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Bespannen Und Lackieren; Anhang - Blue Airlines Blue Rollo Bauanleitung

Inhaltsverzeichnis
B
A
LUE
IRLINES

Anhang

Bespannen und Lackieren

Es gibt verschiedene Arten, das rohbaufertige Modell mit einem ansprechenden und dauerhaften
Finish zu versehen. Die nachfolgende Anleitung stellt eine Empfehlung dar, es bleibt dem Ge-
schmack und der Erfahrung des Modellbauers überlassen, mit welchem Aufwand und mit welchen
Materialien das Modell fertiggestellt wird.
1.Bekleben mit Bespannpapier und anschließender Lackierung erfordert eine sorgfältige Grundie-
rung. Das Papier wird mit der Grundierung oder Spannlack aufgezogen, Papier trocken auflegen und
mit Grundierung oder Spannlack gegen den Untergrund tränken. Es dürfen keine Wellen entstehen.
Mehrere Grundierungen mit anschließendem Feinschliff bilden die Grundlage für eine Lackierung.
Auf keinen Fall darf die Farbe auf die Grundierung ohne Papier oder gar auf das rohe Holz aufgetra-
gen werden. Mehrere Anstriche bzw. Spritzlackierungen mit anschließendem nassen Feinschliff und
Hochglanz - Endlackierung oder Endpolitur ergeben die Ieistungssteigernde (aber leider auch ar-
beitsintensive und sehr empfindliche) Hochglanzoberfläche.
2.Beschichtung mit Glasfaser-Kunststoff ist in verschiedenen Büchern und Publikationen aus-
führlich und mit vielen Tips aus der Praxis beschrieben. Wir empfehlen das Studium dieser Literatur,
die auch auf vielen anderen Gebieten wertvolle Hinweise und Verarbeitungsmethoden mit dem mo-
dernen Werkstoff Glasfaser-Kunststoff (GFK) aufzeigt.
3. Bebügeln mit Fönfolie ist die schnellste und effektivste Finish Art mit hervorragenden Ergebnis-
sen in Optik, Gebrauchswert und Langlebigkeit. Dazu die der Folie beiliegenden Verarbeitungshin-
weise befolgen. Der Umgang mit Folie ist leicht zu erlernen, schon der erste Flügel wird - bei genau-
er Befolgung der Hinweise - zum Erfolg. Unsere Styropore sind hochwertige, vollvergasungsfähige
Modellstyropore mit einem Schmelzpunkt von ca. 90°. Benutzen Sie daher nur gute Markenfolien mit
niedrigen Bügeltemperaturen um „Bügelbeulen" durch Überhitzung zu vermeiden.
Hierzu noch einige Tips aus der Praxis: Problemstellen wie Randbogen, Endleisten, etc. können
mit Haftungsverstärker (z. B. ,Balsarite') vorbehandelt werden. Dazu die fraglichen Stellen mit Kle-
beband abkleben und ,,Balsarite" mit dem Pinsel aufbringen; nach dem Ablüften Klebestreifen ent-
fernen. ,,Balsarite" verstärkt die Haftung der Folie ganz erheblich.
Die Folie wird normalerweise nach dem Anbügeln, Abschneiden und Festbügeln der Schneidekante
mit einem Heißluftfön erwärmt, geschrumpft und mit einem weichen Tuch heiß angerieben. Auch die
sauberst geschliffene und mit einer harten Bürste entstaubte Fläche hat der Maserung des Holzes
gemäß eine feine Struktur auf der Oberfläche. Beim Anreiben mit einem weichen Tuch wird die Folie
in diese Struktur eingedrückt, sie bildet sich dann auf der Oberfläche unschön ab.
Sie können dies vermeiden, ,wenn Sie anstatt des weichen Tuches ein genügend dickes Balsabrett -
ähnlich einem Schleifbrett - mit einem harten Stück Stoff bespannen. Brett auf Tuch legen, Über-
stand nach oben ziehen und auf der Oberseite mit einem Tacker festtackern. Wenn Sie die Folie mit
der glatten Seite dieses Brettes an reiben (Ihre Hand befindet sich dabei in angenehmer Entfernung
zum Heißluftfön), können sich die Vertiefungen nicht auf der Oberseite abbilden, es entsteht im Re-
gelfall eine superglatte, einem Voll - GFK - Flügel nahekommende, leistungssteigernde Oberfläche.
Die Querruder und die Wölbklappen werden normalerweise mit Scharnierband am Flügel befestigt.
Man kann diese Ruder auch direkt mit der Bespannfolie anbringen, diese wirkt dann wie ein Schar-
nierband. Voraussetzung ist exaktes Arbeiten und eine wirklich scharf geschliffene Stoßkante an
Flügel und Ruder. Nur diese scharfen Kanten ermöglichen die notwendige Verschweißung von unte-
rer und oberer Bespannung im Drehpunkt des Ruders.
Zunächst wird die Unterseite des Flügels in gewohnter Weise fertig bespannt. Am Ruder wird die
Folie lediglich angebügelt, abgeschnitten und festgebügelt (noch nicht gefönt), jedoch mit einem
Überstand nach der Seite und vor allen Dingen nach vorne (mindestens 5 cm) versehen. Die seitli-
chen Überstände werden hochgezogen, seitlich angebügelt und den Seitenteilen entsprechend be-
schnitten. Es liegt nun ein Ruder, Unterseite fertig bebügelt, noch nicht gefönt und mit einem über
die ganze Länge gehenden Überstand nach vorne, auf dem Werktisch. Der Flügel wird nun, mit der
Oberseite zu Ihnen zeigend, auf die Nasenleiste gestellt und in geeigneter Weise gehalten. Über-
stand der Folie auf die Verkastung des Flügels legen und straffziehen, das Querruder hängt dabei
auf der Oberseite des Flügels nach unten. Querruder ausmitteln, Folie mit Spitze des Bügeleisens
anpunkten.
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Bauanleitung Blue Rollo 2001
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