Viessmann Vitomax HS Typ M73 Bedienungs- Und Serviceanleitung

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Inhaltsverzeichnis
Viesmann
Bedienungs- und Serviceanleitung
für die Fachkraft
Vitomax HS
Typ M73
Typ M75
Typ M93
Typ M95
Hochdruck-Dampferzeuger
VITOMAX HS
Bitte aufbewahren!
5786216 DE
1/2019

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  Verwandte Anleitungen für Viessmann Vitomax HS Typ M73

Keine ergänzenden Anleitungen

  Inhaltszusammenfassung für Viessmann Vitomax HS Typ M73

  • Seite 1 Viesmann Bedienungs- und Serviceanleitung für die Fachkraft Vitomax HS Typ M73 Typ M75 Typ M93 Typ M95 Hochdruck-Dampferzeuger VITOMAX HS Bitte aufbewahren! 5786216 DE 1/2019...
  • Seite 2 Sicherheitshinweise Sicherheitshinweise Bitte befolgen Sie diese Sicherheitshinweise genau, um Gefahren und Schäden für Men- schen und Sachwerte auszuschließen. Erläuterung der Sicherheitshinweise Gefahr Hinweis Dieses Zeichen warnt vor Personenschäden. Angaben mit dem Wort Hinweis enthalten Zusatzinfor- mationen. Achtung Dieses Zeichen warnt vor Sach- und Umwelt- schäden.
  • Seite 3 Funktion gefährdet den siche- tigen Sicherheitsvorschriften einzuhalten. ren Betrieb der Anlage. Das Produkt und seine Bestandteile sind gemäß örtli- Defekte Bauteile müssen durch Viessmann Ori- chen Vorschriften umweltgerecht zu entsorgen. ginalteile ersetzt werden. Besondere Beachtung gilt für die Entsorgung von Wär- medämmstoffen und gasseitigen Dichtungen.
  • Seite 4 Sicherheitshinweise Sicherheitshinweise (Fortsetzung) Allgemeine Hinweise Kessel bei sicherheitsrelevanten Schäden sofort Störungen ■ außer Betrieb nehmen. Austausch von Ersatzteilen ■ Sicherheitsrelevante Anweisungen einhalten. ■ Reparaturen Der Zustand der Anlage nach einem Schadenfall darf vor der Untersuchung nur geändert werden zur Ret- Auftretende Mängel sofort fachgerecht beheben, z.
  • Seite 5: Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1. Information Symbole ....................Beachten ....................Bezeichnung Kesseltypen ..............Bestimmungsgemäße Verwendung ............Anlagen mit Betriebstemperaturen 110 °C ......... > 2. Funktionen Aufstellungsüberblick ................Beschreibung ausgewählter Komponenten einer Dampferzeugeran- lage ......................10 Niveau-Elektroden .............. 10 ■ Sicherheitsventil ................11 ■...
  • Seite 6 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis (Fortsetzung) 7. Instandhaltung und Instandhaltung ..................31 Inspektion Allgemeine Anforderungen ..............31 ■ Arbeiten an Kesselanlagen ..............31 ■ Inspektion ....................31 Sicheres Befahren des Dampferzeugers ..........31 ■ Inspektionen ..................32 ■ 8. Erstinbetriebnahme, Arbeitsschritte - Erstinbetriebnahme, Inspektion und Wartung ....33 Inspektion, Wartung 9.
  • Seite 7 Information Symbole Die Arbeitsabläufe für die Erstinbetriebnahme, Inspek- Symbol Bedeutung tion und Wartung sind im Abschnitt „Erstinbetrieb- Verweis auf anderes Dokument mit weiter- nahme, Inspektion und Wartung“ zusammengefasst führenden Informationen und folgendermaßen gekennzeichnet: Arbeitsschritt in Abbildungen: Symbol Bedeutung Die Nummerierung entspricht der Reihen- Bei der Erstinbetriebnahme erforderliche folge des Arbeitsablaufs.
  • Seite 8 Information Bestimmungsgemäße Verwendung Das Gerät darf bestimmungsgemäß nur in geschlosse- Jede andere Verwendung ist nicht bestimmungsge- nen Heizsystemen, unter Berücksichtigung der zuge- mäß. Daraus resultierende Schäden sind von der Haf- hörigen Montage-, Service- und Bedienungsanleitun- tung ausgeschlossen. gen installiert und betrieben werden. Das Gerät ist ausschließlich vorgesehen für die Dampferzeugung Darüber hinausgehende Verwendung ist vom Herstel- und Erwärmung von Wasser gemäß...
  • Seite 9: Aufstellungsüberblick

