 cm über die Feuerraumöffnung bzw. Grundfläche des
Ofens hinausragt. Im HARK- Zubehörprogramm finden Sie hierfür geeig-
nete Boden platten. Von der Rückseite und den Seitenflächen des Kamin-
ofens ist ein Wandabstand von 20 cm einzuhalten.
Im Strahlungsbereich des Brennraumes muss zu brennbaren Bauteilen,
Möbeln, Dekostoffen und ähnlichem ein Mindest abstand von 80 cm ein-
gehalten werden (gemessen von der Vorderkante der Feuerraumöffnung).
Der Abstand kann auf 40 cm verringert werden, wenn ein beidseitig hin-
terlüfteter Strahlungsschutz vorhanden ist. (Abb. A)
Abbildung A
Verbrennungsluftzufuhr
Da Kaminöfen raumluftabhängige Feuerstätten sind, die Ihre Verbren-
nungsluft aus dem Aufstellraum entnehmen, muss der Betreiber für
ausreichende Verbrennungsluftzufuhr sorgen! Kaminöfen der Bauart
A 1 (selbstschließende Feuerraumtür) benötigen ein Raumvolumen von
mindestens 4 m
3
pro Kilowatt Nennwärmeleistung. Bei kleineren Räumen,
abgedichteten Fenstern und Türen oder sonstigen Beeinträchtigungen
einer ausreichenden Luftzufuhr (zum Beispiel weitere Feuerstätten,
mechanische Entlüftungen), muss für eine zusätzliche Frischluftzufuhr
gesorgt werden, z. B. durch den Einbau einer Luftklappe in der Nähe
des Kaminofens oder die Verlegung einer Verbrennungs luftleitung nach
außen oder in einen gut belüfteten Raum (aus genommen Heizungskeller).
Beim Betrieb mehrerer Feuerstätten in einem Aufstellraum oder in einem
Luftverbund ist für jede Feuerstätte eine separate Verbrennungs luftleitung
zu erstellen oder eine Leitung entsprechend groß zu di mensionieren.
Eine Küchendunstabzughaube im Abluftbetrieb, die sich im Raum-
luftverbund mit dem Kaminofen befindet, kann den Betrieb der
Feuerstätte ebenfalls be einträchtigen, da sie dem Raumverbund
große Mengen Luft entzieht. Diese Luft muss dem Raumverbund
durch eine entsprechend große Verbrennungsluftleitung wieder
zugeführt oder die Dunstabzughaube muss mit einem Fenster-
kontaktschalter versehen bzw. auf Umluft umgerüstet werden.
Insbesondere bei fugendichten Fenstern und Türen ist für aus-
reichende Verbrennungsluft zu sorgen!
Wahlweise ist der Kaminofen Hark 91 GT ECOplus mit einer externen
Verbrennungsluftzufuhr lieferbar. Die Verbrennungsluft wird dem nach
nicht aus dem Aufstellraum entnommen, sondern dem Brennraum
direkt über eine Verbrennungsluftleitung zugeführt. Dieser Kamin ofen
ist daher auch für Niedrigenergiehäuser geeignet, in denen eine
ausreichende Verbrennungsluftversorgungdurch Fugenundichtigkeiten
nicht
gewährleistet
ist.
muss ein Durchbruch in der Außenwand des Hauses vorgesehen
werden. Die Verbindung vom Anschlussstutzen an der Außenwand
(Innenseite) wird mit Hilfe von Aluflexrohren (Ø 125 mm),
die im Hark-Zubehörprogramm erhältlich sind, mit dem Stutzen für die
externe Verbrennungsluftzufuhr am Kaminofen verbunden.
Bitte beachten Sie, dass die Verbrennungsluftleitung und das
Gitter in der Außenwand regelmäßig auf Verunreinigungen zu prüfen sind.
Laubreste, Pollen oder Spinnenweben können die Verbrennungsluftlei-
tung derart zusetzen, dass der Feuerstätte nicht mehr genügend Verbren-
nungsluft zugeführt wird und es somit zu erheblichen Funktionsbeein-
trächtigungen kommen kann.
Schornstein und Rauchrohranschluss
Bei der Installation des Kaminofens müssen die bestehenden Gesetze
der Landesbauordnung, örtliche feuerpolizeiliche und baurechtliche Vor-
schriften beachtet werden.
Der Kaminofen muss an einen, für feste Brennstoffe geeigneten, Schorn-
stein angeschlossen werden. Der Schornstein ist entsprechend den An-
forderungen der DIN V 18160 Teil 1 auszuführen und nach EN 13384
zu bemessen.Für den Rauchrohranschluss bietet die Firma HARK im
Zubehör programm komplette Rauchrohrsätze für jeden Kaminofen an.
Die original HARK-Rauchrohre und HARK-Rauchrohrknie ermöglichen
eine einfache Montage des Kaminofens.
Selbstverständlich lässt sich der Schornsteinanschluss auch mit
handelsüblichen Rauchrohren durchführen. Die Rauchrohre sind am
Kaminofen, untereinander und am Schornstein fest gesteckt anzubringen.
Das Rauchrohr darf nicht in den freien Schornsteinquerschnitt
hinein ragen. Sind andere Feuerstätten im gleichen Stockwerk am gleichen
Schornstein angeschlossen, muss der Anschluss mindestens 30 cm
höher oder tiefer liegen als der Anschluss anderer Geräte. Es
empfiehlt sich die Verwendung eines Doppelwandfutters.
Zu temperaturempfindlichen oder brennbaren Materialien
!
ist vom Rauchrohr ein Mindestabstand von 45 cm einzuhalten.
Führt das Rauchrohr durch Bauteile aus brennbaren Baustoffen, so
sind die Bauteile in einem Umkreis von mind. 20 cm durch Brand-
schutzdämmung (z. B. Promasil 950 KS) zu ersetzen.
-1-
im Kamin- & Kachelofenbau
Für
die
Verbrennungsluftversorgung