1.2.2. BEKA Sensorkopf ohne Sockel für Rauchmelder RFM100D
11. Lichtleiter.
12. Leiterplatte mit Rauchkammer, 2 Lithium-Batterien
und Mess µ-Controlller.
13. Führungspins.
14. Rasthaken.
1.3. Funktionsweise
HINWEIS: Rauchmelder mit integrierter Sirene, lösen möglicherweise keinen Alarm aus, wenn das Feuer auf einem anderen Stockwerk ausbricht oder
der Rauch den Rauchmelder aus einem anderen Grund nicht erreicht.
1.3.1. Funkverhalten des Rauchmelders - eingelernt in ein aktives System
Ist der Rauchmelder in ein aktives System eingelernt, das eingeschaltet ist und sich in Funkreichweite befindet, sendet der Melder alle
180 Sekunden ein Statustelegramm an die Zentrale. Dieses wird von der Zentrale ausgewertet und die Zentrale sendet ein
Quittungstelegramm zurück an den Rauchmelder.
Wenn der Rauchmelder das Quittungstelegramm empfangen hat, ist sichergestellt, dass die Zentrale die Information erhalten hat. Der
Rauchmelder sendet die folgenden Statusmeldungen im 180 Sekunden Intervall.
Ändert sich der Status des Rauchmelder, z.B. weil dieser einen entstehenden Brand detektiert hat oder der Rauchmelder von der Decke
entfernt wurde, wird dieser neue Status unmittelbar an die Zentrale gesendet (beim trennen von Melderkopf und Sockel dauert es bis zu 300s
bis der Status Melderausfall von der Zentrale gemeldet wird). Die Zentrale verarbeitet diese Information und sendet ein Quittungstelegramm
zurück an den Rauchmelder. Wenn dieser das Quittungstelegramm erhalten hat, wird die Information nicht erneut gesendet.
1.3.2. Funkverhalten des Rauchmelders - nicht eingelernt oder System deaktiviert
Hat der Rauchmelder ein Funkttelegramm an die Zentrale gesendet und hat nicht das dazugehörige Quittungstelegramm empfangen,
wechselt er in den lokalen Modus (dieser ist in 1.3.3 beschrieben). Gleichzeitig versucht er die Verbindung zur Zentrale wieder herzustellen. In
den ersten 10h nach dem Ausfall der Verbindung versucht er dies alle 3min auf allen 24 Kanälen. Danach vergrößert er die Zeit zwischen den
Suchvorgängen auf allen 24 Kanälen auf 15min um Energie zu sparen. Dadurch kann es bis zu 15min dauern bis nach einem längeren Ausfall
der Verbindung diese wieder hergestellt ist.
Durch jede Zustandsänderung am Rauchmelder, also auch durch Druck auf die Taste, sucht der Melder für die nächsten 10h wieder alle 3min
nach der Zentrale.
Findet der Rauchmelder die Zentrale wechselt er automatisch in den normalen Betrieb wie in 1.3.1 beschrieben.
1.3.3. Lokaler Modus
Hat ein Melder die Verbindung zur Zentrale verloren, so wechselt er in den lokalen Modus.
Der lokale Modus wird durch regelmäßiges, kurzes aufblitzen der gelben LED angezeigt.
Im lokalen Modus versucht der Melder weiterhin die Verbindung mit der Zentrale selbständig wieder herzustellen. Ist die Verbindung mit der
Zentrale wiederhergestellt, verlässt der Melder den lokalen Modus nach spätestens 15 min automatisch und arbeitet wieder normal.
Zeigen ein oder mehrere Melder den lokalen Modus an, dann sollte mit Hilfe der Meldungen der Zentrale der Grund für den
Verbindungsausfall gesucht werden um die Störung zu beseitigen.
Jeder Melder kann aufgrund des integriertem Buzzer im lokalen Modus ähnlich einem nicht vernetzten Rauchwarnmelder arbeiten und bietet
dadurch immer einen Mindestschutz.
Erkennt der Melder einen Brand, so aktiviert er selbständig den Buzzer und die rote LED.
Die akustische Alarm-Meldung kann durch Druck auf den Melderkopf abgeschaltet werden.