    Funktionen Aufstellungsüberblick wUwI wTwZ Abb. 1 Beispiel Aufstellungszeichnung. Auftragsbe- zogene Abweichungen des Lieferumfangs sind möglich. Hinweis Absperrventil Entlüftung (optional) CE - zugelassener Kessel mit bauseits montiertem Absperrventil Dampf Zubehör. Auftragsbezogene Abweichungen des Liefer- Absperrventil Speisewasser umfangs sind möglich. Rückschlagklappe Speisewasser Absperrventil Abschlammung Kesselbedienbühne mit Leiter (optional) Abschlammventil...
  • Seite 10: Beschreibung Ausgewählter Komponenten Einer Dampferzeugeranlage

    Funktionen Beschreibung ausgewählter Komponenten einer Dampferzeugeranlage Detaillierte Angaben Herstellerunterlagen der einzelnen Komponen- Niveau-Elektroden Wasserstandregelung stetig modulierend Niveau-Elektrode für kontinuierliche und lastabhängige Befüllung des Dampferzeugers Funktion Arbeitsweise Bedienhinweise Kontinuierliche Wasserstandregelung, beste- Wasserstand weicht vom Regler gibt Impuls an Speise- hend aus: Sollwert ab.
  • Seite 11: Sicherheitsventil Wp

    Funktionen Beschreibung ausgewählter Komponenten einer… (Fortsetzung) Niedrigst-Wasserstand (NW-Elektrode/Low Water Level LWL Niveau-Elektrode zur Absicherung gegen Wasserman- Funktion Betriebszustand Bedienhinweise Selbstüberwachende Normaler Brennerbetrieb ist freigegeben. Wassermangelsiche- Wasserstand Sicherheitskette ist geschlossen. rung, bestehend aus: Elektrode taucht in leitfähiges Kesselwasser ein. Erfasst nied- 2 Niveau-Elektroden ■...
  • Seite 12: Absperrventil Dampf Ww

    Funktionen Beschreibung ausgewählter Komponenten einer… (Fortsetzung) Absperrventil Dampf Funktion Bedienung Bedienhinweise Hauptabsperrung des Dampferzeu- Dampffreigabe oder Ab- Langsam öffnen, um Dampfschläge zu ver- gers zur Dampfversorgung schiebern des Dampferzeu- meiden. gers Tab. 6 Abschlammung Funktion: Periodische Ausschleusung von Ablagerun- gen aus dem Kessel Arbeitsweise Bedienhinweise Regelmäßige automatische...
  • Seite 13: Drucküberwachungseinrichtung

    Funktionen Beschreibung ausgewählter Komponenten einer… (Fortsetzung) Arbeitsweise Bedienhinweise Regelmäßige Betriebskontrollen. Landesspezifische Ventil wasser- und dampfseitig schließen Vorschriften beachten. Spülventil öffnen, entleeren und Dichtheit der Ventile prü- Ventil wasserseitig öffnen, auf Ausblasegeräusch achten Ventil wasserseitig schließen Ventil dampfseitig öffnen, auf Ausblasegeräusch achten Ventil dampfseitig offen lassen Spülventil schließen Ventil wasserseitig öffnen...
  • Seite 14: Probenkühler Rz

    Funktionen Beschreibung ausgewählter Komponenten einer… (Fortsetzung) Probenkühler Funktion Bedienhinweise Entnahme von Wasser- Folgende Werte messen und im Betriebsbuch dokumentieren: proben für Vergleichsmes- pH-Wert ■ sung Resthärte ■ p-Wert (Wert zur Feststellung der freien Alkalität) ■ m-Wert (Wert zur Feststellung der gesamten Alkalität) ■...
  • Seite 15: Außerbetriebnahme

    Außerbetriebnahme und Konservierung Außerbetriebnahme Außerbetriebnahme ist das Ausschalten der Anlage Falls eine Druckabsenkung über einen zusätzlichen über den Leistungsschalter am Schaltschrank. Die Druckregler vorhanden bzw. über die Speicherpro- Dauer der Außerbetriebnahme bestimmt die Maßnah- grammierbare Steuerung (SPS) möglich ist, kann der men zur Konservierung, die in diesem Kapitel Kessel mit max.
  • Seite 16: Tage

