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Akkuprüf- und Ladegerät ® c u r a t i o Bedienungsanleitung Bauer Daten-Systeme GmbH Krokusstraße 8, D-71034 Böblingen, Telefon 07031 / 673031, Fax 07031 / 674676 eMail info@akkutest.de Internet www.akkutest.de...
Es dürfen nur wiederaufladbare Batterien angeschlossen werden. Sollen Akkuzellen, die einzeln und nicht als Block erworben oder betrieben werden, an dem Akkuprüf- und Ladegerät curatio P4 angeschlossen werden, muss sichergestellt sein, dass jede der Zelle eines Blocks den gleichen Ladezustand und die gleiche Zellenkapazität hat. Das heißt, die Zellen müssen selektiert sein.
Technische Daten Das curatio ist für 230V/50Hz Netzanschluss und optional für Umschaltung 115V/230V Netzanschluss ausgelegt. Angeschlossen werden können bis zu 4 Akkublöcke. Der Anschluss erfolgt über 4 mm Buchsen am curatio . Folgende Akkutypen können entladen oder geladen werden: Nickel-Cadmium-Akkus, Nickel- Metall-Hydrid-Akkus und Knopfzellen jeweils mit 2 - 12 Zellen.
Einführung Das curatio ist ein mikroprozessorgesteuertes Lade- und Entladegerät für den Anschluss von bis zu vier Akkublöcken. Die Akkublöcke können jeweils unabhängig voneinander geladen oder entladen werden. Die Kanäle können unabhängig voneinander für unterschiedliche Akkutypen, Vorgänge und Ströme programmiert werden. Die Bedienung des curatio erfolgt über die vier Tasten "CLEAR"...
Akkuprüf- und Ladegerät einschalten Vor dem Anschluss des Netzsteckers bei Geräten mit Spannungswahlschalter (Option) die Einstel- lung des Schalters auf die richtige Netzspannung prüfen. Das curatio wird über den Netzschalter auf der Geräterückseite aus- und eingeschaltet. Nach dem Einschalten erscheint im Display für ca. 2 Sekunden folgende Meldung: G m b x.x steht für die Versionsnummer der eingesetzten Software.
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Bei einer neu eingesetzten EPROM-Version wird, abhängig von der Version-Nr., ggf. mit dem Text "EEPROM neu geladen" im Display angezeigt, dass die Parameter im EEPROM neu geladen wur- den. Wenn die Meldung "EEPROM neu geladen" angezeigt wird, müssen die Regelparameter, Strö- me und Spannungen am Ladegerät neu abgeglichen werden.
Modeworttabelle Modewort 1. Stelle: Nickel-Cadmium-Akku Nickel-Metall-Hydrid-Akku Bleiakku Knopfzellen Alkali-Mangan-Akku Lithium-Ionen-Akku Entlade/Ladeschlussspannung frei programmierbar Modewort 2. Stelle: Nur laden Nur entladen Entladen-Laden Laden-Entl-Laden Mehrfaches Laden-Entladen-Laden (Formieren) Laden-Entladen-Laden alle xx Tage Beispiel: (6)- Lithium-Ionen-Akku wird (3)- entladen und anschließend geladen. Eingabe prüfen Die programmierten Werte können wie folgt am curatio überprüft werden: Mit der Taste "ENTER"...
Programmierung Für jeden der vier Kanäle kann über die Tasten am curatio der gewünschte Akkutyp, der Vorgang, abhängig vom Akkutyp und Vorgang ggf. die Zellenzahl, die Entladeschlussspannung, die Lade- schlussspannung und der Lade/Entladestrom programmiert werden. Pro Kanal kann ein maximaler Entlade/Ladestrom von 1,3A vorgegeben werden. Der minimale Strom ist 20mA.
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Nachdem der gewünschte Akkutyp gewählt wurde, erneut die Taste "ENTER" betätigen. Es kann nun der gewünschte Vorgang programmiert werden. Die Vorgänge werden durch Betätigen der "+" Taste wie folgt nacheinander angezeigt: Laden, Entladen, Laden-Entl-Laden, Formieren, Ld-Entl-Ld xxTg. Bei "Laden" wird der Akku nur geladen. Bei "Entladen" wird der Akku nur entladen. Bei "Laden- Entl-Laden"...
