Der SD282ST erkennt Feuer in Wohn- oder Geschäftsgebäuden. Er darf
nicht in Industriegebäuden installiert werden.
Der Melder verfügt über die Alarmausgänge ALARM und Sabotage (TMP).
Diese Ausgänge müssen an eine Zentrale angeschlossen werden, die der
Norm EN 50131-3 entspricht.
Der Melder SD282ST kombiniert einen optischen Rauchsensor mit einem
Hitzesensor. Der optische Sensor arbeitet nach dem Streulichtprinzip und
reagiert sehr empfindlich auf größere Partikel, die für dichten Rauch
charakteristisch sind. Im Gegensatz dazu reagiert der Sensor auf kleine
Partikel, die für sauber brennende Feuer typisch sind, weniger empfindlich.
Der Rauchsensor kann vor allem keine Nebenprodukte von sauber
brennenden Flüssigkeiten wie z.B. Alkohol erkennen. Dieses Defizit wird
durch den eingebauten Hitzesensor ausgeglichen. Dieser Sensor reagiert
zwar langsamer im Vergleich zum Rauchsensor, reagiert aber deutlich
besser auf Feuer mit schnell ansteigender Hitze, die nur wenig Rauch
produzieren. Der Mikroprozessor erstellt eine digitale Analyse dieser Werte,
was zu einer erhöhten Immunität gegen Fehlalarme führt.
Erfassungsbereich, Positionierung des Melders
Damit Rauch und Hitze die Sensoren erreichen, ist eine gewisse Luft-
zirkulation nötig. Der SD282ST muss an einer Stelle an der Decke installiert
werden, wo (im Falle eines Feuers) die Rauchmassen in die Richtung des
Melders gedrängt werden. Dies lässt sich in den meisten Gebäuden
verwirklichen. Der SD282ST eignet sich jedoch nicht für die Installation im
Außenbereich oder in Innenräumen mit einer extrem hohen Decke, an der
die Nebenprodukte eines Feuers den Melder nicht erreichen würden.
Der Rauchmelder muss immer in dem Teil des Gebäudes platziert
werden, der zum Ausgang führt (Fluchtweg), siehe Abb 1. In Gebäuden
mit einer Grundfläche von mehr als 150 m
lichen Rauchmelders erforderlich, siehe Abb.2.
3
3
1
2
4
Abb. 1
1-Küche
2-Wohnzimmer
3-Schlafzimmer
4-Kinderzimmer
- Grundabsicherung
- zusätzliche Absicherung
In größeren Gebäuden sollten zusätzliche Rauchmelder in Schlafräumen
und in Räumen mit erhöhten Feuerrisikko installiert werden - siehe Abb.3.
• Installation an einer geraden Decke
Installieren Sie den Melder möglichst in der Mitte des Raumes. Da sich direkt
unterhalb der Decke eine kalte Luftschicht bilden kann, darf der Melder
nicht in die Decke eingelassen werden. Platzieren Sie den Melder nie in
der Ecke eines Raumes (halten Sie immer einen Abstand von mindestens
0,5 m zur Ecke ein) siehe Abb. 4.
• Installation an einer schrägen Decke
Wird der SD282ST direkt unter einem First installiert, der durch zwei schräge
Decken gebildet wird, kann er wie in Abb. 5 gezeigt angebracht werden.
TOP
0.5m
Abb. 5
Mitte des Raumes, beste Position
akzeptable Platzierung
Rauch- und Hitzemelder SD282ST
²
ist die Installation eines zusätz-
3
1
2
4
3
Abb. 2
3
3
1
3
Abb. 3
0,9 m
Abb. 4
• Wände, Raumteiler, Hindernisse und Balkendecken
Der SD280ST muss mindestens 0,5 m von einer Wand oder einem
Raumteiler entfernt installiert werden. In einem engen Raum mit einer
Breite von weniger als 1,2 m muss der Melder mindestens ein Drittel der Breite
des Raumes von der Wand entfernt sein. Im Falle von Trennwänden
(Raumteilern, Regalen), die nicht bis zur Decke reichen, gilt der Raum als
vollständig getrennt, wenn der Abstand zwischen der Trennwand und der
Decke 0,3 m nicht überschreitet. Unter dem Melder wird ein freier Raum von
mindestens 0,5 m benötigt. Unregelmäßigkeiten (einschl. Balken), die 5% der
Deckenhöhe überschreiten, gelten als Wand mit den oben genannten
Konsequenzen.
• Ventilation und Luftzirkulation
Der Melder darf nicht direkt neben einem Lufteinlass installiert werden,
z.B. Lüftungsöffnung der Klimaanlage. Wird Luft durch eine perforierte
Decke zugeführt, so muss der Melder so platziert werden, dass die Belüftungs-
löcher mindestens 0,6 m vom Melder entfernt sind.
• Installieren Sie den Melder nicht an folgenden Stellen:
• Stellen mit schlechter Luftzirkulation (Nische, Ecken, First vom Spitzgiebel)
• Stellen, an denen er Staub, Zigarettenrauch oder Dampf ausgesetzt ist.
• Stellen mit übermäßiger Luftzirkulation (in der Nähe von Ventilatoren,
Hitzequellen oder Lüftungsöffnungen von Klimaanlagen).
• Küchen und anderen Kochstellen (da Dampf, Rauch oder Fettdunst die
Empfindlichkeit des Melders beeinträchtigen könnten).
• Neben fluoreszierenden Leuchten (elektrische Interferenzen können Fehl-
alarme auslösen)
• an Stellen, an denen durch Insekten Fehlalarme ausgelöst werden können
Vorsicht: Die häufigste Ursache für Fehlalarme ist ein falscher
Installationsort. In den Normen CEN/TS 54-14 bzw. DIN 41676
finden Sie detaillierte Installationsrichtlinien.
3
Installation
Abb. 6: 1– Gehäuse öffnen; 2 – Gehäuse schließen; 3 – optische
Statusanzeige; 4 – Pfeil zeigt an, wo der Melder einghängt werden
soll; 5 – Drahtbrücken; 6 – Anschlüsse;
Öffnen Sie den Melder, indem Sie die Gehäuserückseite nach
1.
links drehen.
Schrauben Sie die Gehäuserückseite an der gewünschten Stelle fest.
2.
Stellen Sie die gewünschte Funktion ein – siehe Tabelle unten.
3.
ON
1
OFF
ON
2
OFF
4.
Schließen Sie die Alarmkontakte („ALARM") und die Sabotage-
kontakte („TMP") entsprechend der Anleitung der Alarmzentrale an.
TMP- hat nur NC Funktion
Schließen Sie die Stromversorgung an die 12 V Anschlüsse an.
5.
Schließen Sie das Modul. Der Melder kann nur in einer Position in der
6.
Gehäuserückseite eingehängt werden. Die korrekte Position wird durch
Pfeile auf beiden Gehäuseteilen markiert.
Schließer NO
3
OFF
Rauch (EN 14064) oder
Hitze (EN 54-5)
Öffner NC
4
OFF
3
ON
Speicher EIN
Nur Rauch (EN 14604)
(unempfindlich gegen Hitze)
Speicher AUS
4
OFF
3
OFF
Nur Hitze (EN 54-5)
(unempfindlich gegen Rauch)
4
ON
3
ON
Rauch und Hitze
(beide gleichzeitig)*
4
ON