    Außerbetriebnahme und Konservierung Außerbetriebnahme (Fortsetzung) Betriebsunterbrechung 3 Tage > Behandlung der Wasserseite 2. Hinweis Zur Vermeidung von Sauerstoffkorrosion Sauer- Trockenkonservierung stoffbindemittel, z. B. Natriumsulfid, nach Herstel- lerangaben ins Kesselwasser mischen. Hinweis Keine kurzfristige Wiederinbetriebnahme möglich. Sauerstoffbindemittel z. B. durch thermische oder mechanische Umwälzung, gründlich mit dem Kes- Anwendungsfälle: selwasser vermischen.
  • Seite 17 Außerbetriebnahme und Konservierung Außerbetriebnahme (Fortsetzung) Überschuss von Natriumsulfid Füllwasserart für Dampfer- Stillstandsdauer Natriumsulfidgehalt Na Zusatz an Natriumsulfid zeuger in Konservierungslösung Wasserfrei Kristallisiert mg/l Salzarm, vollentsalzt oder 1 Woche 20 - 50 20 - 50 40 - 100 Kondensat 1 Monat 100 - 200 100 - 200 200 - 400...
  • Seite 18: Hinweise Zur Wartung

    Eine vorschriftsmäßige Wartung sichert den störungs- freien, effizienten und umweltschonenden Anlagenbe- trieb: ■ Vorgeschriebene Wartungsintervalle einhalten ■ Nur autorisierte Unternehmen beauftragen: Viessmann Industrial Service (siehe Kontaktdaten) – Andere autorisierte Fachbetriebe – Vermeidung überhöhter Abgastemperaturen Überhöhte Abgastemperaturen verschlechtern den Empfehlung Wirkungsgrad der Anlage Ständige Überwachung der Abgastemperatur mit...
  • Seite 19: Richtwerte Für Die Wasserbeschaffenheit

    Kessellebensdauer wird verlängert. Eine Chemische Wasseraufbereitung in der Kesselan- ■ Reparatur- und Instandsetzungskosten werden lage einsetzen. gesenkt. Angebot von Viessmann anfordern. Vorteile durch Nutzung einer Chemischen Wasser- Hinweis aufbereitung Die Einhaltung der folgend genannten Anforderungen Die vorgeschriebenen Richtwerte und Wasserver- ist Voraussetzung unserer Gewährleistungsverpflich-...
  • Seite 20: Anforderungen An Salzhaltiges Kesselspeisewasser

    Wasserbeschaffenheit Wasseraufbereitungsanlage (Fortsetzung) In Abhängigkeit von Betriebsweise (24 oder 72 Std.) Chemikalienverbrauch ■ und landesspezifischen Vorschriften wird die Einhal- ■ Anfallende Wartungen tung der Anforderungen mit geeigneten Geräten geprüft. Mit dem Betriebsbuch können jederzeit die Betriebs- verhältnisse nachvollzogen werden. Eintragung in Betriebsbuch Messwerte ■...
  • Seite 21 Wasserbeschaffenheit Anforderungen an salzhaltiges Kesselspeisewasser (Fortsetzung) Speisewasserleitfähigkeit S/cm S/cm > µ ≤ µ Zulässiger Betriebsdruck ≤ ≤ > > Phosphat (PO mg/l 10 bis 20 6 bis 15 Kieselsäure (SiO mg/l Druckabhängig, siehe Abb. 2 u. 3 Tab. 18 Detaillierte Angaben EN 12953-10 Zulässige direkte Leitfähigkeit des Kesselwassers in Abhängigkeit vom Druck, Speisewasser-Leitfähigkeit S/cm...
  • Seite 22: Konditionierung

    Wasserbeschaffenheit Anforderungen an salzhaltiges Kesselspeisewasser (Fortsetzung) 15 B 10 B 0,5B Betriebsdruck in bar Abb. 3 Kieselsäuregehalt Diese Ebene der Alkalität ist 20 bar nicht zuläs- > sig. - Wert in mmol/l S 8,2 Empfehlung Alternativ zum Betrieb mit salzhaltigem Kesselspeise- wasser ist auch ein Betrieb mit salzfreiem Kesselspei- sewasser möglich.
  • Seite 23: Probenentnahme Von Wasser Und Dampf