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Ist die Zellenzahl programmiert, wird mit der Taste "ENTER" zur Programmierung des La- de/Entladestroms gesprungen. Die Lade/Entladeströme sind jeweils gleich. Mit den Tasten "+" oder "-" wird der gewünschte Lade/Entladestrom eingestellt. Der maximale Strom beträgt 1300mA, der kleinste Strom 20mA. Der Strom kann in 5mA Schritten eingestellt werden. Mit der Taste "ENTER"...
Im Programmiermode kann mit Dauerbetätigung der Taste "+" oder "-" eine schnelle Veränderung der Werte ausgeführt werden. Mit der Taste "CLEAR" kann der Programmiermode beendet werden. Die alten programmierten Wer- te bleiben erhalten. Der laufende Lade- oder Entladevorgang wird nicht beeinflusst. Wird im Programmiermode länger als 60 Sekunden keine Taste betätigt, wird der Programmiermode automatisch beendet.
Akkutypen Nickel-Cadmium-Akku. Die Erkennung "Akku geladen" erfolgt bei diesem Akkutyp über die Minus- Delta-U-Methode. Ist der Akku voll geladen, sinkt die Akkuspannung ab. Vom curatio wird dann durch die -Delta/V Methode das Ladeende erkannt. Entladen wird bis zu 0,9V pro Zelle. Die Akkuspannung wird beim Entladen immer unter Last gemessen.
Lithium-Ionen-Akkus. Beim Laden von Lithium-Ionen-Akkus wird mit Dauerladestrom geladen. Zu- nächst wird der Akku mit dem programmierten Strom geladen. Erreicht die Akkuspannung die Lade- schlussspannung von 4,2V pro Zelle, wird der Ladestrom verringert. Der Ladestrom wird entspre- chend der Ladespannung soweit reduziert, dass die Zellenspannung nicht überschritten wird. Entla- den wird bis zu einer Zellenspannung von 2,7V.
Anschluss von Akkublöcken Die Akkublöcke müssen so angeschlossen werden, dass Plus und Minus vom Akku immer auf den "+" und "-" Buchsen vom gleichen Kanal eingesteckt sind. Extern dürfen keine elektri- schen Verbindungen zwischen den Kanälen vorhanden sein. Wird der Akku verpolt angeschlossen, erscheint im Display keine Meldung. Das Ladegerät ist gegen Verpolung des Akkus geschützt.
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Mit der Taste "CLEAR" kann die Anzeige auf die Werte für Zeit und gemessene Kapazität umge- schaltet werden. In der 1. Zeile vom Display wird die Kanalnummer, der programmierte Mode und die Zeit in Minuten für den im Moment laufenden Vorgang angezeigt. Bei Erhaltungsladung wird die Zeit für die Erhaltungsladung angezeigt.
Programmierbeispiel Ein Nickel-Cadmium-Akku mit einer Sollkapazität von 600mAh, 6 Zellen und 7,2V soll überprüft und ggf. ein Memory-Effekt behoben werden. Der Akku soll an "AKKU 1" am curatio angeschlossen wer- den. Im Gerät sind noch die werkseitigen Einstellungen programmiert. Ladegerät einschalten und nach dem Ende des Selbsttests mit der Taste "+" auf A1 gehen. Die pro- grammierten Werte für A1 werden angezeigt.
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Mit der Taste "ENTER" wird der Wert übernommen und danach wird der Lade/Entladestrom pro- grammiert. Für den Akku mit 600mAh wird ein Strom von 60mA programmiert. Mit der Taste "-" (bei Dauerbetä- tigung schneller Durchlauf der Werte) wird der Strom auf den gewünschten Wert eingestellt. Mit der Taste "ENTER"...
Überwachungseinrichtungen, Fehlermeldungen Der Ablauf des Programms im curatio wird ständig durch einen "WATCHDOG" überwacht. Tritt zum Beispiel durch eine extrem hohe elektrostatische Entladung im Programm ein Fehler auf, werden die Ströme abgeschaltet und das laufende Programm unterbrochen. Im Display erscheint die Meldung: Diese Meldung wird 30 Sekunden angezeigt.
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Ist ein Akkublock verpolt angeschlossen oder ein Kurzschluss zwischen der "+" und "-" Buchse, er- scheint im Display die Meldung (Der Fehler wird nur während des Selbsttests erkannt und angezeigt.) Wird Plus und Minus von den Akkus nicht auf den gleichen Kanal angeschlossen, erkennt das Gerät beim Laden, dass der Akkublock falsch angeschlossen ist.
