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RU226
DCF77-Empfangseinheit
Allgemeines DCF77
Die Empfangseinheit RU226 empfängt das Signal des Langwellensenders DCF77. Dieser
Langwellensender steht in Mainflingen bei Frankfurt und dient zur Verbreitung der amtlichen
Uhrzeit der Bundesrepublik Deutschland, das ist die Mitteleuropäische Zeit MEZ(D) bzw. die
Mitteleuropäische Sommerzeit MESZ(D).
Der Sender wird durch die Atomuhrenanlage der Physikalisch Technischen Bundesanstalt
(PTB) in Braunschweig gesteuert und sendet in Sekundenimpulsen codiert die aktuelle Uhrzeit,
das Datum und den Wochentag. Innerhalb jeder Minute wird einmal die komplette Zeitinforma-
tion übertragen.
Die hochkonstante Trägerfrequenz des Zeitsignals beträgt 77.5 kHz. Zu Beginn jeder Sekunde
wird die Trägeramplitude für 0.1 sec oder 0.2 sec auf ca. 25% abgesenkt. Die so entstehenden
Sekundenmarken enthalten binär codiert die Zeitinformation. Sekundenmarken mit einer Dauer
von 0.1 sec entsprechen einer binären "0" und solche mit 0.2 sec einer binären "1". Die Informati-
on über die Uhrzeit und das Datum sowie einige Parity- und Statusbits finden sich in den
Sekundenmarken 17 bis 58 jeder Minute. Durch das Fehlen der 59. Sekundenmarke wird die
Minutenmarke angekündigt.
Sommer- und Winterzeitumschaltungen können automatisch erfolgen. Der Empfang der Uhr-
zeit ist gebührenfrei und nicht anmeldepflichtig.
Datums- und Zeitinformationen können mittels eines Mikroprozessors aus den von der Emp-
fangseinheit ausgegebenen demodulierten Zeitmarken nach dem unten abgebildeten Schema
ermittelt werden.
Aufbau
Das Modul RU226 ist in einem Kunststoff-Spritzgußgehäuse montiert und wird über ein vieradri-
ges Kabel angeschlossen. Es beinhaltet sowohl die Ferritantenne, als auch einen kompletten
Geradeausempfänger. Als Anzeigeinheit beinhaltet der Empfänger ein Modulations- und ein
Feldstärke-LED. Das Gehäuse verfügt über ein doppelseitiges Klebe-Pad für die Montage an
glatten Flächen (z.B. Möbel/Fenster). Als Ausgangssignal werden die demodulierten Zeitmarken
bereitgestellt.
Abb.: Decodierschema
M
Minutenmarke (0,1 s)
R
Aussendung über Reserveantenne
A1
Ankündigung der Zeitumschaltung MEZ nach
MESZ oder MESZ nach MEZ
Z1, Z2
Zonenzeitbits
A2
Ankündigung einer Schaltsekunde
S
Startbit der codierten Zeitinformation
P1, P2, P3
Prüfbits
FUNKUHREN
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Inhaltszusammenfassung für Meinberg RU226

  • Seite 1 P1, P2, P3 Prüfbits Aufbau Das Modul RU226 ist in einem Kunststoff-Spritzgußgehäuse montiert und wird über ein vieradri- ges Kabel angeschlossen. Es beinhaltet sowohl die Ferritantenne, als auch einen kompletten Geradeausempfänger. Als Anzeigeinheit beinhaltet der Empfänger ein Modulations- und ein Feldstärke-LED.
  • Seite 2 Die Stromaufnahme beträgt bei einer 5V-Versorgung ca. 5mA. Polarität der Ausgangsimpulse Nach Abschrauben des Gehäusedeckels des RU226 wird ein Jumper zugänglich, mit dessen Hilfe die Polarität des Ausgangssignals festgelegt werden kann. Dabei ist die Auswahl zwischen high- aktiven (default) und low-aktiven Impulsen möglich. Die folgende Darstellung verdeutlicht die Zuordnung zwischen Jumperstellung und Impulslage.
  • Seite 3 150ms < t < 220ms Empfängerabschaltung Über den Steuereingang "POFF" läßt sich der Empfangskreis des Modules RU226 ab- bzw. einschalten. Die Stromaufnahme reduziert sich dabei auf ca. 1mA bei einer 5V-Betriebsspannung. Wird diese Funktion nicht genutzt, so kann der Eingang unbeschaltet bleiben, wodurch das Modul immer aktiv bleibt.
  • Seite 4 Für einige Anwendungen reicht der Signalpegel des DCF_MARK-Ausgangs nicht aus. In diesen Fällen kann extern ein Optokoppler angeschloßen werden, um die erforderliche Signalamplitude zu erhalten. Um die Funktion der unten dargestellten externen Beschaltung zu gewährleisten, muß sich der Jumper des RU226 in der Default-Stellung befinden (high-aktive DCF_MARK-Impulse). Maße %À€...