    Wasserbeschaffenheit Anforderungen an salzhaltiges Kesselspeisewasser (Fortsetzung) Hier müssen die einzusetzenden Mengen, Verfahren Abweichung bei der Konditionierung und Analysevorschriften vom Lieferanten der chemi- schen Erzeugnisse spezifiziert werden. Mögliche Ursachen für Abweichung der angegebenen Werte im Dauerbetrieb: Sauerstoff und Kohlendioxid oder Sauerstoffbinde- ■...
  • Seite 24: Probenanalyse

    Tab. 15 u. 16 angegebenen Werten muss Zur kontinuierlichen Überwachung der O - und pH- durch Analysen nachgewiesen werden. Werte und zur Härtekontrolle bei Viessmann ein Ange- Falls die Kesselwassereigenschaften nach anderen bot für Wasseranalysekomponenten anfordern. Normen oder mit Hilfe indirekter Methoden analysiert werden, müssen diese Methoden kalibriert werden.
  • Seite 25: Empfehlung Zur Inbetriebnahme

    Inbetriebnahme Empfehlung zur Inbetriebnahme Für Erstinbetriebnahme zugelassen: Die Erstinbetriebnahme muss innerhalb von 4 Wochen ■ Viessmann Industrial Service GmbH (Kontaktdaten dem Bezirksschornsteinfegermeister gemeldet wer- siehe Seite 30) oder den. ■ Ersteller der Anlage ■ Vom Anlagenersteller benannte zugelassene Fach- Empfohlene Betriebsbedingungen...
  • Seite 26: Inbetriebnahme Der Speisewasserpumpen

    Inbetriebnahme Ablauf der Erstinbetriebnahme (Fortsetzung) Inbetriebnahme der Speisewasserpumpen Pumpen mit Fördermedium auffüllen ■ Pumpen einschalten und Drehrichtung prüfen ■ ■ Bei der Erstbefüllung des Kessels auf Betriebsdruck Pumpen einregulieren. Zulaufdruck muss niedriger als max. Betriebsdruck sein ■ Trockenlaufschutz auf Aktivität und Funktion prüfen Kessel mit Speisewasser füllen Prüfen: Entlüftung ist offen und Entleerung geschlossen...
  • Seite 27: Inbetriebnahme Des Brenners

    Inbetriebnahme Ablauf der Erstinbetriebnahme (Fortsetzung) Inbetriebnahme des Brenners Voraussetzung Geforderte Gaswarneinrichtungen müssen funktions- Brennstoffversorgung ist frei geschaltet. tüchtig sein. Während der Brennerinbetriebnahme dür- ■ ■ Bei Gasfeuerung: fen sich keine unbefugten Personen im Kesselhaus – Freigabe der Gaseinspeisung muss vom örtlichen befinden.
  • Seite 28: Kontrolle Der Wasserseitigen Verschlüsse

    Inbetriebnahme Ablauf der Erstinbetriebnahme (Fortsetzung) Die max. mögliche Leitfähigkeit des Kesselwassers ist Der Regelwert ist mit dem Betreiber abzustimmen. Die in den Wassernormen festgelegt, z. B. EN 12953-10 Funktion des Grenzwertschalters für die max. Leitfä- oder Kapitel „Richtwerte für die Wasserbeschaffenheit“ higkeit testen, indem der Sollwert abgesenkt wird.
  • Seite 29: Empfehlung Zur Überwachung

    ■ Pro 6 Monate/12 Monate Diese Prüfungen nach Möglichkeit vom Service- dienst eines Fachbetriebs ausführen lassen, z. B. dem Viessmann Industrieservice oder dem Hersteller der Kesselanlage, des Brenners oder durch die Was- seraufbereitungsfirma. Betriebsbuch Das Betriebsbuch ist der zugelassenen Überwa- ■...
  • Seite 30 Überwachung Verhalten bei betrieblichen Störungen (Fortsetzung) Eine Verpuffung ist aufgetreten oder im Feuerungs- Kontaktdaten Viessmann Industrial Service GmbH ■ betrieb sind Unregelmäßigkeiten erkennbar. Telefon: +49 180 3843776 ■ Ein Mediumaustritt ist am Kesseldruckteil erkennbar. E-Mail: industrialservice@viessmann.com Bestehen für Kessel sicherheitsrelevante Zustände (siehe Seite 4), so sind diese von parallel geschalteten Kesseln abzusperren.
  • Seite 31: Instandhaltung Und

