9.4 STANDBY
Die Standby-Funktion schaltet die Versorgungsleitung 1 nach 15 Minuten im Modus „Tür geschlossen" automatisch ab.
Diese Funktion arbeitet sowohl bei der Einstellung des Türschließmodus über den elektronischen Funktionswahlschalter (FSD5/
FSD6) als auch über die SAM-Funktion.
Im Standby-Modus reagiert das System nicht auf normale Aktivierungsbefehle.
Das Reaktivieren des Systems und das anschließende Einschalten der Sensoren, falls vorhanden, führt zu einer längeren
Reaktionszeit.
9.4.1 STANDBY OHNE FUNKTIONSWAHLSCHALTER
Im Falle des Standby ohne angeschlossenen Funktionswahlschalter schaltet das System die Versorgungsleitung 1 und die CAN-
Bus-Leitung ab.
Um das System zu reaktivieren, muss der Kontakt 1-G3 geschlossen werden.
Wenn dem Kontakt G3 die SAM-Funktion zugewiesen ist, erkennt das System den Zustandswechsel des Kontakts korrekt und
ändert den Betriebsmodus entsprechend der Einstellung des Parameters SAM1.
9.4.2 STANDBY MIT FUNKTIONSWAHLSCHALTER
Im Falle des Standby mit angeschlossenem Funktionswahlschalter schaltet das System die Versorgungsleitung 1 ab, lässt jedoch
den CAN-Bus und die Kommunikation mit dem Wahlschalter aktiv.
Es ist daher möglich, die Reaktivierung des Systems zu erzwingen, indem über den Wahlschalter ein anderer Betriebsmodus
ausgewählt wird.
Der Kontakt G3 kann weiterhin zur Reaktivierung verwendet werden, wie in Abschnitt 9.4.1 beschrieben.
9.5 TRAVEL
Die Travel-Funktion ermöglicht das dauerhafte Speichern eines Referenzvorgangs für das Öffnen der Tür.
Dieser Lauf wird als Referenzgrenze für die Steuerung der folgenden Bewegungen verwendet.
Das automatische Einlernen der Endlagen erfolgt in jedem Fall bei der ersten Bewegung, jedoch wird das Öffnen begrenzt, wenn
es den gespeicherten Referenzlauf überschreitet.
Hindernis beim Öffnen
Wenn die Tür während der Einlernphase auf ein Hindernis trifft und die Öffnung kleiner ist als der gespeicherte Referenzlauf,
versucht die Automatik, die Öffnungsendlage zu erreichen, indem sie auf die als fehlerhaft erkannte Endlage drückt.
Nachdem das Hindernis entfernt wurde, führt die Automatik beim nächsten Öffnungsbefehl eine langsame Bewegung bis zur
vollständigen Öffnung durch, wobei der Referenzlauf eingehalten wird.
Hindernis beim Schließen / Start nicht in geschlossener Position
Wenn das System eingeschaltet wird, während die Tür nicht vollständig geschlossen ist, oder wenn beim Schließen ein Hindernis
erkannt wird, versucht die Automatik dennoch, den durch den Referenzlauf definierten Öffnungshub einzuhalten.
Nach dem Entfernen des Hindernisses wird der Schließvorgang langsam ausgeführt, bis die Schließendlage wiederhergestellt ist.
Unter bestimmten Bedingungen kann die Automatik einen Überhubfehler beim Schließen (W013) anzeigen und automatisch neu
starten.
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D217 DE – 2025 11 01 – FW 0130
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