ACHTUNG: Nur der Melder der den Brand detektiert hat signalisiert, weitere Melder signalisieren nicht.
2. Montage
2.1. Montagehinweise
HINWEIS: Bei der Montage sind die aktuellen nationalen Richtlinien, Vorschriften und Installationsrichtlinien des VDE (DIN VDE 0833 Teil 2) bzw. des VdS
(Richtlinie 2095) einzuhalten!
VORSICHT!: Bei der Montage dürfen die Bauelemente auf der Leiterplatte nicht berührt oder die Leiterplatte einer mechanischen Kraft ausgesetzt
werden.
Aerosole sind sichtbare Partikel, die nicht von einem optischen Rauchmelder von vergleichbaren Partikeln wie Wasserdampf, Staubpartikeln
und Rauch, der durch Personen (un)bewusst verursacht wird (z.B. Zigarettenrauch), unterschieden werden können.
Zur Vermeidung von Täuschungsalarmen oder Fehlfunktionen sollte der Rauchmelder nicht an den folgenden Orten montiert werden:
• In unmittelbarer Nähe von Feuerstätten und offenen Kaminen.
• In sehr staubiger oder schmutziger Umgebung, da beide Faktoren zur Beeinträchtigung der Detektionsfähigkeit oder zu
Täuschungsalarmen führen können (z.B. in Küche oder Badezimmer).
• In der Nähe von Lüftungsschächten, da der Luftstrom unter Umständen verhindert, dass der Rauch zum Rauchmelder gelangt und dadurch
kein Alarm ausgelöst wird.
• In der Nähe von Lichtquellen, da diese elektromagnetische Störungen erzeugen können, was zu Fehlalarmen führen kann.
• Bereiche mit starkem Insektenbefall. Diese können die Eintrittsöffnungen verschließen, was das Detektionsvermögen beeinträchtigt oder in
die Rauchkammer eindringen, wodurch Fehlalarme entstehen können.
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2.2. Montieren
Der Meldersockel wird mit geeignetem Montagematerial (Dübel und Schrauben) an den vorgesehenen Ort montiert. Zur Montage muss die
Leiterplatte nicht aus dem Sockel entfernt werden. Bei der Auswahl des Montageorts ist darauf zu achten, dass der Deckenkontakt (2) im
montierten Zustand ausreichend weit in den Meldersockel gedrückt wird und auch dort verbleibt.
Die Montage des Melderkopfs auf den Meldersockel erfolgt entweder ohne Demontageschutz (Auslieferzustand) oder mit Demontageschutz
(3) (muss aktiviert werden).
2.2.1. ohne Demontageschutz (Auslieferzustand)
Im Auslieferzustand ist der Demontageschutz nicht montiert. In diesem Zustand kann der Melderkopf ohne Zusatzwerkzeug auf den
Meldersockel geschraubt und entfernt werden.
2.2.2. mit Demontageschutz (Optionnal)
Für den Demontageschutz benötigen Sie das entspechende Set RFA111D mit 35 oder RFA112D mit 75 Demontagestößel. Die darin
enthaltenen Demontagestößel müssen an die dafür vorgesehene Position (3) im Meldersockel montiert werden.
Um den Demontageschutz zu aktivieren, muss der Entnahmeschutz (3) aus der Arretierung im Meldersockel einige Millimeter herausgezogen
werden, bis dieser sich frei bewegen lässt. Wenn der Melderkopf in diesem Zustand auf den Meldersockel geschraubt wird, kann der
Melderkopf nicht ohne Werkzeug (Demontagemagnet) entnommen werden.
Wenn der Demontageschutz wieder deaktiviert werden soll (Auslieferzustand), muss der Entnahmeschutz (3) so weit gedrückt werden, dass
er im Meldersockel einrastet.
Um den Melderkopf auf den Meldersockel zu schrauben, den Melderkopf zentriert auf den Meldersockel setzen und so lange drehen, bis der
Melderkopf in den Meldersockel eintaucht. Danach den Melderkopf noch einige Grad weiter drehen, bis dieser merklich einrastet.
Meldersockel geschraubt und entfernt werden.