    Instandhaltung und Inspektion Instandhaltung Allgemeine Anforderungen Mit Instandhaltungsarbeiten darf erst begonnen wer- Hilfsmittel, wie Dicht-Pasten oder Trennmittel dürfen im den, nachdem die dafür zuständige Person folgende Regelfall nicht verwendet werden. Ausnahmen erfor- Punkte unternommen hat. dern die Zustimmung des Dichtungsherstellers. Dich- ■...
  • Seite 32: Inspektionen

    Instandhaltung und Inspektion Inspektion (Fortsetzung) Der Dampferzeuger und die Züge sind gut zu lüften. Leuchten dürfen nur mit Schutzkleinspannungen bis Speziell der Beginn des Dampferzeugerbefahrens 42 V betrieben werden. muss von der dafür zuständigen Person angeordnet Für elektrische Handgeräte gilt die gleiche Vorschrift. werden.
  • Seite 33: Erstinbetriebnahme

    Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Arbeitsschritte - Erstinbetriebnahme, Inspektion und Wartung Arbeitsschritte für die Erstinbetriebnahme Arbeitsschritte für die Inspektion Arbeitsschritte für die Wartung Seite • • • 1. Anlage in Betrieb nehmen....................34 • • 2. Anlage außer Betrieb nehmen..................35 • 3.
  • Seite 34: Anlage In Betrieb Nehmen

    Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Anlage in Betrieb nehmen Bedienungsanleitungen Brenner und Zubehör 15. Kessel während des Aufheizens so lange am Ent- lüftungsventil entlüften, bis Dampf austritt. Danach das Ventil schließen. 01. Prüfen, ob der eingesetzte Brennstoff für vorlie- gende Anlagenkonfiguration zulässig ist. Hinweis Falls kein Entlüftungsventil im Lieferumfang ent- 02.
  • Seite 35: Anlage Außer Betrieb Nehmen

    Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Anlage außer Betrieb nehmen Gefahr 1. Brenner ausschalten. Das Öffnen von Kesselanschlüssen und -ver- schlüssen, die wasser- und/oder dampfseitig 2. Absperrventile der Ölleitungen (an Tank und Filter) unter Druck stehen, kann zu schwerwiegenden bzw. Gasabsperrhahn schließen. Gesundheitsschäden führen. Wasser- und dampfseitige An- und Verschlüsse 3.
  • Seite 36: Verschlüsse Der Revisionsöffnungen Abbauen

    Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Verschlüsse der Revisionsöffnungen abbauen 1. Abgaskasten 1. Schrauben der Isolierungsblende lösen und mit Wärmedämmmatte entfernen. 2. Schrauben lösen und Reinigungsdeckel abbauen. 2. Einstieg Flammrohr Schrauben entfernen und Reinigungstür aufschwenken. 3. ECO/Abgashaube (Option) Muttern entfernen und Deckel abnehmen. Abb.
  • Seite 37: Heizfläche Und Abgassammelkasten Reinigen

    Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Heizfläche und Abgassammelkasten reinigen 1. Züge , Flammrohr und Umlenkkammer reini- gen und Verbrennungsrückstände entfernen. 2. Verbrennungsrückstände aus Abgasrohr und Abgasabzug entfernen. Abb. 9 Heizflächen Economiser reinigen 1. Verbrennungsrückstände über die Revisionsöff- nungen entfernen bzw. Reinigungswasser über die Kondensatabläufe am Abgaskasten ablas- sen.
  • Seite 38: Wärmedämmteile Und Dichtungen Prüfen

    Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Wärmedämmteile und Dichtungen prüfen Abb. 12 Dichtungen und Wärmedämmteile prüfen, ggf. erneuern. Wirbulatoren einschieben (falls vorhanden) und Kesseltür/-türen schließen 1. Wirbulatoren bis zum Anschlag in 3. Zug ein- schieben. Wirbulatorenzieher benutzen. 2. Kesseltür/-türen schließen. 3. Verschraubungen gleichmäßig mit ca. 20 Nm anziehen, bis die Kesseltüren umlaufend rauch- gasdicht anliegen.
  • Seite 39: Revisionssöffnungen Schließen Und Verschrauben

    Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Revisionssöffnungen schließen und verschrauben Abb. 14 Abb. 15 Anbau in umgekehrter Reihenfolge zur Beschreibung auf Seite 36 "Verschlüsse der Revisionsöffnungen abbauen". Anzugsdrehmoment ca. 20 Nm. Wasserraum auf Ablagerungen prüfen 1. Kesselanlage vollständig entleeren. 3. Dichtflächen und Gewinde der Revisionssöffnung reinigen.
  • Seite 40: Wasserstand Und Anlagendruck Prüfen

    Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Dichtheit der Revisionssöffnungen prüfen (Fortsetzung) Abb. 16 Achtung heiße Oberfläche! Kopfloch Revisionsöffnungen Mannloch Handloch Hinweis Falls optionale Wärmedämmung vorhanden, diese vorher entfernen. Wasserstand und Anlagendruck prüfen Siehe Seite 12f. Sicherheits- und Regeleinrichtungen prüfen Sicherheitsventil prüfen Angaben zum Sicherheitsventil Wasserbeschaffenheit prüfen Ergänzungsmenge und Gesamthärte des Kesselwas- Siehe Kapitel „Richtwerte für die Wasserbeschaffen-...
  • Seite 41: Brenner Einstellen

    Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen Die Feuerungswärmeleistung des Brenners darf die Zur Vermeidung von Schwingungen und Resonan- zulässige Feuerungswärmeleistung des Kessels nicht zen: übersteigen. Den größten Gas- oder Öldurchsatz des ■ Brenner vorschriftsmäßig einstellen. Brenners auf die Nenn-Wärmeleistung des Kessels ■...
  • Seite 42 Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen (Fortsetzung) Ermittlung Faktor f 0,765 0,755 0,745 0,735 0,725 0,715 0,705 0,695 0,685 0,675 Betriebsdruck in bar Abb. 17 M75C Mit ECO 2 Mit ECO 1 Ohne ECO Berechnung Feuerungswärmeleistung Feuerungswärmeleistung in kW = Faktor f x Nenn-Dampfmassenstrom in kg/h Beispiel: Nenn-Dampfmas- 10.000 kg/h M75C...
  • Seite 43 Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen (Fortsetzung) Flammrohrtemperatur-Überwachung (FTÜ) Weiterhin ist eine zusätzliche Überwachung der Gemäß den Anforderungen der DIN EN 12953-3 ist Betriebsbedingungen erforderlich, wenn der lichte unter folgenden Bedingungen eine Flammrohrtempe- Flammrohrdurchmesser bei Glattrohren bzw. der mitt- ratur-Überwachung (FTÜ) erforderlich: lere Flammrohrdurchmesser bei Wellrohren ■...
  • Seite 44 Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen (Fortsetzung) Kesselgröße 23 bar mbar 10,0 10,5 Ohne ECO 5 bar mbar 11,3 11,2 ■ 23 bar mbar 11,5 10,8 11,7 13,8 13,7 Typ M75C Kesselgröße Nenn-Dampfmassenstrom bei Erd- gas-Betrieb Nenn-Dampfmassenstrom bei HEL-Betrieb 14,4 Flammrohrabmessungen Durchmesser Glattrohr- innen...
  • Seite 45 Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen (Fortsetzung) Kesselgröße Ohne ECO 5 bar mbar 10,1 11,2 12,2 12,0 11,3 13,1 11,6 ■ 23 bar mbar 11,9 13,2 14,4 14,1 13,4 15,4 13,6 Typ M75C - Fortsetzung Kesselgröße Nenn-Dampfmassenstrom bei Erd- gas-Betrieb 31,5 Nenn-Dampfmassenstrom bei HEL-Betrieb 15,7 17,3...
  • Seite 46 Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen (Fortsetzung) Kesselgröße Ohne ECO 5 bar mbar ■ mbar 10,2 23 bar Typ M93B Kesselgröße Nenn-Dampfmassenstrom 1,65 Flammrohrabmessungen Durchmesser Glattrohr- innen ■ Wellrohr- innen ― ― ■ Einsatzgrenze Glattrohr > > Länge 1710 1910 2130 2325 2535 2800...
  • Seite 47 Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen (Fortsetzung) Typ M95B Kesselgröße Nenn-Dampfmassenstrom bei Erd- gas-Betrieb Nenn-Dampfmassenstrom bei HEL-Betrieb Flammrohrabmessungen Durchmesser Glattrohr- innen 1056 1106 1156 1231 1306 1381 1431 ■ Wellrohr- innen 1050 1100 1150 1225 1300 1375 1425 ■ Einsatzgrenze Glattrohr Länge 3375 3625...
  • Seite 48 Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen (Fortsetzung) Typ M95B - Fortsetzung Kesselgröße Nenn-Dampfmassenstrom bei Erd- gas-Betrieb 31,5 Nenn-Dampfmassenstrom bei HEL-Betrieb 18 18,5 18,7 23,6 24,4 24,4 Flammrohrabmessungen Durchmesser Glattrohr- innen 1506 1556 1606 – – – – – ■ Wellrohr- innen 1500 1550 1600...
  • Seite 49 Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen (Fortsetzung) Hinweis Bei Heizöl EL wird ab Kesselgröße C mit und ohne ECO die zul. Feuerungswärmeleistung gemäß DIN EN 12953-3 auf 18 MW begrenzt. Abb. 18 Flammrohrabmessungen Hinweis Den größten Gas-/Öldurchsatz des Brenners auf die erforderliche max.
  • Seite 50 Erstinbetriebnahme, Inspektion, Wartung Brenner einstellen (Fortsetzung) Typ M93B Kesselgröße Rauchgasvolumen Mit ECO 2 m³ 1,66 1,86 2,43 2,72 3,31 3,97 4,74 ■ Mit ECO 1 m³ 1,69 1,90 2,48 2,77 3,37 4,04 4,83 ■ Ohne ECO m³ 1,61 1,81 2,36 2,64 3,21 3,85...
  • Seite 51: Störungsbehebung