Abgleich Regelparameter, Strom und Spannung Um Bauteiletoleranzen auszugleichen und um genaue Messwerte zu erhalten, müssen für jeden der vier Kanäle unabhängig voneinander die Regelparameter, die Ströme und die Spannungen abgegli- chen werden. Nur mit genau eingestellten Parametern kann ein Akkublock sicher Entladen oder Ge- laden werden.
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Für den Stromabgleich muss in Reihe zum Akku ein Strommessgerät angeschlossen werden. Mit der Taste "ENTER" auf Abgleich Laden bzw. Entladen umschalten. Der Abgleich erfolgt zuerst mit einem kleinen Strom von ca. 90mA. Danach mit einem größeren Strom von ca. 500mA. Der am Ladegerät angezeigte Strom muss mit dem Strom am Messgerät so genau wie möglich übereinstimmen.
Akku als entladen. Die gemessene Kapazität für Entladen ist dann entsprechend kleiner als die tat- sächliche Akkukapazität. Das Akkuprüf- und Ladegerät curatio P4 ist zum Entladen und Laden von Akkublöcken ausgelegt. Ausnahmen sind Bleiakkus. Sollen Akkuzellen, die einzeln und nicht als Block erworben oder betrie- ben werden, an dem Akkuladegerät angeschlossen werden, muss sichergestellt sein, dass jede der...
Sperren der Programmierung Um eine Änderungen der programmierten Werte im curatio durch unbefugte Personen zu erschwe- ren, kann die Programmierung gesperrt werden. Das Programm vom curatio prüft nach dem Einschalten der Netzspannung, am Ende des Selbsttest, ob die Taste "ENTER" betätigt ist. Ist die Taste am Ende des Selbsttest betätigt, wird in der LCD- Anzeige in der 1.
17.1 Pinbelegung serielles Verbindungskabel curatio <--> PC Buchsenstecker 9 pol. 25 pol. Buchsenstecker 9 pol. 9 pol. Am 9 pol. Buchsenstecker jeweils eine Brücke von Pin 4 nach Pin 8 einlöten. Auf diesen Pins dürfen keine weiteren Drähte angeschlossen sein. 17.2 Datenformat für laufende Messwerte 1M11crlf Wird beim Anschluss eines Akkus gesendet;...
17.3 Ausdruck Akkudaten als Tabelle oder im Etikettenformat Die Werte, die während dem Laden und Entladen ermittelt wurden, können übersichtlich in einer Ta- belle oder auf Selbstklebeetiketten zum Aufkleben auf den Akkublock ausgedruckt werden. Während dem Entladen und Laden eines Akkublocks werden im curatio folgende Werte gespeichert: Akkuspannung beim Beginn des Vorgangs, Akkuspannung beim Ende des Vorgangs, programmierter Strom, gemessene Kapazität, Zellenzahl und die Zeit für jeden Vorgang.
17.4 Automatischer Ausdruck im Etikettenformat Wird ein Akkublock abgeklemmt, prüft das curatio, ob die Brücke von Pin 4 nach Pin 8 am Steckver- binder der seriellen Schnittstelle vorhanden ist. Ist die Brücke nicht vorhanden und der Pin 8 CTS auf +V (angeschlossener Drucker nicht Busy), werden die Akkudaten automatisch im Etikettenformat ausgedruckt.
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Ausdruck im Etikettenformat. Für den Ausdruck sind selbstklebende Computeretiketten im Format 88,9 x 35,7 mm vorgesehen. (HERMA Computeretiketten Nr. 8060) **** b d s GmbH curatio **** Akku 1 Mode 12 Akku Nr. __________ Datum ________ Laden 5,0V 5,6V 350mA 571mAh 4 Zellen 167 Min...
Option PC-Software für Windows "curatioWIN" Mit der PC-Software curatioWIN können die Lade- und Entladekurven von Akkus graphisch darge- stellt, ausgedruckt und in Dateien abgespeichert werden. Systemvoraussetzungen PC mit Prozessor ab 80386 (80486 empfehlenswert) Ab Windows3.1, Windows95 oder WindowsNT Arbeitsspeicher min. 8 MB Freie Festplattenkapazität min.