2.2.3. Test der Funkreichweite
Hinweise zu diesem Test finden sich in der Bedienungsanleitung der Zentrale: siehe Kapitel Konfiguration der Zentrale / 4.7.4.
Reichweitentest.
Führen Sie einen Test der Funkreichweite durch, bevor Sie den Melder endgültig am geplanten Montagort befestigen.
3. Inbetriebnahme
1. Melderkopf auf den Meldersockel aufschrauben.
Der Meldersockel wird nun mit Spannung versorgt. Bitte beachten, dass solange der Melder nicht eingelernt ist und der Meldersockel und
-kopf montiert sind, dies zum zusätzlichen Verbrauch der Batteriekapazität führt!
2. An der Zentrale den Menüpunkt „Melder lernen" aufrufen, um den Rauchmelder einzulernen.
3. Auf den Melderkopf oder auf den Deckenkontakt drücken.
Der Melderkopf sendet ein Einlernsignal an die Zentrale. Wenn der Rauchmelder in Funkreichweite der Zentrale/Repeater ist, wird dieser
am Bedienteil angezeigt und kann dann in der Zentrale eingelernt werden.
4. Weiteren Anweisungen für mögliche Einstellungen der Errichter-Bedienungsanleitung der Zentrale folgen.
4. Funktionstest
Um Falschalarme zu verhindern, muss das System vor der Prüfung an der Zentrale in den Testmodus versetzt werden.
ACHTUNG: Im Testmode erfolgt keine Branderkennung und keine Alarmierung.
Anwesende Personen sollten darüber informiert werden und die festgelegten Maßnahmen für den Prüfzustand sind einzuleiten.
HINWEIS: Niemals offenes Feuer verwenden, um die Funktionstüchtigkeit des Rauchmelders optisch zu testen.
Im Zuge der jährlichen Wartung, ist ein umfassender Funktionstest durchzuführen.
Rauchmelder kurz mit Prüfspray ansprühen.
Rauchalarm wird ausgelöst.
Der Rauchalarm wird nach der Erkennung durch den Melderkopf unverzüglich an die Zentrale gesendet. Sobald die Zentrale das Funksignal
empfangen und ausgewertet hat, sendet diese ein Quittungstelegramm zurück zum Rauchmelder. Wenn der Rauchmelder dieses empfangen
hat, signalisiert der Rauchmelder den Alarm mit einer roten blinkenden LED (6).
Dieser Zustand bleibt erhalten, bis die Alarmmeldung am Bedienteil der Zentrale zurückgestellt wurde. Da der Rauchmelder im Alarmzustand
nur alle 180 Sekunden den Zustand der Zentrale abfragt, kann es nach der Rückstellung des Alarms bis zu 180 Sekunden dauern, bis die
rote LED (6) ausgeschaltet wird.
Um Falschalarme zu verhindern muss vor Beendigung des Testmodus geprüft werden, dass an allen Meldern die rote LED erloschen ist.
Bei Meldern bei denen die LED noch leuchtet ist der Kopf erneut zu spülen bis die LED erlischt.
5. Wartung
HINWEIS
• Die Wartung ist nach den nationalen Richtlinien und Vorschriften durchzuführen.
• Rauchmelder haben eine begrenzte Lebensdauer daher soll der Turnuswechsel für die Sensorköpfe nach 8 Jahren zwingend eingehalten werden.
Allgemeine Wartungsaufgaben
Alle Funktionen des Rauchmelders werden zyklisch geprüft. Erkennt der Rauchmelder einen Fehler, wird dieser unverzüglich an die Zentrale
übermittelt und an der Zentrale als Störung angezeigt.
Bei einem Ausfall der Funkverbindung wird dies nach spätestens 300 Sekunden von der Zentrale erkannt (Statustelegramm des Melders
bleibt aus) und angezeigt.
Die Batterie kann den Rauchmelder unter normalen Umgebungsbedingungen 10 Jahren lang versorgen, jedoch sollte der 8- jährigen
Turnuswechsel eingehalten werden. Eine vorzeitig schwache Batterie wird an der Zentrale angezeigt.
Wenn die Rauchkammer stark verschmutzt ist oder eine sonstige Störung vorliegt, wird dies ebenfalls an der Zentrale als Störmeldung angezeigt.
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