    Störungsbehebung Diagnose Störung/Verhalten Störungsursache Maßnahme der Anlage Brenner läuft nicht an. Keine Spannung vorhanden. Hauptschalter einschalten. Sicherheitskette hat ausgelöst. Sicherheitseinrichtung prüfen. Brennerstörlampe leuchtet auf. Entriegelungstaste am Brennersteuerge- rät drücken. Brennstoffzufuhr ist unterbrochen. Absperrarmaturen in der Brennstoffleitung und Filter auf Durchgängigkeit prüfen. Sonstige Störungen nach Anweisung des Brennerherstellers beheben.
  • Seite 52 Störungsbehebung Diagnose (Fortsetzung) Störung/Verhalten Störungsursache Maßnahme der Anlage Wasserstandbegren- Starke Wasserstandsschwankungen durch Wasser aus Kessel und Speisewasserbe- zer schaltet ab. zu hohe Alkalität. hälter ablassen. Mit aufbereitetem Wasser neu befüllen. Öfter abschlammen. Was- seraufbereitungsanlage prüfen. ist falsch. Elektrodenlänge prüfen und anpassen.
  • Seite 53: Verschleißteile

    Verschleißteile Verschleißteile und Dichtungen Abb. 19 Bestellhinweise Herstell-Nr. des Kessels, Typ und benötigte Anzahl eintragen. Handelsübliche Teile über den örtlichen Fachhan- del beziehen. Bestellblätter Herstell-Nr.: Vitomax HS, Typ M73 Größe Pos. Bauteil Anzahl zahl zahl zahl zahl zahl zahl zahl zahl Packung je Kesseltür Packung je Kesseltür...
  • Seite 54 Verschleißteile Verschleißteile und Dichtungen (Fortsetzung) Vitomax HS, Typ M73 Größe Pos. Bauteil Anzahl zahl zahl zahl zahl zahl zahl zahl zahl Dichtring-Set Kopflochdichtung 225 x 325 mm Herstell-Nr.: Vitomax HS, Typ M75 Größe Pos. Bauteil Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Packung je Kesseltür Packung je Kesseltür Dämmring (optional)
  • Seite 55 Verschleißteile Verschleißteile und Dichtungen (Fortsetzung) Vitomax HS, Typ M93 Größe Pos. Bauteil Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Dämmring (optional) Packung Brenneranschluss Packung Reinigungsdeckel Packung Kesselboden hinten Packung je Revisionsöffnung Handlochdichtung 100 x 150 mm Mannlochdichtung 325 x 425 mm Dichtring-Set Kopflochdichtung 225 x 325 mm Herstell-Nr.:...
  • Seite 56: Checkliste Empfehlung Für Bedienung, Wartung, Prüfung Gemäß Din En

    Checkliste Empfehlung für Bedienung, Wartung, Prüfung gemäß DIN EN 12953-6 Checkliste für Kesselanlage: Dampferzeuger Legende O = Überwachung, Prüfung auf ungewöhnliche Geräusche, Gerüche, sonstiges Ungewöhnliches ■ ■ T = Funktionsprüfung von Ausrüstungsteilen, einschließlich Überwachung Bedienungs-, Wartungs- und Prüfar- Monate Art der Prüfungen (Beispiele) beiten: Std.
  • Seite 57: Vorschlag Zum Prüfumfang Und Zum Prüfintervall

    Checkliste Vorschlag zum Prüfumfang und zum Prüfintervall Anmerkung Der angegebene Umfang der Prüfungen und die Zeit- intervalle sind als Vorschlag des Herstellers anzuse- hen. Eine Anpassung an die Anlage sollte im Rahmen der Inbetriebnahme in Abstimmung mit dem Betreiber, der Überwachungsbehörde und dem Hersteller erfol- gen.
  • Seite 58: Anhang

    Anhang Dampf- und Heißwassererzeuger Kesseltyp: Kesselleistung: Herstell-Nr.: Monat: Jahr: Checkliste der Prüfungen Betriebs- Sicher- Druckreg- Druckbe- Abgaswär- Abgas- Flammen- Feuerung druck heitsventil grenzer metau- klappe bild scher...
  • Seite 59 Anhang Dampf- und Heißwassererzeuger (Fortsetzung) Manometer Wasser- Wasser- Hochwas- Speisewas- Absalzein- Abschlamm- standanzei- standbe- serstand serpumpe richtung ventil grenzer Bemerkungen/Mängel: Unterschriften: Kesselwärter Vorgesetzter Prüfumfang und -intervall entsprechend Tabelle auf Seite 56...
  • Seite 60: Wasseraufbereitungsanlage

    Anhang Wasseraufbereitungsanlage Dampferzeugungsanlage: Monat: Jahr: Checkliste der Prüfungen Speisewasser Elektr.-Leitfä- Temperatur Aussehen pH-Wert bei Restsauer- Sauerstoff- Resthärte higkeit bei 25 °C stoff bindemittel 25 °C S/cm °C mg/l mg/l mmol/l µ...
  • Seite 61 Anhang Wasseraufbereitungsanlage (Fortsetzung) Zusatzwasser Kondensat Kesselwasser Resthärte Elektr.-Leit- pH-Wert Resthärte Elektr.-Leit- pH-Wert Phosphat- Säurekapa- fähigkeit bei 25 °C fähigkeit bei 25 °C überschuss zität (K S 8,2 bei 25 °C bei 25 °C mmol/l S/cm mmol/l S/cm mg/l mmol/l µ µ...
  • Seite 62: Protokolle

    Protokolle Protokolle für Erstinbetriebnahme, Inspektion und Wartung Erstinbetriebnahme Wartung/Service Wartung/Service Durch: Erstinbetriebnahme Wartung/Service Wartung/Service Durch: Erstinbetriebnahme Wartung/Service Wartung/Service Durch: Erstinbetriebnahme Wartung/Service Wartung/Service Durch: Erstinbetriebnahme Wartung/Service Wartung/Service Durch:...
  • Seite 63: Stichwortverzeichnis

    Stichwortverzeichnis Stichwortverzeichnis Konservierung............15 Abgasseitige Konservierung........17 Korrosionsschutz............17 Abgastemperatur............18 Absalzregler............... 27 Abschlammung............12 Leitfähigkeit............ 12, 21, 22 Absperrventil Dampf...........12 Low-NOx-Brenner............41 Absperrventil Entlüftung..........11 – "Harte Flamme"............41 Ammoniak..............17 Anzugsdrehmoment........... 34 Auskochen..............28 Mehrkesselanlage..........17, 25 Außerbetriebnahme........... 35 Äußere Prüfung............32 Nassdampf..............
  • Seite 64 Stichwortverzeichnis (Fortsetzung) Wasserstandanzeiger..........12 Wiederholungsdruckprüfung........32 Wasserstandbegrenzung........... 26 Wirbulatoren............36, 38 Wasserstandregelung..........26 Hersteller: Viessmann Industriekessel Mittenwalde GmbH Berliner Chaussee 3 D-15479 Mittenwalde Telefon: +49 33764 83-0 Telefax: +49 33764 83-202 www.viessmann.com...

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